Ja, ich habe „nur“ ein Kind und bin trotzdem glücklich

Es ist Sonntag und die ersten Sonnenstrahlen kommen hervor. Wir sind auf dem Heimweg von der Oma und die vierjährige Tochter möchte gern noch auf einem Spielplatz unterwegs anhalten. Klar, warum nicht, dass Wetter ist gerade so schön. Natürlich bleiben wir nicht die einzigen Besucher an diesem herrlichen Tag und kurze Zeit nach uns, trifft eine weitere Familie, bestehend aus Vater, Mutter, großem Sohn und kleiner Tochter ein.

Unsere Tochter ist sehr aufgeschlossen und geht eigentlich immer auf andere Kinder zu. So eben auch an diesem Tag. Während die beiden Mädchen mit dem Jungen verstecken spielen, kommen wir mit den Eltern ins Gespräch.

Ich spreche sehr gern mit anderen Eltern, gerade auf Spielplätzen etc. auch wenn mir diese fremd sind. Und ich verteile auch gern im Supermarkt ein Lächeln an eine gestresste Mom, weil ich ihr somit einfach vermitteln möchte: „Hey, das geht uns allen mal so. Kopf hoch, morgen wird ein besserer Tag!“

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Was mir jedoch an diesem Tag widerfahren ist, macht mich fast sprachlos. Nachdem wir einen kurzen Smalltalk gehalten hatten über das schöne Frühlingswetter und die Kids, kam es sofort auf ein Thema: „Eure Tochter ist 4, wird es ja langsam Zeit für das nächste Kind!“ Diesen Satz höre ich in der Tat öfter. Im ersten Moment weiß ich oft nicht, wie ich reagieren soll, weil ich mich frage, was das mir völlig fremde Menschen angeht. Aber da ich nicht unhöflich sein möchte, lächle ich meistens und sage dann, dass wir glücklich sind, so wie es ist und wir derzeit kein weiteres Kind möchten. Meistens ist es damit auch getan. Dieses Mal allerdings nicht. Denn fortan wurde mir geschildert, wie viel einfacher es mit einem weiteren Kind doch ist, gerade weil sie ja immer zusammen spielen, man schon alles da hat und überhaupt ist man entspannter und gelassener. Mag sein, für mich trifft das aber nicht zu. An diesem Nachmittag nickte ich einfach nur und bedankte mich für das nette Gespräch, als wir uns auf dem Heimweg machten.

Rückblickend frage ich mich ernsthaft, was fremde Menschen dazu bewegt, eine so private Sache auszudiskutieren ohne die Hintergründe zu kennen. Was wäre, wenn ich keine weiteren Kinder bekommen könnte? Oder wir anderweitig ernsthaft erkrankt wären? Glücklicherweise ist das nicht der Fall! Natürlich schildere ich fremden Menschen nicht ausführlich die Gründe, warum wir uns gemeinsam für ein Kind entschieden haben. Dennoch ärgere ich mir sehr darüber, dass ich scheinbar als Einzelkindmutter nicht ernst genommen werde.

Bericht ein Kind Fragen (1)

 

Ein Kind ist Kein Kind

Ich verabscheue diesen Satz! Als ich nach etwas mehr als einem Jahr Elternzeit wieder arbeiten ging, dauerte es kein halbes Jahr und die Frage anderer Leute (Familie und Freunde sind hier ausgeklammert) nach dem weiteren Kinderwunsch gehörte zunehmend zu meinem Alltag. Die Tochter war nun fast 2 und damit war dies wohl Anlass genug, sich nach einem weiteren Kind zu erkundigen. Als ich kurz schilderte, dass unsere Tochter ein Schreibaby war und wir schwierige Startbedingungen hatten, bekam ich als Antwort immer, dass jedes Kind anders  ist und es nicht wieder so sein muss. Das stimmt! Die Garantie, dass es aber besser wird, kann mir auch keiner geben. Aber ein Kind ist kein Kind. So ein Satz sitzt!

Diese Aussage würde bedeuten, dass ich keine müde Mutter bin, die sich auch heute nach über 4 Jahren immer noch fast jede Nacht um die Ohren schlägt, weil meine Tochter nach wie vor schlecht schläft. Vom Durchschlafen brauche ich gar nicht reden!

Es würde heißen, dass ich mich nicht so haben solle, dass andere Mütter mehrere Kinder betreuen und demnach viel mehr Sorgen und Probleme zu bewältigen hätten.

Das mein Alltag mit „nur“ einem Kind doch wohl niemals so anstrengend sein könnte und überhaupt hätte ich es doch gut und genügend Freiheiten.

Alles in allem sagt dieser Satz nur eines aus: Mit einem Kind hast du doch nichts auszustehen! Und auch kein Recht darauf erschöpft zu sein oder dich zu beklagen!

Bericht ein Kind Fragen (4)

 

Ein Kind ist Mein Kind

Unsere Tochter war ein absolutes Wunschkind und wir haben eine ganze Weile auf sie gewartet. Sie ist ein Goldschatz und wir sind einfach nur glücklich. Auch ein Kind fordert uns als Eltern Tag für Tag neu heraus. Auch mit „nur“ einem Kind durchleben wir Phasen, die schwierig sind und uns ebenso vor Probleme stellen. An manchen Tagen raubt uns auch ein Kind alle Kraft. Ein Kind ist nicht mit Ruhe und Nichtstun gleichzusetzen. Auch wenn das gern getan wird. Ich ziehe vor allen Frauen und Männern den Hut, die sich für mehrere Kinder entschieden haben und den Alltag mit ihnen meistern. In unserem Bekanntenkreis haben viele Familien mehrere Kinder. Ich freue mich auch jedes Mal, wenn ein Baby geboren wird und genieße dies auch.

