Hallo ihr Lieben,

wir werden euch heute von dem Tabuthema schlechthin schreiben: DEPRESSIONEN!

Warum schreiben wir euch darüber und warum jetzt?

Dafür gibt es mehrere, viele Gründe. Zum einen ist dieser Blog für uns nicht nur eine Kreativecke, in der wir unseren Ideen freien Lauf lassen können, sondern ebenso eine Art Familientagebuch. Ein öffentliches Tagebuch, wenn man so will. Das Thema Depressionen, vor allem nach der Geburt eines Kindes, als Mutter ist eine Sache, die nicht weiterhin totgeschwiegen werden darf. Deshalb schreiben wir euch, auch weil wir mit diesem Blog, die Möglichkeit haben, darauf aufmerksam zu machen & ein wenig zur Aufklärung beitragen können. Und ein weiterer persönlicher Grund: Wir haben es selbst durchlebt.

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Sabrina:

Es ist ebenso komisch wie meiner Meinung nach auch besorgniserregend, dass ich ebenfalls über das Thema schwieriger Start beim Mamasein berichten kann. Ihr werdet vlt. denken, dass es einfach daran liegt, weil ich und Bianca uns so gut kennen und viel Kontakt haben – aber nein. Gerade während der Phase, in der ich etwas zu knabbern hatte, bestand der Kontakt zu Bianca nicht, allgemein war diese Zeit bei mir eher vom „Abschirmen“ gekennzeichnet. Das möchte ich euch sagen:

Wir sind ja alle sooooooooooo perfekt

Kennt ihr das auch? Das Streben nach dem Perfektsein? Man möchte vor anderen Menschen immer gut dastehen, glänzen, die absolut makellose Mutter demonstrieren, die stets die Lage im Griff hat und genau weiß was sie tut. Die Kinder wachsen natürlich wohl behütet auf und haben keinerlei Macken oder Defizite. Zusätzlich hält man sich natürlich an die Empfehlungen der Gesellschaft und verschlingt Familienratgeber oder Studien irgendwelcher Psychologen. Mütter, die da nicht mitziehen – die nicht ins Raster fallen, werden mit hochgezogener Augenbraue beäugt und belächelt. Ich weiß noch, wie ich früher große Töne spuckte: „Wenn ich mal Kinder habe, dann werde ich das bestimmt nicht wie Fräulein XYZ machen usw.“ Ich weiß auch noch, dass ich mir so vieles vorgenommen habe und alles besser machen wollte bei den eigenen Kindern. Natürlich zückte auch ich entsprechende Vorbereitung. Ich hörte mir unzählige Tipps an, durchsuchte das Internet nach Ratschlägen, verschlang Bücher – das alles, bis ich merkte, dass mein Kartenhaus zusammenfällt. Tja so war es dann letztendlich – Mein Sohn wurde geboren und die Realität schlug eiskalt zu:
Ich wollte so perfekt sein, dass ich mir an einem gewissem Punkt selbst im Wege stand und begriffen habe, dass ein Baby kein Roboter ist und es gibt auch keine Betriebsanleitung für Mütter und es ist einfach NICHTS planbar oder vorher absehbar in Sachen Mamasein.

Er war da, ich war Mama – ich hatte mir doch alles so schön geträumt und nun funktionierte einfach nichts – wo waren denn diese Muttergefühle? Wann bekommt man diese und wie bekomme ICH sie? In meinen Vorstellungen war doch alles anders – das Baby ist da und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen – Ja ich gebe es zu: Auch mir fiel das Mamasein anfangs richtig schwer (Komisch oder? Ist das nur ein Zufall oder leiden wirklich erstaunlich mehr Frauen daran, als angenommen?). Natürlich weiß man aber sein inneres Ich gut zu vertuschen – bloß nicht auffallen und das schon gar nicht thematisieren, sonst reden die anderen noch schlecht oder man fällt negativ auf, vlt. zeigen sie ja sogar mit dem Finger auf mich oder man meint noch gar, dass ich nicht in der Lage bin ein Kind groß zuziehen. Die anderen Mamas scheinen ja auch alle perfekt zu sein und habe die Situation stets im Griff. So dachte ich zumindest lange Zeit.

mama sein3

Was macht man also? Man tut nach außen hin immer schön stark und total abgeklärt. Doch alleine merkt man plötzlich, dass gar nichts leicht von der Hand geht und sich schnell das Gefühl von Überforderung einstellt. So war es bei mir – der Kleine weinte und ich war sofort unsicher, ja ich war sogar mit dem Kleinen oft dermaßen überfordert, dass ich nur noch heulen konnte- dabei hatte ich ein so liebes Baby vor mir. Ich ging in mich und überlegte, doch fand ich keine Erklärung für mich und trottete weiter in der Situation – ich hatte nicht einmal Heultage im Krankenhaus – ganz im Gegenteil ich konnte es kaum abwarten wieder nach Hause zu gehen mit dem Kleinen. Tja und da war der Haken…ja, ich hatte keine Heultage aber einen echten Fehlstart, den ich aber lange nicht wahrhaben wollte, weil man doch von mir erwarten würde, dass ich eine Vorzeigemutter bin, wie jede andere auch. Aus heutiger Sicht muss ich mich oft belächeln und denke mir, wie dumm ich damals doch war. Ich habe viele kleine Fehler gemacht, die mein Kartenhaus zum Einstürzen brachten. Hätte ich einfach mal alles auf mich zukommen lassen und abgewartet, in die Situation hineingelebt und mich nicht verrückt gemacht, weil das Stillen nicht mehr recht klappte oder das Baby nicht satt wurde – ja, dann wäre es mir nicht so ergangen. Hätte ich einfach gleich mit meinem Mann oder jemand anderem offen darüber gesprochen, dann wäre es wahrscheinlich auch nicht so schlimm gewesen und man hätte sich Hilfe suchen können mit der „neuen Situation klar zu kommen“. Nein, im Gegenteil mümmelte ich mich innerlich ein und fühlte mich schlecht, überfordert und antriebslos. Ich beschäftige mich heute noch viel mit dieser Phase und rede oft mit Menschen darüber und zu meinem Erstauen musste ich feststellen, dass soooooooooo viele Mütter daran leiden / litten, doch keiner sagt es offen.

Baby Meilensteinkarten (3)

Läuft da nicht irgendetwas falsch?

Es gibt so viele Frischmamis, die sich überfordert fühlen, vlt. einfach nicht die nötige Bindung aufbringen können (das ist doch auch überhaupt nicht verwerflich, schließlich wird man nicht als Vollblutmama geboren) und trauen sich einfach nicht das anzusprechen, weil man Angst haben muss gesteinigt zu werden.

