Wir schreiben Mai 2015 und stehen somit kurz vorm 4. Geburtstag unseres großen Sprösslings. 4 wundervolle Jahre und doch scheint das Kerlchen in den letzten Tagen wie ausgewechselt.

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Früher stand ich oft mit erhobenen Hauptes da und meinte „Also, wenn mein Kind eines Tages sich hinwirft, dann würde ich nicht so gleichgültig wie die da drüben reagieren!“. Ich habe auch gesagt: „Also, wenn mein Kind zu MIR sagen würde, dass ich blöd bin, aber daaaaaaa…“ und ich habe auch gesagt: „Also, ich würde mir doch von meinem Kind nicht auf der Nase rumtanzen lassen, die spinnen wohl!“

Tja und heute sitze ich hier und darf verkünden:

1. Er hat mir gesagt, dass ich eine blöde Mama bin, auch aufräumen ist blöd und Papa und der Regen – eigentlich auch sein Bruder und der Kater – ach und so richtig blöd sind wir, wenn es nicht nach seinem Willen geht.

2. 20 cm haben gefehlt und die Sandkastenschaufel hätte mich am Kopf getroffen – natürlich war es nicht auf mich abgezielt und ich habe einen heldenhaften Sprung zur Seite gemacht, aber er meinte, dass die Schaufel eben blöd sei. Mama muss das natürlich verstehen: „Blöde Sachen wirft man, Mama!“ Ah ja, ist klar – ob er eines Tages Mama wirft, weil sie mal wieder blöd ist?

3. Er will etwas – und bekommt es nicht, okayyyyyyyyy dann schmeißen wir uns emotionsgeladen auf den Boden und brüllen so laut, dass jeder auch genau hinschauen kann.

4. Er ist oftmals nicht mehr mein Freund, also so richtig! „Mama, du bist nicht mehr mein Freund, weil du mich nicht Feuerwehrmann Sam jetzt gucken lässt – nie wieder!“ Mama nimmt diese Drohung natürlich ernst, freut sich aber immer sehr darüber, dass er schnell „Freund und Feind“ vergisst.

5. Er sagt Dinge wie: „Mama, wenn du jetzt nicht sofort in mein Zimmer kommst, dann gehst du heute eher ins Bett!“

6. Wenn das Kindlein mitkommen soll, darauf aber sooooooooooo gar keine Lust hat, gibt es ein lautes „Au Mama, du tust mir weh“ – Der nette Effekt – ich muss ihn dabei nicht einmal berühren.

7. Diesen Punkt könnte man unter „krach, bummmm, pängggggggg, wuäääääääääääääh“ zusammenfassen.

erziehung trotzkopf

Ja, ich habe gesagt, dass ich absolut kein Verständnis für Eltern habe, deren Kinder sich so benehmen – die Wahrheit ist aber, dass ich die Realität gar nicht kannte. Logisch, ich dulde es heute auch nicht, dass er bestimmte Sachen sagt oder tut – doch nun weiß ich, wie Kinder in dem Alter sein können – kleine, außerirdische, freche Lümmel. Das soll auch gar nicht böse klingen, aber ich glaube, dass man die beste Erziehung an den Tag legen kann und doch wird man irgendwann in diese Phase hinein rutschen – ohne es überhaupt zu bemerken.

Ich kann noch nicht einmal eine Patentlösung sagen – ich höre da einfach auf mein Gefühl und das sagt mir, dass mein Weg der ist, ihm sein Fehlverhalten zu erklären und anschließend meine Konsequenz (die schlussendlich auch für ihn eine Konsequenz darstellt) daraus zu ziehen. Natürlich lasse ich mich von einem 4 Jährigen nicht an der Nase herumführen und doch merke ich, dass ich vollkommen anders reagiere, als ich es früher für möglich gehalten hätte. Es ist sogar so, dass ich bestimmte Verhaltensweisen sogar ignoriere.

Er: „Mama, wenn du jetzt nicht mir ein Eis gibst, dann bin ich nicht mehr dein Freund“

– Stille –

Er: Mamaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, ich wiihhiiiiiiiill ein Eis!“

– Stille –

Er schmeißt sich auf den Marktplatz und kickt einen Stein mit dem Fuß weg.

