Den Gedanken, die Karriere für die eigenen Kinder an den Nagel zu hängen und nur noch von zu Hause aus zu arbeiten finden viele Frauen nicht nur schön, sondern sogar erfüllend. Leider stellt sich für viele Mütter diese Frage erst gar nicht, weil sich keine passenden Stellen finden, Arbeitgeber unflexibel sind und sich finanzielle Löcher auftun würden. Für mich ist es verschenktes Potenzial und vergeudete Möglichkeiten für Familien.

Gerade im Bürobereich bietet sich aus meiner Sicht hier eine Lücke, die man füllen müsste und könnte. Dass die „virtuelle Zusammenarbeit“ funktioniert, zeigt sich für mich jeden Tag aufs Neue, da das gesamte Mamahoch2 Team per PC und Telefon vernetzt ist und so gemeinsame Projekte verwirklicht. Mich macht dieser Umstand glücklich und irgendwie auch stolz, denn wir profitieren alle davon.

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Einfach zu Hause Mutter sein und arbeiten

Ich weiß wovon ich spreche, denn ich kenne die Situation mit Vollzeitanstellung beider Partner und die Situation, wenn man am Abend geschafft zu Hause sitzt, sein Kind vor sich sieht und einem das Gefühl überkommt, dass man eigentlich Feierabend haben möchte und zwar in allen Facetten.

Kinder wirken in solchen Momenten besonders stressig und man ist berechtigterweise nicht mehr ganz so aufnahmebereit. Genau diese Situation spielt sich täglich in tausenden Wohnzimmern ab. Nur die wenigsten Mütter möchten das zugeben, um die Emanzipation nicht „zu ohrfeigen“. Tja und dann war da noch was: Der Haushalt. Der muss auch noch organisiert werden und der Wocheneinkauf fällt auch an. Blicke ich auf dieses Szenario, dann habe ich ehrlich zugegeben das Gefühl nicht allem gerecht werden zu können und schon gar nicht mir selbst. Als gute Mutter soll man Vorbild sein. Man soll arbeiten gehen. Man soll für die (gibt es die dann überhaupt noch, wenn es soweit ist?) Rente vorarbeiten. Man soll die Kinder großziehen. Man soll eine tolle Partnerin sein und dann mit links ganz geschwind den Haushalt schmeißen. Man soll stark sein und beweisen, dass man alles unter einen Hut bekommt. Der Arbeitsweg wird teilweise mit mehr als 30 km 2x täglich geschrubbt.

Die Wochenenden sahen bei mir oft so aus, dass ich mir in der Vergangenheit vor allem eines gönnen wollte: Ruhe. Die Ruhe bekommt man nicht, ohne dass jemand zurückstecken muss und so dreht sich die Spirale weiter. Als ich noch keine Kinder hatte, war alles noch relativ einfach, aber nun wäre Vollzeit außerhalb von zu Hause für die nächsten Jahre schier unvorstellbar.

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Und da frage ich mich ehrlich: Ist es ein Vergehen zu sagen: „Hey, ich schaffe das nicht alles! Ich will nicht alles sein. Ich will nicht mehr auf allen Hochzeiten tanzen, nur weil das die Gesellschaft von mir erwartet. Ich will vor allem für mein Kind in den ersten Jahren da sein können und schraube jetzt einen Gang zurück.“ Leider, so scheint mir der Eindruck, ist aber genau das in den meisten Fällen unmöglich. Der Grund liegt nicht an den Müttern selbst, sondern an den unflexiblen Arbeitgebern, dem Gesellschaftsdruck und dem Berufsmarkt, der meiner Meinung nach einfach hinterher hängt.

Es gibt EINEN Grund, warum viele Mütter gar nicht zu Hause bleiben können oder nicht die Möglichkeit haben Stunden zu reduzieren und der lautet: Geld und Sicherheit. Vielen Müttern ist es  wichtig, dass sie die ersten Jahre der Kinder so gut es nur geht miterleben und begleiten können, doch der Preis ist hoch. Zu Hause bleiben, bedeutet auf Geld verzichten, wenngleich sich die Möglichkeit damit auftut die Fremdbetreuung deutlich runterschrauben zu können.In den neuen Bundesländern ist es gängig, dass Kinder mit knapp einem Jahr die Krippe besuchen und Frauen schnell in ihre Anstellung zurück kehren. Aber was ist, wenn man nicht gleich in die Ganztagesbetreuung starten müsste? Was ist, wenn man umdenken würde? Was ist, wenn man die Kinder plötzlich nur noch stundenweise in die Betreuung (ab)geben müsste, weil man von zu Hause aus arbeiten könnte? Ich weiß, dass mein Beitrag nicht generell für alle Berufsgruppen eine Lösung bieten könnte, aber beachtlich viele Mütter – egal welcher Branche – wären dazu bereit sich neu zu orientieren, Wissen anzueignen und weiterzubilden, um sich den Traum vom Homeoffice zumindest für die ersten Jahre ihres Kindes zu verwirklichen und so mehr Familienzeit zu gewinnen.

