Liebe alleinerziehende Mutter da draußen,

gerade sitze ich hier und plane die Woche. Ich denke darüber nach, was alles zu erledigen ist und sehe die vollgepackten Termine. U-Untersuchung, Elternabende, Einkauf, die Kinder müssen zum Frisör, wir benötigen noch ein Geburtstagsgeschenk für ein Kind aus dem Freundeskreis und ich selbst könnte auch mal wieder einen Haarschnitt gebrauchen. Ich fühle mich gestresst und zeitgleich komme ich mir plötzlich so seltsam lächerlich vor.

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Lächerlich, weil du meine Portion an Aufgaben jeden Tag aufs Neue alleine tragen musst; Lächerlich, weil ich mich gestresst fühle, obwohl 50% mir selbstverständlich abgenommen werden; Lächerlich, weil ich überlege, wer die Kinder von der Kita holt, während es für dich nur eine Antwort gibt: DU. Lächerlich, weil ich mich von meinem Tag geschafft fühle, während du auf 20 Hochzeiten gleichzeitig tanzt, um deinen Kindern ein schönes Leben zu ermöglichen. Lächerlich, weil ich hier in der Elternzeit von Stress rede und du zeitgleich wahrscheinlich alles für eine verlängerte Elternzeit gegeben hättest. Ja, ich fühle mich richtig lächerlich, weil ich alle meine Gedanken und Probleme mit meinem Partner abends besprechen kann und gleichzeitig weiß, dass bei dir kein Partner wartet und du deine Probleme abends mit dir selbst ausmachen musst, während die Kinder seelig schlafen.

In meinen Augen bist du die wahre Heldin des Alltags.

Ich will ehrlich sein: Diese Last, die auf deinen Schultern sitzt, ist in meinen Augen enorm. Ich denke oft daran, dass ich alleinerziehend zusammenbrechen würde. Ich frage mich, wie das funktioniert, wie es zu schaffen ist und wie es möglich ist, dass du dich dabei selbst nicht vergisst? Ich frage mich, wie Elternabende, Kindergeburtstage, ärztliche Termine und Co. organisiert werden, ohne dass du dabei gleichzeitig in 5 Rollen schlüpfen musst? Ich frage mich, ob du dich einsam fühlst und von der Welt im Stich gelassen? Ich frage mich, ob du ruhig schlafen kannst? Ich frage mich, wie oft du am Ende deiner Kräfte bist und trotzdem weiter machst…

… und dann drehe ich mich um und frage mich: Nimmt überhaupt jemand Rücksicht auf dich? Denkt jemand darüber nach, welch hartes Brot du zu beschreiten hast? Sieht jemand, dass du jeden Tag aufs Neue kämpfst für deine Kinder? Merkt denn keiner, welchen Spagat du hinlegen musst, damit du es zum Elternabend schaffst, während deine Kinder zu Hause betreut werden können? Weiß überhaupt jemand, wie oft du wahrscheinlich über eure Situation grübelst, vielleicht sogar weinst? Sieht keiner dein trauriges Gesicht, wenn du wieder einmal den Kindern erklärst, dass das Geld nicht reicht? Zeigt jemand Verständnis dafür, wenn du Termine platzen lässt? Fragt dich überhaupt jemand, ob er dir helfen kann?

kinder spielen

Es ist so leicht gesagt: „Ach alleine würde ich das schon packen.“, aber tauschen möchte dann doch keiner…

Soll ich etwas sagen? Ich schäme mich dafür! Ich schäme mich dafür, dich bisher nicht so gesehen zu haben und ich schäme mich dafür, dass ich dich bis heute nicht bewundert habe. Ich will dir eines so gerne sagen: Du bist eine wunderbare Mutter und ich habe den größten Respekt vor dir. Ich kann es verstehen, wenn du beim Elternabend mal wieder fehlst und ich kann es nachvollziehen, warum du dich an außerschulischen Aktivitäten nicht beteiligst. Ich erkenne den Hintergrund, warum es notwendig ist, dass deine Kinder schon selbständiger sind und ich kann es erahnen, warum ein Urlaub in der Ferne ein Wunschdenken deinerseits ist. Ich weiß nun auch, warum bei dir keine Zeit zum Quatschen bleibt…

Und ich wünsche mir eines: Bevor zukünftig Menschen über dich schimpfen, sollten sie kurz innehalten und überlegen, wie leicht sie es im Vergleich zu dir haben. Sie sollten überlegen, ob sie dir lieber die Hand reichen, anstatt sich umzudrehen und sie sollten überlegen, ob sie dich beim Elternabend lieber vertreten, als darüber zu reden, dass dein Stuhl mal wieder leer war….