Trotzdem, für uns fühlt es sich so wie es ist einfach richtig und komplett an. Ich weiß nicht, warum ich scheinbar für andere unglücklich sein muss, weil ich nur ein Kind habe. Sicher kann keiner sagen, was in 3 Jahren ist. Aber derzeit ist kein weiterer Nachwuchs geplant und umso älter unsere Tochter wird, umso mehr schätzen wir auch unsere Freiräume wieder.

Bericht ein Kind Fragen (3)

 

Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass man sich als Mama mit „nur“ einem Kind nicht mehr erklären muss, denn es muss nicht immer einen Grund geben, wenn das Gefühl stimmt. Ich möchte einfach genauso ernst genommen werden, wie andere Mütter auch. Denn die Sorgen und Ängste bleiben die gleichen. Also lasst uns zusammen stark sein, anstatt über die Lebensweisen anderer zu urteilen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Mamis einen wundervollen stressfreien Tag!

Bianca

 

Author: Bianca

Rosaverliebte Mädchenmami, mit dem Hang zum Perfektionismus, liebt die Ordnung, hat eine unbändige Leidenschaft zum Kreativ sein, zu der sich eine Nähsucht gesellt, kann stundenlang in spannenden Romanen versinken und dekoriert super gern das ganze Haus um.

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69 Kommentare

  1. Ich habe zwei Jungs, da kommt ständig der Spruch, jetzt bräuchte ich noch ein Mädchen. Nö, brauch ich nicht. Ich hatte zwei tolle Schwangerschaften, die jeweils mit ungeplantem Kaiserschnitt endeten. ..
    Klar bin ich beim zweiten lockerer, aber weniger Arbeit ist es trotzdem nicht!

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  2. Danke. Wir haben auch nur ein Kind. Jetzt da meine Tochter 7 ist geben doch langsam einige Mitmenschen auf mich darauf anzusprechen dass ein Geschwisterchen gut wäre.
    Lieber Gruß
    Elke

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  3. Ich bin Mama von 3 Töchtern… da wir oft nachgefragt wann denn nun endlich der Sohn kommen würde…
    Für uns ist unsere Familie jetzt komplett. Reine Gefühlssache, kann es nicht rational erklären.
    Und ich denke gerade bei so persönlichen Dingen darf und soll man sich auf sein Bauchgefühl verlassen.
    Wir wissen doch selber wie wir ticken, oder nicht!?!!
    LG,
    Henrie

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  4. Toll dein Post. Es ist wirklich manchmal fast nicht zu glauben wer einem das alles fragt. Ich kann das leider nicht mehr an 2 Händen abzählen wie oft mir das schon passiert ist. Und es nervt. Da ist schon sehr wenig Sensibilität vorhanden.

    Herzlich Daniela

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  5. Liebe Bianca,

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag.
    Ja, auch ich gehöre zu diesen egoistischen Mamas 😉 die nur ein Kind hat. Für uns fühlt es sich richtig an und wir fühlen uns komplett. Wir haben eine fantastische, gesunde 4-jährige Tochter, die wir über alles lieben, die uns aber immer noch sehr löchrige Nächte beschert und genauso den letzen Nerv rauben kann, wie es Geschwisterkinder können . Natürlich bekommt sie unsere unaufgeteilte Aufmerksamkeit, was wohl in den Augen anderer etwas Schlechtes ist?
    Wir müssen uns auch ständig rechtfertigen, warum noch kein Geschwisterchen unterwegs ist. Ich frage mich, warum ich das noch tue? Wir sind glücklich, so wie es ist und das ist doch die Hauptsache.

    Tausend Dank für eure tolle Homepage,ihr seid super!
    Alles Liebe ❤️

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  6. Ich hab zwei. Als ich schwanger war, hab ich diesen Satz ständig gehört. Bei mir war das Angstmacherei! Ich hab jetzt mit zwei nicht das Gefühl, dass es so viel anstrengender ist als es mit einem war. Man gewöhnt sich halt an seine Aufgaben. Wenn jetzt nur eins da ist, finde ich das auch entspannter, aber vorher war das auch nicht so… Und das Leben der Kinderlosen müsste in dieser Logik ja das reinste Schlaraffenland sein. Dieser Spruch gehört eingemottet, genauso wie kleine Kinder kleine Sorgen…

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  7. Danke für deinen tollen Beitrag. Auch ich muss mich ständig rechtfertigen, dass unser Kind wohl Einzelkind bleibt. Obwohl, eigentlich ist sie’s nicht. Mein Partner hat bereits ein Kind aus einer früheren Beziehung. Und genau das ist auch der Grund warum unsere Kleine keine weiteren Geschwister bekommt. Manchmal finde ich es auch schade, aber ich habe mich eigentlich damit abgefunden. Und manchmal fühle ich mich auch nicht bereit für ein 2. Kind. Ich gebe alle Liebe und Energie in das eine, und wie du selbst auch sagst, bin ich durchaus glücklich damit. Ich hab sogar manchmal angst, ich könnte einem weiteren Kind nicht gerecht werden.
    Unsere Kleine feiert bald ihren 3. Geburtstag und ich habe einer Freundin erzählt, dass es dann für die Kinder eine Überraschung gibt. Da fragt sin mich, ob unsere Kleine ein Geschwisterchen bekommt. ???
    Sie weiß über das Thema Bescheid. Deshalb verstand ich die Frage nicht.
    Die Überraschung für die Kinder ist eine Hüpfburg! Was haben 3-Jährige davon, wenn ich ihnen erzähle, dass ein Geschwisterchen kommt?
    Naja, so macht jeder seine Erfahrungen und wir sehen immer wieder, dass es doch überall das gleiche ist.
    LG Ricarda