Du bist – was du isst und du bist das, was aus dir gemacht wird

Ich finde diese Entwicklung so furchtbar. Ich will nicht wissen, wie vielen Frauen es wie mir ging und wie viel Frauen es noch so gehen wird. Einfach weil dort ein „unnatürliches Mutterbild“ von der Gesellschaft geschaffen wurde – das ist meine Meinung. Wir bekommen täglich überall aus allen Kanälen erklärt, wie eine perfekte Mutter sein sollte. Auf uns strömen zig unterschiedliche Produkte ein und manchmal kann die Wahl und Entscheidung für einen Schnuller schon zur Zerreißprobe werden. Noch schlimmer ist das Internet und diverse Mütterplattformen. Da wird man angegiftet, weil man dem Kind eine Decke drüber legt, weil es ab und zu Schokolade essen darf, weil man mit 5 Monaten abgestillt hat, weil man den Schnuller zur Beruhigung gibt oder weil man die billige Säuglingsmilch der Teuren vorzieht. Mütter werden regelrecht fertig gemacht. Ich rede hier nicht von Sachen die auf der Hand liegen, sondern von wahren Ansichtssachen und Entscheidungen, die eigentlich im persönlichem Ermessen liegen sollten. Da wird propagiert, dass Kinder mit spätestens 2 Jahren trocken sein müssen. Da wird gelehrt, dass man sofort ein Baby abgöttisch lieben muss und ja keinen Pekip-, Krabbel-, Kanga- oder Sonstwaskurs auslassen darf. Nun kommen Neuzeitansichten dazu. Mütter, die ihr Kind nicht mit im Zimmer schlafen lassen sind Rabenmütter. Mütter, die ihr Kind mit einem Jahr ganztags in die Kita schaffen sind Versager und Mamas, die den Kinderwagen lieber nehmen als das Tragetuch schaden ihrem Kind. Sorry, wenn ich jetzt die Steilvorlage aufgreife, aber: Mütter die bei Kik einkaufen, haben natürlich auch kein Umweltbewusstsein und bringen Kinder in Bangladesh um. Genauso wie die Mütter, die eine PDA wählen – die sind ja gar keine richtigen Mütter, weil sie nicht stark waren.

traurige erdbeere karte

Ich habe eines dazu gelernt. Manchmal bewirken Worte, die man so daher schreibt in anderen Personen richtige Zweifel und vor allem sollte sich unsere werte Medienwelt mit ihren Berichten ala „So erziehen Sie Ihr Kind richtig“. „10 Dinge, die eine Mutter gemacht haben sollte“ usw. extremst zurückhalten. Es gibt Menschen, die nehmen sich so etwas an und setzen sich damit schon weit vor der Entbindung unter Druck – die Ausmaße sind oft gar nicht so abzuschätzen. Zudem wird ein dermaßen unnatürliches Bild einer Mama inzwischen vermittelt, dass man praktisch fast von selbst ins offene Messer rennt. Ich für meinen Teil weiß, dass ich mich nie wieder verrückt machen werde, weil ich in den Augen anderer Mütter einen „Fehler“ begehe (wie z.B. meinem Kind den TV vorenthalten) und genauso verzichte ich auf Schundratgeber. Ich bin zudem aus den Mamigruppen bei Facebook ausgetreten, weil es einfach nervt ständig die Superdupertipps von genauso normalen Müttern wie mir zu lesen, die sich aber als besonders toll profilieren müssen. Und wisst ihr was, mir geht es viel besser! Klar wird es auch in meinem Leben weiterhin Menschen und Situationen geben, die ich nicht mag oder die mich nicht mögen – sei es drum, aber ich habe inzwischen begriffen, dass in solch einem Fall Abstand und Ignoranz immer noch der bessere Weg sind als der böse Fingerzeig und ich habe noch eines gelernt: Man muss sich nicht dafür schämen, dass man nach der Geburt eben nicht gleich die Bilderbuchmutter ist – zumal es die sowieso nicht gibt. Man muss nur den Mut haben darüber zu sprechen und das will ich an dieser Stelle tun.

Nun bin ich mit dem zweiten Kind schwanger und wisst ihr was? Ich habe überhaupt keine Angst, dass ich erneut solche Zweifel aufkommen lasse oder mich verrückt mache wegen Nichtigkeiten. Ich habe die Portion Sicherheit, die ich mit meinem Sohn gewonnen und das Wissen sowie Erfahrungen, welche ich über die Zeit gesammelt habe. Die doofe Mama-Anfangsphase (wie ich sie so schön nenne) habe ich natürlich überstanden, bin mir aber sicher, dass ich vieles hätte vermeiden bzw. verkürzen können, wenn ich einfach mehr auf mein Gefühl gehört hätte und nicht in diesen doofen Perfektionismus ala „Ich muss die perfekte Mutter sein“ gefallen wäre. Zudem muss ich nach wie vor lernen, mir Dinge einfach nicht anzunehmen und muss mich immer wieder daran erinnern, dass es mir egal sein kann, was andere Menschen von mir oder über mich denken.

Die Muttergefühle kamen bei mir übrigens dann von ganz alleine – man kann das einfach nicht erzwingen und ich glaube, je mehr man es erzwingen möchte, desto länger dauert es. Ich bin so glücklich darüber, das Gefühl zu erfahren mit allen Auf- und Abs. Ich liebe mein Kind abgöttisch und doch hatte ich noch nie solch eine Angst um ein Menschen auf dieser Welt – aber auch die Angst gehört dazu.

Auch ich kann euch nur sagen: Redet, redet, redet und handelt. Geht damit offen um. Wenn ihr einen Blog habt, so klärt die Menschen darüber auf – keine Mutter muss sich dafür schämen nicht perfekt zu sein und leider wird hier viel zu wenig Aufklärungsarbeit betrieben. Ich kann mich gut erinnern, dass darüber in meinem Geburtsvorbereitungskurs kein Wort gefallen ist.

Ich bitte euch diesen ehrlichen Post neutral zu bewerten und lege Wert auf ein nettes Untereinander!
Nun bin ich auf Kommentare gespannt, falls da welche öffentlich kommen 😉

Liebe Grüße Sabrina

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P.S. Für alle Mamis, die sich informieren möchten, Anlaufstellen suchen oder sich anonym Hilfe zur Seite nehmen möchten, können wir diese Seite empfehlen: Schatten und Licht
Dort findet sich auch ein Fragebogen zum Selbsttest.

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  1. Mella 5. Oktober 2017 at 9:11

    Ihr sprecht mir so sehr aus der Seele. Auch ich war betroffen. Habe Gespräche gesucht und viel geweint… Ich dachte, ich hätte es überstanden, aber leider schleichen sich die Gefühle wieder ein, da es gerade wieder etwas schwierig wird mit unserer Kleinen. Und sofort sind die Zweifel wieder da: Bin ich eine gute Mutter? Darf ich solche Gedanken haben? Andere schaffen es doch auch, warum fällt es dir so schwer?
    Danke, dass ihr hier so offen darüber sprecht. Ich denke, ich werde mit noch einmal Hilfe suchen müssen…

    antworten
    1. Bianca 5. Oktober 2017 at 11:39

      Hallo Mella, der Beitrag ist einige Jahre her und ich möchte dir sagen, dass auch ich nach wie vor mir immer mal wieder Gedanken mache, gerade wenn es schwieriger ist und solche Situationen herrschen, wie du es gerade beschreibst. Lass des Kopf nicht hängen und wenn du denkst, du brauchst noch einmal Hilfe, dann hol sie dir mit gutem Gewissen. Wir sind nicht nur Mütter sondern vor allem normale Menschen, die auch an ihre Grenzen kommen und das auch dürfen. Ich drücke dich aus der Ferne und wünsche dir alles Liebe. Bianca

  2. Pingback: Mamahoch2-Einblicke in den ganz normalen Alltag ~ Glucke und So

  3. Eva 28. Februar 2016 at 16:31

    Ich kann beiden nur zustimmen. Jetzt bin ich mit Nummer drei schwanger und werde gefragt ob ich nicht aufpassen konnte.
    Jetzt weiß ich das ich Gesprächsthema Nummer 1 auf dem Spielplatz bin. ?
    Bin ich froh das ich mich aus diesen Kreisen entzogen habe.
    Ist es ein Mischung aus Eifersucht und ja Sie könnte es trotzdem schaffen.
    Gruß Eva

    antworten
  4. Martina Schmidt 28. Februar 2016 at 15:15

    Ein sehr wichtiges Thema! Ich war auch selbst betroffen, weil ich auch so ein unrealistisches Mutterideal verfolgt habe. Wichtig ist, Hilfe zu suchen. Danke für den tollen Artikel!

