Am letzten Januarwochenende waren wir als und für Mamahoch2 auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Einen ganzen Tag lang haben wir uns die Spielzeugneuheiten für 2016 angesehen, mit Ausstellern gesprochen und viele Eindrücke und Erfahrungen gesammelt. Darüber möchten wir euch heute berichten und außerdem Bloggern noch einige Tipps für einen gelungen Messebesuch geben.
Titel Spielwarenmesse

Zunächst sei einmal gesagt, dass die Nürnberger Spielwarenmesse für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich ist. Dank der Einladung von mehreren dort ausstellenden Firmen konnten wir die Messe jedoch als Mamahoch2 besuchen. Durch unser Presseticket (muss zusätzlich beantragt werden) war es uns darüber hinaus überhaupt möglich Fotos für euch zu schießen.

Blogger, die gerne einmal auf eine Messe möchten, geben wir also folgenden Tipp: Wichtig ist 1. Firmen oder andere Kontakte zu haben, um bei nichtöffentlichen Messen eingeladen zu werden und 2. sich ein Presseticket zu sichern (wenn man Fotos machen möchte).

Warum sollte man als Blogger überhaupt auf eine Messe gehen?

Diese Frage können wir wohl nur für uns beantworten. Für uns stand es im Vordergrund die Firmen in „natura“ kennen zu lernen, mit denen wir sonst regelmäßig zusammen arbeiten. Endlich bat sich die Gelegenheit mal etwas ausführlicher sprechen zu können und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wer hinter dem Unternehmen steckt und letztendlich natürlich auch, ob die Chemie stimmt. Gewiss kann man auch versuchen ganz neue Kontakte zu knüpfen. Es ist jedoch immer notwendig vorab Termine auszumachen und dafür braucht man oft auch entsprechendes Vitamin-B. Bei anderen (öffentlichen) Messen kann man durchaus auch hingehen, um sich einfach Eindrücke und Ideen zu verschaffen. Was in Nürnberg aber nicht der Fall war, da es wie erwähnt rein um Spielwaren ging.

Unsere Tipps

Wo wir bei Terminen sind, folgt direkt der nächste Messetipp: Plan dir nie zu viele Termine ein. Wir hatten 2 fixe Termine und ein ganzer Tag war gefüllt, da wir natürlich auch die Messe selbst nebenbei noch anschauen wollten und uns vorgenommen hatten kein 30-Minuten-Speed-Dating mit dem jeweiligen Kooperationspartner abzuhalten 😀 Es ist wirklich anstrengend und gerade die Spielwarenmesse in Nürnberg ist riesig. Wir sind über 12 Hallen abgelaufen und waren am Ende des Tages wirklich reizüberflutet.

Wir zu Besuch bei brio.
Wir zu Besuch bei brio.

Spielwarenmesse (3)

Da sich Mamahoch2 inzwischen übrigens selbst trägt, haben wir für dieses Jahr auch eine strenge Auswahl an Kooperationen getroffen. Du hast es vielleicht schon gemerkt, dass wir kaum noch Fremdwerbung zu Spielwarenherstellern oder anderen Firmen posten und das soll auch so bleiben. In Zukunft findest du hier wohl nur noch sehr ausgewählte Produktempfehlungen. Einer unserer größten Erkenntnisse auf der Messe war übrigens, dass sich Firmen von der Verwerblichung der Blogs ebenso gestört fühlen. Das mag zunächst widersprüchlich klingen, aber beim genauen Betrachten ist es logisch, denn wer mag schon neben 20 Konkurrenten umworben werden?

Eine Erkenntnis

Uns selbst bat sich noch eine zweite, weitaus bedeutendere Erkenntnis. Wir schlenderten wirklich alle Hallen ab und vom Erstaunen, über süß, kam auch das Erschrecken. In der „Chinahalle“ in der fernöstliche Firmen ihre Spielwaren ausstellten, begrüßte uns schon am Eingang ein penetrant chemischer Geruch nach Weichmachern. Alles war bunt, schrill und aufregend. Wir wollten eigentlich nur eines: schnell aus dieser Halle wieder raus – so etwas passt nicht zu uns persönlich und nicht zu Mamahoch2. Wir können aus heutiger Sicht wirklich sagen, wie gut wir es in Deutschland haben, mit all den Produktvorschriften und Kennzeichnungspflichten. Ganz ehrlich? Das was dort in der Best of China Halle ausgestellt wurde, würden wir mit keinem guten Gefühl in die Hände von kleinen Kindern geben können, geschweige denn es selbst anfassen.

Den Kontrast dazu bot uns die Halle mit dem Holzspielzeugausstellern. Wenn wir gerade darüber schreiben, wird uns direkt warm ums  Herz. Man kommt in die Halle und alles erscheint warm, ruhig und etwas unaufgeregter. Man nimmt sich Zeit, schlendert, bewundert die Produkte und uns wurde ganz schnell bewusst: Das ist Mamahoch2, das sind wir, hier wollen wir bleiben. Es ist nicht verwunderlich, wenn wir jetzt erzählen, dass wir in dieser Halle fast den ganzen Tag verbracht haben.

Spielwarenmesse (1)

Zum einen lag das natürlich auch am ganz netten Termin mit Ostheimer. Mit Ostheimer arbeiten wir schon ein Jahr zusammen und für uns ist das eine richtige Herzensangelegenheit. Hinter der Firma verbirgt sich eine Stiftung. Hier geht es nicht um Gewinn und noch mehr Gewinn, sondern alles „Übrige“ fliegt sozialen Projekten zu Gute. Im Unternehmen werden mehrere Menschen mit Behinderung beschäftigt und erhalten damit die Chance ein ganz normales Arbeitsleben zu führen. Es gibt dort keine automatisierten Maschinen, die alles schleifen – nein, hier sitzt noch ein Mensch (es sind sogar viele Menschen) an der Werkbank und gibt den süßen Figuren ihre Form und Farbe und das alles nicht irgendwo auf der Welt, sondern hier bei uns in Deutschland.