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  8. Ich bin Mama von drei Jungs (6,3 und 9Monate) und hab mich über folgenden Satz immer geägert:“ Das dritte Kind läuft doch sowie so ganz einfach neben her.“ Nein,tut es nicht! Und wie unfair wäre das ihm gegenüber denn? Ich hatte immer Respekt vor Nr drei, da unser mittlerer Sohn ein anstrengendes Baby war. Mittlerweile läuft es ganz gut (manchmal). Ich erinnere mich noch gut an die ersten drei Jahre nur mit einem Kind. Das war eine tolle, ganz intensive Zeit für uns beide,die mir bei den anderen beiden schon auch fehlt. Wir haben uns bewusst dazu entschieden,dass ich zuhause bleibe und die Mannschaft versorge, wofür ich mich auch immer wieder rechtfertigen muss (wie? du gehst nicht arbeiten?). Ständig diese Meinungen zu allem und von jedem. Warum fällt es manchen Menschen so schwer, das Familienmodell der anderen zu akzeptieren? Ich versuche mittlerweile nicht mehr mich zu rechtfertigen oder zu entschuldigen für mein Familienleben. Mir geht es sehr gut so und meinen Kindern auch!LG

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  9. Hallo Bianca!

    So eine Geschichte kenne ich auch. Unsere Krönung war als meine Schwiegereltern kurz nach der Geburt unserer Tochter ins KH kamen und gleich fragten, „na und wann kommt das zweite“? Ich war so perplex, da unsere Tochter damals ein paar Std alt war. Und meine Schwiegereltern meinten das nicht zum Spaß sondern todernst!
    Ich sage da nur „alter-Falter“… Das kann man nicht ernst nehmen!
    Jeder soll sich so entscheiden, wie man möchte und soll sich auch nicht rechtfertigen!!!

    Aber dennoch kam immer wieder die Frage: und wann kommt Nr 2? Aber Eure Tochter ist doch schon 2… 3… 4…. bla bla bla Zu diesem Thema hatte ich auch gar keine Lust mehr überhaupt etwas zu sagen… Meine Antwort war immer: irgendwann oder vielleicht bzw das ist meine Entscheidung und mein Körper etc…

    Unsere Tochter ist jetzt gerade 5 geworden und wir haben vor einem halben Jahr nochmal Nachwuchs bekommen.

    Mein Rat: Bloß nicht zu einer Entscheidung überreden lassen, hinter der man nicht zu 1000% steht (nicht 100% sondern wirklich 1000%)

    Herzlichen Gruß
    Steffi

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  10. Hallo Bianca,

    es hat gut getan den Artikel zu lesen. Ich mache mir gerade auch einige Gedanken über ein zweites Kind, wobei mein Partner eigentlich kein zweites möchte. Und ich finde es sehr verletzend, wie manche Personen sich zu dem Thema äußern. Am schrecklichsten fand ich die Aussage eines älteren Herrn, der meinte, es sei besser zwei Kinder zu haben, falls einem Kind mal was passiert. Was bitte ist das für ein Argument für ein zweites Kind?
    Ich kenne viele Mütter mit einem Kind, die kein zweites bekommen werden, oftmals weil beim ersten schon irgendetwas schwierig war (sei es überhaupt schwanger zu werden, die Geburt oder das Kind an sich, Probleme mit dem Partner). Und ich kenne auch ungewollt kinderlose Paare. Alle diejenigen müssen sich immer wieder mit dem Thema Kinderkriegen auseinander setzen, weil sie oft darauf angesprochen werden. Aber ich finde auch, das geht niemanden was an!

    Und: Mama ist Mama! Ob nun einfach oder fünffach, wache Nächte kennen wohl alle Mamas! 😉

    Liebe Grüße und alles Gute!

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  11. DANKE!deine Worte haben mir fast tränen in die Augen getrieben!ich fühle genauso,deswegen danke für diese Worte!!!

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  12. Vielen Dank für den Beitrag!

    Sohnemann ist grad mal 15 Monate alt, neuster Kommentar: „Wird Zeit, dass er ein Geschwisterchen bekommt, er ist schon total verwöhnt!“ Standard ist die Frage: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag mit nur einem Kind?“ Auf jeden Fall habe ich keine Zeit, mich (ungefragt) in das Leben anderer einzumischen …

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  13. Toller Artikel – spricht mir total aus der Seele. Ich werde leider selbst von der Familie immer wieder gefragt, wann sich unser Sohn denn endlich auf ein Geschwisterchen freuen darf, obwohl wir schon mehrfach erklärt haben, dass er Einzelkind bleiben wird. Dann wird uns gleich vorgeworfen, dass wir unserem Kind etwad ganz Wichtiges verwehren. Danke für das schlechte Gewissen – das habe ich schon selbst, aber die Gründe für die Entscheidung würde ohnehin keiner akzeptieren.

    Besonders schön war letztens auch der Satz eines Kollegens: „Ein Kind ist Lifestyle, zwei und mehr eine Familie. “ Nett! Vor allem von einem kinderlosen Menschen.

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    • Bohr, ist das hart. Als wäre ein Kind ein nettes Modeaccessoire! Ich bin schockiert über solche dreiste Aussagen…

  14. Herzlichen Dank für den schönen Artikel! Du sprichst mir aus dem Herzen. Bei mir kam letztens folgender Satz, nachdem ich gefragt wurde, wann ich denn die schönen Sachen nähe: „Ach ja, du hast ja nur ein Kind!“
    🙁

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    • Das ist ja mega fies. Man könnte fast denken da spricht der Neid auf Freizeit ?

