Angst vorm plötzlichen Kindstod – Wie sich Firmen an unserer Unsicherheit bereichern

Plötzlicher Kindstod…

Ich bin mir sicher jede Mutter und jeder Vater hat bereits von diesem Wort gehört und verbindet ein entsprechend schlechtes Gefühl damit.

Die Vorstellung unser eigenes Baby leblos im kleinen Bettchen vorzufinden und keine genaue Todesursache feststellen zu können, lässt uns die kalte Schauer über den Rücken laufen. Es sind diese Dinge im Leben gegen die wir machtlos zu sein scheinen und selbst mit allen Vorbereitungsmaßnahmen kann man sein Kind nicht davor schützen. Im Ernstfall kommt es wie es kommt.

Bei meinem ersten Kind machte mich dieser Gedanke fast wahnsinnig. Ich traute mich nicht den Kleinen mit zum Kuscheln nachts ins Bett zu nehmen. Meine Angst war viel zu groß, dass ich ihn mit der Decke oder meinem Körper ersticken könnte. Ich traute mich auch nicht ihn auf die Seite zu legen – verschiedene Studien zeigten, dass die Rückenlage wohl das Beste wäre. Heute bin ich in Hinblick auf den Kindstod weniger ängstlich. Beschäftigt man sich einmal genauer damit, so ist das Merkmal des plötzlichen Kindstodes nämlich, dass sich gar keine genauen Todesursachen feststellen lassen. Ersticken, Stoffwechselstörung, Überhitzung usw. sind also keine mit dem Kindestod zusammenhängende Ursachen.

Genau genommen ist es so, dass man die Ursachen gar nicht kennt – niemand hat bisher herausgefunden, was schlussendlich der Grund für das Plötzliche Sterben von kleinen Babys ist. Genauso wenig weiß man, wieso es meist Kinder trifft, die unter einem Jahr sind. Ich will nicht sagen, dass es quatsch ist entsprechende Maßnahmen zur Vorbeugung zu treffen (natürlich kann man sich daran halten, wenn man das Gefühl hat, dass es gut ist – instinktives Handeln eben), doch wenn man es genau nimmt, dann gibt es für all die Empfehlungen, die uns Ärzte und Ratgeber aussprechen keinerlei handfeste Beweise, dass sie auch vor dem plötzlichen Kindstod im Ernstfall schützen könnten.

Edit zur Verdeutlichung: Ich habe hier nicht geschrieben, dass diese Ratschläge nicht vo r anderen Todesursachen schützen könnten. Es geht hier rein um den p. Kindstod.

Meinen zweiten Sohn nehme ich seit dem Tag der Geburt mit unter meine Decke. Ich lege ihn selten auf den Rücken, meist schläft er dicht zu mir an der Seite – schön warm eingemummelt und dem kleinen Kerl gehts blendend. Ich bin mir sicher, dass viele Mamas das ganz instinktiv so machen. Sind wir deshalb unverantwortliche Mütter oder weichen wir damit von der Norm ab? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man gerade im medizinischen Bereich sowas nicht äußern sollte. Im Krankenhaus wurde mit mir ein ganzer Dialog gehalten, dass es besser wäre das Kind ins eigene Bett zu legen und im Internet oder in diversen Müttergruppen sollte man dieses Thema am besten gar nicht erst anschneiden. Was oft dabei vergessen wird, ist aber, dass das instinktive Handeln einer Mutter oft auch ganz positive Aspekte hat: Das Baby erhält Nähe, Wärme und liegt dicht am Herzen der Mutter. Es spürt sogar mitunter den vertrauten Herzschlag. Die Mutter merkt wiederum jede kleine Bewegung und ist immer beim Kind. Ich möchte hier keinesfalls herausstellen, dass meine Variante die bessere Alternative ist, aber ich möchte hier mal wieder mit den Fäusten auf den Tisch hauen und Mamis Mut machen auf ihr Gefühl zu vertrauen. Es ist vollkommen okay, wenn man sein Kind bspw. mit zu sich nimmt. Eine Sonderstellung haben natürlich Mamis von Frühchen oder Babys, die durch medizinische Notwendigkeit auf solche Überwachungen und Maßnahmen „angewiesen“ sind.