    antworten
  5. Anonymous 18. Januar 2014 at 10:50

    Hallo Ihr Lieben,
    vielen Dank für Euren Beitrag über Depressionen. Es müsste generell über das Thema viel mehr gesprochen werden und sollte kein Tabuthema mehr sein.
    Ich hatte das „Glück“ vor meiner Schwangerschaft an Depressionen zu erkranken. Der Druck von außen, meiner innerer Perfektionsdruck und das „Nichtschwangerwerdenwollen“ haben mich dahin geführt. Dank meiner Verhaltenstherapeutin und meinem Durchhaltevermögen habe ich es aus diesem schwarzen Loch rausgeschafft und siehe da, ich wurde endlich schwanger. Die Schwangerschaft war die Hölle. Von der 6. Bis zur 36. Woche habe ich trotz Medikamente nur gebrochen. Und auch hier bin ich auf das Unverständnis von vielen Leuten bzgl. der Medikamente gestoßen bzw. musste mir von meinem ehemaligen Frauenarzt anhören, ich solle mich nicht so anstellen bzw. solle mich endlich auf mein Kind freuen und annehmen. Hallo????? Ich habe 6 Jahre darauf gewartet endlich schwanger zu werden! Aber ich habe mir kein schlechtes Gewissen einreden lassen, hab auf meine innere Stimme gehört. Und ich habe verständnisvolle Ärztinnen in der Klinik kennengelernt und wurde in dieser Phase auch sehr von meiner Therapeutin unterstützt
    Durch die Therapie war ich auf die Heultage und evtl. Depressionen nach der Geburt vorbereitet, aber ich hatte das große Glück verschont zu bleiben. Auch bin ich durch die Therapie so gestärkt, dass ich auf die gutgemeinten Ratschläge von super perfekten Müttern nichts gebe. Ich höre konsequent nur auf meinen Bauch (was nicht immer leicht ist). Mein Zwerg ist mittlerweile 2 Jahre und 8 Monate alt und ich liebe ihn über alles. Er ist noch nicht trocken, er schläft manchmal mit in unserem Bett bzw. wir legen uns zu ihm, damit er einschläft. Er darf TV schauen, er darf sich im Dreck wälzen, er darf noch sein Fläschchen haben, wenn er es möchte. Ihr seht, er darf eine Menge „verbotener Sachen“, in Augen der“ achsoperfekten“ Mütter im Netz oder auch im Umfeld. Aber deren Meinung ist mir echt egal. Habe auch konsequent solche Frauen aus meinem Freundeskreis verbannt. Und Internetseiten von diesen Supermüttern meide ich ebenfalls.
    Ich kann Euch allen Betroffenen nur raten, holt Euch Hilfe!!!!!! Schämt Euch nicht für Eure Versagensängste, die hat jeder im Leben. Und die kommen auch immer wieder mal vor. Auch nach einer Therapie, aber ich habe in Therapie gelernt damit umzugehen und mir notfalls wieder Hilfe von außen zu holen.
    Liebe Grüße
    Melanie H.

    antworten
    1. Svenja Grote 18. Januar 2014 at 17:33

      Hallo Melanie 😀
      Weißt du was ich ganz besonders schlimm finde?
      Du gehst einkaufen und dein Kind weint im Kinderwagen und die ganzen Omi´s gehen einfach daran und greifen rein. Oh wie mich sowas aufregt und dann meinen die noch besser zu wissen wann er Hunger hat und und und. Ahhhh, das nächste mal wenn das passiert dann hau ich denen auf die Finger, was haben die mein Kind anzufassen.
      Oder meine Schwigermutte, ich liebe sie manchmal sogar mehr als meine eigene, immer wenn wir da sind kommt sie mit irgendwas um die Ecke, da ein bisschen Joghurt und hier Milchreis. Dabei fangen wir jetzt gerade erst mit der Beikost an und ich habe eine Latose inolleranz und ich wollte gern langsam an die Milchprodukte gehen. Schön zu hören das es nicht nur mir so geht.
      grüße und ein Schönes Wochenende

    2. Bianca W. 18. Januar 2014 at 18:45

      Liebe Melanie,
      ich selbst habe auch solch eine Verhaltenstherapie gemacht und kann dies jedem nur empfehlen! Sie stärkt einen wirklich ungemein! Und ja, man muss solche Mütter auch meiden und am besten wie du sagst aus dem Freundeskreis verbannen! Jeder sollte auf seine Instinkte hören, denn die sind immer auf das jeweilige Kind angepasst. Als Mutter weiß ICH am besten was richtig für MEIN Kind ist. Ich mag es auch nicht, wenn immer super kluge Ratschläge gegeben werden. Wenn ich noch Tipps frage ist es ok. Ich hasse es wenn andere meinen, sie müssen Ihre Sichtweise und Art auf andere anwenden! PFUI!

      Wenn dein Kind mit all den Dingen glücklich ist und ihr auch, dann ist es RICHTIG! Danke für deinen offenen und ehrlich Kommentar!

  6. Svenja Grote 15. Januar 2014 at 21:42

    Ich sitze hier vor meinen Pc und lese mir eure Berichte durch. Und prommt schießen mir die Tränen in die Augen ( doofe Hormone)
    Meine Entbindung lief nicht wie geplant und artete in etwas sehr traumatisches aus, die letzte Nacht im Krankenhaus bin ich zusammen gebrochen und wollte mein Kind da lassen, weil ich mir sicher war ich schaff das nicht. Meine Wochenbettzeit ging über 15 Wochen und ich kämpfe noch heute, 6 Monate nach der Geburt meiner Kleinen Raupe, mit dem erlebnis Geburt 🙁
    Ich habe zwar schon einen Schwangeschafts/Geburtsbericht geschrieben, habe aber viel ausgelassen.
    Ihr bewegt mich dazu das alles ocheinmal zu überarbeiten.
    Ich rede viel, das ist meine Art. Ich muss den Leuten erzählen was ich durchgemacht habe, das maccht mich aus. Die Menschen die ich kennenlerne sollen wissen wer ihnen gegenüber sitzt!
    ich bin 25Jahre alt, ich versuche jetzt noch das traumatische erlebnis des Todes meines Vaters zu überwinden, seid 6,5 Jahren. Ich versuche für alle da zu sein und das bringt mich an meine grenzen, ich versuche die Geburt meines Baby´s zu verarbeiten und gleichzeitig versuche ich, ich selbst zu sein und das ist sooo verdammt schwer.

    Danke für eure Erfahrungen, Meinungen und aufmunternden Worte. Ich lese schon so lange euren Blog und bin erst jetzt auf dieses Posting gestoßen.

    liebe Grüße Svenja

    ( http://mamaraupe.blogspot.de/ )

    antworten
    1. Bianca W. 18. Januar 2014 at 18:40

      Liebe Svenja, auch dir habe ich auf deinem Blog geantwortet! 😀

  7. Frechmopsi 13. Dezember 2013 at 16:09

    Hallo,
    danke, dass ihr so offen über das Problem schreibt. Eigentlich wollte ich hier auch noch meinen Senf dazugeben, aber es wurde so viel Text, dass es hier nicht mehr reingepasst hat und ich darüber auf meinem Blog schreiben „musste“, weil mich das Thema schon etwas aufgewühlt hat http://frechmopsi.blogspot.de/2013/12/muttergefuhle-ping-pong.html
    Vielleicht mag sich das ja die ein oder andere durchlesen.
    Liebe Grüße
    Hanne

    antworten
    1. Bianca W. 16. Januar 2014 at 9:15

      Auf deinem Blog geantwortet 😉

  8. Anonymous 1. November 2013 at 11:25

    Eine unbehandelte bzw. auch unbemerkte Depression kann weitreichende Folgen haben.