Homeoffice für Mütter

Ich habe in der letzten Woche eine Diskussion in der Mamahoch2 Gruppe verfolgt und war schockiert, wie viele Mütter aus Zwang wieder mehr als 30 h arbeiten gehen und sich gegen ihren Herzenswunsch entscheiden. Es fehlt an Möglichkeiten und der finanziellen Absicherung. Alle äußerten den großen Wunsch nach einer Anstellung im Homeoffice, am besten am PC und sie würden gerne zu Hause bleiben und so mehr Zeit mit ihren Kleinkindern gewinnen. Sie würden die Fremdbetreuung dann am liebsten nur halbstags nutzen, sich Fahrtwege zu Arbeit sparen. Ich kann an dieser Stelle verraten: Es funktioniert. Ich habe selbst Angestellte und freie Mitarbeiter mit denen ich ausschließlich telefonisch und per Chatfunktion Kontakt halte. Alle Damen haben relativ freie Zeiteinteilung und die Arbeitsergebnisse sind dementsprechend solide, weil sie das tun, was Spaß macht und dann tun, wenn es Spaß macht. Und es geht noch weiter: Hier ist selten jemand krank, die Motivation ist hoch und es herrscht ein freundliches Miteinander. Sie haben mehr Zeit für ihre Kinder. Sie können die Kinder oft mittags abholen und sind dadurch zufriedener, weil Gehetze von der Arbeit in die Kita ausfällt. Durch die Flexibiltät ist es möglich auch mal einen Tag „frei“ rauszuarbeiten und somit wesentlich freier leben zu können. Das alles sind Vorzüge, die für mich das Homeoffice bietet und damit eigentlich unschlagbar attraktiv machen.  Warum sehen aber so viele andere Arbeitgeber dieses Potenzial nicht? Was schreckt ab?

P.S. Mein Beitrag stellt keinerlei geschlechtliche Bevorzugung dar. Natürlich begrüße ich auch Väter, die sich nach einer Lösung sehnen, flexibler zu arbeiten. Diese dürfen sich genauso angesprochen fühlen, wie Mütter.

Was denkst du darüber? Würdest du vielleicht selbst gerne von zu Hause aus arbeiten? Wo denkst du, liegt das Problem?

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Sabrina

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  1. Susanne 15. Dezember 2017 at 21:50

    Hallo,
    die neuen Bundesländer sind auch schon 28 Jahre alt…
    Warum ist es denn üblich, sein Kind mit einem Jahr in die Ach so böse Fremdbetreuung abzugeben? Vielleicht unter anderem, weil die Löhne hier noch immer ungerechtfertigt geringer sind als im „Westen“ und ein Einkommen oft nicht reicht? Oder weil „Frau“ nicht nur abhängig vom Mann sein will? Der Gründe gibt es viele, und ich hasse Verallgemeinerungen. HomeOffice mag toll sein, wenn das (Klein-)Kind 6 Stunden tagsüber schläft. Wie soll ich arbeiten, wenn ich aufs Kind achte? Da bleibt doch was auf der Strecke… LG Sanne

    antworten
    1. Sabrina 18. Dezember 2017 at 15:23

      Hier steht weder, dass man die Kinder NICHT in die Einrichtung geben soll, noch dass es für alle die Lösung ist, noch, dass Frau abhängig vom Mann sein soll, noch, dass Kinder neben Mama spielen oder 6 h schlafen? Hast du den Beitrag gelesen oder überflogen?

  2. Katja 26. November 2017 at 0:50

    Hallo liebe Sabrina,
    du sprichst mir voll aus dem Herzen… ich würde so gern mehr bei meine Kinder sein und nicht ab nächsten Frühjahr wieder arbeiten gehen müssen … mich macht der Gedanke, meine kleine Tochter 12 Monate jetzt, in der Krippe ab zugeben ganz krank… dann geh ich wieder 30 h und flitze zwischen Arbeit und Kids hin und her
    … Wäre nur das dumme Geld nicht oder Oma u Opa da die meine 2 Kids Stundenweise nehmen würde.
    Leider habe ich keine Alternative gefunden von zu Hause zu arbeiten … ich würde sogar was anderes machen!

    antworten
    1. Sabrina 26. November 2017 at 1:04

      ich kann ich so so so so sehr verstehen <3

  3. Anja 21. November 2017 at 11:50

    Hallo,
    woran das Problem liegt, kann ich mir nur so erklären. Es würde die Kontrolle fehlen, ob der Mensch am anderen Ende auch wirklich arbeitet. Bei Projekten, die in einer vorgegebenen Zeit fertig sein müssen, ist das ersichtlich, aber in der Verwaltung nicht. Der Deutsche steht eben darauf, seine Untergeben bei sich zu haben, damit er sich auch als Chef (meist männlich) fühlen kann! Meine Erfahrung…