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59 Kommentare

  1. Alf 17. Februar 2018 at 4:18

    ich schäme mich auch….
    dafür, sehr spät erkannt zu haben, wie Zeit und Geld alles dominiert!
    Das Menschen geachtet werden, wenn sie etwas besitzen und nicht, wenn sie etwas leisten.
    Eltern werden für ihre Leistung wohl am wenigsten geachtet. Weil sie weniger Zeit und Geld besitzen.
    Es bleibt, was Zeit und Geld nie zerstören darf!
    Die Liebe eines Kindes!
    alles Gute

    antworten
  2. Vicky 30. August 2017 at 13:03

    Danke! 🙂

    antworten
  3. Christina 5. Juli 2017 at 16:36

    Ich hatte Tränen in den Augen beim lesen dieser Worte, was ich lange nicht mehr hatte. Ich bin alleinerziehende Mama von 4 wunderbaren Jungs und nach ein harten Tag wo man von a nach b rennt, die Kinder bekocht, den Haushalt macht, Rechnung bezahlt, Bewerbungen schreibt und schickt, die Kinder bespasst und fördert und sich überlegt wie man die nächste Klassenfahrt bezahlt und die Schulbücher fürs nächste Schuljahr damit man neue kaufen kann und die Kinder nicht als Harz 4 Kinder auch noch bloss stellen möchte, damit die nicht auch noch gegen die ganzen Vorurteile kämpfen müssen, gegen die ich jeden Tag ankämpfe. Tut es verdammt gut solche Wörter zu hören. Vielen Dank dafür ?

    Aber trotzdem allen Stress und Kräften die es kostet, ich liebe inzwischen mein Leben und bin glücklich und ich darf was wunderbares erleben meine 4 Wunderbaren Jungs und für jede Umarmung und für jedes mama du bist meine Prinzessin und für jedes mama ich hab dich lieb und für jedes strahlende Kinder Auge , würde ich jeder Zeit alles geben weil das ist wertvollste auf der Welt ?

    antworten
  4. Yvonne 5. Juli 2017 at 9:39

    Danke! Danke für diesen Beitrag. Ich bin alleine mit zwei Kindern. Und leider ist es so das die meisten kein Verständnis haben für diese Situation, und nur sagen „ändere doch was“. Das das oft einfach nicht geht, wollen die meisten nicht sehen.
    Danke

    antworten
  5. Fiffi 4. Juli 2017 at 0:14

    Das ist ein wunderbarer Beitrag!

    Ich hab erst vor kurzem, es war am Muttertag, an die Situation aller alleinerziehenden Mütter gedacht und ein Mail verfasst. Ich habe 2 Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren und fühlte mich in letzter Zeit sehr im Stich gelassen, mehr alleinerziehend.

    Mein Mann musste viel arbeiten, auch an den Wochenenden! Ich dachte immer nur; ich will nicht mehr; es macht keinen Spaß mehr, alles alleine zu machen, für alles verwantwortlich zu sein; ich rotierte! Ich konnte es drehen und wenden, wie ich es wollte, die Situation änderte sich nicht.

    Das Schlimme ist, dass die Außenwelt nicht wahrnimmt, wie sehr du dich abhetzt, dass du am Ende deiner Kräfte bist. Jeder lebt sein eigenes Leben; das Interesse, wie es anderen MItmenschen, deinem Nachbarn etc. geht, nimmt immer mehr ab. Diese Interessenlosigkeit nehme ich in den letzten Jahren immer stärker wahr.

    Ich habe einen Partner, wir haben beide Familien, wenn auch nicht greifbar in der Nähe und trotzdem hatte ich vor der Geburt beider Kinder ein vielleicht naives Verständnis davon, dass es mit Kindern einfach gut funktionieren wird; ein Urvertrauen, dass immer Betreuung oder da sein wird, wenn man sie benötigt.

    Das ist jedoch nicht so! Man muss darum kämpfen und sich bemühen, sie mitunter einfordern und es ist schwierig, – und das enttäuscht sehr in dieser – ach so – „kinderfreundlichen“ Welt, wo Frauen schief angeschaut werden, wenn sie sich gegen Kinder entscheiden.

    Du hast deine Familie, du wolltest Kinder, nun hast du sie – also tu und mach! Wie du es machst, ist egal ..Und so „wurschtelt“ man sich als Frau im wahrsten Sinne des Wortes ab. Der berühmte Spagat Haushalt, Kind, Karriere..

    Ein Hoch auf alle Alleinerziehenden! Ihr seid die wahren Heldinnen meines Alltags!

    antworten
  6. Tanja 3. Juli 2017 at 13:26

    Das Schlimmste ist wirklich,wenn man gar Keinen hat und wirklich mit allen sorgen und Freuden allein steht. Keine Oma und Opa die die Kinder abnehmen könnten und oft auch einen Chef,der kein Verständnis hat.
    als ich noch allein War,musste die Tochter operiert werden. Dabei War für mich nicht die op das schlimmste,sondern die Tatsache,dass ich Kindkrank War und mein Chef meinte,ich solle doch wenigstens den frühDienst übernehmen.
    ich War fassungslos und habe 3 Monate später gekündigt.

    antworten
    1. Sabrina 3. Juli 2017 at 18:47

      wenn man so einen Arbeitgeber hat 🙁 ohne Worte…

    2. Ramona Kohl 4. Juli 2017 at 11:33

      Selbst mit Oma bist du allein. Du hast vielleicht mal wenigstens ein Kind ne Stunde weg aber die Sorgen, die finanziellen Probleme,die Ablehnung der Außenwelt bleibt nach wie vor bestehen und da bringt es auch keinen Unterschied wenn das Kind mal bei der Oma ist. Es bleibt trotzdem alles an dir hängen.