Er: „Maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaammmmmmmmmmmmmmmmaaaaaaaaaa“

– Stille –

Er: „Blöde Mama!“

– Stille –

Er: „Mama?“

Ich: „Ja?“

Er: „Ich will ein Eis!“

Ich: „Du möchtest bitte…“

Er: “ Ich möchte bitte ein Eis“

In der Zwischenzeit sehe ich tuschelnde Damen an uns vorbeigehen und sagen:

„Also, wenn mein Kind sich auf den Marktplatz wirft, dann würde ich nicht so gleichgültig wie die da drüben reagieren!“. Sie sagen auch: „Also, wenn mein Kind zu MIR sagen würde, dass ich blöd bin, aber daaaaaaa…“ und  „Also, ich würde mir doch von meinem Kind nicht auf der Nase rumtanzen lassen, die spinnt wohl!“

Das Ende der Geschicht: Mach es besser oder eben nicht!

Kurzum gesagt: Wir haben es hier mit einer ganz normalen, sehr anstrengenden, äußerst ausgeprägten Phase eines Kindes zu tun, die ganz sicher (toi, toi, toi) auch vorüber gehen wird und so lange sollte man einfach versuchen einen kühlen Kopf zu bewahren  (leichter gesagt, als getan). Im Zweifelsfalle ist es förderlich bei Träumerei oder Anfällen seines Kindes Schlagworte, wie z. B. „Wooooooooooooooooooooow Feuerwehr!“ oder „boahhhhhhhhhhh Flugzeug“ einzubauen (je nach Vorliebe angepasst).

Spaß bei Seite: Es ist wirklich total, verdammt anstrengend und ich komme mir manchmal vor wie die automatische telefonische Uhrzeitansage.

 

<3 Sabrina

 

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ommetar 0.000000e+0

  1. Heike 15. Juni 2015 at 10:12

    meiner ist letzte Woche 7 geworden und es sei dir versichert, es wird nicht besser – nur anders 😉 Aber auch damit geht man um – der eine besser, der andere schlechter.
    Schöne Phasen sind schön, weniger schöne Phasen sind weniger schön. Aber sein Kind liebt man immer!
    LG, Heike

    antworten
  2. Christina 26. Mai 2015 at 12:41

    Wie war das noch?
    Es vollkommen normal, wenn man sein Kind aus dem Fenster werfen will.
    Es ist nicht normal, wenn man es tatsächlich tut.

    antworten
    1. Sabrina 26. Mai 2015 at 13:06

      so ist es 😀

  3. Siehe oben 22. Mai 2015 at 17:23

    Hi,

    so nun habe ich lange überlegt ob ich da was zu schreibe oder lieber nicht.
    Ich versuchs mal.

    Kenne ich auch von unserem großen (mittlerweile 10 Jahre alt). So ca zwischen 3 und 5 war der sehr ähnlich. Und ähnlich wie du hätte ich mir das vorher nicht träumen lassen und stand später ziemlich überrumpelt da. Denkt man doch die berühmte Trotzphase sei so ca mit 2. Und danach nur noch die Pubertät nervenaufreibend. Meine Erfahrung dahingehend ernüchternd. Totzphasen gibts ständig und Grenzen austesten tun die Kinder ständig bis sie ausziehen vermutlich.