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Ostheimer hat sich richtig viel Zeit genommen und uns sogar weitere Firmen vorgestellt. Es war so toll und an dieser Stelle möchten wir noch einmal ein ganz großes Danke ausdrücken. Für uns ist es keine Selbstverständlichkeit, dass man sich die Mühe macht uns Firmen vorzustellen und es ist auch keine Selbstverständlichkeit, dass man mit uns so offen über das Bloggen oder seine Wünsche (an Blogger und im Bezug auf Kooperationen) spricht als Firma. Wir hoffen, dass es auch für Ostheimer eine kleine Win-Win-Situation war und freuen uns auf kommende Projekte. DANKE

Spielwarenmesse (7)

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Sich vorstellen

Natürlich waren auf der Messe auch noch viele weitere namenhafte und auch unbekannte Hersteller von Spielwaren vertreten. Wie bereits erwähnt ist es mit Terminen immer besser, allerdings sind wir trotzdem auch spontan mit einigen Ausstellern ins Gespräch gekommen. Wir selbst haben so einen neuen Kontakt herstellen können. Wenn euch also etwas besonders interessiert, geht ruhig auf die Firmen zu. Am besten bist du vorbereitet, wenn du Visitenkarten und dein Mediakit (hier erfährst du alles dazu) dabei habt. So kannst du sofort einen Überblick über deinen Blog geben und die wichtigsten Fakten erläutern. An dieser Stelle ist natürlich auch etwa realistische Selbsteinschätzung nötig. Du solltest dir immer bewusst sein, dass dort mehrere Blogger nach möglichen Kooperationen fragen und darauf bezogen deine Chancen und die Vorzüge deines Blogs ausloten. Wichtig ist vor allem eines: Du solltest wissen, was deinen Blog von anderen unterscheidet und warum ausgerechnet mit dir eine Kooperation lohnenswert wäre.Spielwarenmesse (4)

Unser Fazit

Abschließend können wir sagen, dass wir erst einmal geplättet waren, von der Größe der Messe, der Auswahl der Spielsachen und der Anstrengung, die so ein Tag auf der Messe mit sich gebracht hat. Wir haben sogar unseren Einchecktermin im Hotel verschoben, um uns nichts entgehen lassen zu müssen.  Wir hätten wohl einen Schrittzähler mitnehmen sollen, um genau zu wissen, wie viele Kilometer wir an diesem Tag gelaufen sind. Es war einfach nur Irre. Der Tag war ein tolles Erlebnis und wir hoffen, du hast einen Einblick von ihm erhalten. Im nächsten Jahr, denn es steht für uns fest, dass wir unbedingt wiederkommen möchten, werden wir wohl ein ganzes Wochenende für die Messe einplanen.

Spielwarenmesse (12)

 

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  1. Anna G 8. Februar 2016 at 12:25

    Wow, da hattet ihr sicher ein spannenden Tag. Auch wenn euch die „Chinahalle“ nicht gefiel, es ist doch irgendwie klasse, dass dort einfach alles zu finden ist 🙂

    antworten
  2. Laura 8. Februar 2016 at 11:24

    Hallo!
    Ein ganz toller Bericht, so schön bunt an so einem grauen Montagmorgen 🙂

    Eine Frage: könnt ihr mir bitte verraten, von welcher Firma diese bunten Spielhäuser sind? (4. Foto von unten) Die sehen klasse aus !!

    Danke und liebe Grüße

    antworten
    1. Sabrina 8. Februar 2016 at 12:07

      Hallo Laura, das ist Helga Kreft und du hast recht – die sind genial!

  3. Nadja 8. Februar 2016 at 9:49

    Hallöchen,

    was für ein anstrengender, aber auch gelungener Tag!
    Da ihr das Thema Werbung ansprecht, würde mich interessieren, warum ihr auf eurem Blog Werbung für „Shineside“ macht. Zumindest kommen immer die Banner, wenn ich auf eurer Seite bin. Von diesem Internetshop hört man ja sehr geteilte Meinungen und mich würde interessieren, ob ihr da schon Erfahrungen mit gemacht habt.
    Ach ja und eine Frage direkt an Sabrina: Ich finde die Bluse, die zu zur Messe trägt genial! Hast du sie selbst genäht??????

    Viele Grüße

    Nadja

    antworten
    1. Sabrina 8. Februar 2016 at 10:14

      Hallo Nadja, die Anzeigen, die du siehst sind Googlewerbeanzeigen und diese richten sich nach dem jenigen, der unsere Seite aufsucht. Ich denke, dass du in letzter Zeit wohl viel über Sheinside gelesen hast oder dich für Mode interessierst? Google „liest“ das Nutzerverhalten eines jeden Nutzers aus. Auf deinem PC werden Daten gesammelt und daraus dein Suchverhalten studiert. Bei mir kommen bspw. dort keine Sheinsideanzeigen sondern Nähmaschinen 😀

      Die Bluse ist nicht selbst genäht sondern von 77onlineshop

  4. Sandra Roos 8. Februar 2016 at 9:42

    Danke für euren Erfahrungsbericht. Ich kann mir gut vorstellen, dass es ein anstrengender aber erlebnisreicher Tag war.
    Ostheimer liebe ich auch sehr, gerade weil bekannt ist, wieviel Detailliebe und Gemeinschaftssinn in jedem einzelnen Produkt steckt. Das wäre immer mein erster Anlaufpunkt.
    Herzliche Grüsse, Sandra

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