  15. Hallo Bianca,
    mit deinem Beitrag bezüglich der Vorurteile gegenüber Eltern mit NUR einem Kind sprichst du mir quasi aus der Seele!! Auch wir haben uns bewusst für ein Kind entschieden, aufgrund einer vorherigen Fehlgeburt und komplizierten Schwangerschaft. Ganz nebenbei auch schlichtweg aus finanziellen Gründen. . Obwohl der große Teil unseres Umfeldes die Umstände genau kennt, werden mir quasi immer wieder Vorwürfe gemacht wie ich es unserem Vierjährigen antun kann,ihn als Einzelkind aufwachsen zu lassen. Als wäre jedes Einzelkind unglücklich, verzogen und habe später Probleme. Dabei ist unser Sohn seit dem ersten Geburtstag Vollzeit in der Krippe bzw dem Kindergarten, hat dadurch durchaus sehr gute soziale Fähigkeiten und ausreichend Kontakt zu anderen Kindern. . Vielmehr genießt er es nach über acht Stunden Kindergarten Trouble zu Hause zur Ruhe zu kommen und mal für sich zu sein. Ich denke da fehlt es vielen wirklich an Akzeptanz, auch uns Müttern gegenüber. Denn auch EIN Kind, ein Vollzeit Job, ein Haushalt können einen durchaus voll auslasten. . Sicherlich mögen Kinder mit Geschwistern diese Bindung untereinander sehr schätzen – such ich möchte meinen Bruder und unsere gemeinsame Kindheit nicht missen. Es gibt für alles Vor- und Nachteile und jede Familie soll doch bitte für sich selbst (und ohne ständige Rechtfertigung) entscheiden dürfen, wann sie für sich komplett und glücklich ist!

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    • Hallo und danke für deinen Kommentar. Das mit dem Egoismus gegenüber dem Kind habe ich auch schon gehört. Dabei ist es bei unserer Tochter auch so, dass sie sehr aufgeschlossen ist und sehr wohl über soziale Kompetenzen verfügt und mit anderen Kindern häufig in Kontakt ist. Allein durch Kindergarten und anderen Kindern aus der Familie, dem Freundeskreis und aus dem Wohnort. Darüber mache ich mir wirklich keine Sorgen.

  16. Ich glaube manche Entscheidungen trifft man für sich schon sehr früh weil sie passen.
    Bereits in der Schule haben sich meine Freundin und ich überlegt ob wir mal Kinder wollten, wie viele und lieber Jungs oder Mädchen. Beide waren wir übrigens Einzelkinder.
    Meine Freundin wünschte sich nur ein Kind, am liebsten einen Jungen und weiter zu arbeiten, das ist so eingetreten und sie ist weiter erfolgreiche Ärztin in eigener Praxis. Ihre Aussage später „der war so anstrengend, da wollte ich kein zweites“
    Ich wünschte mir Mädchen, mind. 2 und dann als Mutter zu Hause zu bleiben. Auch das ist eingetroffen und nach über 20 Jahre im Beruf fand ich, jetzt sei einfach mal Zeit für was anderes.
    Ich habe gelitten alleine zu sein und meine Eltern nahmen deshalb Pflegekinder auf, die aber immer schnell wieder weg waren, meine Freundin hat es genossen alleine zu sein.
    Ich glaube für jeden gibt es die richtige Entscheidung, die nur auf einen speziell passt und auf sonst keinen.

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  17. Liebe Bianca!

    Ich habe gerade Deinen Bericht gelesen und kann sagen, mir geht es genau so… Alle Welt erwartet ein zweites Kind von uns und es wird auch nicht mit Fragen hinter den Berg gehalten. Diese persönliche Frage: „Wollt ihr noch ein zweites Kind?“ habe ich bisher niemandem gestellt, weil ich es ein ZU persönlich finde. Jeder Mensch darf selbst entscheiden, ob und wie viele Kinder man haben möchte. Ich hasse dieses Schubladendenken… Meine Tochter wurde im Oktober 2012 geboren und wir waren sehr glücklich. Allerdings wurde mir bei der Entbindung keine Wahl gelassen (Einleitung, nach deren Fehlschlagen Kaiserschnitt). Ich habe mich so furchtbar gefühlt und bin bis heute nicht ganz darüber hinweg gekommen… Dann hat unsere kleine Räubermaus die ersten drei Monate fast durchgeschrien und wir war fix und alle…
    Aber danach war sie ein sehr ausgeglichenes und liebes kleines Mädchen. Wir sind wahnsinnig stolz auf sie und sind unendlich glücklich, dass sie gesund und munter ist. Unsere kleine Familie ist perfekt so wie sie ist!

    Viele Frauen lassen sich schwer verunsichern, von der Frage nach Kindern oder mehr Kindern und das sollten sie nicht tun! Jeder entscheidet für sich und keiner kann einem diese Entscheidung abnehmen!

    Nur Mut Ladys… Mütter mit „nur“ einem Kind sind super und dürfen auch mal gestresst sein! Lasst Euch nicht von anderen etwas einreden!!!

    GLG Andi

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  18. Liebe Bianca,
    vorne weg: ich bin 4-fach Mama.
    und denoch habe ich mich soooo sehr in Deinem Artikel wiedergefunden.
    Warum so viele?
    So dicht auf einender?
    Wie???? noch eines?
    Ich könnte die Liste noch verlängern…ganz schockiert hat mich die Aussage: „Da kommt doch das einzelne Kind zu kurz!“
    Wir können es nicht allen Recht machen und wichtig ist,doch, dass es richtig ist für UNS!
    In diesem Sinne Danke für Deinen tollen Blog und die Inspiration daraus. Mach weiter so!

    Liebe Grüße Anja

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    • Danke. Und ja ich weiß auch die mehrfachmamis müssen sich vielen zu persönlichen Fragen stellen…

  19. Hallo Bianca,

    lass die Leute einfach reden. Wenn ich das schon höre: mit mehreren Kindern ist alles einfacher – so ein Quatsch! Ich bin Mama von 3 Jungs (14, 9 und 4). Es mag schon sein, dass ein paar Sachen einfacher erscheinen, aber auch erst, wenn die Kids größer werden, sich gut verstehen und dann auch mal etwas zusammen machen. Aber trotzdem ist jedes Kind für sich immer eine neue Herausforderung. Kein Kind ist gleich. Beim zweiten Kind kann alles einfacher werden – muss es aber nicht!