      Was mich momentan so mega ärgert ist auch die Einstellung der Männer. Grad in FB :,,Suche Frau aber OHNE Kind…“ oder ,,Gibt es überhaupt noch junge Frauen die kein Kind haben?“
      und als Antwort kommen dann Dinge wie ,,Da hast du leider Recht. Es gibt viel zu viele alleinerziehende und keine ohne Anhang mehr. Die armen Kinder!“

      Sorry aber was können wir dafür wenn die Männer sich feige aus dem Staub machen wie z.b der Erzeuger meiner Tochter? Als ob wir uns das raus suchen kurz vor der Geburt sitzen gelassen zu werden . Als ob das Spaß ich würde sich so durchkämpfen zu .müssen.

      Bin auch mal gespannt jetzt in Sachen Politik: Wie hieß es so schön? Familien bekommen jetzt Unterstützung wenn sie sich ein Haus bauen wollen.

      Mal schauen ob wir alleinerziehenden da mit einbezogen werden denn eines steht fest: Wir haben nicht die selben finanziellen Möglichkeiten wie Familien mit zwei Elternteilen aber wir sind dennoch Familie und ja auch wir haben verdammt nochmal das Recht auf ein Eigenheim wenn sie uns schon keine guten Wohnungen zu gutem Geld anbieten können!!

  7. Nathalie 2. Juli 2017 at 9:39

    Danke! Ich bin seit 9 Jahren alleinerziehend. Ich musset weinen, als ich das hier gelesen habe. Hat mich sehr berührt und hatte den Eindruck, mal für einen Moment ein bisschen gesehen zu werden.

    antworten
  8. Katja 1. Juli 2017 at 19:43

    Ja, allein ist bestimmt anstrengend, aber mit Mann auch!
    Meiner geht um 5.30 h zur arbeit, dann stehe ich auf mache das essen und die kinder fertig und schmeiße die waschmaschine an. Bringe die kinder um 7h in den kiga und zur tagesmutter, fahre zur arbeit (7.30-13.30h) dann hole ich schnell wieder die kinder ab, fahre mit denen einkaufen dann gehts nach hause alles einräumen, essen kochen, während man gleichzeitig mit den kindern spielt…Außerdem gehe ich mit denen zum turnen, schwimmen und Ballett. Und zu guter letzt wird dann aufgeräumt, dann wird mein mann von uns zwischen 17-18 h von der Arbeit abgeholt….dann ist das Abendbrot dran, ich mache die kinder fertig fürs bett und lege mich dann mit denen hin bis sie eingeschlafen sind….nachdem mein mann und die kinder schlafen wird dann geputzt und dann kann ich auch totmüde heulend ins bett bis das erste Kind dann wieder mitten in der Nacht aufwacht und nach mama schreit….aber dafür sind wir ja Mütter,wir lieben unsere Kinder, wir schaffen das….
    WIR MÜSSEN DAS SCHAFFEN!

    antworten
    1. Desi 5. Juli 2017 at 23:45

      Genau so ist es. Mama MUSS, Papa kann, vielleicht, wenn er will…

  9. Mama Doppelte Portion 1. Juli 2017 at 17:27

    So schöner, mitfühlender Text. Eins sollten alle Eltern nie vergessen, der Schritt zu „Alleinerziehenden“ kann ganz kurz sein, und ganz überraschend kommen. Also lästert nicht. Es ist für Eltern beruflich eh schwer genug, viele Familien haben wenig Geld und ein Einzelner hat oft die Quadartur des Kreises. Meine einzige Alleinerziehend Freundin lebt zu weit weg, als das ich mehr bieten könnte als ein offenes Ohr und gelegentlich ein bisschen Urlaub bei meiner Familie. Aber, liebe Eltern Doppelpacks, einen kostenlosen Kaffee, ein paar Kekse, einen Spielkameraden fürs Kind und ein paar entspannte Minuten, das kann doch jeder von uns anbieten oder aufbringen. Oder vielleicht sogar mal ein bisschen Kinderhüten. Vor allem die Familien, die über das Glück eines Haus mit Garten verfügen. Zeigt ein bisschen Solidarität. Keiner hat sich das so gewünscht.

    antworten
    1. Hannah 5. Juli 2017 at 9:44

      Über diesen Kommentar kann ich als Alleinerziehende nur die Nase rümpfen.
      Du hast einen Mann und machst dennoch alles alleine?? Sorry aber selbst schuld! Du arbeitest auch, kümmerst dich früh und Nachmittag um die Kinder und dann auch noch wenn er zu Hause ist und weiter aufräumst??? Er hat genau so was zu tun, das ist deine Virstellung von einer Beziehung falsch und dein Kommentar passt hier gar nicht rein. Selbst gemachtes Leid. Allein erziehend heißt nicht nur- oh mein Mann ist arbeiten. Da gehören noch viele andere Faktoren dazu….. regt mich auf wenn ich sowas lese..

  10. P 1. Juli 2017 at 16:31

    Möchte noch was ergänzen:
    Bin auch alleinerziehend, aber sehr glücklich damit.
    Wenn ich sehe, wie andere Mütter innerhalb ihrer Beziehung um Unterstützung kämpfen müssen, oder wie die vorgeblich 50/50 geteilte Hausarbeit dann doch wieder an der Frau hängen bleibt, weil sie angeblich ein höheres subjektives „Reinlichkeitsempfinden“ hat, fühle ich mich doch sehr gut mit meiner Situation. Ich mache so wie so alles, und Punkt.
    Es war meine Entscheidung, es alleine zu machen, und ich mache es gut. Es ist viel, aber hey, es wird alles besser, die werden alle größer, und sagt mir nicht, das erste Jahr war ein cake-walk, bloß weil ihr zu zweit wart.