    Tipps meinerseits oder Trost?
    Trost wie schon erwähnt, du bist nicht allein. Und nein du hast weder völlig versagt noch ist den Kind deshalb völlig verhaltensgestört.
    Tipps
    ich versuche zu schauen woran es liegt (bei den kleineren Geschwistern). Und dann zu schauen ob ich dies Bedürfnis befriediegen kann oder will. Wenn quasi Herde bestehen, wo es praktisch immer kracht vermeide ich die tatsächlich. Mit groß im Alter von 4 konnte ich nicht einkaufen. Speziell Drogeriemärkte mit diesen teuflsch schnellen Kindereinkaufswagen waren für mich die Hölle. Hieß irgendwann ich bin mit ihm nicht mehr rein gegangen. Das habe ich dann halt erledigt wenn der Papa auch da war. Und Großeinkäufe gehortet. Oder Windeln online bestellt. Worauf ich hin will, nein man muss nicht sein ganzes Leben umkrempeln aber man muss auch nicht jeden Pupskampf austragen. Das tue ich bis heute nicht. Und damit komme ich zum zweiten Punkt. Klingt ein bissel fahrlässig aber das ist es nicht. Letztens war hier Thema, es gebe Eltern, die den Kindern praktisch alles erlauben. Nein das tue ich nicht aber ich erlaube de Facto sehr viel. Ich habe sehr wilde Hummeln, noch dazu Jungs. Und kleine Jungs haben erfahrungsgemäß schlicht viel Temperament und Bewegungsfreude. Früher mal habe ich versucht das einzudämmen. Bin ich schließlich Frau. Und mag es ruhig, friedlich, freundlich, harmornisch etc. quasi das Gegenteil von dem was meine Kinder lieben. Irgendwann habe ich das deutlich reduziert. Als ich gemerkt habe dass ich nur noch ständig NEIN!, Lass das, bitte nicht, sei still, komm her, sei ruhig etc bla bla gesagt habe. Ich setzte Regeln, die sein müssen. Laufrad an der großén Straße nur direkt neben mir. Stopstein, STOP! so Sachen. Ansonsten akzeptiere ich meine Kinder so. Wir sind ständig draußen dort wo sie sich bewegen können soviel als geht, Sportverein und jede Menge Sport/Fuhrparkgeräte sind vorhanden. Und ja, das hilft. Erschöpfte Kinder zanken weniger. Und die Tatsache, dass sie nicht mehr dauernd nein hören lässt ein Nein auch viel wirkungsvoller sein. Daher dosiere ich das sehr wohl. Ich habe mal gelesen das gerade Jungs deutlich mehr Ja !! auf ein Nein brauchen und genauso viel mehr Lob auf Kritik als beispielsweise Mädchen. ABer das steht auf einem anderen Blatt.

    Was mir noch einfällt und das wäre mein einziger Kritikpunkt. Das ignorieren. Ja ich weiß auch negative Aufmerksamkeit ist (GEWÜNSCHTE!) Aufmerksamkeit aber ignorieren geht für mich gar nicht. Auch wenn dann Diskussionen daraus folgen oder nicht das gewünschte Verhalten eintritt. Ich meine ich zeige meinem Baby nicht eindrucksvoll dass ich immer und unabdingbar auf es reagiere um dann meinem Klein oder Schulkind zu zeigen, ich beachte dich nicht, warum auch immer. Ich diskutiere auch über manches nicht. Ist zum beispiel einer meiner großen frech oder vorlaut oder spricht mir einfach zu laut mit mir sage ich schlicht * so rede ich nicht mit dir.* Das verstehen die. Und ich denke das versteht auch ein vierjähriger schon. Ich mag nicht angeschrieen werden. Ich rede lieber mit dir wenn du leiser bist. Sowas ist ok. Aber wenn ich mir vorstelle jemand würde mich ignorieren nur weil ich was tue was er nicht mag, das finde ich auch als Erwachsene gruselig.