    antworten
  4. Alex 20. November 2017 at 1:20

    Hallo! Ich habe den Artikel und die Kommentare durchgelesen und finde mich hier und da wieder. Ich selbst mache als Angestellte seit fünf Jahren Home-Office an zwei Tagen à 6 bzw 7 Stunden in der Woche. Meine Kinder haben trotzdem einen Ganztagesplatz in der KiTa. In Elternzeit habe ich ein halbes Jahr mit Kind zu Hause gearbeitet und das war Stress pur. Ich wurde weder meinem Kind noch meinem Arbeitgeber gerecht. (@Sabrina, dein Beitrag liest sich als ob deine Kinder zu Hause sind. Das sind sie nicht, wie ich aus den Kommentaren lesen konnte) Ich habe zu allen möglichen Tageszeiten gearbeitet und alles hat gelitten. Es war nicht schön. Jetzt ist das Home-Office arbeiten entspannter. Jungs sind im KiGa und ich kann morgens sobald die Geschäfte aufmachen einkaufen oder Arzttermine wahrnehmen ohne es in den Nachmittag verlegen zu müssen. Spülmaschine und Wäsche waschen/ trocknen läuft nebenbei. ABER: Es gibt bei uns definierte Regeln für einen Home-Office Platz. Ich habe Zeiten an denen ich erreichbar sein muss, wie im Büro. Nachteil beim Home-Office man braucht Platz. Klar geht auch ein Esstisch und der Laptop. Für mich ist es bei regelmäßigem Home-Office zu mühsam und anstrengend 7 Stunden in einen kleinen Bildschirm zu starren. Es muss alles immer wieder Kinder- und Diebstahlsicher aufgeräumt werden. Auch für den Partner sind interne Dokumente tabu. Ich kann mich mit einem kleinen Bürozimmer im Haus glücklich schätzen. Abschließen und Feierabend. Es gehört auch viel Selbstdisziplin dazu. Nicht zuviel zu arbeiten aber auch überhaupt zu arbeiten. Ich glaube, manchmal würde es schon reichen, wenn Arbeitnehmer ( egal ob Mutter oder Vater) in Krankheit vom Kind oder Ausfall der Schule ab und zu von zu Hause arbeiten könnte. Damit wäre schon vielen geholfen. Der Arbeitgeber hat keinen Ausfall und die Arbeit wird an dem Tag gemacht egal wann. So kann man in kleinen Schritten anfangen Vertrauen aufzubauen und Vorurteile gegenüber dieser neuen Arbeitsform abzubauen.
    Noch ein kurzer Gedanke zur Gleichstellung von Partnern egal ob Eltern oder nicht. Mein Mann hatte schon immer mit oder ohne Kinder Aufgaben im Haushalt. Wir haben beide Vollgearbeitet, warum soll ich abends alleine Wäsche zusammelegen und er sitzt daneben und daddelt? Nur weil ich eine Frau bin und das nun Mal so ist? Hallo?!?! Klar mache ich jetzt mehr,weil ich auch „mehr“ zu Hause bin. Trotzdem heißt das nicht, dass ich alles mache. DAS würde auch manchmal schon viel helfen den Alltag für eine Mutter/ Arbeitnehmerin/ Partnerin zu vereinfachen. Man möchte auch Mal ein paar Stunden in der Woche „ich“ sein.

    antworten
  5. Melanie 17. November 2017 at 10:48

    Hi,

    ich gestehe, beim lesen, den Grundgedanken vertrete ich genauso. Ich bin selber eine Mama die mit dem zweiten Kind die Brocken bewusst hingeschmissen hat um für Kind 2 und das noch geplante dritte daheim zu sein. Bewusst auf Geld verzichtet hat, gemeinsam mit dem Vater so entschieden. Das bereue ich nicht. Homeoffice kommt in meinem Beruf im übrigen nicht in Frage und ich bezweifle auch, dass eine Mama mit Säugling oder Kleinkind(ern) ohne weitere Betreuung in höherem Umfang realistisch sehr effektiv arbeiten kann, aber darum geht es mir gerade weniger. Mir geht es um deinen Grundgedanken im Umdenken. Gesellschaftlicher Druck, finanzielle Nöte vs Zeit mit dem Kind. Homeoffice als Möglichkeit für Mütter an beidem teilzuhaben. Nun stellen sich mir zwei Fragen. Wieso? Du stellst selber fest, dies *auf allen Hochzeiten tanzen* warum tun wir Frauen uns das an. Und würden wir das nicht noch ausbauen damit? Wenn ich wirklich Zeit mit meinem Baby haben will muss ich dann sobald es schläft auf einen Bildschirm schielen? Muss ich bzw will ich dann wenn es schläft neben dem Haushalt, dem Pekip und Co auch noch an Bürodeadlines denken? Natürlich macht es Homeoffice leichter, aber eher doch für den Beruf. Und zweite Frage die sich mir stellt ist, wenn ich schon umdenke, wieso bitte dann immer die Frau. Warum machen immer die Mütter sich diese Gedanken? Wie schaffe ich es Partnerin zu sein, Supermaóm, super Haushalt, super Figur, und bitte jetzt auch noch daheim nebenbei den Job? Klar wir sind von Natur aus die Care Wesen unter den Geschlechtern aber Herr Gott noch eins schaufelt euch doch nicht alle freiwilig immer mehr zu. Emanzipation schön und gut aber letztlich haben wir damit nur eins erreicht, nämlich noch mehr auf allen Hochzeiten zu routieren. Ich liebe meinen Job total aber ausleben kann ich ihn bewusst nur weil ich eins eingefordert habe, nämlich den Papa. Der die Kinder betreut, wenn ich Spatdienst habe, Früh Schule, Frühe deinste Eltern, mittags habe ich sie, abends der Papa wenn es denn dann ansteht.