    Was mich allerdings nervt, sind die Zuschreibungen, die uns Alleinerziehenden unter geschoben werden:
    Angeblich kommen unsere Kinder zu kurz, haben schlechte Bildungschancen, werden zu wenig gefördert, erfahren zu wenig Liebe, haben ständig gestresste überforderte Mütter usw. usw.
    Als wäre das in 2-Eltern-Familien grundsätzlich und automatisch anders, und bei Alleinerziehenden immer zwingend der Fall! In jeder Radiosendung und jedem Zeitungsartikel über Jugendkriminalität, Drogenkonsum, Schulabbrecher oder ähnliches werden wir Alleinerziehenden stets als ein Problemfaktor dargestellt. DAS geht mir Nahe, weil sehr viele von uns unglaublich gute Mütter sind, die sehr gut auf ihre Kinder aufzupassen wissen. Auch wenn es gerne pauschal anders dargestellt wird.

    Was wir BRAUCHEN ist kein „Mitleid“, sondern Löhne, mit denen wir auch bei 20-30 Stunden-Stelle uns und die Kids halbwegs durch bekommen, und nicht neben der alleinigen Sorge- und Haushaltsarbeit eigentlich noch 60 h pro Woche Lohnarbeiten müssten, um über die Runden zu kommen.
    Und Arbeitsplätze mit 20-30h/Woche, ohne fürchten zu müssen, von kinderlosen jungen Männern ausgebootet zu werden, wenn wir nicht Vollzeit+ arbeiten. An dieser Stelle wäre etwas mehr Anerkennung unseres Kraftaktes, alles unter einen Hut zu bringen schon wünschenswert.
    Was sich ändern muss ist die Gleichstellung als Familie, damit wir nicht auch noch Abgaben fast wie ein Single leisten müssen.
    Der Unterhaltsvorschuss ist ja immerhin nicht mehr befristet, bis vor kurzem bekam man den höchstens 6 Jahre lang, und auch nur bis die Kinder 12 sind. Was für ein Witz!

    Sich mit diesem Quatsch rum schlagen zu müssen, sich immer wieder rechtfertigen/ erklären zu müssen und die permanente Abwertung von Seiten der Gesellschaft, das ist der eigentlich belastende Teil am Alleinerziehend sein. (Und denkt mal nicht, unsere Kinder würden diese Diskriminierung nicht spüren. Auch sie bekommen von außen gespiegelt, in einer „unzureichenden“ Familie aufzuwachsen.)

    Also danke für deinen Beitrag, ein bisschen zum Umdenken anregen hilft schon etwas, und support unter Müttern/ Frauen sollten wir uns alle gegenseitig geben, und haben wir alle nötig, oder?

    antworten
    1. Ramona Kohl 5. Juli 2017 at 11:25

      Liebes du triffst es auf den Punkt , aber solange wir ALLEINerziehenden uns nicht zusammen tun und den Mund aufmachen wird sich da nicht viel ändern von der politischen Seite her. Was haltet ihr davon wenn wir uns zusammentun und eine Petition einreichen würden? Alle gemeinsam und jeder mit einem kurzen ,,Lebenslauf von sich und einem Bild seiner kleinen Familie“ damit unsere Geschichte und unser Antrag auch Gesichter bekommt? Lasst uns uns zusammen schließen und ,,laut“werden. (Sorry aber meine wirklich nur die ALLEINerziehenden und nicht die ,,ich habe einen Partner und beziehe ihn nicht ein weil er arbeitet ja so hart Frauen. Wir werden sonst noch weniger ernst genommen werden)

      Wer Interesse hat kann mich gern auf fb anschreiben Moni Inaara oder eine Email senden ela.ella1990@gmail.com

  11. Melanie 30. Juni 2017 at 20:15

    Danke!

    antworten
  12. Ina Schubert 29. Juni 2017 at 18:35

    Danke ?…. Leider ist es so….

    antworten
  13. Sabrina 29. Juni 2017 at 0:25

    Das ist mir persönlich zu klischeehaft, wenn auch super nett gemeint und für einige sicher ein Problem. Ich bin ebenfalls alleinerziehend und berufstätig, weil ich meinen Job liebe und ich bin sehr glücklich mit meinem Leben mit Kind und stehe nicht kurz vorm Zusammenbruch, um jetzt noch mal ein anderes Bild zu zeichnen.

    antworten
    1. Sabrina 29. Juni 2017 at 9:05

      Hallo Sabrina, das mag sein, aber ich habe es ja für eine bestimmte Mama geschrieben 😉

  14. Paumily 28. Juni 2017 at 23:28

    Mir kamen beim Lesen Deines Artikels gerade die Tränen und ich möchte mich bei Dir bedanken, dass Du es so auf den Punkt bringen konntest. Ich bin Alleinerziehende, berufstätige Zwillings(richtig gelesen)Mutter von 4 Jahre alten Mäusen 🙂 und ich erlebe oft das unausgesprochene Unverständnis anderer, was mir immer für einen kurzen Moment ein schlechtes Gewissen verpasst. Aber dann wird mir genau das von Dir beschriebene wieder bewusst und ich weiss, dass die einzigen, vor denen ich mich verantworten muss, meine Kinder sind. Und ja, ich frage mich oft wie ich es überhaupt bis hierhin geschafft habe (zum Glück habe ich kaum Zeit zum Nachdenken 🙂 ) und die Zukunft…….puhhhh aber alle Moms, egal ob Alleinerziehend oder nicht, sind Kämpfer und Optimisten.