Edit: Achtung, es folgt eine überspitzte Metapher 

Meint ihr die Urvölker dieser Welt haben eine Ahnung von der richtigen Lage des Kindes und legen sie weit entfernt, am besten in einer anderen Hütte zu Bett? Wie machen das die Säugetiere? Würde eine Katzenmutter ihr Junges einfach irgendwo liegen lassen? Das wäre tödlich! Und überhaupt, wieso ändern sich die Vorgaben denn ständig? Wer stellt diese Empfehlungen überhaupt auf und was soll so schlecht daran sein, dem Baby das zu geben, was sie instinktiv brauchen: Mama und Nähe. Der Mensch ist vielleicht das intelligenteste Wesen dieses Erdplaneten, aber der Verstand und der Instinkt werden dabei oft hemmungslos runtergefahren. Eine Persönlichkeit, die augenscheinlich Ahnung hat, sagt etwas und schwupp funktionieren wir einfach – ohne einmal kritisch darüber nachzudenken und auf unser Gefühl zu hören (das passiert mir auch viel zu oft noch)…

Sabrina mit Baby Theo Plötzlicher Kindstot Beitrag

Mir rollen sich die Fußnägel hoch, wenn ich diese Firmen seh

Wisst ihr was dem Ganzen noch die Krone aufsetzt meiner Meinung nach? Firmen, die sich an der Angst und Unsicherheit von Eltern gnadenlos bedienen. Da gibt es Matten, die alarmieren, wenn der Atem aussetzt oder seit Neuestem Bodys mit intergrierten Sensoren, fast schon Gang und Gebe sind Babyphone mit Monitorüberwachung. Mir stellt sich da nur die Frage: Was tut man, wenn es wirklich piept. Viele, viele Eltern kaufen sich diese Dinger und ich bin mir sicher, dass nicht 1/4 bei Atemstillstand überhaupt Maßnahmen ergreifen könnte und für den Notruf ist es dann im schlimmsten Fall zu spät. Wie viele haben denn einen Erste-Hilfe-Kurs besucht? Darüber hinaus habe ich von „begeisterten“ Eltern schon häufig gehört, dass diese Matten mehrere Fehlalarme verursacht haben und sich im Kopf schon mehrfach die „Jetzt-ist-es-passiert-Horroszenarien“ eingerichtet hatten. Im Internet muss man auf den Herstellerseiten auch gar nicht lange suchen, bis man solche Hinweise findet: “
An dieser Stelle möchten wir Ihnen jedoch nicht verschweigen, dass nach Meinung vieler Experten ein Babyphone mit Bewegungsmelder & Atemüberwachung den plötzlichen Kindstod nicht verhindern kann.“. Uns wird auf gut deutsch vorgetäuscht, dass diese Matten Leben retten könnten. Sicher können Sie nach 20 Sekunden Atemstillstand im Idealfall Alarm auslösen, aber sie sind nicht in der Lage uns vorm Tod des Kindes zu schützen. Auch mit Matte und anderen Sensoren kann das passieren. Diese Aspekte werden von den Firmen aber so gut es geht außen vor gelassen und man suggeriert den unsicheren Eltern, „hey, wir retten Leben und schützen vorm Kindstod“

Was bedeutet das für uns? Überspitzt gesagt: Unsere Psyche wird belastet. Wir vertrauen nicht mehr auf uns, sondern auf eine Maschine. Nach dem ersten Fehlalarm bekommt man einen halben Herzkasper und das schlimmste überhaupt: Wir werden abhängig. Wir empfinden diese Teile als „Lebensretter“, dass sie aber unter Umständen uns unter Druck setzen, wir paranoid werden und zu sogenannten „Helikopter-Eltern“ mutieren, tonnen Geld rauswerfen, weil wir denken, dass es uns die Rettung bringt, schalten wir einfach aus. Natürlich muss man an dieser Stelle auch sehen, dass es für viele Eltern einfach ein beruhigendes Gefühl gibt, dass es im Fall der Fälle piept, doch das Piepen allein kann wie gesagt uns nicht vor dem Verlust des Kindes schützen.

Die Firmen wird es freuen und ich bin mir sicher, dass es ihnen nahezu egal ist, ob da ein Kind sterben wird oder nicht, hauptsache der „Rubel rollt“.