    antworten
    1. Sabrina 17. November 2017 at 18:23

      Hey Melanie, ich beantworte dir gerne deine Fragen (aus meiner Sicht). Nun, ich meine damit gar nicht Kind neben dem Bildschirm, sondern vielmehr die Möglichkeit trotzdem zu arbeiten (wenn der Wunsch so ist und es finanziell nicht anders geht) aber dadurch eben die Fremdbetreuung wesentlich runterschrauben zu können. Durch das Arbeiten zu Hause hat man den Vorteil, dass man schneller an der Kita ist, Fahrtwege einspart, Halbbetreuung in den Rahmen des möglichen rutscht usw. Das ist aus meiner Sicht der Vorteil im Gegensatz dazu, dass ich in eine Firma fahre. Ich bin freier. Ich bin desweiteren total deiner Meinung: Emanzipation hat aus uns „Maschinen“ gemacht. Das Problem ist jedoch, dass wir nicht im finanziellen Luxus leben, dass Hausfrauen dafür bezahlt werden Mutter zu sein. Die Väter habe ich nur zum Schluss erwähnt, weil sich unsere Seite einfach an Mütter richtet und ich von mir sprechen wollte. Also kurzum, warum wir auf allen Hochzeiten tanzen: Weil es oft finanziell nicht anders möglich ist, wir nicht flexibel sind, Möglichkeiten fehlen, Männer ungern von den Arbeitgebern in Teilzeit beschäftigt werden, Männer häufig ohnehin mehr verdienen usw. Für mich gibt es viele Gründe, warum ich zu Hause sein möchte, aber eben nicht auf Einkommen gänzlich verzichten kann.

  6. Bettina 17. November 2017 at 9:31

    Hallo Sabrina,
    ich fände es super, wenn ich von zu Hause arbeiten könnte. Denn wir könnten das Geld verdammt gut gebrauchen (wer nicht?). Da mein Mann im Schichtdienst arbeitet und wir keine andere Betreuung ausser Kita/Schule haben, bin ich gezwungen darauf zu verzichten. Das bedeutet also auch, dass wir uns kaum Dinge wie Kino, schwimmen etc. mit den Kindern (wir haben drei) erlauben können. Und das ist echt frustrierend..
    Selbst wenn ich es versuchen würde ausserhalb von zu Hause zu arbeiten, hätte spätestens mit den Ferien und den Ausfällen Kita/Schule und Krankheiten ein Problem… Daher sollten alle Mütter die Möglichkeit bekommen zu Hause zu arbeiten. Denn wenn die Kids morgens aus dem Haus sind, würde es funktionieren oder halt wenn sie im Bett sind mal für ein/zwei Stündchen..
    Das es mit Babies vielleicht nicht ganz so toll funktioniert ist mir aber auch klar. Da sollte es flexible Regelungen geben.
    Naja, so bleibt alles nur ein Träumchen – für mich jedenfalls.

    antworten
  7. Susanne 17. November 2017 at 7:14

    Hallo, mich verärgert der Artikel ein bisschen. Meiner Meinung nach ist zunächst das Selbstbild bzw die Erwartungshaltung schuld. Hier wird allen ernstes noch ein altes Frauenbild propagiert, nur mit der Ergänzung, dass Frau neben den ganzen Aufgaben, die sie machen will (muss), auch noch arbeiten muss, weil Dir Familie sonst zu wenig Geld hat. Also Kinder, Küche, und eheliche Pflichten. Um dies den Frauen zu ermöglichen, sind Arbeitgeber in der Pflicht? Nein.
    Ich bin ebenfalls selbstständig, denn das ist die einzige Lösung, genau die Erwartungen zu bedienen, die man selbst hat. Und ich habe zufällig seit letzter Woche einen Tag Homeoffice geplant. Meine Kinder sind an dem Tag 8 Stunden in der Kita, wie an jedem anderen Arbeitstag auch. Denn sonst könnte ich zu Hause überhaupt nicht schaffen. Daher wäre Home Office mit Kindern zu Hause für mich überhaupt gar nicht denkbar. Die Kinder würden die ganze Zeit neben mir und Aufmerksamkeit von mir fordern und ich könnte mich kein Stück auf meine Arbeit konzentrieren. Homeoffice heißt aber, dass ich weniger Wege habe.immerhin.
    Homeoffice in Verbindung mit Selbstbetreuung der Kinder zu bringen, halte ich daher für nicht möglich. Und ganz ehrlich, wenn man Homeoffice mit Flexibilisierung der Arbeitszeiten meint, bin ich auch nicht sicher, ob das die Lösung ist. Denn so arbeite ich auch schon seit Jahren. Tagsüber früh am Nachmittag frei machen, und abends noch weiter arbeiten. Auf meine Arbeitszeit komme ich locker mit 40 bis 50 Stunden wöchentlich. Aber das ist doch eigentlich nicht das Ziel. Denn dadurch ist man selbst überhaupt nicht entspannter, oder schafft mehr Bezug zu den Kindern, denn in der Zeit, wo man die Kinder dann hat, ist man trotzdem unausgeglichen. Man kann nicht allen gerecht werden. Ich würde als Arbeitnehmerin definitiv nur noch Teilzeit arbeiten, als selbständige kann ich das allerdings nicht, weil meine Kosten ja gleich hoch bleiben, dann kann ich nicht weniger Einnahmen haben. Die Alternative ist daneben, weniger mit den Kindern zu machen, oder eben selbst ganz zurück zu stecken. An den Haushalt gar nicht denken.