    antworten
  15. Frau S. 28. Juni 2017 at 22:20

    Als ich anfing, den Artikel zu lesen, war ich irritiert. Ich mag es nicht, dass über mich als Alleinerziehende, gesprochen wird. Aber es ist richtig, es ist niemand da, der sieht und versteht, was es heißt, allein(erziehend) zu sein. Klar, es gibt Freunde und Bekannte, aber es gibt niemand, der die Verantwortung teilt und die Last erleichtert. Auch wenn da ein Vater ist, macht es keinen Unterschied, eher mehr Last, wenn es um den Kampf um Unterhaltszahlungen geht, um Absprachen, die nicht funktionieren etc. geht.
    Danke für den Beitrag, denn ja, das Gefühl, nicht das tun zu können, was gewünscht ist, Termine abzusagen, nicht teilhaben zu können,, macht viel mit dem eigenen Selbstbewusstsein.

    antworten
  16. Yvonne 28. Juni 2017 at 21:38

    Vielen Dank, ich habe es fast geschafft. Morgen hat der Kleinste seine Abschlussfeier. Er hat die Realschule geschafft und wechselt auf ein Gimnasium. Ich habe fast geschrieben….weil es eine Etappe ist…noch bis zu Abi….noch weiter und weiter es hört erst auf, wenn die Kids für uns Verantwortung übernehmen. Es ist eine Lebens Aufgabe. Ich habe in Vollzeit gearbeitet und mache es immer noch, ich habe gekämpft und manchmal auch versagt. Ich merke das ich müde geworden bin….das Tempo ist auch deutlich langsamer geworden. Getaktete Alltag, super organisiert und ein starke Fels für die Kinder., das war mein Leben. Als mein großer Sorgen hatte, sagte mein Kleine zu ihm: „gehe zu Mama….die Frau löst jedes Problem“. Als ich das gehört habe, musste ich grinsen.
    Es ist nicht einfach alleinerziehend zu sein, aber es ist besser ein ruhiges Zuhause den Kindern zu bitten. Gute Beziehung zu den Kinder aufzubauen. Ein Zuhause in dem keine verweilen möchte…ist keine Basis für eine glückliche Kindheit. Es muss nicht alles funktionieren und nicht alles perfekt sein. Es kann auch mal Scheiße sein.
    An alle Mamas: Felsen brauchen kleine Leute. Grüße Euch ganz lieb.

    antworten
  17. Katharina 28. Juni 2017 at 21:31

    Danke schön für die Worte! Es ist Hart !!! Aber so sieht es aus! Ich bekomme keine Wohnung weil ich Alleinerziehende mit zwei Kinder bin, Geld reicht aus aber trotzdem seit 10 Monaten nur Absagen, mir ist nur noch ein Monat geblieben um umziehen aus Haus von meinem Ex Mann und Vater meiner Kinder ???

    antworten
  18. Dagmar Meier 28. Juni 2017 at 21:11

    Niemand außer einer Mutter weiß wie es ist alle Verantwortung allein zu tragen und den Kindern ein weg ins Leben so gut wie möglich zu ebnen …und keiner weiß mehr als eine Mutter wie es ist zu denken schaffe ich das auch …aus dieser Verantwortung entziehen sich viele Väter sogar mit den unterhaltzahlungen wird getrickst…und wir stehen dann da und müssen zusätzlich dem Kind erklären wieso dies und das nicht geht und mal wieder kein Urlaub drin ist …auch das belastet eine Mutter

    antworten
  19. Ella 28. Juni 2017 at 20:49

    Vielen Dank für Dein Verständnis…
    Manche Tage sind die Hölle…
    Aber die meisten davon
    sind für mich voller Stolz
    Abends auf meinem Balkon zu sitzen..und zuwissen…ich habe es wieder ganz alleine geschafft! Die Hauptsache ist doch dass die Kinder gesund und glücklich sind…und dafür mach ich weiter.
    Jeden Tag aufs Neue 🙂

    antworten
  20. MrsGold 28. Juni 2017 at 20:46

    Dankeschön.
    Enorm hilfreich wäre eine staatliche Anerkennung als Familie. Alleinerziehend mit Kind ist steuerlich keine Familie.
    Ehepaare ohne Kind stellen eine Familie dar, mit allen Vorzügen.
    Vielleicht wird ja im Rahmen der Ehe für alle auch darüber nachgedacht. Das Wahljahr bietet gewiss noch spannende Momente.

    antworten
    1. Sabrina 29. Juni 2017 at 9:09

      Das ist ja hart. Das wusste ich gar nicht 🙁

    2. Ramona Kohl 29. Juni 2017 at 11:40

      Ja da hast du Recht. Ich finde dies auch ärgerlich. Zumal auch viele Ermäßigungen bekommen außer alleinerziehende. Wir zahlen im Zoo z.b entweder die Einzelreise (die schon sehr teuer sind)oder den Familienpreis der auf meist 4 Personen (davon 2Erwachsene )ausgelegt ist und somit auch nicht günstiger ist. Ich weis von einer früheren Lehrerin z.b das es in der Lüneburger Heide wo sie herstammt, dies schon länger gibt das Schwimmbadbesuche usw vergünstigt sind. Dies wäre ja auch schon eine weitere Hilfe wenn es dies überall geben würde. Hier in Karlsruhe ist innerhalb eines Jahres der Eintrittspreis von 6,50€ auf 10€ gestiegen wegen diesem doofen Pipi Langstrumpf Papagei. Das kann man sich nicht mehr leisten wenn man noch die Kinderpreise dazu zählt.