    ganz liebe Grüße
    Melanie

    antworten
    1. Sabrina 22. Mai 2015 at 18:15

      Hallo Melanie, man darf sich nicht vorstellen, dass ich es permanent „ignoriere“, aber nachdem ich meinem Kind mehrfach deutlich signalisiert habe *so rede ich nicht mit dir* oder ihm erklärt habe, dass auf den Boden werfen nichts bringt, was soll ich da groß reden? Es hat in dem Moment null Sinn – er ist dann „in seiner Welt“ und ich denke, es hängt da sehr stark von der Situation ab. Ich fahre sehr gut damit, dass ich einfach nicht reagiere, wenn er mich anschreit „ich wiiiiiiiiiiiihillllllll“, natürlich ich dem voraus gegangen, dass er weiß, dass ich dieses Verhalten falsch finde. Und es kommt auch auf die Dosierung an – bitte nicht falsch darstellen – ich ignoriere mein Kind nicht minutenlang, sondern wende mich bewusst ab – er weiß das schon einzuordnen 😀 Übrigens habe ich auch nicht permanent unabdingbar auf ihn als Baby reagiert (zb wenn ich gerade mal auf dem stillen Örtchen saß).
      Den Rest mache ich ebenso wie du – und ich habe genau die gleiche Feststellung gemacht: Ich habe so oft „nein“ gesagt, dass es mir selbst schon aufgefallen ist, genauso wie ich sehr oft ermahnend seinen Namen erwähnt habe – und ich glaube diese Tonbandnummer macht es eben noch viel schlimmer – weil, wenn Mama redet wie ein Buch, dann nimmt man gar nichts mehr ernst.

    2. Siehe oben 24. Mai 2015 at 7:40

      Hi,

      na keine Panik, so hatte ich das auch weder verstanden noch von dir erwarte, dass du dein Kind ständig oder besonders oft ignorierst. Aber unabhängig davon ist das halt das einzige was ich eher nicht tun würde. Was mir noch dazu eingefallen ist, ist ein Film, den ich vor Jahren mal gesehen habe. Der hat zwar vom Titel her nichts mit ignorieren zu tun und auch inhaltlich relativ wenig mit Trotzen oder so aber sehr viel mit Kinderkommunikation. Er heißt Wege aus der Brüllfalle oder so ähnlich. Darin geht es darum wie Eltern mit Kindern reden und wie Kinder das aufnehmen. Kann ich nur empfehlen. Denn wie du schon schreibst, Kinder sind oft *in ihrer eigenen Welt* und nehmen mit dem *dann habe ich schon dass und das gesagt* einfach nichts oder zumindest nicht das was wir wollen auf. Wenn du den Film nirgends findest erzähle ich gern mehr darüber.
      Weiter genau derselbe Schluss auch hier, je mehr man redet in speziell aufgeheizten Situationen, desto weniger kommt an.

      Lg
      Melanie

  4. Saskia 21. Mai 2015 at 19:08

    Oh, das kommt mir so bekannt vor…wir sind mittlerweile bei Tochter Nr.3 (2,5 Jahre alt, sprachlich sehr gewandt ?) in dieser Phase. Noch eine Nummer härter als bei den beiden Schwestern. Schon die Mittlere hatte es drauf, sich vor Wut zu übergeben (innerhalb weniger Sekunden) oder in die Hose zu pieseln. Die Kleinste ist rhetorisch top: „Du blöde Mama, du bist dick und eine dumme Kuh!“. Gerne auch mitten in der Stadt mit Publikum…
    Aber wenn sie mich dann in die Arme nimmt und ganz nass küsst, hab ich das schnell vergessen. Und wenn ich meine beiden „Großen“ (8 und fast 5) anschaue, weiß ich „Alles wird gut!“ ?

