Ja, ich habe es versprochen, dass ich den Blog mit ein paar persönlichen Worten belebe. Doch ganz so einfach fällt mir das nicht. Ich habe einen Knoten im Hals und es ist Zeit für mich ein Problem mit euch anzusprechen und eure Meinung zu hören. Neue Plattformen, eröffnen neue Möglichkeiten und so ist es passiert, dass ich auf meinem Instagramaccount mehr und mehr aktiver bin. Ursprünglich habe ich geplant dort meine Beiträge, die hier auf dem Blog online gehen ebenfalls in Bildform zu präsentieren, doch es entwickelte sich etwas Persönlicheres daraus, dass von euch wesentlich besser angenommen wird.

Ich teile dort nicht nur kleine DIY für den Familienalltag, sondern vor allem auch meine Gedanken, meine Beweggründe, meine Projekte. Ja, es ist wie der kleine Blick durch ein Schlüsselloch in mein Leben und das was mich ausmacht.

Zugegeben war in mir lange Zeit diese Unsicherheit. Damals mit einer Freundin als DIY-Mamablog gestartet, merkte ich schnell, dass ich nicht nur als „DIY-Fee“ wahrgenommen werden möchte. Ich wollte frei sein, mich für mein Herzensthema einsetzen für das ich brenne: entspannter, gewaltfreier Familienalltag. Ich wollte mir das Recht nehmen meine Meinung sagen zu dürfen, ohne im gleichen Atemzug 20 Nachrichten zu erhalten mit „Warum nähst du nicht einfach wieder mehr?“. Menschen sind verschieden und wir haben so unglaublich viele Fassaden, jeder von uns.

Kreatief und fiese Nachrichten

Hinzu kommt die Tatsache, die wahrscheinlich nur Menschen nachempfinden können, die ebenfalls DIY bloggen. Ich saß fest in einem riesen, fetten Kreatief. Verstehe mich nicht falsch: Ich liebe es zu nähen, zu basteln, kreativ zu sein. Der Preis ist jedoch hoch: Macht man etwas aus einem Pflichtgefühl heraus, verliert ein Hobby schnell seinen Reiz. Aus einer Tätigkeit, die eigentlich dazu gedacht war etwas runter zukommen, wurde Zwang. Zugegeben, habe ich mir diesen zu einigen Teilen selbst auferlegt und mir den Druck auch selbst gemacht, jedoch war es da schon zu spät. Das Kreatief hatte zugeschlagen, mir Motivation genommen und meiner Leidenschaft einen bitteren Geschmack gegeben. Ich bin mir sicher, dass ich damit nicht alleine bin oder war, aber darüber möchte eben nicht viele Blogger reden.

Tja und dann gibt es noch ein Thema, dass ich vorsichtig ansprechen möchte. Es gibt Menschen, die verschwenden ihre Zeit damit Kommentare unter der Gürtellinie zu verfassen. Ja, es hält sich bei mir echt im Rahmen und doch nervt es doch schon sehr, wenn man keine konstruktive Kritik erhält, sondern Menschen ihre eigene Zeit damit verschwenden Nachrichten zu schreiben, wie „Sieht scheiße aus.“ oder „Ich lese dich nicht gerne.“ Ich frage mich häufig, was in diesen Menschen vorgeht und ob sich das wirklich geil anfühlt solche Texte zu tippen. Wenn man den Weg in die Öffentlichkeit wählt, egal in welcher Form, so muss man damit rechnen, dass nicht alle Beifall klatschen, aber ich finde dass sich das Internet ein stückchenweit zum „Sauhaufen“ entwickelt. Da fallen jegliche Hemmungen und ich lüge nicht, wenn ich schreibe, dass Blogger gezielt fertig gemacht werden. Den Punkt: „Du hast es dir selbst so ausgesucht“, lasse ich nicht gelten. Ich habe es mir nicht ausgesucht, dass andere Menschen scheiße sind. Ich beobachte diese Entwicklung mit einer gewissen Skepsis, weil es für mich einfach für das Versagen einer Generation spricht. Ich habe darauf weder Lust, noch werde ich meine Zeit dafür verschwenden, also wird jegliche Kritik unter der Gürtellinie gelöscht. Meist wird der Vorwurf laut, ich würde damit zensieren. Das darf man mir an der Stelle gerne nachsagen, denn die Würde des Menschen ist unantastbar…. Du kennst das Grundgesetz sicher? Solange ich diese Plattform betreibe, sehe ich es als meine Pflicht alle Menschen, die daran mitarbeiten sowie mich und meine Familie gegen solche Personen zu schützen.

Ich stellte mir also die Frage, warum ich diesen Blog einst gegründet habe und die Antwort war schnell gefunden: Schreiben. Ich liebe es zu schreiben. Ich liebe es meine Worte auf dem PC zu Texten wachsen zu lassen und mich auszutauschen. Ich mag es Impulse zu geben oder Inspirationen zu liefern und bin im gleichen Atemzug dankbar dafür, wenn ich mir selbst etwas mitnehmen kann. Dieser Blog hat mir Türen geöffnet und mich zu Menschen gebracht, die ich unter anderen Umständen niemals getroffen hätte. Ich bin dafür dankbar.

