Ich bin gerne Frau. Ich liebe es mich hübsch zu kleiden, mir die Nägel maniküren zu lassen, mich zu schminken. Ich gehe unheimlich gerne shoppen, liebe es die Haare frisiert zu bekommen, Bücher zu lesen, schmalzige Romane anzusehen, zu telefonieren. Ich liebe es laute Musik im Auto zu hören, hin und wieder fahre ich gerne schnell. Ich gehe gerne essen, könnte morgens niemals Mensch sein, wenn ich meinen Kaffee oder Cappuccino nicht in aller Seelenruhe genießen kann. Ich lasse mich gerne von meinem Mann ausführen, ich freue mich, wenn er mich überrascht, zum Essen ausführt und wir hin und wieder einen kinderlosen Tag oder ein Wochenende ohne Kinder genießen können. Ich würde eingehen, wenn ich nicht die Arbeit als Ausgleich zum Mamaalltag hätte. Ja, manche würden wahrscheinlich sagen, dass ich eine kleine Tussi bin.

richtig: neutraler Hintergrund und damit den Fokus auf das Modell lenken

Aber…

Ich bin gerne Mutter. Ich liebe es die Kinder um mich zu haben, ich koche gerne für und mit ihnen, ich liebe es mit ihnen zu kuscheln, sie beim Größerwerden zu begleiten und gemeinsame Meilensteine zu erleben, ich freue mich über jeden einzelnen Tag und hätte es mir nie träumen lassen, dass Kinder mein Leben so erfüllt machen könnten. Seitdem ich Mama bin, kenne ich keine lange Weile mehr und freue mich auf jeden neuen Tag voller Entdeckungen und Erlebnisse. Die Welt ist nicht nur viel bunter, sondern auch in ganz andere Sphären verrutscht, seitdem ich Mama bin.

Auch…

Jeder kleine Schritt in meinem Leben ist überdachter als zuvor. Entscheidungen, die man früher spontan getroffen hat, werden heute abgewogen. Probleme, die früher keine waren, sind heute welche und Zeit, die man früher hatte, gibt es nicht mehr. Seitdem ich Kinder habe, weiß ich was Sorge bedeutet und ich weiß, was es bedeutet ständig das Gefühl zu haben verantwortlich zu sein.

kinder aufnahme canon 1200d

Deshalb…

Gerade deshalb liebe Mamas, ist es wichtig, dass ihr hin und wieder nur an euch denkt. Verantwortlich sein kann nur jemand, der sich nicht völlig aufgibt für die Kinder. Eine ausgeglichene Mama kann nur jemand sein, der auch links und rechts von den Kindern noch ein bisschen Zeit für sich als Frau findet; der sich und den Partner als Paar und eingeschworene Einheit nicht vergisst. Eine selbstbewusste Mama wird nur die sein, die sich selbst liebt, mit sich im Reinen ist und es genießt auf der Welt zu sein.

maxmorra mama

Also!

Viel zu oft beobachte ich Mütter, die sich voll und ganz ihren Kindern hingeben, aber dabei eines außer Acht lassen: Sich selbst! Sie hetzen sich für die Kinder ab, kennen nur Kinderthemen, würden niemals das Haus ohne Kind verlassen und schon gar nicht darüber nachdenken, was sie anziehen oder ob sie sich die Haare frisieren. Dafür fehlt ihnen ohnehin die Zeit.

Ich frage mich dann immer, wie es solchen Mamas in ein paar Jahren gehen wird? Wie werden sie aussehen und was machen sie bei der zunehmenden Selbständigkeit ihres Kindes? Eines Tages werden die Kindchen aus dem Haus sein und dann ist man mit großer Wahrscheinlichkeit 18-20 Jahre gealtert. Es lässt sich leicht sagen: „Das Frausein hole ich später nach“, aber tut man das dann auch wirklich? Ich bezweifle es!

Eure Kinder und Männer werden es euch danken, wenn ihr euch selbst nicht für die nächsten 20 Jahre auf das Abstellgleis stellt. Denn außer Mamas seid ihr noch viel mehr: Frauen!

Lackiert euch die Nägel, wenn euch danach ist. Zieht euch schön an oder trefft euch mit euren Freundinnen. Gönnt euch einen Abend nur mit dem Partner. Geht einmal gemeinsam Essen und trinkt einfach 30 min euren Kaffee ohne Kindergeschrei von links und rechts. Auch eine Massage kann Wunder wirken – euer Körper, euer Gemüt und vor allem eure Familie wird es euch danken!

<3 Sabrina

 

 

 

Werbung

ommetar 0.000000e+0

  1. Sandra Wagner 27. Dezember 2015 at 23:37

    Wie recht du hast, bei mir ist dieses Jahr so viel passiert das ich mich total vergessen hab. Durch die stress und die Sorge um meinen Mann und das unsere Tochter das nicht allzu sehr mitbekommt. Man sollte sich die Zeit nehmen um wieder Kraft zu tanken und sich selbst zu stärken. Dein Text ist einfach nur toll, und spricht mir grad aus der Seele.