    Nach meiner ersten Geburt habe ich meinem Bauch hinterhergetrauert, mit dem schreienden, komisch aussehenden Bündel im Bettchen neben mir konnte ich nichts anfangen. Im Krankenhaus gab es keine wirkliche Hilfe, die Hebamme hat auch nichts gemerkt. Ich war mitten in der Ausbildung und hatte somit die Ausrede, und habe mein Kind einfach abgegeben innerhalb der Familie, weil ich ohnehin nichts damit anfangen konnte. Mein Mann hat sich letztlich um alles gekümmert (wie liebe ich ihn heute dafür!).

    Als das Kind 2 war, hat eine Arbeitskollegin von ihren Anfangsproblemen und nachgeburtlichen Depressionen erzählt und mir ging ein ganzer Kronenleuchter auf. Alles ist auf mich eingestürzt (ich weine auch jetzt gerade, beim bloßen Gedanken an damals) und kurze Zeit später war ich (ungeplant) erneut schwanger. Die Schwangerschaft war eine einzige Katastrophe. Ich konnte nichts essen, teilweise nicht einmal trinken, habe nur gebrochen, war ständig im Krankenhaus, habe insgesamt 9 Kilo abgenommen in dieser Schwangerschaft. Mein Glück war ein verständiger Chefarzt, der mich zur Krankenhauspsychologin geschleift hat. Und dieses eine Gespräch hat mein komplettes Leben verändert. Mit Zuversicht und der Adresse von Licht und Schatten bin ich entlassen worden. Als dann Monate später die Geburt anstand und relativ einfach verlief und ich den Bauch los war und das schreiende Bündel im Arm hatte…. da war es tatsächlich da… dieses Gefühl, was man eigentlich haben sollte, diese alles übersteigende Mutterliebe… und ich wusste, jetzt wird alles gut.

    Mein großes Kind ist jetzt 9, und noch heute habe ich seltene Situationen, die ich meinem Mann überlasse, weil ich genau weiß, dass ich zu hart reagieren würde, weil ich eine gestörte Bindung zum Kind habe. In den übrigen Dingen überlege ich, was ich tun würde, wenn es mein jüngeres Kind wäre (zu dem meine Bindung „stimmt“) und reagiere dann. Das ist harte Arbeit, aber es wird einfacher, die zu überlegenden Situationen werden weniger und das kleine Pflänzchen Bindung wächst langsam Richtung Baum.

    Mittlerweile liebe ich mein großes Kind ebenfalls sehr, aber nichts kann die Gefühle „erabeiten“,die man für ein Kind hat, wenn die mütterliche Bindung von Anfang an stimmt. Und es war extrem anstrengend, immer dafür zu sorgen, dass sich das Kind nicht ungeliebt oder benachteiligt fühlt; und manchmal hat es sicher auch nicht funktioniert. Mein liebes Kind, ich entschuldige mich dafür!

    Daher kann ich nur appelieren, liebe werdende Mütter, ihr müsst nicht „funktionieren“, wenn es klappt, ist es gut, wenn nicht, holt euch Hilfe!!! Nichts kann dem Kind und der Mutter-Kind-Beziehung so sehr schaden, wie das, was ich erlebt habe. Macht euch frei von falschen Ratschlägen, macht euch frei von dem Druck. Tut das, was ihr für richtig haltet, hört auf euer Herz und euren Bauch. Und wenn da was komisch ist, dann hört auch darauf, und sucht euch professionelle Hilfe!

    So, so ne Schreibtherapie hat auch mal was Gutes 😉 Ich geh jetzt meine beiden Kinder knuddeln…

    antworten
    1. Brina H. 1. November 2013 at 12:08

      Liebe Schreiberin, du sagst so vieles so gut, was ich einfach nicht ausdrücken konnte und ich bin dir so dankbar für deinen Bericht. Auch bei mir war mein Mann wohl die einzige „Rettung, die die Not erkannt und gekämpft hat“. Ich hatte die Situation schon kurzzeitig aufgegeben, sah keine Hoffnung und fühlte mich einfach nur als schlechte, nichtstaugende Mutter, die ein Kind in die Welt gesetzt hat und dafür nun nicht gerade stehen kann – weil einfach das Gefühl nicht kommen mag. Das klingt vlt. komisch, aber im Prinzip ist man wie jede andere Mutter, nur das das Gefühl fehlt und der einzige Mensch, der das spürt ist man selbst und das kleine Baby.

      Derzeit denke ich auch oft daran, wenn der Bauchbewohner da ist. Im Gegensatz zu dir, ist es bei mir so, dass ich eine unbändige Verbindung zu Paul inzwischen aufgebaut habe – ich bin ganz krank, wenn ich ihn mal nicht sehen kann. Aber trotzdem bleibt die Angst, dass ich zum 2. Kind irgendwie anders sein werde, weil ich es von Anfang an mit vollem Herzen annehmen kann und weil ich weiß, was da auf mich zukommt. Ich gehe fest davon aus, dass ich in die Depression nicht mehr hineinrutschen werde und die „alte Last“ komplett aufgearbeitet habe – aber dennoch bekommt der zweite Junge eine kleine Portion Vorsprung einfach mitgegeben. Wahrscheinlich werde ich Momente intensiver genießen und wahrscheinlich werde ich die Anfangszeit auch ganz anders wahrnehmen. Das sind solche Sachen, die mich etwas wehmütig stimmen, denn das Geschehene kann man nicht ändern und auch die Zeit nicht nachholen, die man wegen diesem ganzen Mist „verloren“ hat. Nichtsdestotrotz schaue ich positiv der Zukunft entgegen, weil ich jetzt eine glückliche, liebevolle und Vollblutmama bin und das einfach nur, weil ich nicht mehr darauf höre, was andere gerne hätten und genau das mache, was mir gut tut und meinen Kinder und nicht, was 500 andere Mamas mir empfehlen zu tun.

    2. Anonymous 1. November 2013 at 14:19

      Danke für deine Worte Brina.
      Ich bin überzeugt, Du wirst es schaffen! Du hast die richtige Einstellung gefunden. Und genieß die Zeit mit dem kleinen Bauchbewohner, wenn er auf der Welt ist. Bezieh Deinen Großen mit ein und schieb die Wehmut beiseite. Vergangenes kann man nicht ändern, aber die Zukunft!

    3. Brina H. 3. November 2013 at 15:15

      Wahre Worte – auch wenn es dennoch wehmütig stimmt. Aber es ist so wie es ist und man kann es eben nur besser oder anders machen und aus dem Erlebten lernen und seine Konsequenzen ziehen.