    3. Marina 29. Juni 2017 at 13:26

      Es gibt den Familienpass, den bekommen Alleinerziehende und Familien mit 3 Kindern, kann man auf dem Rathaus beantragen.

    4. Ramona Kohl 29. Juni 2017 at 14:57

      Den gibt es leider nicht ich jeden. Hier im Umkreis ich es den nur wenn du in der entsprechenden Stadt wohnst(wenn sie den Pass überhaupt anbieten) Wir auf dem Dorf haben Pech gehabt und dann kommt dazu das dieser Pass nur für bestimmte vorgegebene Einrichtungen gilt.

    5. Marina 30. Juni 2017 at 9:39

      Ach das ist ja Mist! Bin auch aufm Dorf und hab nur gute Erfahrungen damit gemacht. Voll Schade, dass das nicht öfter angeboten wird!

  21. Julia 28. Juni 2017 at 20:36

    Das hat mich Grad sehr berührt aber wenn ich dann meinen Sohn anschaue weiss ich doch für wen ich das alles mache!:) danke für die Worte

    antworten
    1. Sabrina 29. Juni 2017 at 9:09

      <3 danke

  22. Rieckermann 28. Juni 2017 at 20:30

    Danke für den Artikel. Bin jetzt 56 Jahre alt. War sieben Jahre mit meinem Sohn allein und alleinfinanzierend. Das schlimmste ist, dass Frauen die allein sind, vvon Paaren zum Feiern etc. nicht eingeladen werden. So sind wir auch gesellschaftlich isoliert. Liebe noch-verheiratete Frauen: schaut euren Freundeskreis mal an. Sind da viele Single Frauen?
    Wovor habt ihr Angst?

    antworten
  23. Liebling 28. Juni 2017 at 20:12

    Ich bin jeden Tag so wütend, auf den Erzeuger meiner drei Söhne.
    Nichts ist wie es war, er macht sich ein schönes Leben mit der Frau mit der er fremd ging und ich habe jedes Vertrauen verloren, bin voller Angst und mache alles allein!:-(

    antworten
    1. Sabrina 29. Juni 2017 at 9:10

      Oh Tanja 🙁 man kann heraus lesen, wie sehr dich das trifft. Wir drücken dich mal virtuell

    2. Tamar 29. Juni 2017 at 17:10

      Es wird besser, wenn sie grösser und selbstständiger sind. Seien Sie froh, dass er weg ist, denn ich bin sicher, dass er sich schon vorher nicht gekümmert hat. Solche Partner sind nur ein Klotz am Bein.

  24. Jutta 28. Juni 2017 at 20:03

    Danke. Ich sitze hier und kämpfe mit den Tränen, weil ich als Alleinerziehende so treffend beschrieben werde.

    antworten
  25. Meike 28. Juni 2017 at 19:42

    Vielen Dank für die tollen Worte, die mir sehr zu Herzen gingen, da sie einfach nur stimmen und wahr sind. Ich habe mich zu 100% darin erkannt.

    antworten
  26. Katrin Prüfer 28. Juni 2017 at 19:31

    Ich bin seit 12 jahren alleinerziehende mama einer Tochter. Es ist nicht immer einfach alles unter einen Hut zu bekommen, aber bisher hat immer alles funktioniert. Wenn ich meine Tochter frage, ob ihr was fehlt in ihrem bisherigen Leben, dann sagt sie: du, mama gibst alles was du kannst und dafür bewundere ich dich. Du tust alles dafür das es uns beiden gut geht. Du gehst arbeiten, wir planen freizeit, urlaub und arbeitsfreie Wochenenden…. wenn spontan ne feier ansteht oder ich woanders schlafen will – du packst das alles und das find ich toll. Was mir fehlt ist mein vater, der meint er muss sich um nichts kümmern und auch nich für mich zahlen. Zum heulen ist das mama. Und somit liegt noch mehr last auf deinen schultern. Fazit: ich tu alles für mein kind, mit allen höhen und tiefen! Gestern bekam ich einen strauss blumen, schoki, ein glücksschweinchen und eine selbstgemachte karte von meiner tochter. Einfach so. Hab geweint vor glück. Ich bin stolz auf meine Tochter.

    antworten
  27. Sara 28. Juni 2017 at 18:53

    Danke für deine Worte. Ich musste weinen weil ich mich manchmal so hilflos fühle, auch vom Staat so schwer vera***ht…

    Fühl dich für deine Worte gedrückt. Viele vergessen wie schwer es ist Mutter zu sein aber in die Rolle beider zu schlüpfen Mama und „Papa“ ist einfach hart.