    Ich kann mich noch gut an den Stress, die Sorgen und Ängste mit 1 Kind erinnern. Die Nächte, in denen man nicht durchschlafen kann (die habe ich heute immer noch nicht…), ich kann das total nachvollziehen. Diese blöden Kommentare von anderen, die nicht in der Situation sind/waren, darauf kann man echt verzichten.

    LG

    P.S. Das Erklären gegenüber anderen Leuten kommt übrigens genauso mit 2 – 3 Kindern….

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  20. Hallo Bianca
    Ich bin deiner Meinung! Ich habe auch „nur“ 1 Kind und schlafe seit er geboren ist, keine Nacht mehr durch. Die Hoffnung auf besseren Zeiten ist da – ich wünsche Dir und alle Mamas, viel Kraft dafür 🙂

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  21. Das kenne ich auch nur zu gut. Das geht nur euch alleine was an…Solche Menschen kommen einfach nicht auf die Idee, dass solche Bemerkungen sehr verletzend sein können. Wir wollen unbedingt ein zweites Kind, aber bislang klappt es nicht. Da sind Sprüche a la „aber ihr wollt noch ein zweites , oder? Wird ja langsam Zeit.. “ Inklusive einem Gesicht, dass wenn wir verneinen würden gaaaaanz schreckliche Eltern wären, natürlich sehr einfühlsam. In dieselbe Kategorie passen solche Menschen die sich darüber aufregen dass Paare keine Kinder haben…oder zu viele Kinder…oder überhaupt Kinder haben-;) und dann bist du zu jung, zu alt oder sonst was. Ich kann das gar nicht nachvollziehen. Sollen sich diese Leute nicht einfach um ihren Kram kümmern?! Solchen Menschen kann man eh nichts recht machen. LG Jessi

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  22. Liebe Bianca,

    du wirst unabhängig von der Anzahl der Kinder immer Leute treffen, die dumme Kommentare abgeben. Ich traf neulich eine Bekannte, die unser drittes Kind mit den Worten kommentierte „Ach, ihr macht diesen Trend also mit!“ Hallo?! Ich war natürlich total perplex und erst später ging mir auf, wie anmaßend, dumm und frech das war. Das Problem ist doch, dass viele Leute ihr eigenes Lebensmodell für das einzig Wahre und Richtige halten und sich gar nicht die Mühe machen, sich in andere hineinzuversetzen oder auch andere Ansichten zuzulassen. In dieser Hinsicht können wir glaube ich alle mehr oder weniger an uns arbeiten. Danke für den ehrlichen Beitrag und liebe Grüße.

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  23. Auch wenn wir zwei Kinder haben, habe ich Verständnis für Eltern mit einem Kind und auch für Menschen, die sich komplett gegen Kinder entscheiden.

    Auch ein pflegeleichtes Kind ist letztendlich anstrengend.

    Und ich gebe das ehrlich zu. Bei blöden Sprüchen zu anderen sage ich dann immer “ihr wollt vermutlich nur, dass es anderen auch mal so dreckig geht; und behauptet deswegen, das ein zweites Kind viel einfacher sei! Das ist nicht so – es handelt sich nämlich nicht um eine zweite Hundewelpe, es geht um ein zweites Kind – und auch eine zweite Welpe sollte wohl überlegt sein.

    Toleranz gegenüber anderen ist leider noch immer ein Manko in unserer Gesellschaft.

    Ganz liebe Grüße
    Coco

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  24. Huhu, die Frage nach dem zweiten kenne ich, sie hat uns sehr belastet, denn wir waren so glücklich mit unserem Sohn, nur vertrug ich immer schlechter die Spirale. Das Ziehen, stellte die Frage in den Raum : was nun? Und eh wir uns umschauten war Kind 2 unterwegs und ich merkte wie glücklich mich dieser Zustand machte, heute ist sie, gerade weil sie so 100% anders ist wie ihr Bruder, eine echte Bereicherung, die hier keiner missen möchte, genauso wie ein evtuelles weiteres Kind, was gerne da wäre, aber wir nicht planen.
    Ich habe dann Innern zurückgefragt, warum denn 2/3/4? Und die Angwort für uns gespiegelt. Die Leute sind glücklich mit ihren x Kindern, so wie wir es waren mit 1em und nun 2…
    Leben und leben lassen, gilt auch hier, wie so oft…

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  25. Hallo Bianca,
    ach, du sprichst mir aus der Seele! Wir haben auch „nur“ ein Kind, auch ein Mödchen, auch 4 Jahre alt. Und auch ich werde oft gefragt, wann denn ein Geschwusterchen kommt. Ehrlich gesagt, hätte ich im Grunde nichts dagegen einzuwenden, und Mäuschen wünscht sich auch sehr ein Geschwisterchen, am liebsten eine Schwester. Allerdings hatten wir sehr große Schwierigkeiten überhaupt ein Kind zu bekommen. Ich habe eine Blutgerinnungsstörung und aufgrunddessen konnten vor Mäuschen zwei Kinder in meiner Gebärmutter nicht ausreichend versorgt werden, was leider ihren Tod zur Folge hatte (23. und 25 SSW). Auch in Mäuschens SS hatte ich große Probleme. Ich musste mir von Anfang an täglich Heparin spritzen, ich mußte Hormone nehmen, zusätzlich hatte ich noch SS-Diabetes und mußte mir auch noch Insulin spritzen. Manchmal erzähle ich das den Leuten, die so ungefragt ihre Meinung zum Besten geben. Dann herrscht meistens sehr schnell Ruhe. Höchstens kommt noch: „Na, dann ist man froh, 1 gesundes Kind zu haben.“ Und das meine ich auch. Wir haben genug Schlimmes erlebt. Wir möchten es einfach dabei belassen.
    Aber selbst wer nicht solche Gründe für „nur“ ein Kind hat, sollte respektiert werden, und auch als vollwertige Mutter angesehen werden.
    LG Bitja

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  26. Es ist schon seltsam: Keiner würde es wagen mir zu sagen, ich hätte den falschen Beruf gewählt, den falschen Partner geheiratet oder auch nur das falsche Auto gekauft. Aber sowie es um Kinder geht (Anzahl, Alter, in dem man sie bekommt, ja sogar das Geschlecht) fühlt sich jeder berufen seinen Kommentar dazu abzugeben. Beim Thema Kinder wird jedes Taktgefühl abgestellt.
    Im Grunde wäre die einzig richtige Antwort: Das geht dich nichts an. Aber das macht man dann eben doch nicht…

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    • Genau so ist es. Stimmt, beim Thema Kinder oder auch Kindererziehung kann jeder mitreden und gar eine Meinung.