  9. Anonymous 23. Oktober 2013 at 8:23

    Ihr Lieben,
    ich finde es toll, dass Ihr so offen darüber schreibt!
    Wenn ich ehrlich bin, als ich Eure Beiträge gelesen habe, hatte ich Tränen in den Augen – vieles davon kam mir so bekannt vor!
    Mein Kind ist nun zwei Jahre alt und im Nachhinein betrachtet glaube auch ich, dass ich eine postpartale Depression hatte. Ich habe mich damals nie jemandem anvertraut (ein Fehler!!!), weil ich dachte, ich darf einfach nicht zugeben, dass ich nicht immer nur glücklich bin. NEIN, ich bin doch eine frischgebackene Mama mit einem wirklich tollen Kind, darüber MUSS man sich doch freuen und hat dafür zu sorgen, dass alles toll ist und man auf rosa Wolken schwebt! Ja, so war der Druck aus meinem Umfeld und von anderen Müttern aus der Krabbelgruppe, denen alles so leicht von der Hand zu gehen schien.. (Im Nachhinein weiß ich, dass auch bei ihnen längst nicht alles perfekt lief.)
    Als mein Kind ein Jahr war, ging etwas Seltsames in mir vor. Ich blühte innerlich auf einmal total auf, wusste gar nicht, wohin mit meiner Mutterliebe, wollte es am liebsten den ganzen Tag drücken, küssen, gar nicht mehr loslassen! Bildlich gesprochen: „So, als ob plötzlich eine eingerostete Handbremse losgelöst wurde.“
    Und erst DA ist mir bewusst geworden, dass ein Jahr lang irgendetwas nicht richtig gelaufen sein konnte. Versteht mich nicht falsch, ich habe mein Kind immer geliebt und es ging ihm immer gut!
    Ich hatte trotzdem nur einfach das Gefühl, dass ich alles falsch mache und vor allem schwirrte mir tagtäglich der Gedanke im Kopf rum „Mein Kind hat eine bessere Mama verdient als mich“.
    Das war wirklich schrecklich. Mein Kind war so pflegeleicht und (meistens) gutgelaunt und ich saß trotzdem neben ihm auf der Decke und heulte, weil ich dachte, ich schaff das alles nicht. Da war einfach der (nicht realisierbare) Anspruch an mich selbst als Mutter, dass ich rund um die Uhr 200% geben muss, keine Verantwortung abgeben darf, mir keine Auszeit gönnen darf – Nein, ICH muss einfach immer da sein (man ist ja schließlich jetzt Mutter)… Auch ich hatte anscheinend so wie Du, Bianca, kein gesundes Mutterbild.
    Wie gesagt, ich habe mich nie jemandem anvertraut, selbst meinem Lebensgefährten nicht, weil ich dachte, er würde es nicht verstehen. Und weil ich dachte, ich kann doch nicht zugeben, dass etwas nicht richtig läuft! Wenn ich es gemacht hätte, hätte ich mir sicher ein paar schlimme Monate ersparen können! Sicher ist es auch nicht selbstverständlich, dass man einen solchen Zustand alleine überwindet, ich weiß auch nicht, ob ich das alles vollständig hinter mir gelassen habe. Ich kann nur ehrlich sagen, dass es mir heute viel, viel, viel, viel besser geht!
    Nun möchten wir ein zweites Kind und ich habe mir vorgenommen, frühzeitig zu handeln und meinen Arzt und auch meine Hebamme frühzeitig ins Boot holen, wenn ich merke, dass es wieder in diese Richtung läuft.
    Und JA: Ich finde es schlimm, dass es noch immer ein Tabuthema ist, wo doch anscheinend so viele Frauen davon betroffen sind! Habt noch einmal vielen Dank für so viel Offenheit!

    antworten
    1. Brina H. 23. Oktober 2013 at 10:43

      Huhu, so wie du das beschreibt, mit der eingerosteten Handbremse – so war das bei mir. Ich stand eines Tages auf, nachdem wirklich fast alles am Brennen war (Krise in der Ehe, Überforderung, dieses Gefühl schlecht zu sein und nicht auszureichen, einige Fehler, die ich bitter bereue) – ja da vertraute ich mich meinem Mann an. Er stand vor mir und wusste, dass irgendetwas nicht stimmt, weil ich mich so verändert hatte – erst als er mich vor die Wahl stellte zu reden oder er geht mit Kind brach es aus mir heraus. Das war mein größter Wendepunkt. Ich erzählte ihm alles und er gab mir Mut und Hoffnung das Alles irgendwie geschaukelt zu bekommen und sagte mir, dass ich Hilfe annehmen muss. Irgendwie fiel mir schon bei der „Aussprache“ so ein Stein vom Herzen, dass die Handbremse sich etwas löste. Natürlich verging noch etwas Zeit bis ich den großen Berg überwunden hatte, aber ich weiß noch ganz genau, wie wir den Umzug planten und alles „Alte“ hinter uns lassen wollten, dass ich plötzlich das Gefühl hatte angekommen zu sein. Ich schaute meinen kleinen Sohn an und fühlte wirklich so richtige innige Liebe und da war das Gefühl plötzlich da, was ich solange versucht hatte zu erzwingen. Mir war es auch, wie dir erst im Nachhinein richtig klar, was mit mir da passiert war – mitten drin und vor allem am Anfang dieser Depression wusste ich nur, dass irgendetwas mir aus den Fugen gerät. Dennoch denken viele fälschlicherweise, dass man sein Kind dann nicht lieben würde, aber ich finde du hast das gut beschrieben, man ist trotzdem für sein Kind da und liebt es natürlich, aber es ist eben nicht diese Mutterliebe, die ich jetzt fühle und gott sei dank jeden Tag fühlen kann. Wenn man mich fragt, wie sich die Mutterliebe anfühlt – ist das schwer zu beschreiben, aber ich könnte jederzeit losheulen, nur weil ich das Glück habe und Paul mein Kind ist, einfach nur weil er da ist und das ist für mich Mutterliebe. Er ist da und das ist das Schönste auf dieser Welt und ich bin gerne Mama. Ich drücke dir weiterhin die Daumen und scheue dich nicht vorm zweiten Kind – wir wissen jetzt, was wir besser oder anders machen können, damit es gar nicht erst soweit kommt.

  10. Melissa Berr 22. Oktober 2013 at 23:43

    Danke für den tollen Beitrag. Es ist richtig und wichtig darüber zu schreiben. Weiter so 🙂

    antworten
    1. Brina H. 23. Oktober 2013 at 10:35

      Auch dir vielen Dank Melissa!

  11. Anonymous 22. Oktober 2013 at 11:29

    ganz kurz und knapp…. Daumen hoch für eure Beiträge!!! Das was ihr beschreibt ist einfach die Realität und die wird oft nicht gerne gesehen.
    Ich bin bloglos, aber ich lese euren Blog sehr gerne und das tue ich auch weiterhin!
    Alles Gute für Euch und eure Familien!

    antworten
    1. Brina H. 23. Oktober 2013 at 10:34

      Vielen Dank! Wir hoffen, dass nun die Realität auch wirklich etwas mehr zu Realität in den Köpfen vieler Menschen wird.