Edit: Da wie so oft bei meinen Beiträgen sich manche Leute angegriffen fühlen. Dies ist meine Meinung, meine Ansicht und meine Erfahrung – Wie das jeder in seinen eigenen vier Wänden handhabt, ist jedem selbst überlassen. Ich möchte hiermit lediglich zum Nachdenken anregen und vor allem Erstmamas den Tipp geben erst einmal das Kind auf die Welt kommen zu lassen und nicht gleich Geld aufzuwenden, dass eventuell gar nicht nötig wäre.

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ommetar 0.000000e+0

  1. Daniela 23. September 2015 at 20:11

    Dass mit Ängsten Kasse gemacht wird ist klar. Da stimme ich zu.
    Allerdings gebe ich auch frei zu, dass ich dankbare Käuferin und Nutzerin solcher Matten war, die die Atmung des Kindes überwachen.
    Mein Sohn hat von Anfang an sehr gut und gerne in seinem eigenen Bettchen geschlafen. Anfangs im Stubenwagen und nach einigen Monaten dann schon im Kinderbettchen und auch im eigenen Kinderzimmer, weil wir ihn immer aufgeweckt haben sobald wir ins Bett gegangen sind.
    Ich kannte diese Matten von einer Freundin, die absolut begeistert davon war.
    Und ich kann mich dem nur anschließen. Ich habe damit sehr viel ruhiger geschlafen und wusste, dass ich alarmiert werde, wenn wirklich etwas ist. Dabei sollte ich vielleicht erwähnen, dass mein Sohn ein absoluter Bauchschläfer ist. Auch heute noch und er ist jetzt schon 4 Jahre alt. Dazu kam, dass er nach seiner 3. Lebenswoche für etwas 6 Monate eine Spreizhose tragen musste und damit war das Schlafen in der Rückenlage einfach zu unbequem.
    Und man muss bedenken, dass Atemaussetzer grundsätzlich normal sind bei Säuglingen. Lediglich wenn diese Aussetzer einen bestimmten Zeitrahmen überschreiten schlagen die Matten Alarm. Dann Piept es zunächst ein Mal nur am Sender im Kinderzimmer, da das oftmals bereits ausreicht um den Atemreflex wieder in Gang zu setzen.
    Sollte das nicht ausreichen schlägt der Empfänger bei den Eltern Alarm. In der Regel reicht es schon den Säugling hoch zu nehmen. Wenn das nicht reicht bin ich allerdings auch der Meinung, dass man dann schon wissen sollte was man tut. Ein Erste-Hilfe-Kurs für den Umgang mit Säuglingen ist sehr empfehlenswert. Leider ist das Angebot hier oftmals sehr begrenzt.
    Zum Thema Fehlalarm: Das Gerät sollte natürlich korrekt eingestellt sein. Die Matten müssen auf einem festen Untergrund liegen (es wird z. B. empfohlen auf einen Lattenrost Holzplatten zu legen um die feste Unterlage zu gewährleisten), sie müssen korrekt positioniert werden und sie müssen entsprechend der Beschaffenheit der Matratze eingestellt werden. Aber das alles ist kein Hexenwerk und das kriegt man hin.
    Wir hatten 2 „Fehlalarme“. Es fängt an zu piepen und man läuft aufgeregt ins Kinderzimmer und schaut nach dem kleinen Schatz, der seelenruhig schläft. Es wirkt als sei nichts gewesen. Was aber, wenn doch was war? Vielleicht hat der Alarm den Atemreflex wieder einsetzen lassen? Das wird man nie wissen…
    Der wichtigste Aspekt für mich war daran aber auch immer, dass sowohl mein Mann wie auch ich mit den Matten im Kinderbett einfach selbst auch gut geschlafen haben. Und mal ehrlich… gegen Schlaf hat doch keiner was, oder? 😉

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  2. daudlmaus 26. Juni 2014 at 10:12

    bei meinem ersten Kind hatte ich die gleichen Ängste wie alle – nur – es wollte leider nicht in der Rückenlage schlafen. Gar nicht. Nur in der Bauchlage. Und meine junge betreuende Hebamme meinte auch, dass ich versuchen soll, dass das Kind in der Rückenlage schläft. Ohje! Dann hat meine Mutter mir erzählt, dass ich auch immer so geschlafen habe. Da wurde ich ruhiger. Und hörte mehr auf meinen Bauch. Sicherlich sagt uns der Bauch durchaus auch mal falsche Sachen und man macht nicht alles richtig. Nichtsdestotrotz höre ich lieber auf mein Gefühl als mich auf elektronische Geräte zu verlassen. Den Erste-Hilfe-Kurs habe ich übrigens gemacht. Eine tolle und auch schockierende Erfahrung (was man da so alles hört, was passieren könnte….). Ich kann so einen Kurs jedem nur empfehlen.