  27. Ob meine Eltern damals solche Kommentare zu hören bekommen haben, weiß ich nicht, aber ich habe als Einzelkind sehr darunter gelitten. Ganz abgesehen davon, dass ich mir sehnlichst Geschwister gewünscht hätte (auch heute noch), musste ich ständig Sätze hören wie „Ach so, du bist Einzelkind“. Tröstlicher war noch „Das hätte ich gar nicht gedacht.“ Man fühlte sich, als hätte man einen Stempel weg. Ich habe immer das Gefühl gehabt, mich rechtfertigen zu müssen und geantwortet, dass mein Zwilling leider gestorben ist und meine Eltern eigentlich vier Jungs wollten, aber das hat leider nicht geklappt. (So war es wirklich.) Mit anderen Worten, das war so gar nicht gewollt. Mich hat das sehr geprägt und mein allergrößter Wunsch war es, später keine Mutter eines Einzelkindes zu sein. Ich bin sehr froh, dass sich das erfüllt hat.
    Kindern und Eltern gegenüber sollte man sich solche Äußerungen lieber verkneifen und die Lebenssituation von Jedem respektieren. Man weiß schließlich nicht, was dahinter steckt und ob man mit seinen Worten schnell verletzt.
    LG,
    Ines

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    • Ines, so war es bei mir auch, ich leide bis heute darunter Einzelkind, also Einzelkämpfer zu sein. Wie gerne würde ich mehr für meine jetzt alten Eltern da sein, doch ich schaffe es nicht, denn das 2. Kind das meine Ersgeborene unterstützen sollte braucht nun selbst Unterstützung, so ist das mit Plänen manchmal

  28. Liebe Bianca……tja da kann ich Dir nur recht geben!!
    Ich bin zwar selbst Mama von zwei (mittlerweile) erwachsenen Mädels, aber genau solche Aussagen habe ich damals gehasst…heute ist meine Tochter auch eine Mama …mit einem wundervollen Kind…und glücklich…und die Geschichte ist überall gleich……“mit zweien hast du weniger Arbeit“ ….blablabla…
    Ich glaub, manche Menschen hören sich selbst gern zu…..oder machen sich null Gedanken !
    Egal wieviele Kinder Mann oder Frau oder Eltern haben….das sollte jeder Mensch für sich entscheiden (wenn es möglich ist ) …und bitte, bitte !!!…. bei anderen Menschen diese Entscheidung respektieren…und nicht unüberlegt dahersabbeln…nur des Redens wegen….
    LG und schönes WE Angela

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  29. Beim Thema Nachwuchs gibt es anscheinend kein Privat, wenn frau schwanger ist wird IHR Bauch häufig von wildfremden angefaßt und wenn halt kein Kind da ist, ist man vor „guten Ratschlägen“ nicht sicher.
    Wir haben uns mit unserer Kinderlosigkeit abgefunden und haben und hatten das Haus immer voll Kinder, dank unserer 7 Patenkinder von denen die ersten schon selbst wieder Kinder haben. Zur Zeit gibt es in unserem Leben 6 Kinder von 1 – 6 Jahre die gerne bei uns sind, für die ich nähen darf und wo wir immer gerne gesehen Spielkameraden sind. Schönster Satz von der 5 jährigen zum Thema graue Haare und Alter:
    Aber Petra, du bist doch keine Oma, du bist eine Tante!!!
    Also ich kann aus Erfahrung sagen Tante zu sein macht SEHR GLÜCKLICH.
    Vor zwei Jahren musste ich aber auch mal eine solche Kinderdiskussion mit einer mir fremde Bekannten meine Schwiegermutter führen (da kann man ja heute so viel machen, heute muß keiner mehr Kinderlos bleiben usw.) Selbst der Einwurf das wir mit 45 Jahren bestimmt keine Kinder mehr wollen wurde abgeschmettert, das ist doch heute keine Problem mehr. Na ja das ganze giffelte in den Satz meiner Schwiegermutter, das IHR Sohn das schon mit ihr besprochen hat und er sich eine jüngere sucht mit der er noch Kinder bekommen kann. Da war ich sprachlos. Wenn ich nicht genau wüsste das mein Mann mit seiner Mutter nur spricht wenn ich ihn zwinge sort anzurufen hätte dieser Satz einen Krach hervorrufen können. Mein Mann hat seit dem garkeinen Kontakt mehr zu seiner Familie, was mir auch weh tut, aber das ich da nicht mehr hin muss tut mir gut.
    Das tat mir gut, mir das mal von der Seele zu schreiben.
    LASST DOCH ALLE SO LEBEN WIE SIE ES WOLLEN, aber seit für sie da wenn sie unglücklich sind.
    Danke

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    • Danke und alles Liebe euch weiterhin! Prima, dass auch ihr euren Weg gefunden habt! 😀 Kinder sind etwas wunderbares!

  30. -haha-
    Ich hab 3. Und werd gefragt, wann das nächste kommt ?

