Hallo Ihr Lieben,
Mensch, wie schnell die Zeit doch raßt. Mein Sohn ist jetzt schon seit einem halben Jahr in der Schule und hat jeden Tag eine kleine Menge an Hausaufgaben auf, die er mal mehr, mal weniger gerne macht.

IMGP4748
Genau diese schulische Begleiterscheinung hat mich schon vor der Einschulung einiges an Bedenken gekostet, denn: Wir wohnen derzeit noch in einem kleinen Haus, welches nur mit zwei Holzöfen beheitzt wird – einer im Erdgeschoss und einer um ersten Stock. Dieses Problem hat dazu geführt, dass wir uns dazu entschieden haben, zwei Kinderzimmer einzurichten, eines zum Schlafen und  das andere zum Spielen. Da an kalten Tagen größtenteils im Erdgeschoss geheitzt wird tagsüber, weil wir uns dort am meisten aufhalten, befindet sich auch das Spielzimmer hier und dort musste nun auch sein Schreibtisch rein – denn er sollte ja nicht frieren wenn er die Hausaufgaben macht und mich zudem auch schnell erreichen können, wenn er Hilfe benötigt.
IMGP4747
Aber wie sollte er in diesem Zimmer nicht von all den interessanten Spielsachen und/oder seiner kleinen Schwester abgelenkt werden?
Einen Vorhang anzubringen hätte zu viel Licht geschluckt und da wir hier nur zur Miete leben, waren auch Umbaumaßnahmen (oder der Einbau einer Heizung auf unsere Kosten) ausgeschlossen. Übrig blieb dann bloß noch der Sichtschutz mit angebrachtem Paravant.
IMGP4746
Als Basis für den Sichtschutz und gleichzeitig als Aufbewahrungsort für eventuell benötigte Materialien, gemalte Bilder und dergleichen, dient ein Schubladenregal vom großen Schweden. Gearbeitet ist er (und auch die einzelnen Elemente der Spanischen Wand) aus zwei gegengleich gebauten Rahmen, dessen Ecken so ausgesägt wurden, dass sie sich überlappen und somit eine gleichmäßig hohe Fläche und gleichzeitig mehr Stabilität endstanden ist. Zwischen den beiden Holzelementen befindet sich eine Schicht Baumwollstoff, welche auf Spann mit dem Tacker befestigt wurden. Ich habe mich mit Absicht für diesen Stoff entschieden, da er schön hell ist und so den Raum nicht verdunkelt.
Den Harmonikaeffekt zum Aufmachen habe ich erzielt, indem ich die Scharniere wechselseitig angebracht habe (es sind flachschließbare Scharniere, die keine Sperre drin haben).

Über dem Schreibtisch befindet sich ein kleines Regal für all seine Bücher, darunter Utensilos damit er die Stifte, die er braucht nicht erst lange suchen muss bzw. nicht die aus seiner Federtasche benutzen muss (die verschleißen ohnehin  unheimlich schnell – der rote Buntstift war schon nach zwei Wochen nur noch etwa zwölf Zentimeter lang…).

IMGP4744

Alles in allem funktioniert das mit der Lernecke sehr gut. Seine kleine Schwester (bald 2) weiß sehr gut, dass wenn die Wand geschlossen ist, sie ruhig spielen muss und nicht dahinter darf und mein Großer genießt das Vertrauen darin, dass er seine Aufgaben alleine Schafft.

IMGP4743

Natürlich hätte ich es auch einführen können, dass er seine Hausaufgaben am Küchentisch macht. Da ich aber meistens zeitgleich am selbigen Nähe oder mich anderweitig kreativ in der Küche austobe ist es dort ständig unruhig. Auch könnte ich mich ja zu ihm setzen und ihm bei den Hausaufgaben helfen – ABER: das ist genau das, was wir Eltern laut seiner Lehrerin nicht machen sollen. Zum einen, weil viele Eltern dazu neigen den Kindern die arbeit (indirekt abzunehmen) und zum anderen, weil sie es später dadurch schwerer haben können, ihre Aufgaben autonom zu erledigen.
Eigentlich sollten wir die Hausaufgaben auch nicht Korrigieren, sondern nur kontrollieren (da sie seit dem ersten Schultag schon schreiben und rechnen), aber davon halte ich nicht viel. Was sich einmal verkehrt im Kopf festgesetzt hat, lässt sich dort schwerer wieder rausbekommen – auch wenn es mich manchmal den letzten Nerv kostet zu erklären das in dem Wort ein „Ä“ und kein „E“ drin ist. Die Vorliebe zu diskutieren hat er definitiv von mir…

Wie handhabt Ihr das? Habt Ihr vielleicht ähnliche organisatorische oder platzbedingte Probleme wie wir? Und wie sieht es bei Euch aus, wenn ihr mit Euren Kindern Hausaufgaben macht?

Ich freu mich auf jeden Fall schon auf den in absehbarer Zeit stattfindenden Umzug ins eigene Heim mit vorhandener Heizanlage – aber eher, damit die Diskussion, wer das Chaos im Kinderzimmer verursacht hat, endlich ein Ende findet *zwinker*.

Genießt die Zeit mit Euren Kindern,

alles Liebe Eure

Clara von duhama.de

Werbung

ommetar 0.000000e+0

  1. Mami5 24. März 2016 at 0:01

    meine Kinder arbeiten am Eßtisch, weil ich da in der Nähe bin und sie antreiben kann. Ich habe da so einen Spezialisten, der auf Verzögerungstaktik setzt (ADHS), aber auch den anderen tut es gut, daß sie sich nicht so verpieseln können. Allerdings herrscht während dieser Arbeitszeit im ganzen Haus Ruhe.

    antworten
  2. Christina 23. März 2016 at 19:57

    Interessante Gedanken!
    Ich bereite mich auch schon darauf vor, dass Ziehtochter an den Umgangswochenenden Hausaufgaben machen muss *Haare rauf* Dementsprechend frage ich mich ebenfalls wie man das am besten gestaltet. Ich hatte meinen Schreibtisch in meinem Zimmer und fand es toll, weil ich an regnerischen und kalten Tagen auch gern ein paar Aufgaben außer der Reihe gemacht habe.
    Grundsätzlich wurden die Hausaufgaben allerdings am Küchentisch gemacht.
    Ein Schreibtisch wird definitiv ins Kinderzimmer kommen. Sie wird aber nicht der Lerntyp sein sich dann konzentrieren zu können, weshalb wir da sicher umdenken müssen. Zum Glück hat das noch 2 Jahre Zeit bis wir uns dahingehend Gedanken machen MÜSSEN.
    Das Leben in der Patchworkfamilie läuft allerdings auch etwas komplizierter – eure Variante wird hier nicht machbar sein, obwohl ich sie wirklich toll und vor allem vertrauensvoll finde!
    Wie wird das denn geregelt, wenn ihr ein neues Reich bezieht?

    Liebe Grüße!

    antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.