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  3. AppelKatha 26. Juni 2014 at 9:57

    Du hast absolut Recht! Die Verunsicherung udn Panikmache beginnt aber schon, wenn die Babys noch im Bauch sind und wir jede Menge unnütze Ultraschalluntersuchungen und Test empfohlen oder angeordnet bekommen.
    Bei meinem Jüngsten hatten wir im Alter von 12 Tagen ein sogenanntes ALTE, ein plötzliches, lebensbedrohliches Ereignis. er hat auf meinem Arm auf einmal aufgehört zu Atmen und ist ganz blau angelaufen. Ich hab ihn angesprochen, berührt und meinem Ältesten (16) angeleitet den Notarzt anzurufen. Er hat sofort wieder angefangen zu atmen, trotzdem war ich natürlich total panisch. Soviel Angst und Tränen gab es noch nie in meinem Leben.
    Fritz wurde von oben bis unten durchleuchtet, und untersucht. Wir waren eine Woche im KH und ich bin fast verrückt geworden, ABER ich hatte ihn währenddes Atemstillstandes auf dem Arm und hab es gleich bemerkt, hätte ich ihn irgendwo abgelegt, vielleicht noch in einem anderen Zimmer, hätte ich nicht so schnell reagieren können und es vielleicht erst bemerkt, als es zu spät war.
    Danach mussten wir ihn lange am Monitor lassen und es gab keine Nacht ohne Fehlalarme.
    Er hat immer in meinem Bett geschlafen, denn weglegen wollte ich ihn nun noch weniger als vorher. Ich habe mit der Kinderärztin im KH gestritten, da sie mir auch erzählen wollte, wie schädlich das Elternbett für Babys sei, aber da hab ich mir nicht reinreden lassen (ist ja auch mein drittes Kind), wo doch ein ALTE in keinem wissenschaftl. nachgewiesenen Zusammenhang zum pl. Kindstod steht.
    Ich hab mich natürlich sehr mit der Thematik beschäftigt und bin auch auf ganz unetrschiedliche Untersuchungen getoßen, die zum Teil sehr widersprüchlich sind.
    Ich plädiere auch dafür, dass wir mehr auf unsere Bedürfnisse und die der Babys hören.

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  4. eenzschartsch 26. Juni 2014 at 8:11

    Mit solchen Produkten macht man sich das Leben als Eltern unnötig schwer. Wenn ein Schicksalsschlag einen treffen soll, tut er das, Überwachung hin oder her, das haben wir nicht in der Hand. Insofern bin ich auch Kontra eingestellt und hatte so etwas nie gehabt, nicht vor 16 Jahren bei meiner Großen und nicht jetzt bei meiner Kleinen. Alles nur Geldmacherei und es ist schon fast dreist von den Herstellern, sich an der Angst von Eltern zu bereichern.

    LG Katrin

    antworten
    1. Brina H. 26. Juni 2014 at 9:12

      So lebe ich auch, wenn es passieren sollte – dann ist es so. Es gibt Dinge, die der Mensch einfach nicht in der Hand haben kann.

  5. Anja Sch. 26. Juni 2014 at 0:41

    Also einem Teil deiner Ausführungen insbesondere um die Geschäftemacherei folge ich vollkommen. Aber die Empfehlungen zum Kinderschlaf zu vergleichen als lege man sein Kind in eine andere Hütte o. lasse es gar irgendwo liegen, entbehren nun jeglicher Grundlage. Es wird der Schlaf für babyaszwar im eigenen Bett aber im Zimmer der Eltern empfohlen. Nicht irgendwo anders. Und 2 über mehrere Jahre angelegte Studien in Australien u. Skandinavien haben gezeigt dass nach Einführung dieser Schlafempfehlung die Zahl der plötzlichen kindstode signifikant zurück gegangen sind. Ich war bei unserer Tochter nämlich ebenso skeptisch und habe dann recherchiert was es dazu an wissenschaftlichen Auswertungen gibt. Und ich kann auch keine genauen Ursachen für dieses sehr schreckliche Schicksal nennen, aber als Humbug kann man die medizinischen Empfehlungen nun auch nicht abtun. Ein wenig hetzerisch kommt mir dein Post schon vor. Denn es ist ja auch nicht verwerflich wenn man sich an die Empfehlung hält, deshalb kann man sich ja doch kritisch damit auseinander gesetzt haben, auch wenn du das der Allgemeinheit oben absprichst.
    Wir haben übrigens beides gemacht sie hatte ihr eigenes Bettchen direkt neben mir und wenn ich den Eindruck hatte sie braucht mehr Nähe weil sie unruhig war o sonst etwas dann hab ich sie mit ins Ehebett genommen.
    VG
    Anja