    Je nachdem wer fragt, antworte ich dann auch mal mit: ‚und was genau geht Sie meine Lebensplanung an?!‘

    Hab auch schon mal gefragt, wie der letzte Sex war.
    Die meisten kapieren es. Und löchern andere dann hoffentlich nicht mehr..

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    • 🙂 Sehr gut!

  31. Liebe Bianca,

    ich selbst habe 2 Kinder. Genauer 2 Jungs im Alter von 8 & 5 Jahren. Beide waren geplant und Wunschkinder.
    Hätte ich vor der Geburt des zweiten Kindes gewusst was auf mich zukommt, wäre ich bestimmt bei einem Kind geblieben. Wir haben keine Oma in direkter Nähe, so dass ich immer gucken muss wohin mit den Kindern, wenn mal was ansteht und ich die Jungs mal nicht mitnehmen kann. Länger als max. 30 Minuten will ich sie auch nicht alleine lassen (für den Kleinen ist sogar das schon viel zu lange).
    Ich will mich nicht beklagen und würde KEINEN!!! der Beiden wieder hergeben! Aber mit einem Kind war es doch sehr viel einfach. Und ohne, dass ich irgendwem einen Schrecken einjagen will, aber die Erfahrung sagt mir, wenn die erst mal in der Schule sind, wird das mit der Betreuung nicht einfachen…
    Ich habe mich sogar bei meinem Arbeitgeber für 5 Jahre beurlauben lassen, nachdem ich 2 Jahre mit 2 Kindern arbeiten war und es hier nicht mehr rund lief. Mein Mann hat mich unterstützt soweit er konnte, doch es verhält sich nun mal so, dass er beruflich extrem viel unterwegs ist und für mich einfach nicht allzeit abgreifbar. Für uns die beste Lösung (obwohl „nur“ zu Hause zu sein auch nicht die Erfüllung meiner Träume ist!). Ich habe das Gefühl mich ständig deshalb rechtfertigen zu müssen.
    Kopf hoch! Ich rede mir immer ein es ist der Neid der an den anderen nagt 🙂

    Und an alle Eltern deren Kinder extrem unruhige Nächte haben. Mein erster Sohn hat ebenfalls nciht geschlafen und braucht auch heute noch extrem wenig Schlaf. Bei uns wurde es allerdings um einiges besser, nachdem wir bei einem sehr guten Homöopath und Ostheopath waren. Ich fand die Idee anfänglich – glinde gesagt – total bescheuert! Im nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich nicht viel früher diesen Weg gewählt habe. Denn nur 2 Tage später sind wir das erst mal nur 3 mal in der Nacht aufgestanden. Was für eine grandiose Nacht (und das ist nicht ironisch gemeint!)
    In diesem Sinne, geht EUREN weg!
    Nicole

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  32. Liebe Bianca,

    Niemand, und das meine ich wörtlich, hat ein Recht sich in Dein Leben einzumischen.

    Ich habe auch NUR ein süßes 3 jährigem Mädchen, bin Alleinerziehende und dennoch voll berufstätig. Ich lasse mir von Niemandem sagen, ob es richtig oder falsch ist, wie wir unser Leben gestalten und leben. Du hast NUR ein Leben und dieses gestaltet sich auch viel über Dinge, die nicht binnen von Minuten beeinflussbar sind. Ich kann zum Beispiel kein zweites Kind bekommen ohne Partner – ist ja irgendwo nachvollziehbar.

    Deshalb stell doch einfach mal bei solchen Aussagen die Frage, ob es Dich, Deinen Partner oder Deinen Nachwuchs zu schlechteren Menschen macht? Mit Sicherheit nicht!

    Lass dich von Deinem Gefühl und deinem Glücksempfinden leiten, dass die Natur hat dir nicht umsonst Intuitionsfähigkeiten mitgegeben. Mach das, was Dir dein Bauch und Herz sagt, natürlich ohne das Gehirn auszuschließen. Das zu machen, was andere für sich als Glückskeeper empfinden, ist nicht gleichzeitig auch für Dich ein Garant für Zufriedenheit und Glück.

    In diesem Sinne genießt die schöne Zeit mit Eurer Maus.

    Viele Grüße Aileen

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    • Vielen lieben Dank! ♥

  33. Genauso geht es mir auch. Manchmal hat man das Gefühl sich dafür entschuldigen zu müssen, das man nur ein Kind hat. Aus gesundheitlichen Gründen habe ich mich jahrelang nicht getraut wieder schwanger zu werden. Dann hat es nicht geklappt und nun ist mein Sohn 11 Jahre und wir genießen auch die Freiräume die sich mit zunehmendem Alter des Kindes ergeben.
    Aber die Sprüche der Kollegen gingen manchmal schon sehr an die Substanz, wenn man eigentlich gerne noch ein Kind hätte, aber es nicht klappt oder gar gesundheitlich nicht möglich ist. Liebe Grüße.

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  34. Liebe Bianca, du sprichst mir mit jedem Wort aus der Seele! Vielen Dank für deine auch für mich so passenden Worte!

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    • Sehr gern!

  35. Liebe Bianca, skurriler Weise geht es mir als Mama von fünf Wunschkindern ganz ähnlich wie dir. Und ich höre tagtäglich Sätze und Worte, die letztlich dasselbe meinen, wie jene, die du zu hören bekommst: anders geht gar nicht. Alles was von einer bestimmten Norm abweicht irritiert die Menschen, befremdet sie und ich glaube, dass es sie auch verunsichert. Eine persönliche Lebensentscheidung ist eine persönliche Lebensentscheidung und sollte als solche auch respektiert werden. Theoretisch wird das ganz großgeschrieben, aber in der Umsetzung hapert es gewaltig. Liebe Grüße

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    • Das stimmt. Es ist egal wie, es ist immer falsch in den Augen anderer! 😀

  36. … spricht mir sowas von aus dem Herzen! Danke für diesen ehrlichen Beitrag! Alles Gute für Euch!