    antworten
    1. Sabrina 17. November 2017 at 8:48

      Hallo Susanne, hier redet aber gar keiner davon, dass die Kinder zu Hause sind, wenn die Mutter arbeitet.Ich verstehe dich und gebe dir recht. Natürlich müssen sie trotzdem betreut werden, aber man ist doch wesentlich flexibler (Das ist Meine Meinung.) und ich finde das alte Rollenbild der Frau gar nicht so häßlich, wie es oftmals hingestellt wird. Ich habe nichts dagegen, wenn ich mich nicht in einer Firma neben Mitarbeitern beweisen kann. Für mich ist das nicht wichtig. Natürlich ist das eine individuelle Geschichte. Warum dich der Beitrag wütend macht, verstehe ich daher nicht ganz. Wahrscheinlich trifft dich das Thema? Warum? Hast du schlechte Erfahrungen gemacht? (Das ist gar nicht böse gemeint)

  8. Manja 17. November 2017 at 0:05

    Hallo Sabrina,

    Du sprichst mir aus der Seele. Bei mir persönlich liegt es am Arbeitgeber, seiner unflexiblen Haltung, aber auch daran das in meinem Unternehmen große Unterschiede gemacht werden welche Funktion jemand ausübt. Der einfache Sachbearbeiter kann kein Homeoffice machen eine Angestellte oder Angestellter mit abgeschl. Studium jedoch schon. Ich denke der Großteil der deutschen Unternehmen hinkt einfach viel zu sehr hinter her, ich hoffe in den nächsten jahren erfolgt ein Umdenken. Meine Kinder werden dann wahrscheinlich so groß sein das es für mich nicht mehr so tragisch ist weil sie einfach selbstständiger sind. Im Moment würde ich sehr gerne ein paar Tage in der Woche von zu Hause arbeiten. Lg

    antworten
  9. Gitta 17. November 2017 at 0:01

    Ich arbeite in der Software-Branche und bei meinem Arbeitgeber ist Homeoffice zumindest ein oder zwei Tage pro Woche problemlos möglich. In Ausnahmefällen sicherlich auch mehr. Ich fahre aber auch jeden Tag zwei Stunden Auto. Daher überlege ich aktuell die Stundenzahl wieder zu reduzieren. Auch wenn meine Kinder mit 6 und 4 Jahren schon etwas größer sind. Aber ich habe das Gefühl gerade unserem Schulkind überhaupt nicht mehr gerecht zu werden….

    antworten
    1. Susanne 17. November 2017 at 16:22

      Sabrina, “wahrscheinlich trifft Dich das Thema“.
      Es ist sicherlich auch besser, wenn man so angreifend wird, im homeoffice zu arbeiten! 😉

    2. Sabrina 17. November 2017 at 17:49

      Das war überhaupt nicht wertend gemeint von mir. Ich habe es auch 5x versucht zu schildern, dass es MEINE Meinung ist. Warum wird hier zwischen den Zeilen gelesen?

  10. Alina 16. November 2017 at 21:31

    Ich glaube, das größte Problem sind in usnerer Gesellschaft zwei Dinge: Zum einen das Festhalten an der 40-Stunden-Woche. Mit endprechender Fahrzeit und pausen sind das 9-10 Stunden täglich, selbst mit einer Ganztags-Betreuung von 7-17 Uhr wird das sauknapp. Und das andere ist die Verteilung von erwerbsarbeit innerhalb der Familien: Papa Vollzeit (40 Stunden) und Mama Teilzeit (10-25 Stunden). Würden beide Elternteile die Arbeitszeit hälfitg 30h/30h verteilen können, wäre auch das entspannter. Mein mann und ich streben dieses Modell an, allerdings sind Männer in Teilzeitstellen massiv unerwünscht.

    antworten
    1. Sabrina 17. November 2017 at 8:50

      Da gebe ich dir Recht, ich habe schon oft gehört, dass Männer Teilzeit nicht bewilligt bekommen.

  11. Ehle 16. November 2017 at 20:32

    Viele scheinen unter Homeoffice zu verstehen, dass die Kinder ebenfalls zu Hause sind. Ich sehe das auch so, dass man dann zu nichts käme. Meine beiden sind in der Kita bzw. bei Oma. Aber auch das ist durch Homeoffice alles stressfreier. Ich müsste sonst jeden Tag über 1 Stunde zur Arbeit hin und über 1 Stunde auch wieder zurück fahren. Ausserdem wäre im Notfall keiner vor Ort. Und ich kann mir im Gewissen Maße die Arbeit einteilen und, wie Sabrina sagt, auch mal abends was machen.

    antworten
    1. Sabrina 17. November 2017 at 8:51

      Ja,das wurde leider missverstanden: Ja, ich habe durch Homeoffice hinten raus mehr Zeit für Kinder, aber nein: es heißt nicht, dass sie daneben zu Hause sitzen.