    antworten
  5. Christina 21. Mai 2015 at 16:30

    Ich habe zwei Jungen, die sicher bockig sein können, vor allem der jüngere. Wenn er etwas nicht möchte, kann ich mich auf den Kopf stellen! Meistens (falls Zuhause,) schicke ich ihn auf sein Zimmer, und streiche sein Fussballtraining)
    Bringt aber in dem Moment gar nichts, denn sein Dickkopf ist riesig und ihn stört es dann so gar nicht. Er kann dann auch mit 5 Jahren, 45 min auf seinem Zimmer sitzen und keine Einsicht zeigen. In dem Fall ist meine Konsequenz gefragt, irgendwann sieht er es ein und wir sprechen noch einmal drüber. Das Fussballtraining ist dann trotzdem gestrichen, denn irgendwie muss er lernen.
    Ausraster wie hinschmeissen oder Beschimpfungen kenne ich nicht. Ich würde es auch absolut nicht tolerieren. Es sind Kinder und sie müssen wissen zu wem sie was sagen dürfen und ich erwarte als Mama dann doch ein wenig Respekt, auch wenn es vielleicht altmodisch klingt. Ich glaube dann würde es auch einen Klaps auf den Hintern geben, um Grenzen aufzuzeigen, auch im Geschäft. Die Blicke der Leute interessieren mich in dem Moment nicht. Normalerweise rede ich mit den beiden, und diskutiere und erkläre, aber in diesem Fall würde es mir zu weit gehen. Ignorieren ist vielleicht eine Möglichkeit, aber ich selber könnte so ein Verhalten glaube ich nicht ignorieren. Ich glaube nach einem Ausraster mit hinwerfen und schreien würde ich meinen Kinder erklären, dass ich sie beim nächsten mal nicht mehr zum einkaufen mitnehme und es dann auch zumindest einmal durchziehen. (Vielleicht mit Papa im Auto warten lassen, falls möglich.)Allgemein kann man glaube ich gar nicht sagen, wie sich jede Mutter zu verhalten hat, denn jedes Kind ist anders und reagiert auch anders. Ich weiss nur das meine beiden (5 und 9) bei Kindern die schreien und sich hinwerfen, mit weitaufgerissenen Augen und offenen Mündern dastehen und sich das Spektakel anschauen. Dann schauen sie zu mir, ich grinse nur und die beiden grinsen zurück. 😉 Mein Grosser sagte beim letzten mal, „Mama, bei dir würde es so etwas aber nicht geben.“ Sie wissen also wie weit sie gehen dürfen. Den Dickkopf und die Eigensinnigkeit werden sie trotzdem behalten. 😉

    antworten
    1. Sabrina 22. Mai 2015 at 18:25

      Hallo Christina, ich möchte es vorsichtig formulieren – ich toleriere alles, aber nicht, wenn man die Hand über jemanden anderen erhebt EGAL, was er getan hat.

    2. Judith 24. Mai 2015 at 18:18

      Nun muss ich mich hier doch mal kurz zu Wort melden. Sabrina, Du sprichst mir aus der Seele. Meine Jungs (3 und 5) befinden sich irgendwie im Wechsel in dieser Phase. Immer wenn einer sich wieder eingependelt hat, legt der andere los. Ich glaube, dass ich ziemlich strickt und konsequent bin und auch deutlich mache, dass es einfach Grenzen gibt. ABER ist es nicht unsere Aufgabe unseren Kindern beizubringen mit Frust (und kein Eis zu bekommen kann der größte Frust des Lebens sein aus Sicht eines 3,4 oder 5 jährigen) umzugehen und diesen auszuhalten. Wenn meine Reaktion darauf wäre, ihnen einen auf den Hintern zu geben, was bringe ich ihnen denn dann bei. Dass es ok ist zu hauen weil es jemandem schlecht geht und der seine Wut rausschreien muss? Also ich finde auch viele der Vokabeln, die die Kinder so aus dem Kindergarten mitbringen, sehr unschön. Aber wenn ich sie dann frage, was das heißt und warum ich denn blöd bin, dann können sie das gar nicht zuordnen. Empathie ist diesem Alter sehr viel verlangt. Geduld und hin und wieder mal lieber weghören der Erwachsenen erscheint mir da alltagstauglicher und vor allem für alle Nerven sehr viel entspannter.
      Daher könne wir uns doch alle in guter Gesellschaft wissen, das schreiende und tobende Kind an der Supermarktkasse und sonst wo toben lassen, es dann in den Arm nehmen und uns allen die Daumen drücken, dass die Ansage „Kinder bekommen ohne Geschrei definitiv öfter ein Eis“ auch bei unseren Kindern irgendwann ankommt.
      Ich fühle mit Euch und freue mich immer, hier die Geschichten meines Alltags so nett geschrieben wiederzufinden.
      Judith