    Danke dir. <3

    antworten
  28. Mandy 28. Juni 2017 at 18:51

    Danke für den tollen Text endlich schreib Mal jemand wie es wirklich ist

    antworten
  29. Jane77 28. Juni 2017 at 18:39

    Ich bin mit 4 Kindern alleinerziehend. Danke für deinen Beitrag. Ich musste weinen.
    Nein. Es sieht eigtl keiner. Leider

    antworten
  30. Ramona Kohl 28. Juni 2017 at 17:38

    Hallo ?
    Zunächst einmal Danke für solch tolle Worte.
    Ich bin wirklich berührt. Auch ich bin alleinerziehende Mutter von zwei Kindern (7 Jahre und 1 Jahr). Wie man das seelisch aushält frage ich mich sehr oft. Es ist unfassbar belastent und es vergeht kaum ein Abend an dem ich nicht weinend einschlafe. Anfang des Jahres hatte ich einen Aushilfsjobs gefunden (4Tage zu je 3std). 3 Monate später wurde ich gekündigt da ich nicht bereit war noch mehr Überstunden zu machen (Eingestellt von 11-14uhr und gearbeitet von 9.30/10Uhr-16Uhr). Ich spracg dies nach einigen Wochen an das dies nicht gehe da ich meine beiden Kinder noch habe (was ich auch in der Bewerbungsemail als erstes gesagt hatte)
    Schon wurde ich gekündigt und nun stehe ich da und muss meinen Sohn erneut enttäuschen. Enttäuschen weil er sich so sehr gewünscht hat einmal mit mir (und nun auch mit seiner kleinen Schwester) in Urlaub zu fahren und es wieder nicht geht. Es zerreißt mir das Herz ihm diesen Wunsch nicht erfüllen zu können. Ihn immer wieder vertrösten zu müssen und ich spüre immer mehr wie er sich jedes mal weiter von mir entfernt,nach jeder Enttäuschung die ich ihm zufügen muss. Ich traue mich kaum ihm erneut sagen zu müssen das es wieder nichts wird.
    Diese Sorgen und Ängste trag ich leider alleine.
    Als alleinerziehende Mutter ist es auch nicht einfach Anschluss zu den anderen Familien zu bekommen. Diese sind zwar alle super lieb aber gemeinsame ,,Unternehmungen“sind da leider nicht drin.
    Ich gebe die Hoffnung nicht auf bald auch etwas vom Glück ab zu bekommen mit meinen Kindern. Es tut sehr gut zu wissen das es noch Menschen gibt die an uns alleinerziehende Mütter denken.
    Danke vielen vielen Dank?

    antworten
    1. Anonymous 16. November 2018 at 1:41

      Hi,
      sorry die Frage, sind sie am 18.02. geboren?

  31. Marina 28. Juni 2017 at 17:29

    Danke für diesen schönen Text im richtigen Moment

    antworten
  32. Marina 28. Juni 2017 at 17:24

    Danke für diesen schönen Text im richtigen Moment! Danke!

    antworten
  33. Kristine 28. Juni 2017 at 16:41

    Danke!!

    antworten
  34. Jenny 28. Juni 2017 at 16:24

    Wunderbar und wertschätzend geschrieben. Genau so ist es! Wir Mamas sollten uns untereinander viel mehr Wertschätzung und Achtung entgegenbringen!

    antworten
  35. Nancy 28. Juni 2017 at 13:52

    Und der Respekt gilt auch allen alleinerziehenden Papas!

    antworten
    1. Sabrina 29. Juni 2017 at 9:13

      ja das stimmt, aber als Mamiseite, dachte ich, ich schreibe es mal für die Mamis 😉

  36. Sarah 28. Juni 2017 at 13:39

    Danke für diesen Beitrag!

    Und alle Mütter die sagen ich bin fast alleinerziehende. Da sage ich nein das stimmt den Papa kommt irgendwann nachhause oder zumindest bringt der das Geld nachhause.

    Wir alleinerziehenden haben nur ein Gehalt und der kindsvarter zahlt in vielen Fällen kein oder zu wenig Unterhalt. Mit mehreren Kindern ist es oftmals schwierig Vollzeit arbeiten zu gehen.

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    1. Silvia Gotter 28. Juni 2017 at 14:03

      Ich kann auch nicht vollzeit arbeiten gehen wenn ich unter der woche mit 2 kids allein bin. Und die termine sind nunmal unter der Woche wo ich allein bin. Also hilft mir ein wochenend-papa nur bedingt.

      Das Geld ist also der einzige Unterschied.

    2. Alexandra 17. Juli 2017 at 21:45

      Es ist trotzdem anders. Ich war auch in der Partnerschaft viel mit den Kindern alleine und auch alleine unterwegs – und trotzdem ist es ohne Partner ungleich anstrengender.
      Es fehlt einfach jemand, mit dem man abends wenn die Kinder schlafen, noch sprechen kann, vom Tag, von den Kindern erzählen – ein erwachsener Ansprechpartner, der einem auch mal Rückmeldung gibt, einen reflektiert oder mit einem anderen Blick auf die Kinder schaut.
      Und was Termine angeht – klar sind viele unter der Woche – aber Elternabende z.B. sind ja oft zu Zeiten, wo die meisten Partner von der Arbeit zuhause sind und dann kann halt mal der eine, mal der andere gehen bzw. selbst wenn man immer selbst geht, kann man das machen ohne gleich noch einen Babysitter bezahlen zu müssen.