    antworten
    1. Brina H. 26. Juni 2014 at 9:01

      Da die Ursachen des plötzlichen Kindstodes nicht feststellbar sind, kann man auch nicht mit einer Studie belegen, dass etwas davor schützt. Ich habe mich damit Wochen auseinander gesetzt. Sämtliche Studien sind Annahmen und sämtliche Empfehlungen sind Beobachtungen, die aber keine handfesten Beweise darstellen.

      Und es gibt genügend Eltern, die das Baby zeitig ins eigene Zimmer stecken – wie gesagt, das ist jedem selbst überlassen. Ich habe niemals und solche Unterstellungen finde ich etwas daneben gesagt, dass es Humbug wäre, was medizinisch empfohlen wird. Auch habe ich nicht gesagt, dass ein eigenes Zimmer empfohlen wird – das war deine Interpretation…Ich habe auch niemanden angeprangert, der sich an die Empfehlungen hält: „h will nicht sagen, dass es quatsch ist entsprechende Maßnahmen zur Vorbeugung zu treffen, doch wenn man es genau nimmt, dann gibt es für all die Empfehlungen, die uns Ärzte und Ratgeber aussprechen keinerlei handfeste Beweise, dass sie auch vor dem plötzlichen Kindstod im Ernstfall schützen könnten.“ Ich habe nur Tatsachen aufgeführt. Ich bin mir sicher, dass die wenigsten sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigen, denn viele glauben, dass sie durch das Verwenden eines Schlafsackes ihr Kind vorm Kindstod bewahren könnten – das ist ein Trugschluss. Damit bewahrt man sein Kind vor Überhitzung zum Beispiel, aber nicht vor einem Ursachenfreien Tod. Ich finde es übrigens gut, dass du dich damit auseinandersetzt, bevor du hier los schießt 😉 Und so wie ihr es gemacht habt, ist es doch völlig okay. Ich habe ja nicht geschrieben, dass man das Kind nicht außerhalb legen darf, nur, dass wir oft vergessen, instinktiv zu handeln.

    2. Brina H. 26. Juni 2014 at 9:02

      Achso und das mit den Säugetieren ist eine Metapher und viele haben das auch erkannt 😉

  6. Daniela Dockhorn 25. Juni 2014 at 23:55

    Hallo Ihr Lieben!

    Es gibt wirklich viele unnütze Dinge! Diese Schlafsäcke z.B. ist in meinen Augen reine Geldmache. Eine Bettdecke für ein Kinderbett braucht man nur 1-2 Mal (Ersatz falls mal was schmutzig ist, Sommer/Winter) Diese Schlafsäcke muß ich immer passend kaufenn brauch pro Größe 2-3 Stück usw.
    Ein Wunder das wir noch nicht ausgestorben sind…
    Meine Kleine war selbst ein Frühchen und im KH hat sich nicht eine Sekunde in einem Schlafsack gelegen, sie hatte nach Inkubator und Wärmebettchen ein Bettchen mit Himmel, eine Bettdecke und ein Kuscheltier. Das alles war auf der Frühchenstation und sie wurde auch auf der Seite gelagert.
    Ich selbst habe Kinderkrankenschwester gelernt und hätte ich vor 15 Jahren auch nur einen einzigen Säugling auf den Rücken gelegt, hätte mich die Stationsschwester einen Kopf kürzer gemacht. Das war nämlich bei Todesstrafe verboten. Wenn man natürlich schon Fälle von SIDS in der Familie hatte, sollte man natürlich Vorsichtsmaßnahmen treffen. Aber man sollte nicht sämtliche Eltern verunsichern um daraus Profit zu schlagen. Mir sind keine wissenschaftlichrn Studien bekannt, daß ein Schlafsack den Kindstod verhindert. Auch wenn der vergleich ein bißchen blöd klingt, aber habt Ihr schon mal von einer Affenmutter gehört, die ihr Kleines auf einem Nachbarbaum zum schlafen hinlegt und es aus den Augen lässt?
    Hört auf Euren Instinkt, wenn Ihr Euch mit den ganzen Sachen besser fühlt, dann benutzt sie, aber wenn ihr das Gefühl habt, daß Ihr Eure Kinder bei Euch haben wollt, dann ist das genauso richtig. Anstellbetten sind ein guter Kompromiss, falls Ihr Euch unsicher seit. Meistens geben Euch Eure Kinder zu verstehen , was sie brauchen, Ihr müsst nur lernen das wieder zu hören. Aber das geht nun mal nicht über ein Babyfon.
    Liebe Grüße vom Hockfrosch