  12. Küstenmotte 21. Oktober 2013 at 20:35

    Hallo ihr Zwei,
    toller Post den ihr da heute verfasst habt. Mein Zwerg ist jetzt vier und mein Leben mit ihm ist toll, aber soooo anstrengend und so furchtbar unperfekt. Ich habe lange mit mir gehardert, womit ich das bloß alles verdient habe. Ich weiß genau, wie es sich anfühlt, wenn man sich nach der Entbindung null zu seinem Kind freuen kann. Ich bin bis heute noch traurig, dass es so war. Jeder behauptet, dass man nach der Geburt von Muttergefühlen und Freude überflutet wird und dann ist es genau das Gegenteil. Es war wie ein Schlag ins Gesicht für mich. Mein einziger Gedanke… endlich ist das Ding draußen 🙁 Dann hatten wir massive Stillprobleme und der Zwerg hat noch nie alleine durchgeschlafen. Ich liebe ihn sehr, aber manchmal ist der Gedanke doch… gäbe es ein Umtauschrecht, hätte ich es genutzt??? Zum Glück ist die Rückgabe ausgeschlossen. 🙂
    Ich habe zum Glück einen ganz tollen Chef(Kinderarzt) gehabt, der ganz schnell die Situation durchschaut hat und mir dann den Schupps in die richtige Richtung gegeben hat. Er hat mich aufgebaut und mir die schöne unperfekte Welt ans Herz gelegt… Heute kann man bei uns an manchen Tagen nicht vom Fußboden essen und muss an der Tür schon aufpassen nicht über irgendwas zu fallen. Aber mir geht es damit soviel besser und wenn es stört, der darf gerne mal bei mir aufräumen 😉 Bei mir erfährt jeder die ungeschminkte Wahrheit, wenn ich die Nacht wieder dreimal raus musste. Ich weiß irgendwann wird auch der Zwerg durchschlafen…
    Liebe Grüße Jessi

    antworten
    1. Bianca 22. Oktober 2013 at 7:40

      Danke Jessi auch für deine Ehrlichkeit und Offenheit! Zum Thema Schlaf könnte ich ganze Romane verfassen! Louisa hatte schon immer „Probleme“ mit dem Schlafen. Erst jetzt wieder seit einigen Tagen treibt sie uns in den Wahnsinn mit ihrem Müde aber bloß nicht Schlafen!!!! Es ist so gut, dass dein Chef es bemerkt hat und die sofort geholfen hat! Das ist einfach extrem wichtig! Super, dein Mut zum perfekten Unperfekt sein! 😉

  13. Schöne Dinge von Sonnenblume 21. Oktober 2013 at 13:44

    Hallo ihr zwei!
    Schön, dass ihr auch mal über solche Themen schreibt… und interessant, dass ihr beide damit zu kämpfen hattet.
    Da bei mir in der Familie gleich zwei Personen unter Depressionen leiden, hab ich ziemlich Angst vor einer Wochenbettdepression – und hab von vornherein mit meinem Mann und meiner Hebamme darüber geredet… und so wie es derzeit aussieht, schaffen wir es ohne 😉 Ich gehöre nämlich auch zu den Prefektionisten und mit frisch Geborenem geht das einfach nicht mehr so – v.a. weil er 3 Wochen zu früh kam und ich erst mal gar nicht stillen durfte – wir getrennt waren – er auf der Kinderstation in einem speziellen Bett und ich ihn nur zum Wickeln raus holen durfte… war kein schöner Start, der mir viel Heulerei beschert hat.
    Grüße Sonnenblume

    antworten
    1. Bianca 21. Oktober 2013 at 18:00

      Huhu Sonnenblume, es freut uns, wenn du das alles so gut gemeistert hast. Der Start war ja nun auch nicht gerade der Beste und sowas ist ja oft der Nährboden dafür. Es ist nur gut, dass du dich vorher schon ordentlich mit diesem Thema auseinander gesetzt hast! Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und lesen uns! 😉

  14. Anonymous 21. Oktober 2013 at 12:36

    Das hast du toll geschrieben. Ich bin heute zum ersten mal auf deinem Blog und habe bis jetzt auch nur diesen Beitrag gelesen und ich findes es toll. Ich kann sovieles davon nachvollziehen und war nach der Geburt meiner Tochter sowas von überfordert – ich habe mich selbst nicht mehr verstanden. Als kleiner Perfektionist der immer alles plant und im Job erfolgreich ist kann es ja nicht so schwer sein Mama zu sein – dachte ich. Da lag ich Welten daneben. Und das hat es mir / uns sehr schwer gemacht am Anfang. Heulend zusammen im Bett zu sitzen (Mama und Kind) war Alltag. Und ja, das Stillen hat bei uns nicht richtig geklappt und ich habe mir Vorwürfe gemacht. Geholfen hat mir eine Osteopathin, zu der ich eingentlich hin bin, weil meine Tochter ein Schreibaby war – geholfen hat sie aber vor allem mir – mich beruhigt und ankommen lassen. Danach habe ich abgestillt (jaja, ich bin eine von „denen“ ;-)) und meine Tochter und ich konnten zueinander finden. Und du hast so recht – kaum einer redet darüber und das ist echt „sch…“. Was ich mir danach vorgenommen habe, ist immer andere „Neu“-Mamis zu unterstützen und auch weiter zu geben, dass eben nicht alles eitler Sonnenschein ist und das man eben nicht nur Mutter ist, sondern auch noch man selbst. In diesem Sinne wünsche ich dir beim zweiten Kind die Gelassenheit deinen Weg machen zu können und das ihr zueinander findet.

    LG Melanie

    antworten
    1. Brina H. 21. Oktober 2013 at 13:09

      Hihi Melanie, ich glaube du hast den ersten und zweiten Teil zusammen geschmissen. Also wir sagen dir auf jeden Fall DANKE und geh bitte weiter so offen damit um. Es ist für alle Mamas sehr wichtig, dass es Menschen gibt, die den Mut dazu haben offen zum Erlebten zu stehen.

  15. vavilula 21. Oktober 2013 at 11:33

    Ohne Euch zu Nahe treten zu wollen interessieren mich Eure Befindlichkeiten eher weniger. Ich verfolge Euren Blog wegen der Inspiration in Sachen Kreativität.
    Ich hoffe Ihr macht damit keinen Fehler, wenn Ihr Euer Privatleben so öffentlich macht. Und ich wünsche Euch auch, dass es nicht passiert, dass es mal missbraucht wird. Zukunftige Arbeitgeber freuen sich immer von Depressionen ihrer Mitarbeiter zu lesen. etc.
    Alles Gute Euch und Euren Kindern und viel Spaß weiterhin beim bloggen
    VG Bea

    antworten
    1. Brina H. 21. Oktober 2013 at 12:34

      Dein kritischer Beitrag entlockt mir doch ein paar Fragen: Wieso liest du es, wenn dich das Thema nicht interessiert? Mamahoch2 ist und war schon immer ein Blog mit ein wenig von Allem und dieses Thema lag uns am Herzen – der Aufklärung wegen. Zu der Sache mit den Fehlern: Das ist unsere freie Entscheidung. Wir Beide müssen uns nicht dafür schämen und zudem müssen auch wir mit den Konsequenzen leben. Ich weiß nicht, ob dein Kommentar an dieser Stelle vlt. einfach etwas falsch ist. Er kommt auf jeden Fall etwas „forsch“ rüber. P.S. Uns ist es bewusst, dass dieses Thema kritisch aufgefasst werden kann, dennoch steht uns es frei darüber zu berichten. Ich bin zudem nicht der Meinung, dass hier pikante Details bekannt gegeben werden, sondern vielmehr die Medienwelt an den Pranger gestellt wird. Darüber hinaus ist es gerade wegen solcher Kommentare doch so, dass sich viele Frauen nicht trauen „unperfekt“ zu sein. Ich könnte in dem Fall auch nicht damit leben, dass jetzt viele über solch ein Kommentar von dir hier stoßen werden – aber auch das ist DEINE Entscheidung.