  6. NathalieK 21. Mai 2015 at 12:21

    Schön geschrieben – und kommt mir unheimlich bekannt vor… mein Großer kann mich in den Wahnsinn treiben! Mit Humor kommt man da am besten weiter. Ich habe früher übrigens auch meinen Kopf über andere Mütter geschüttelt. Darüber hatte ich mal hier https://ganznormalemama.wordpress.com/2015/03/17/10-dinge-die-ich-uber-mamas-dachte-bevor-ich-selbst-eine-wurde-und-alles-revidieren-musste/ geschrieben. Was sich nicht alles ändert, wenn’s die eigenen Mäuse sind… 🙂

    antworten
  7. Lafayette.! 21. Mai 2015 at 12:16

    Und mitten ins Schwarze. 😀
    Wie vielen anderen Mamis geht es mir da ähnlich. Noch liegt dieses „Problem“, was ja eigentlich kein Problem ist sondern eine normale Entwicklungsstufe eines Kindes, in ferner Zukunft. Gut so fern auch nicht mehr, unsere Kleine wird jetzt zwei Jahre!

    Es wird gewiss solche Situationen geben und mir den Schweiß auf die Stirn treiben, aber mehr weil ich Angst vor außenstehenden Kommentaren habe als vor dem Konflikt mit meinem Kind.
    Ich habe mich selbst schon dabei ertappt, anderen Müttern missmutig zu zu zischen und das OBWOHL ich noch gar keine Mutter war. Ja – das sind meistens die Schlimmsten! Mit dem „Muttersein“ haben sich meine Ansichten verändert und auch meine Denkweise…Mehr Toleranz für liebende Mütter wünsche ich mir! 🙂

    antworten
  8. Mona 21. Mai 2015 at 11:26

    Danke danke danke für diesen Beitrag, der mir zeigt, dass es nicht nur nur so geht!!!!! 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂
    Liebe Grüße,
    Mona mit außerirdischem Dreijährigen

    antworten
  9. Sandy Fiedler 21. Mai 2015 at 11:22

    Der Artikel trifft´s genau, wir haben diese Phase jetzt grad mit unserer 3-jährigen und am Ende sagt sie immer: „Mama, ich habe dich doch lieb und du bist mein Freund!“ 🙂 Es kann nur besser werden. Ihr habt trotzdem alles richtig gemacht bei der Erziehung 😉

    antworten
  10. Christina 21. Mai 2015 at 7:43

    Dieser Artikel spricht mir aus der Seele!!!!! Mein Kind ist aber erst 3, ich hatte gehofft mit 4 ist alles wieder vorbei *schnief*. Letzens kam erst ein Beitrag im Fernsehen dazu, die Psychologin meinte, man sollte dem Kind erklären , wieso es jetzt keine Gummibärchen darf usw…..ja ja….keine Chance, mein Kind zumindest macht sofort dicht und brüllt nur noch….

    Bin aber trotzdem froh, dass ich damit nicht alleine da stehe, das ist für mich ein Trost 🙂

    antworten
    1. Sabrina 21. Mai 2015 at 8:12

      Hier das Gleiche: Paul hört in solchen Momenten dann gar nicht zu – da zählt dann nur sein Wille.

  11. Sarah 21. Mai 2015 at 7:37

    Ich bin auch gerade am verzweifeln meine Maus zeigt das gleiche Verhalten, sie ist doch eine Tolle. Aber zu Zeit könnte ich sie ständig auf den Mond schießen.

    antworten
    1. Sabrina 21. Mai 2015 at 8:13

      Ja, sie sind toll – das ist nur irgendwie manchmal im „Verborgenen“. Manchmal stehe ich wirklich da und denke mir, dass es so gar nicht mein Kind ist…