      Und auch ein Wochenend-Papa in einer Partnerschaft hilft. Denn so sehr ich gemeinsame Unternehmungen am Wochenende mit den Kindern genieße. Z.B. ein Freibadbesuch mit zwei Nichtschwimmern ist zu zweit doch deutlich relaxter als alleine, man muss nicht immer alle Kinder mitschleppen, wenn eines mal aufs Klo muss, einer kann essen holen, während die anderen zusammen gemütlich am Platz warten oder man kann vielleicht sogar selber mal in Ruhe ne Viertelstunde schwimmen, während der Partner die Rasselbande beaufsichtigt.
      Oder man kann vielleicht sogar am Wochenende mal noch ne Stunde länger schlafen, während Papa mit den Kindern Frühstück macht und sie ein bisschen bespaßt? Solche Kleinigkeiten fehlen alleine einfach zumindest so lange die Kinder noch klein sind…

  37. Sabrina 28. Juni 2017 at 11:12

    Danke

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  38. Silvia 28. Juni 2017 at 10:39

    Dankeschön es trifft es auf den Punkt. Ich bin teilweise alleinerziehend. Ich bin unter der Woche IMMER mit beiden Kids allein. Aktuell noch (nur noch 2 Monate) in Elternzeit mit der kleinen Maus. Aber das macht es nicht leichter, da von der Kommune dann ein Riegel vorgeschoben wird und man fixe Bringe- und Abholzeiten in der Kita hat (ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse des 2.Kindes).
    So muss ich den Großen um 9 in der Kita abgeben und um 15 Uhr holen. Wenn die Kleine da aber noch schläft muss ich sie halt wecken. Pech gehabt. Diese Regelung schreit zum Himmel. Aber was soll man machen.
    Am Wochenende ist dann der Papa zwar zu Hause, aber da er unter der Woche ja aufgrund der Montage keine Zeit für sein Auto hat muss er das halt auch ab und zu am Wochenende machen. Nicht übermäßig aber ich muss gestehen, ich hab auch keine Zeit für mein Hobby und mich fragt keiner. Und wenn ich dann noch höre, dass ich ihn an seine Termine erinnern soll, denk ich, am Wochenende hab ich noch ein 3.Kind daheim. Klar er hilft mir dann (nach Aufforderung) auch im Haushalt aber ich denke ganz oft, „die 2 Tage schaff ich auch noch allein.“ Dann müsste ich mich zumindest weniger ärgern.

    Aber ansonsten muss ich sagen schaff ich den Spagat ganz gut. Und ehrlich? Ich nehm die Kinder mit zum Elternabend. Dann ist das so. (In der Kita sind die ja eher nachmittags und nicht abends). Aber ja es fehlt die Zeit für mich selbst. Und das merk ich in dem Moment dass ich wesentlich schneller reizbar oder genervt bin, wenn ich den Großen (3) zum x.mal auffordern soll sich seine Schuhe anzuziehen. Ich tue ihm da denk ich unrecht, aber ich bin halt auch nur ein Mensch und keine Maschine. Aber ich glaube dadurch dass ich das auch schon erkannt habe, kann ich manchmal öfter durchatmen ehe ich losmecker.
    Aber meine Kinder sind für mich alles. Sie geben mir soooo viel zurück, wenn der Große unbedingt bei Mama im Bett schlafen will, ist das doch ein toller Liebesbeweis und ich genieße das gemeinsame Einschlafen mit ihm bevor ich mich dann dem Haushalt widme.

    Es ist machbar, aber es erfordert Organisation, Koordination, und Zurückstecken der eigenen Bedürfnisse. Aber ich bin zufrieden wenn meine Kinder ausgelassen lachen. Da wird halt auch der Spielplatz zu meinem Bedürfnis.

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    1. Ulrika Bechmann 28. Juni 2017 at 18:55

      Schon wieder eine „fast“ Alleinerziehende… meine Liebe, zwischen alleinerziehend und „fast“ alleinerziehend liegen Welten!
      Ich muss das Geld allein verdienen, der Kindesunterhalt reicht noch nicht mal für die Miete! Ich muss ALLE Entscheidungen allein treffen, vom Schuhkauf bis zu Elterngesprächen und Schulwechsel oder Ausbildungsplatz! Und wenn ich abends geschafft nach der Arbeit, mit Tränen im Gesicht auf meinem Sofa sitze, ist da noch nicht mal jemand zum Reden, geschweige denn jemand, der mich in den Arm nimmt!

    2. Anne 29. Juni 2017 at 6:23

      Liebe Silvia,
      Deine Situation ist schwer. Den Alltag mit zwei Kinder zu wuppen ist eine große Herausforderung. Dafür meinen Respekt.
      Alleinerziehend bzw. teilweise? Nein. Das Wissen um zwei Gehälter, so gering sie sein können, macht den Unterschied. Wenn eine Alleinerziehende Person kein Gehalt hat, gibt es keine Reissleine. Der Partner, wenn auch teilweise abwesend, macht den Unterschied. Eine Alleinerziehende Person hat nicht den Vater mit dem sie zumindest telefonisch oder am We die Sorgen teilen kann. Nicht die Möglichkeit, am Werk mal 5 Minuten abzugeben. Das Wissen, wenn wirklich was ist, wird der Vater im Normalfall alles tun, um herbeizueilen. Z.B. bei einem Krankenhausaufenthalt.
      Du hast es in vielen Bereichen nicht weniger schwer als jemand der alleinerziehend ist. Aber Alleinerziehend bist du nicht. Vielleicht kann man dafür eine andere Begrifflichkeit finden, die den Kern trifft, aber nicht auf den Zug Alleinerziehend aufspringt?

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