    2. Brina H. 21. Oktober 2013 at 12:51

      achso ich wollte noch etwas anfügen: Nein ich habe nach diesem Beitrag keine Angst auf der Straße angespuckt oder von meinem Chef gekündigt zu werden. Es wäre nämlich ein wahres Armutszeugnis, wenn man Menschen deshalb anprangern würde.

    3. Anonymous 21. Oktober 2013 at 19:54

      @ vavilula: Warscheinlich hast Du noch nicht entdeckt, dass Du selbst mittendrin steckst…
      @ Sabrina und Bianca: Tausend Dank!!!

    4. Anonymous 23. Oktober 2013 at 8:26

      vavilula, ich möchte Dir auch nicht zu nahe treten, aber auch ich habe mich sofort gefragt:
      Wenn es Dich nicht interessiert, warum liest Du es dann?
      Es ist der Blog von Bianca und Sabrina, und sie dürfen hier veröffentlichen, was sie möchten.
      Du hast keinen Anspruch darauf, hier zu 100% nur Dinge vorzufinden, die DEINE Interessen abdecken. Nichts für ungut, aber ich finde Deinen Kommentar wirklich unpassend..

    5. Anonymous 3. November 2013 at 14:20

      Hallo! Ich musste direkt lachen, auch wenn es mir ein wenig im Hals steckengeblieben ist…Euer Beitrag zum Thema Depression ist ebenso wichtig und lobenswert (danke dafür!) wie der Beitrag von vavilula ‚bezeichnend‘ ist für diese Einstellung a la „bitte nur schöne Dinge, wie schnucklige Deko, perfekte Kuchen und tolle gratis Schnittmuster. Wenn schon was Persönliches, dann vielleicht noch schöne Herbstfotos oder ein süßes Bild von einem glücklichen Kind, aber Depression? Ach nöö! Das verdirbt einem ja fast die Laune!“
      Und genau diese Erwartungshaltung, egal ob auf facebook, in persönlichen Gesprächen oder in einem Blog, ist es, die ein Thema wie Depressionen erst zu einem Tabuthema werden lassen. In ihrem Alltag wollen viele von solchen Themen nichts hören, das passt so ganz und gar nicht in die heile Welt und sollte bitte herausgefiltert werden, damit man nicht damit belästigt wird. Weder von einer frischgebackenen Mami, noch von einem kleinen Link in einem Kreativblog.
      Ärgert euch also bitte nicht über den Kommentar von vavilula, er ist doch ein tolles Beispiel für das, was ihr in euren persönlichen Berichten beschrieben habt! 😉
      Macht genauso weiter!
      Alles Liebe, Jules (die ihr 2. Kind erwartet und sich diesmal geschworen hat, die angebotene Hilfe auch anzunehmen! Beispiel: Jeder Besucher in den ersten 4 postpartalen Wochen bringt Essen für die ganze Familie mit… 😉 )

    6. Brina H. 3. November 2013 at 15:13

      Hallo Jules,
      nein, nein ärgern lassen wir uns durch so etwas nicht. Es ist klar, dass es einfach Menschen gibt, die da anderer Auffassung sind. Wie du schon geschrieben hast: Sonst gäbe es dieses unnötige Problem ja erst gar nicht. Wir haben aber den Kommentar bewusst stehen lassen. Logisch hätten wir das auch löschen können, aber ich finde es genauso wie du so bezeichnend und schon etwas „krass“ wenn man den Text von uns liest und dann so ein Kommentar herauspoltert. Vlt. war es auch einfach unüberlegt von ihr? Ich weiß nicht, aber ich wünsche mir insgeheim, dass sie ab und an hier liest und dann noch einmal darüber nachdenkt. Solche Worte sind nämlich in dem Fall nicht nur für mich und Bianca, sondern für alle Betroffenen, die nun hier lesen und über diesen unüberlegten „Auswurf“ stolpern.

      P.S. Ich weiß auch, dass ich beim 2. Kind einfach vielmehr ja sage und vor allem dazu stehe, dass eben NICHT alles rund läuft und nie, nie wieder werde ich die Augen vor Tatsachen verschließen, so wie es die besagte Posterin da oben tut.

  16. Mandy K 21. Oktober 2013 at 11:10

    Huhu, danke!!!! Habe gerade gennau aus diesem grund ein blog geöffnet. ich war drauf vorbereitet ein paar heultage nach der entbindung zu haben wie bei meinem ersten kind. ind ich war die ersten monate stark. ich war von morgens um vier bis abends um zehn für beide kinder, mann und haushalt auf den beinen. war der meinng jetzt mit säugling auch noch die wohnung umzugestalten etc… mein baby ist ständig krank, es hat nen herzfehler, milchallergie jetzt auch ne karottenallergie, darmentzündungen und ne lungenentzündung gehabt. das alles in den ersten 16 wochen.

    aber als mama bekommt man ja alles in den griff. steht ja auch so im www.

    nun bin ich eines morgens aufgewacht und nichts ging mehr. der kia sprach mich auf mein aussehen an und selbst die hebamme fragte ob ich krank bin.

    ich krank? Nein, nur etwas ko…

    dann wurde ich im weinerlicher, ja mein tag war sogar versaut weil die kastanien einfach nicht zusammenklebten und ich fragte mich ob ich depressionen hab. hmm.. komisch… depressionen? Das wochenbett ist doch schon längst vorbei!!! Und dann fängt man an zu googlen und plötzlich hat man die antwort.

    leider hilft ein diese diagnose auch nicht weiter…

    Wurd jetzt doch ziemlich lang 🙂

    antworten
    1. Brina H. 21. Oktober 2013 at 12:37

      Die Diagnose hilft bei Weitem nicht, aber dem Mut zu haben und zu zeigen, dass einfach viele Frauen darunter leiden und ich will nicht sagen, dass es „normal“ ist, aber eben vorkommen kann, reicht doch schon aus. Und genau deshalb haben wir lange abgewogen, ob wir einfach hiermit ein kleines Zeichen setzen oder uns doch weiter dafür „schämen“ müssen, weil wir nicht perfekt sind.

    2. Bianca 21. Oktober 2013 at 18:02

      Es ist jedoch ein Fortschritt. Also für mich war es eine Erlösung endlich zu wissen, was in mir vorgeht, und warum und wieso!!! Denn dann konnten wir gezielt dagegen etwas unter nehmen. Und es hilft wirklich zu sprechen und sich anderes anzunehmen. Vor allem sich selbst und auf sein Inneres zu hören. Denn der Mutterinstinkt ist oftmals der Beste und wird uns den richtigen Weg weisen!