    Danke

    antworten
  2. karla 24. Juli 2015 at 9:43

    Hallo,

    die Grundaussage des Artikels find ich wunderbar. Als Mutter noch für das eigene Refugium sorgen. Ich würde es aber Mensch sein und nicht Frau sein nennen. Bei dir sind es vielleicht diese typisch weiblichen Sachen, wie Nägel lackieren, die du am Ende vorschlägst. Bei mir ist es Kampfsport und manche Mütter haben sich auch vorher nicht frisiert, einfach weil sie keine Freude daran haben und es ihnen nicht wichtig ist. Ich finde, wir sollten aufpassen, dass wir jetzt nicht anfangen die Latte noch höher zu setzen, in dem wir zu den Ansprüchen, die die Gesellschaft ans Mutter sein hat, noch dir perfekte Frisur hinzufügen.

    antworten
    1. Sabrina 25. Juli 2015 at 17:59

      Ja Karla, das stimmt – Mensch sein wäre das bessere Wort – in dem Sinne habe ich das Frau sein auch mit „Mensch sein“ assoziert.

  3. Lafayette.! 14. Juli 2015 at 9:41

    Hallo liebe Mama’s²,

    ich denke auch hier ist es wie mit vielen Dingen im Leben; ein gesundes Mittelmaß zu finden ist das A. & O.!
    Sicherlich fällt es einigen Mamas schwer, aber es zahlt sich mit der Zeit aus auch mal an sich zu denken. Nur weil man sich selbst zeitweise in den Vordergrund stellt, heißt das nicht, dass man gleich egoistisch ist. Dieses Denken muss aus den Köpfen „verschwinden“.

    Ich selbst handhabe das ganz einfach, 50/50!
    Es gibt Tage da zählt nur der kleine Spatz, es gibt aber auch Tage, da konzentriere ich mich auf mich selbst. Da ist es natürlich hilfreich einen Partner zu haben…Und auch der sollte nicht zu kurz kommen. Auch hier gibt es Familien Tage und Tage die nur für uns zwei sind!

    So können wir „gestärkt“ und „neu motiviert“ wieder in das Elternsein starten – das bewirkt wahre Wunder!
    Toller Artikel 🙂

    Liebe Grüße Lafayette.!
    twofacedlafayette.blogspot.de

    antworten
  4. Michaela 13. Juli 2015 at 7:54

    Sehr viele wahre Worte! Man ist nur dann eine zufriedene, gute Mutter und weiterhin tolle Frau wenn man auch ab und zu an sich selber denkt, sich pflegt und umsorgt und sich ab und zu mal was Gutes tut! 🙂

    antworten
  5. bibi 12. Juli 2015 at 16:33

    Wie wahr!!!

    antworten
  6. Charla 11. Juli 2015 at 19:30

    Liebe Sabrina. Ich denke oft das Gleich, wenn ich andere Mamas beobachte. Leider tappe ich selber zu oft in die gleiche Falle. Lg Charla

    antworten
    1. Sabrina 12. Juli 2015 at 18:51

      Hallo Charla, ich glaube es ist normal – manchmal haben wir hier auch Tage und Wochen, an denen man selbst einfach ganz hinten ansteht und dann irgendwann merkt, dass so ein bisschen freie Zeit oder einfach mal ein bisschen Ruhe Balsam für die Seele wäre…

  7. Christina 10. Juli 2015 at 20:54

    Danke!
    Schlicht und einfach: Danke!

    antworten
  8. Anne 10. Juli 2015 at 19:54

    Ein schöner Post mit ganz viel Wahrheit!!

    Ganz lieben Gruß Anne

    antworten
  9. Dorri 10. Juli 2015 at 19:14

    Du sprichst mir aus der Seele!

    antworten
  10. Anja D. 10. Juli 2015 at 18:59

    Du sprichst mir damit absolut aus der Seele. Genauso sehe ich es auch. Wie Du gönne ich mir ab und an eine kleine Auszeit und 1x im Monat ein Essen zu zweit mit meinem Mann. Ich brezel mich ab und zu auf und genieße es auch mal mit den Mädels unterwegs zu sein und NICHT über Mama-Themen zu sprechen. Und genau so soll es sein.
    Danke, liebe Sabrina, dass Du es einfach mal auf den Punkt gebracht hast!

    antworten
  11. Rachel 10. Juli 2015 at 18:46

    Um einfach mal in diesem Moment nicht Mami zu sein, sitze ich im Bett und lese ein spannendes Buch von Sebastian Fitzek und genieße es in vollen Zügen. Das mache ich viel zu selten!!!

    antworten
  12. Andrea 10. Juli 2015 at 18:34

    Hihi, also unter Tussi-Sein verstehe ich aber was anderes! 😉 Ich bin da absolut bei dir, ich brauche auch ab und zu Zeit für mich, sei es an der Nähmaschine, beim Friseur, mit meinen Mädels im Kino oder Restaurant, bei Geburtstagsfeiern, mit meinem Mann einen Abend allein etc. Das tut gut! Und ich weiß, dass es auch unseren Kindern gut tut – mal Zeit allein mit Papa oder bei Oma und Opa oder der Patentante zu verbringen. Und was ich auch nicht missen möchte: Meinen „kleinen“ Job. Die Minimaus ist zwar noch nicht im Kindergarten, aber Dank der weltbesten Oma kann ich einmal wöchentlich vormittags arbeiten und ganz ehrlich, es tut wirklich gut, welche Wertschätzung man da erfährt, das ist schon was anderes als daheim Haus und Hof in Ordnung zu halten und zu kochen 😉 Jeden Tag und dafür die Maus frühzeitig in den Kindergarten zu geben, hätte ich mir allerdings nicht vorstellen können, das kommt dann, wenn sie drei ist auch noch früh genug, denn da bin ich eine egoistische Mama so klein sind sie nur jetzt 😉

    antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.