  12. Mamawerk 21. Mai 2015 at 6:47

    Also das ist eine schwieriges Thema, ich habe 3 Jungs 9/5/3 und ein Patentrezept kenn ich auch nicht, diese Phasen kommen immer wieder *grrr* wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Das Zauberwort heißt Ausdauer und Kosequenz, auch wenn ich es selber manchmal nicht mehr hören kann. Ich spreche Verbote nur aus wenn ich auch die Kraft habe sie umzusetzen. Wenn es.mir zum Beispiel nicht gut geht, dann beiß ich mir.auch mal auf.die Zunge und lass etwas mehr durchgehen, mit der Info- das ist eine Ausnahme. Beispiel an einer Bekannten ( Namen geändert) Vivi nein, Vivi, Vivi mach das nicht und Vivi macht es.doch! Thema erledigt, die Mutter geht zur Tagesordnung über. Was lernt das Kind? Lass sie reden. Ich bin Kursleiterin für Baby und Kleinkinder/Eltern- Kind – Schwimmen. Es ist schwierig mit anzusehen, das ganz viele Eltern keine Grenzen.aufzeigen. Dabei geben diese Sicherheit, auch wenn Mama kurze Zeit „blöd“ ist, ganz schnell kommt ein ich hab dich lieb hinterher. Das ganze Leben besteht aus Regeln /Normen und Werten und wenn das von Klein auf weitergegeben wird, dann ist eine Basis für das soziale Miteinander geschaffen.“Was Hänschen nicht lernen lernt Hans nimmer mehr.“ Das heißt nicht das meine Kinder immer lieb sind. Auf keinen Fall -schade eigentlich, aber so ist es. Fehlverhalten ignorieren das finde ich persönlich nicht so hilfreich. Ich hab es auch versucht, aber für mich war das nichts. Zum Thema Eis: Wenn wir im Auto.sitzen besprechen wir schon immer was wir kaufen wollen. Jeder muss mithelfen, der eine holt den Tee,.der andere die Tomaten usw. Nach dem.Motto – beschäftige deine Kinder oder sie beschäftigen dich. Hinterher darf sich jeder etwas aussuchen was er gerne ißt. Und wenn mal eine kritische Phase gibt, dann hilft ein Belohnungskalender. Die Regeln werden vorher besprochen und wenn alles gut geklappt hat, gibt es.am nächsten Morgen einen Aufkleber. Bei 20 Aufkleber gibt es dann eine Belohnung in.Form eines.Ausflugs oder oder oder. Das zieht bei uns selbst noch bei dem Großen. Buchtipp: Das Glücklichste Kleinkind – es ist zum Teil richtig lustig geschgeschrieben und bringt einen die Sicht eines Kleinkindes ( Kindes) näher.

    LG lässt dir da – Frau Mama;-)

    antworten
    1. Sabrina 21. Mai 2015 at 8:17

      Hallo Frau Mama, im Prinzip mache ich alles exakt wie du: Konsequenzen – aber nur, wenn ich sie tragen kann und dann auch durchziehen kann. Aufgaben, Belohnungspunkte sammeln und und und, aber – und das wollte ich hier ganz deutlich sagen – es ist EGAL wie man es macht, es kommt der Tag und dein Kind legt ein Fehlverhalten an den Tag. Im Punkte ignorieren sehe ich es etwas anders als du. Bestimmte Sätze und Verhaltensweisen ignoriere ich einfach, da ich genau weiß, dass jede Diskussion zu nichts führen würde. Ich geh auf ein forsches „Ich will jetzt das und das“ nicht ein, weil es meinem Kind zeigt, „oh ha – sie reagiert nicht, wenn ich mit ihr rede, als wäre sie eine Gleichaltrige“. Genauso bringt es mir nichts wenn Paul sich auf den Boden schmeißt daneben zu stehen und auf ihn einzureden – das Einzige, dass da wirklich zieht: Stehen bzw. liegen lassen und demonstrativ ignorieren.

  13. piepselwerkstatt 21. Mai 2015 at 6:44

    Hinwerfen habe ich zum Glück noch nicht erlebt *?*, aber Gebrülle und ständiges Weggerenne im Geschäft kenne ich auch zu gut…. Nette Worte für gaffende und kopfschüttelnde Leute sind dann: SIE hätten ihrem Kind früher sicher gleich eine gescheuert oder? Die fassungslosen Gesichter sind dann ein großer Spaß ???. LG Mari