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  37. Liebe Bianca! Ich freue mich, das endlich einmal jemand dieses Thema anspricht. Ich habe einen Sohn. Was ich mir teilweise anhören musste , war nicht nur unverschämt sondern auch verletzend! Ich kann im Moment gar kein 2 Kind bekommen; aber ich weiß auch nicht , ob ich noch eines wollte.
    Ich meine , das die eigene Familienplanung Privatsache ist! Ich möchte mich in allem Bianca anschließen!

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    • Danke Elke und alles Gute für Euch!

  38. Schlimm, Dass andere und vorallem Fremde immer meinen, ihre Meinung kundzutun. Ich bin mit solchen Fragen immer vorsichtig, weil man nie weiß, was dahinter steckt.
    Ich habe auch eine Tochter, die jetzt zwei wird und ich werde auch ständig gefragt, wann denn nun das zweite kommt. Unsere erste Tochter ist wirklich unkompliziert und wir hätten gern ein Zweites, Aber leider bin ich durch eine Ausschabung nach der Geburt unfruchtbar geworden und werde so ständig damit konfrontiert, Dass mein Wunsch wohl nicht in Erfüllung gehen kann. Natürlich setzen wir einiges daran, diesen Zustand zu ändern, aber die Leute wissen meist überhaupt nicht, Was sie mit solchen Aussagen alles anrichten können.

    Des Wegen Kopf hoch und ich finde auch mit einem Kind hat man viel zu tun, gerade weil man eben die einzige Bezugsperson ist und kein Geschwisterchen da ist.

    Manchmal sollten die Menschen einfach mal kurz nachdenken…

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    • Danke und alles Liebe für euch!

  39. Das hast du sehr schön geschrieben. Ich selber habe drei Kinder, aber der große war schon 6 1/2 Jahre als die Zwillinge geboren sind und auch mit einem war es durchaus mal stressig. Worüber sich durchaus auch Menschen beklagen die „nur“ Haushalt und Beruf haben ohne Kinder. Außerdem gibt es so viele Frauen die ihr Wunschkind nicht bekommen können, da ist es doch eine Ehre auch mit „nur“ einem Kind gesegnet zu sein 😉 Und die Frage nach weiterem Nachwuchs wenn es nicht klappt kann dem Betroffenen dann auch so unendlich wehtun.

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  40. ❤️Danke für diesen Beitrag, Du sprichst mir aus der Seele

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  41. Ich bin Mutter von zweien, der erste war auch ein Schreikind und ist selbst mit seinen jetzt 6 noch schwierig und oft sehr unglücklich. Ich wollte gar kein zweites. Fand meinem grossen gerecht zu werden schon ausfüllend und kraftraubend genug. Tja,was soll ich sagen als Der zweite sich ankündigte hatte ich echt Panik. War dann aber nicht unglücklich. Trotzdem wurde auch eher ein High Need Baby allerdings zum.Glück ohne das,zyklische Schreien. Heute ist er drei und ein wirklich glücklicher Kerl. Ich könnt ihn mir gar nicht mehr wegdenken. Trotzdem bewusst wäre ich bei einem geblieben.
    Ich mache hier aber die Erfahrung, dass es zu einem Kind tendiert. Muss mich oft rechtfertigen nicht nur eins zu haben. Ich glaub das ist immer so ein Ding. Wie es bei mir ist, ist für mich richtig und nu müssen alle so sein wie ich sonst machen sie ja was falsch.
    Sehe ich mal gar nicht so aber egal. Was,für mich richtig ist, kann für jemand anderen grundverkehrt sein und trotzdem macht es,keine von uns falsch Basta

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    • Genau, jeder muss seinen persönlichen Weg finden und gehen!

  42. Danke für diesen Artikel. Ich schlage mich im Moment mit den gleichen Kommentaren rum wie du. Meine Tochter ist fast drei und ja an sich wäre jetzt ein guter Zeitpunkt für das zweite Kind, um zu gewährleisten, dass die beiden noch als Geschwister aufwachsen.
    Aber meine Tochter war auch ein Schreibaby, schläft immer noch nicht zuverlässig ein, ist ein waaaaaaahnsinnigee Dickkopf, was den Alltag häufig schwieriger gestaltet, als ich das bei vielen anderen Eltern mit ihren Kindern sehe. Ihre Erzieherinnen im Kindergarten sagen immer: sie ist genau wie ihr Papa. (Der war nämlich im gleichen Kindergarten und hatte die gleichen Erzieherinnen) Das gibt mir Mut, denn ich habe oft -und tue es noch heute- an meinen Kompetenzen als Mutter gezweifelt.
    Ich wollte eigentlich immer mindestens drei Kinder, komme ich ja selber aus einer großen Familie. Aber ich weiß, ich könnte meinen Alltag zur Zeit nicht bewältigen, wenn das nächste Kind so wird wie das erste. Ich liebe meine Tochter und bin unheimlich froh, dass ich sie habe. Aber lieber möchte ich, dass sie (erstmal?) ein Einzelkind bleibt, als das Risiko einzugehen nocheinmal ein so unzufriedenes und Kräfte raubendes Baby zu bekommen.
    Ich kann dich also 100%ig verstehen! Ich denke, irgendwann wenn die Kinder sechs/sieben Jahre alt sind, hören die Leute auf zu fragen. Bis dahin…durchatmen und es nicht an dich ran lassen. Es gibt genug Eltern, die trotz mehrerer Kinder nie so ein anstrengendes Kind hatten wie du. Also lass dich nicht unterkriegen.

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    • Danke! Und ich drücke dich gern zurück! Ich finde, es ist einfach eine sehr persönliche Entscheidung, die von allen respektiert und akzeptiert werden sollte, ganz unabhängig von den Gründen.

  43. Tausend dank für diesen Beitrag! Mir ist sowas auch schon widerfahren. Du sprichst mir auch der Seele. Toll geschrieben!

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