    antworten
    1. Brina H. 26. Juni 2014 at 0:41

      Du sprichst mir aus der Seele und hast meinen Beitrag verstanden <3 Man will immer nur Eltern zum Kauf verlocken und nutzt die Unsicherheit derbe aus – sowas ist irgendwie eine grausame Entwicklung.

  7. Sockenlotte 25. Juni 2014 at 22:01

    Bei uns hier in der Klinik war es sehr entspannt. Da wurde auch dazu geraten, das Kind mit ins Bett zu nehmen und ich wurde direkt „aufgeklärt“, dass meine mütterlichen Sensoren verhindern, dass ich meinem Kind Schaden zufüge! Das fand ich echt super.

    Ich muss gestehen, wir haben eine Atmungsüberwachung. Unser erstes Kind ist ja noch in meinem Bauch gestorben ohne dass es eine Ursache gab und da hat man dann schlimme Angst. Ohne diese Matte hätte ich wohl selbst kein Auge zugemacht. Die haben mir aber natürlich auch nichts gebracht, wenn das Baby mit bei mir im Bett geschlafen hat. Aber gerade beim Großen damals bin ich oft panisch wach geworden und hab sofort kontrolliert, ob er noch atmet, ob ich nicht meine Decke auf ihn drauf geworfen habe und ähnliches. Ich war viel entspannter, wenn er in seinem Bett lag und die Überwachung an war. Ich war ja selbst tagsüber schon total plemplem. Wenn er unterwegs im Kinderwagen schlief, hab ich die ersten Wochen ständig kontrolliert, ob er noch atmet. Jetzt beim kleinen Räuber war das alles wesentlich entspannter.

    antworten
  8. Anonymous 25. Juni 2014 at 20:46

    Halli Hallo,

    mit dem Tag der Geburt habe ich in der ersten Zeit garnicht geschlafen und habe meine Maus nur beobachtet. Die Schwestern in der Klinik machten einen schon wuschig. Einmal hieß es auf dem Rücken schlafen lassen aber eine ältere Dame meinte, lass sie ruhig auf der Seite schlafen, denn wenn sie spucken kann es abfließen. Auf dem Rücken allerdings können sie sich verschlucken und dran ersticken. Dies bestätigte mir auch eine andere Mutti die mit mir im Zimmer lag und schon ihr zweites Kind bekam. Unsere Tochter schlief also immer auf der Seite natürlich immer einmal links und einmal rechts wegen der Kopfformung. Und bis zum 10. Monat schlief sie auch mit bei uns im Bett. Für uns alle 3 war es immer sehr schön miteinander einzuschlafen und auch aufzuwachen. Hatte mich auch beim Arzt erkundet bezüglich dem plötzlichen Kindstot. Dieser meinte, es tritt meist im 5. und noch mehr im 8. Monat auf. Meist trifft es auch sehr kräftige Kinder und vorallem Jungs, weniger Mädchen. Und natürlich in Umfeld wo geraucht wird und wenig gelüftet. Aber meine persönliche Meinung ist, wenn man sich wohler fühlt, wenn der kleine Spatz neben einen liegt mit im Bett, dann sollte man es auch machen. Und vorallem dreht die Kinder wirklich auf die Seite, denn die Begründung von der älteren Schwester in der Klinik klang für uns einleuchtender wegen sprucken und verschlucken. Alle paar Jahre werden eh neue Studien heraus gegeben und in 10 Jahren ist man eh wieder anderer Meinung. Aber jeder muss seine eigene Erfahrung machen.