    antworten
  14. Susi 21. Mai 2015 at 6:06

    Oh ja. Da kann ich ein Lied von singen. Allerdings hält die „Phase“ nun schon seit fast 2 Jahren an, mit einigen Höhen und Tiefen. Meine Tante sagte mal zu mir, als ich ihre Meinung wissen wollte, ob wir was „falsch“ gemacht haben „So sind sie alle. Und das „schöne“ daran ist, es wird nicht besser, es wir nur anders, je älter sie werden“.
    Mich Regen nur die Eltern auf, die dann meinen „also mein Kind würde sowas niiiiiieeeee machen…“, weil sie es nicht sehen wollen, oder nicht wollen, dass andere sehen, dass es ihnen auch so geht. Hab da ne Bekannte, die ständig über ihr Kind meint: “ das muss sie von der und der, oder von dem und dem haben. Das es auch einfach manchmal das kleine Menschlein selbst ist, die einfach so ist, wie sie ist, das will sie bis heute nicht sehen.
    Liebe Grüße.

    antworten
  15. Stefanie 21. Mai 2015 at 5:37

    Dazu fällt mir dieser schöne Spruch ein: Auch wir waren die perfekten Eltern, bevor wir Kinder bekamen…
    LG Stefanie

    antworten
  16. Claudia Nimmrichter 21. Mai 2015 at 5:21

    Ja, ich kenne das auch. Es ist jetzt schon ein paar Jährchen her, aber besonders unser großes Kind hatte eine stark ausgeprägte Trotzphase. Er hat sich auf den Boden geschmissen und mit dem Kopf immer wieder auf den Boden geschlagen. Da half auch nur ignorieren. Übrigens hat sein Papa das auch gemacht und unser Enkel in ezwas abgemilderter Form. Geht alles vorbei.
    Liebe Grüße
    Claudia

    antworten
  17. Andrea 20. Mai 2015 at 23:03

    Hihi, mein Mantra seit 29.08.2006 und 19.05.2008 lautet: “Es ist alles nur eine Phase!“
    Und wenn die eine Phase rum ist, schlittert man direkt in die nächste.
    Aber hey, ich habe sowas von tolle Kinder, das sollen mir „die Anderen“, welche glotzen und reden erstmal nachmachen! *ichbinsoverdammtstolzdiEmuttermeinerkinderzusein*

    Liebe Grüße
    Andrea

    antworten
  18. Wolke 20. Mai 2015 at 22:33

    *das kann ich gepflegt so unterzeichnen!* Das Wolkenkind ist zwar erst etwas über 2, aber steckt gerade ordentlich in der Trotzphase fest. Und da er meistens wirklich ein Engel ist, kann ich auch fast nicht klagen bzw. im „Ernstfall“ ganz entspannt bleiben und (für meine Begriffe) angemessen reagieren. Beispielsweise ist Wut (auf Mama, weil sie 》Nein《 gesagt hat, wirklich schwer zu verarbeiten und derzeit 3in großes Thema. Denn wenn man so klein ist, woher soll man wissen, was diese Gefühle plötzlich anrichten? Dann haut er gerne mal um sich und weint dicke Krokodilstränen. Aufstampfen hilft und danach einmal feste Drücken und Kuscheln. Und ich erkläre ich ihm dann auch, warum man nicht Hauen darf… Das ist wichtig und ich denke, dass Kinder mit einer kurzen Besprechung in Ruhe, später besser und leichter aus bestimmten Situationen herauskommen. Also bei uns klappt das ganz prima und somit ist das alles kein Ding… Bis er abends ins Bett soll…. Was soll ich sagen… Außerirdisch! 😀 Da bin ich zurzeit echt froh, wenn mein kleines Monsterli endlich im Schlummerland angekommen ist. 🙂
    Liebe Grüße aus Halle ♡ Wolke

    antworten
  19. Bine 20. Mai 2015 at 21:57

    Bitte alles einmal durch Emma ersetzen und ja es ist sooooo verdammt anstrengend. Und auch schön wenn sie nach der anstrengendensten Phase Ever wieder in den Arm genommen werden will. ?

    antworten
    1. Ilona 21. Mai 2015 at 11:39

      Spätestens bei dem AUA konnte ich das Grinsen in meinem Gesicht nicht mehr kontrollieren, so bekannt kam mir das alles vor. Meiner ist zwei einhalb. Und setzt das alles auch schon um. Und ich genieße die Ruhe zwischen den Phasen.
      Gruß, Ilona

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