Die Antwort, warum mir Instagram im Gegensatz dazu jedoch leichter fiel und es mir dort angenehmer war, ist recht einfach: Ich kann dort schreiben, was ich möchte. Ich habe nicht diese Gefühl abliefern zu müssen. Ich bin dort die ganz normale Mama. Wem es gefällt der bleibt und wem nicht, der geht eben wieder. Zudem kann ich dort ein bisschen von meinem Alltag erzählen, ohne direkt 10 Tipps oder eine Anleitung bieten zu müssen. Das Klima ist milder und ich spüre ein Miteinander. Ich zeige meinen nicht-perfekten Alltag, mit nicht perfekten Ausschnitten meines Lebens. Und das scheint nicht nur mir zu gefallen. Falls dir es also auch so geht, besuche mich doch gerne dort einmal!

Zum Schluss: Keine Angst, hier auf dem Blog wird es auch wieder weiter gehen. Es stehen ein paar DIY Anleitungen in den Startlöchern und auch Beiträge zu meiner Sparte „bewusster leben“ und soll ich etwas sagen? Es fühlt sich gut an, die Tür ein wenig weiter auf gmeacht zu haben.

Schreib mir  gerne in die Kommentare, ob du hier auch gerne ein paar Auszüge aus unserem quirligen Alltag lesen würdest, dann kann ich gerne auch auf dem Blog dazu etwas loswerden.

Es grüßt dich lieb!

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ommetar 0.000000e+0

  1. Jana 3. April 2019 at 20:13

    Hey
    Danke für diese offenen Worte.
    Und zu dem Punkt unter der Gürtellinie denke ich auch, die suchen gezielt sich Leute raus.
    Warum sonst so ein Kommentar von wegen ich mag dich nicht lesen.
    Vll bin ich für sowas zu pragmatisch und les eben Sachen nicht, dich ich nicht mag und verstehe solche Kommis dann nicht.
    Ich les hier, bei FB und bei Instagram 🙈.
    Ich mag das wie und das was geschrieben wird.
    Und wirklich gerne die Idiotensicheren Nähanleitungen.

    🍀🍀🍀

    antworten
  2. Sabine H. 2. April 2019 at 19:02

    Du bist hier niemandem Rechenschaft schuldig und hast es auch gar nicht nötig dich mit bösen Kommentaren auseinander zu setzen. Leute wie diese handeln aus Neid oder Eifersucht etc. und verdienen ausschließlich Mitleid, weil sie es nicht schaffen die Leistung anderer anzuerkennen oder sich diese Personen für etwas besseres halten. Man kann diese Leute nicht belehren, denn nur Selbsterkenntnis führt dazu dass man sich ändert. Wer das nicht kann oder will ist einfach nur arm dran.
    Zum löschen hast du jedes recht. Ist schließlich deine Seite. Wem das nicht passt der kann ja gehen.

    Bleib wie du bist! Du bist einfach ein toller und bewundernswerter Mensch!

    Dein Blog bringt mich dazu über mich und meine Einstellungen nachzudenken und mich zu ändern wenn mir auffällt dass ich es nötig hätte um mich dann besser zu fühlen mit dem was ich tue. Und indem ich mich ändere lebe ich meinem kindern vor dass man auch fehler machen darf. Und dass man daran wächst wenn man sich Fehler eingesteht und sein Verhalten ändert.

    Ich nutze instagram nicht. Ich lese nur hier deinen Blog. Wäre also schön wenn du uns hier erhalten bleibst.

    antworten
  3. Roswitha 2. April 2019 at 15:35

    Hallo Sabrina, ich lese Deinen Blog sehr gerne und zwar nicht nur wegen der Anleitungen, sondern weil Du hier auch aus Deinem Alltag schreibst. Mit Instagram fühle ich mich nicht sehr wohl, ich lese gerne längere Texte und finde das in Blogs häufiger. Es wäre schön, auch hier von Dir und Deinem Alltag zu lesen. Liebe Grüße Roswitha

    antworten
  4. Dresden Mutti 2. April 2019 at 13:43

    Dein Sammelsurium an Nähanleitungen ist gigantisch und das soll erstmal jemand alles nachnähen, bevor er rummeckert. Es muss nicht immer was Neues kommen – du hast hier schon so viele tolle Projekte online! Das ist richtig cool und meinen Respekt hast du dafür.

    antworten
  5. Aiedal 2. April 2019 at 13:09

    Hallo Sabrina,

    ich verfolge den Blog seit etwa 4 Jahren, denn so alt ist mein erster Sohn jetzt. Ich habe also auch schon einige Höhen und Tiefen von dir/euch miterlebt, ohne, dass du mich kennst…seltsam, nicht?
    Dieser Beitrag hat mich dazu veranlasst dir zu sagen, dass ich es wahnsinnig finde, wie du deinen Traum lebst und einfach zu dir selbst stehst, ich denke das können die Wenigesten von sich behaupten…
    Es ist finde ich auch gar nicht schlimm, wenn mal etwas Zeit zwischen den Beitragen vergeht. Und zuletzt noch: Ihr habt es wirklich geschafft mich zum Nähen zu bringen ;-P Auch Suses Beiträge sind dazu echt ispirierend!
    Der Blog hilft mir dabei meinen Alltag auch einfach ein wenig kritisch zu hinterfragen, mir zu denken, verdammt, das kenne ich, oder einfach nur um mit den Gedanken mal woanders zu sein. Also den Miesepetern ruhig den Zensurriegel vorschieben und wie Wasser abperlen lassen 🙂
    Außerdem kommt jetzt der Frühling, der lässt alles wachsen und blühen!

    Liebe Grüße

    antworten
    1. Sabrina 2. April 2019 at 13:47

      Ach ich danke dir <3

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