  12. Mira 16. November 2017 at 15:13

    Liebe Sabrina,
    vielen Dank für den tollen Beitrag! Du sprichst mir aus der Seele! Ich war lange Zeit ausschließlich im Homeoffice tätig, auch während der Elternzeit, was unheimlich gut funktioniert hat. Als der Knirps noch zu Hause war, konnte ich meine Arbeit so einteilen, dass ich sie erledigt habe wenn er schlief oder wenn er bei Oma&Opa war. So war ich gleichzeitig gezwungen, effizient zu arbeiten. Telefonkonferenzen o.ä. musste ich dann natürlich immer ganz genau planen, aber es hat gut geklappt. Als er dann in die Kita kam, war das Homeoffice auch total super, da ich ihn früher abholen konnte und da der ganze Stress des ins Büro Fahrens wegfiel. Leider hat der ganze Rest im Unternehmen nicht (mehr) gepasst, sodass ich den Arbeitgeber gewechselt habe. Nun fahre ich täglich ins Büro, arbeite deutlich weniger Stunden als vorher aber habe trotzdem nicht mehr Zeit fürs Kind. Finanziell sieht es hingegen mau aus und da ich bald wieder in Elternzeit gehe, wird sich das noch verschlechtern. Mein derzeitiger Arbeitgeber bietet zwar grundsätzlich Homeoffice an, aber nur für hohe Positionen und eigentlich wird es doch nicht so gern gesehen, wenn man regelmäßig von zu Hause aus arbeitet. Vor allem nicht über einen längeren Zeitraum nach der Geburt eines Kindes. Grund hierfür ist vor allem die nicht ganz so optimale Kommunikation…
    Nun begebe ich mich also wieder verzweifelt auf Jobsuche, zunächst für einen Minijob im Homeoffice während der Elternzeit. Aber schon hier ist es unheimlich schwierig etwas passendes zu finden. 🙁 Auch langfristig werde ich versuchen wieder eine Stelle mit der Option Homeoffice zu finden, um Beruf, Famile und berufsbegleitendes Fernstudium unter einen Hut zu bekommen.

    Im übrigen betrifft dieses Thema nicht nur Mütter. Könnte mein Mann, der unter der Woche auswärts wohnt und arbeitet, 1-2 Tage pro Woche oder meinetwegen auch nur alle zwei Wochen von zu Hause aus arbeiten, so wäre dies eine unheimliche Entlastung. Aber sein Arbeitgeber ist dem gegenüber überhaupt nicht offen. Es wird sofort unterstellt, dass der Mitarbeiter im Homeoffice nicht ordentlich arbeitet und nur privates macht. Es mangelt also an Vertrauen (und aus Erfahrung muss ich leider sagen, dass es tatsächlich immer wieder schwarze Schafe gibt…).

    Wie hier schon mehrfach gesagt wurde, würde ich mir grundsätzlich für Mütter und Väter mehr Flexibilität wünschen, um mehr Zeit für Kinder und Famile zu haben. Auch für die Teilzeitarbeit während der Elternzeit. Es ist ja toll, wenn diese mit Elterngeld Plus etc staatlich gefördert wird. Aber was nützt es, wenn sie sich nicht oder nur zu Lasten der Kinder umsetzen lässt?

    antworten
  13. Nictom 16. November 2017 at 12:57

    Hallo Sabrina,
    leider habe (und werde ich wohl auch nicht können) ich das Homeoffice nicht ausprobiert. Ich bin Bauing. und bei einer Kommune angestellt um deren Ingenieurbauwerke wie Brücken und Stützwände zu prüfen, Sanierungen auszuschreiben und ggf auch die Bauleitung zu übernehmen.
    Theoretisch funktioniert wohl teilweise dabei ein Homeoffice, ist hier aber nicht erwünscht um den Gleichstellungsgedanken an alle städtische Mitarbeiter zuerhalten. Hinterher kommt am Ende noch jmd anderes auf die Idee, (als Politesse, Straßenbauer, Winterdienstfahrer, Kehrwagenfahrer etc. ) auch einen Homeofficeplatz zubeantragen.
    Zum anderen sind nun mal meine Bauwerke draußen, allerdings könnte ich mir teilweise auch die Arbeit mit Heim nehmen in dem ich die Prüfberichte 50km entfernt der Bauwerke schreibe.
    Aber ich kann mir einen kompletten Arbeitsplatz Zuhause schwer vorstellen, mir würde da immer wieder etwas zwischendrin einfallen… Piep Wäsche fertig, mal flott aufhängen… Peip Spülmaschine fertig, mal eben ausräumen, oje, da kommt der Müll, erstmal flott durchs Haus die Eimer zusammensuchen und in der Tonne leeren bevor der Wagen vor deiner Tür steht… Oh, Post kommt, mal eben durchs Prospekt schielen… Oh, Oma ruft an… Ich fürchte, mich müsste ich stark disziplinieren um nicht auch andere Arbeiten Zuhause durchzuführen.
    Aber dann auch den Abstand zur Arbeit zubehalten wenn man Zuhause ist und nicht noch mal zwischendrin, wenn die Kinder Zuhause sind und eigentlich Aufmerksamkeit verdienen, dann noch mal eben schnell ein Projekt fertigstellen.
    Mein Mann hat einen festen Wochentag mit Homeoffice, was mir auch gut tut, da er mir an dem Tag den Rücken zum Arbeiten freihält und dann die Kinder aus Kiga und Schule abholt.
    Ich arbeite 26 Wochenstunden in 40km einfache Fahrstrecke Entfernung von Zuhause (mein Mann auch, aber in die andere Richtung) Mo-Do um am Fr Dinge zuerledigen wie Auto zur Werkstatt, TÜV, Kinderarzt, Vorsorgeuntersuchungen (2x im Jahr) zum Friseur, Geschenke für sämtliche Ereignisse besorgen, und halt alle anderen Dinge die anstehen, wo der Mann sagt, Schatz, könntest du dies und jenes bitte Freitag besorgen?
    Haushalt, ja, der muss dann noch irgendwie nebenbei gemacht werden. Wenn das kleine Kind in der Wanne sitzt, putze ich halt das restliche Badezimmer, wenn die Kinder mal brav spielen, flott ne Wäsche auf oder abhängen und packen, gerne sofort auch flux wegräumen… Saugen, wie es gerade so passt und freitags, wenn Kinder noch nicht Zuhause sind, wischen.