  17. Wir Herdentiere ;-) 21. Oktober 2013 at 10:59

    Zuerst möchte ich mal Danke sagen für so viel Offenheit!
    Ja und dann kenn ich das auch. Ich hatte keine diagnostizierte Depression, weil ich mich nie jemandem anvertraut habe. Ich hatte Familie die hinter mir stand und das tat gut. Auch ich habe lange gebraucht (bis zur Geburt meiner Tochter) um ein gutes Mutter-Sohn-Verhältnis zu meinem Großen zu haben. Auch ich habe stark an mir selbst gezweifelt, Erziehungsratgeber gelesen, mir von Fremden sagen lassen, dass hier was an der Beziehung nicht stimmt 🙁
    Dann kam unsere Tochter zur Welt, viel zu früh, mit einem kleinen Extra im Gepäck. Sie hat das Down Syndrom. Dieses kleine Bündel hat mir gezeigt, dass ich die beste Mami der Welt bin, egal wie unperfekt ich doch bin….Auch hier war die Anfangszeit schwer, aber anders schwer. Sie zeigt uns allen jeden Tag wie wichtig wir füreinander sind und wie wenig wichtig es ist, was die Gesellschaft zu uns sagt. Das mussten wir lernen, alle. Es tut gut so unperfekt, chaotisch aber dafür mit ganz viel Liebe im Herzen zu leben. Wir hatten großes Glück ♥
    Ich möchte damit nicht sagen, dass man zum glücklichsein ein behindertes Kind benötigt. In keinster Weise. Ich denke man benötigt einfach nur ein bisschen Abstand von dieser immer perfekteren, immer mehr fordernden und etwas darstellen wollenden Gesellschaft, was sie im Prinzip dann doch nicht ist.
    Ich wünsche euch einen wunderschönen Wochenstart!
    Ganz liebe Grüße,
    Tine (die zufällig vor ein paar Tagen hierhin gefunden hat ♥)

    antworten
    1. Bianca 21. Oktober 2013 at 18:08

      Hallo Tine, danke für deinen Kommentar und deine Offenheit. Der Weg zum Glück ist oftmals kürzer und unkomplizierter als so mancher denkt! Auch wir wünschen dir einen tollen Wochenstart und freuen uns, dass du zu uns gefunden hast!

  18. norge82 21. Oktober 2013 at 10:54

    Dankeschön für diesen tollen und wichtigen Beitrag!!! Ich selber habe zwei Kinder im Alter von knapp 3 Jahren und fast 4 Monaten. Direkte Depressionen hatte ich zum Glück nicht. Aber der Druck von außen ist gewaltig. Wenn ich von der Nachbarin mit 3 Kindern beispielsweise höre, dass alle 3 mit 8 Wochen durchgeschlafen haben (Kommentar: Da muss man eben mal ein paar Tage hart sein und dann geht das schon), nachträglich bekomme ich aber mit, dass sie den Großen aber mit zwei Jahren 2 Stunden lang in den Schlaf begleitet hat. Da geht mir die Hutschnur hoch. Nach außen immer schön perfekt und heile Welt und wenn man dann mal genau hin hört, dann kommt doch die Wahrheit ans Licht. Nämlich, dass ihre Kinder auch keine Wunderkinder sind, sondern Kinder mit ganz normalen Bedürfnissen nach Nähe. Bei meiner großen Tochter hat mir das sehr zu schaffen gemacht. Gott sei Dank hat mich mein Mann immer wieder auf den Boden geholt und mich wohl so vor einer Depression bewahrt. Aber die Unsicherheit begleitet einen, egal in welchem Alter. Unsere Große hat derzeit wieder eine Phase, wo sie nachts nicht alleine schlafen will. Fragt nicht, was da für Kommentar kommen. Die ist doch fast 3, da muss sie doch alleine schlafen können. Ja, das kann sie. Will sie aber nicht. Warum auch? Der Kleine schläft bei uns. Das heißt, sie ist die einzige in der Familie, die alleine schlafen soll. Ist das nicht ungerecht? Wie soll ein kleines Kind das verstehen? Und vor allem, wie soll ich es ihr erklären???? Ja, ich rede darüber. Und werde oft schief dafür angesehen. Aber ich werde nicht den Fehler machen und anderen Mamis die heile Welt vorgaukeln. Ich liebe meine Kinder und die Kinder lieben mich! Was gibt es schöneres? Als Mama ist es meine Aufgabe, auf die Bedürfnisse und Ängste meiner Kinder einzugehen und nicht dem perfekten Mutterbild gerecht zu werden. Wenn meine Kinder glücklich sind, dann bin ich es auch. Der Kleine z. B. hatte von Anfang an ein sehr großes Bedürfnis nach Nähe. Die letzten 3 Monate hat er tagsüber zu 90 % im Tragetuch verbracht. Wie oft musste ich mir anhören, dass ich ihn da wohl zu sehr verwöhnt habe. Nein, habe ich nicht. Ich habe ihm das gegeben, was er braucht. Man füttert sein Kind ja auch, wenn es Hunger hat. Deshalb Mamis, es darf jeder seine Meinung haben, aber versucht bitte nicht, sie anderen Müttern aufzuzwingen. Jeder tut das, was er für sein Kind für richtig hält. Und jedes Kind ist anders. Das merke ich schon bei meinen beiden ganz extrem. Was bei der Großen gut war, ist beim Kleinen noch lange nicht richtig. Lasst euch nicht verrückt machen, ihr kennt eure Kinder am Besten. Und ganz wichtig: Redet darüber, dass bei euch nicht alles perfekt ist. Das tut euch selber gut und hilft anderen Mamas, nicht zu sehr in Selbstzweifel zu versinken!!!!!

    antworten
    1. Bianca 21. Oktober 2013 at 18:06

      Ich hasse es wirklich, wenn andere ganz offensichtlich „lügen“, weil auch sie sich schämen, dass es nicht „perfekt“ läuft. Denn genau mit solch einem Verhalten verunsichert man andere Mütter noch mehr! Das finde ich soooo traurig. Und noch schlimmer finde ich es, anderen ihre Meinung aufzudrängen. Wie du sagst, jedes Kind ist anders und individuell. Bei jedem Kind „helfen“ andere „Maßnahmen“. Und es muss doch nun wirklich jeder für sich entscheiden, wie er sein Kind groß zieht! Ich verstehe nicht, was sich manch einer auch rausnimmt, da anderen reinzureden….

  19. Anonymous 21. Oktober 2013 at 9:32

    Vielen Dank euch beiden für eure Offenheit und das, was ihr geschrieben habt! Ich bin zwar noch nicht Mama, werde es aber ab Februar sein, wenn weiterhin alles gut geht und ich merke den Druck, den die Gesellschaft ausübt jetzt auch schon in der Schwangerschaft. PDA ja oder nein bei der Entbindung, ist man mit ein Versager? Wie du gibst dein Kind mit einem Jahr in die Krippe? Wie du hast keine Pränataldiagnostik gemacht? Kannst du das verantworten?? Solche Dinge darf man sich dann anhören und die setzen einen tatsächlich unter Druck. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es nach der Entbindung nicht anders sein wird. Ich hoffe, dass es mir gelingen wird, meinen eigenen Weg zu gehen mit dem Kleinen und mich nicht zu sehr beeinflussen zu lassen. Das Thema Depression kenne ich aus meiner eigenen Familie auch. Zwar war es da eine Depression, die nicht mit Kind und Schwangerschaft in Verbindung stand aber auch zum Teil ausgelöst wurde durch nicht zu erfüllende Erwartungen aus dem Umfeld. Aber dadurch weiß ich, wie wichtig es ist, über das alles zu informieren und damit offen umzugehen, da das ganze Thema Depression doch noch weitgehend ein Tabuthema ist. Und das muss aufhören! Also noch einmal vielen Dank an euch beide!!
    Katharina

    antworten
    1. Brina H. 21. Oktober 2013 at 12:50

      Ja genau – das muss einfach aufhören. Ich frage mich oft, wieso es überhaupt so weit kommen konnte in dieser Gesellschaft. Warum artet man derart in einen regelrechten Wettbewerb aus: „Wer ist die beste Mama“ – ich schüttel so oft mit dem Kopf, wenn mir jemand erzählt, dass ihm die erste Zeit mit Kind auch so schwer gefallen ist. Es ist glaube ich das Normalste auf der Welt, aber nein: darüber sprechen ist natürlich verboten!

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