    antworten
    1. Brina H. 26. Juni 2014 at 9:13

      Das mit den 10 Jahren stimmt tatsächlich vor circa 30 Jahren war die Bauchlage total angesagt, die heute als Worst-Case aufgeführt wird…

  9. Cherry Blossum 25. Juni 2014 at 19:39

    Ich kann nur zustimmen.
    Als julie unterwegs war und wir das notigste kaufen gingen, standen wir vor der auswahl an babyphonen und waren schockiert über die angst rie eltern vermittelt wird. Kamera uberwachung, so haben sie immer ein auge auf igr kind wird dort gesagt oder mit dieser matte werden sie uber atemausetzer gewarnt. Mein mann und ich waren uns schnell einig das kommt nicgt in frage, wir wollten kein big brother bei unserem kind, wir wollten vertrauen und nichts weiter. Im krankenhaus als unsere kleine dann kam wurde uns ein Bettchen ins zimmer gestellt dieses habe ich nur benutzt wenn ich mal eine runde im flur auf und ab laufen wollte und sie so ihren ersten spaziergang hatte. Sonst war sie nur bei mir im Bett, kuscheln, schmzsen vertrauen schaffen. Zuhause ging es dann so weiter, die kleine ist zu uns ins bett und hat immerunter der eecke mit geschlafen an mich gekuschelt und geschnarcht weil sie sich wohl fühlte. Was gibt es schöneres als sein kind so nah bei sich zu haben.

    antworten
  10. Anonymous 25. Juni 2014 at 18:57

    Hi. Uns ist es leider passiert dass unsere Tochter nach nur drei Wochen am Kindstot gestorben ist. Und ja von diesen Matten habe ich auch schon gehört. Die Bezahlung übernimmt die Krankenkasse. Ja, und was tun wenn wirklich was passiert so deine Frage. Wenn man so eine Sache kauft muss man im Anschluss eine erste Hilfe Kurs für Babys absolvieren. Wir haben auch vor uns das zu holen wenn es wieder soweit ist mit Nachwuchs. Es einmal erlebt zu haben ist schon zu viel . Noch mal könnte ich nicht ertragen. Man hat einfach Angst dass es wieder passiert.
    LG Katrin

    antworten
    1. Brina H. 25. Juni 2014 at 19:44

      Mein herzliches Beileid. Wie schon geschrieben, wenn man so einen Kurs besucht und weiß, was zu tun ist, kann es durchaus hilfreich sein, vor allem bei diesen Erfahrungen…und mein großes Aber steht ja oben 😉 Ich wünsche euch alles Gute!!

    2. Anonymous 25. Juni 2014 at 21:24

      Danke 🙂

  11. House No. 4 25. Juni 2014 at 18:22

    Du sprichst mir aus der Seele. Wir machen es genauso, auch jetzt beim zweiten Kind und schlafen sogar momentan zu viert im Bett 🙂
    Meine Kinder haben vom ersten Tag an im KKH bei mir geschlafen. Ich hoere einfach immer auf mein Bauchgefuehl – oder ist es der Mutterinstinkt? Ich kann doch nicht mein Kind 9 Monate in mir tragen und mit der Geburt von einem auf den anderen Tag ganz alleine in seinem Käfig, äh Gitterbettchen schlafen lassen….

    antworten
    1. Brina H. 25. Juni 2014 at 18:38

      Gerade musste ich etwas schmunzeln: Das Wort Käfig trifft es schon in der Tat, wobei ich mich in der Hinsicht auch also Extrem einstufe, aufgrund meiner Erfahrungen. Ich bin da gleicher Ansicht wie du – es war 9 Monate in uns und dann ist es schon komisch, wenn man es in einen separaten Raum steckt. Ich toleriere aber gerne auch andere Ansichten.

  12. freiflug 25. Juni 2014 at 17:35

    die tollste erfindung finde ich ja immer noch, den teddy der die atmung der mutter simuliert… *augenroll*

    bei zwergnase lief alles sehr entspannt, auch im krankenhaus-ich wurde gefragt ob er in`s eigene bett soll oder ob ich ihn mit zu mir nehmen will… aber es stimmt, es wird viel zu viel geld mit unsicheren eltern gemacht-wenn ich an zwergnases 1.sommer denke- 20€ habe ich für seine 1. sonnenreme ausgegeben :/

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