    Wir Frauen sind schon kleine Wundermaschinen.

    PS: Meinen Beruf für einige Zeit komplett aufzugeben macht irgendwie für mich keinen Sinn, zum einen mag ich meine Arbeit zu sehr und zum anderen ist es schwierig, gerade als Frau in einer „Männerdomäne“ (wieder) fuß zufassen. Soweit ist die Berufswelt leider nun mal nicht.

    antworten
  14. Ehle 16. November 2017 at 12:50

    Hallo zusammen. Finde ich total gut und wichtig, dass das Thema mal angesprochen wird. Ich gehöre zu den wohl wenigen Glücklichen, die von zu Hause aus arbeiten können, sogar ohne Gehaltseinbußen. Und ich bin meinem Arbeitgeber extrem dankbar, dass es mir nach der Geburt meines Sohnes ermöglicht wurde. Inzwischen habe ich zwei Kinder und darf auch nach dieser zweiten Elternzeit wieder im Homeoffice weitermachen. Ich glaube, ein Problem der Arbeitgeber ist die fehlende Überwachbarkeit. Es erfordert einfach volles Vertrauen, dass man seine Arbeit zu Hause ordentlich macht. Erreichbarkeit zu festen Zeiten ist wichtig.
    Ein Nachteil am Homeoffice ist leider, dass man oft keinen richtigen Abschluss findet. Ich mache oft auch noch was „nach Feierabend“. Wenn man da nicht aufpasst, macht man unzählige Überstunden und hat plötzlich wieder kaum Zeit für die Kinder.

    antworten
    1. Sabrina 16. November 2017 at 13:23

      Hallo Ehle, ja das hast du sehr gut zusammengefasst. Homeoffice ist eine Vertrauenssache und hat viel mit Selbststrukturierung zu tun. Es kann gut sein, dass nicht jeder dafür gemacht ist. Ich werde, wenn die Kleine dann halbtags in die Kita geht bewusst diese 3 h als Arbeitszeit nutzen und dann abends noch ein paar Minuten dranhängen. Ich arbeite dafür auch manchmal samstags, aber genau das ist es, was mich so „frei“ macht.

  15. Andrea 16. November 2017 at 11:12

    Also ich finde Homeoffice interessant (mache es selber gelegentlich), aber weiß aus eigener Erfahrung, dass man kein Homeoffice machen kann, wenn die Kinder zuhause sind. Und das kann ich aus eigener Erfahrung mit einer 10 Monate alten Tochter sagen. Ich kann nur effizient Homeoffice machen, wenn die Kleine entweder in der Betreuung ist oder mein Mann zuhause ist und sich um die Kleine kümmert. Und ich würde behaupten, jede Mutter, die sagt, sie kann von zuhause aus arbeiten und gleichzeitig die Kinder betreuen hat entweder Aufgaben, die sich in 20-Sekunden-Slots abarbeiten lassen oder hat noch nie versucht konzentriert zu arbeiten, wenn neben ihr ein Kleinkind sitzt. Es ist – zumindest mir – nicht möglich, eine Telefonkonferenz (dauert ja auch gerne mal 60 Minuten) konzentriert und in Ruhe zu führen. Ja, selbst Emails für die man „nur schnell 5 Minuten“ braucht, lassen sich auch nicht einfach so mit Kind auf dem Arm schreiben. Natürlich kann man, wenn man im Homeoffice ist, mal ein Telefonat von zuhause aus führen oder schnell eine Email schreiben. Aber wirklich 8 Stunden konzentriert arbeiten geht eigentlich nicht, zumindest nicht wenn die Kinder zuhause sind.
    Daher frage ich mich bei dir bzw. bei euch: Wo sind eure Kinder, wenn ihr Homeoffice macht? Bzw. wie alt sind die? Klar, ein 10 jähriges Kind kann sich sicherlich „mal 2 Stunden“ lang alleine beschäftigen, aber gerade bei Kleinkindern und Babys wüsste ich nicht, wie man da „nebenbei“ arbeiten soll. Aber lasst es mich wissen, wenn ihr hier den ultimativen Tipp habt.

    antworten
    1. Sabrina 16. November 2017 at 13:25

      Huhu Andrea, nein der Gedanke ist ja vielmehr die freie Zeiteinteilung. So arbeiten wir z.B. wenn die Kids in der Schule sind oder abends und können flexibler reagieren. Das ist der Vorteil und du hast recht neben den Kids wird beides nur „halbe Sache“. Die Kleine wird irgendwann halbtags betreut in der Kita und das ist dann meine frei eingeteilte Arbeitszeit. Vlt kam das nicht so gut raus.

    2. Ute 17. November 2017 at 1:25

      Hallo Andrea,
      Ich gebe dir recht bei den 8h mit Kind, das halte ich auch für unmöglich. Ich habe bei beiden Kindern mit 6-7 Monate wieder angefangen zu arbeiten. Großteils im Homeoffice aber 1 Tag im Büro finde ich sehr wichtig. Zum einen um rauszukommen, zum anderen um auch das zwischenmenschliche zu pflegen. In der Zeit war dann mein Mann zu Hause und beim 2. Kind die Schwiegereltern.
      Beide Kinder hatten mit etwa einem Jahr einen Kitaplatz. An 1-2 Tagen fahre ich ins Büro (über 1h pro Weg), den Rest zu Hause. An den Bürotagen hat mein Mann Abholdienst. An den anderen schaue ich, dass ich die Kinder nach dem Mittagschlaf abhole.
      Wenn die Kleinen zu Hause sind, komme ich maximal zu rund 4h. Die sind dann aber über den ganzen Tag verteilt und wie du sagst nur konzentriert, wenn sie schlafen.
      Der Haushalt wird dann gemacht, wenn es reinpasst. Wenn es eine Telko zum zuhören ist, hänge ich nebenbei auch mal die Wäsche auf.
      Die Flexibilität erfordert Disziplin und Vertrauen. Ohne Homeoffice hätte ich in der Zeit bis zur Kita nicht arbeiten gehen können. Da wir einen großen Mangel an Mitarbeitern haben, geht der Arbeitgeber gerne auf die Mitarbeiter zu.

  16. Cecile Harris 16. November 2017 at 11:07

    Liebe Sabrina,

    100% richtig. Ich habe gerade den Schritt gewagt – eine superbezahlte sichere Stelle gekündigt, um mich im Homeoffice selbstständig zu machen – mit sehr viel weniger Einkommen, aber mit viel mehr Lebensqualität.

    Meine Gesundheit fing Anfang des Jahres an zu leiden, aus genau den Punkten die du erwähnt hast. 30 Stunden arbeiten, plus 60 km ein Fahrtweg, um 16:00 2 Kinder abholen, Entertainer, kochen, Haushalt… das ging irgendwann nicht mehr. So habe ich mich entschlossen, mein Nebengewerbe zum Hauptberuf zu machen und meinen bisherigen Job als freie Mitarbeiterin anzubieten.

    Es war ein langer Prozess, ich liebte meine Firma, meinen Job und zu arbeiten, aber irgendwann muss man sich eingestehen es geht nicht mehr. Teilzeit habe ich nichts gefunden. Homeoffice schon garnicht. (Es gibt aber viele Kundencenter die Homeoffice anbieten, wem’s Freude macht). Quasi dazu gezwungen bin ich in die Selbstständigkeit gerutscht, niemals hätte ich es für möglich gehalten, und doch war es eine tolle Entscheidung. Glücklicherweise lief mein Nebengewerbe schon recht gut so dass das Risiko gering ist.

    Schade, dass die Gesellschaft immer noch nicht versteht, dass Mütter tolle Arbeitskräfte sind. Sollte ich jemals virtuelle Unterstützung benötigen, werde ich die Erste sein, die Müttern diese Chance gibt!!

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  17. Vanessa A. 16. November 2017 at 10:18

    Von zu Hause aus arbeiten, würde vieles einfacher machen. Für mich als Pflegefachkraft aber nicht machbar. Ich habe nach meiner Großen 2 Jahre Teilzeit gearbeitet. Als sie Drei war ging es mit 35Std. Wieder in die Vollen. Zur Zeit bin ich mit dem 2 in Elternzeit. Die Große ist im August zur Schule gekommen und ich genieße es, ihr 1. Schuljahr intensiv begleiten zu können. Aber nächstes Jahr muss ich wieder voll einsteigen. Das Finanzielle ist sonst nicht machbar. Zuviele Verpflichtungen. Das funktioniert aber auch nur, weil der Papa und ich jetzt schon die Weichen stellen, damit immer einer bei den Kids sein kann.

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  18. Katrin 16. November 2017 at 10:00

    Hallo liebe Sabrina..Ganz lieben dank für diese offenen Worte. Ich sehe das ganz ähnlich wie du-statt immer mehr U3 Betreuungsplätze zu schaffen wäre es da nicht sinniger den Mamas eine bessere Alternative zu geben? Man könnte flexiblere Arbeitgeber mit staatlicher Unterstützung belohnen..oder eben das Homepage Office unterstützen. Ich bin zu Hause und betreue meine beiden Jungs-der eine ist 7 und der kleine Mann 1 1/2. Mir bleibt auch gar nichts anderes übrig weil mein Mann auf der Arbeit so flexibel sein muss das es für mich fast unmöglich wäre auch noch einem Arbeitgebern nach zu kommen. Als Alternative habe ich mein kleines Nählabel gegründet um wenigstens ein klein wenig zum Fanilienunterhalt bei zu tragen …Aber auch das fordert viel Kraft und Disziplin. .Gerade am Anfang..Trotzdem empfinde ich es als Bereicherung eben auch mal etwas nicht als Mami zu tun. Aber es ist wirklich so das man einen
    Hohen finanziellen Preis zahlt…kein urlaub…Auf neue Kleidung verzichten..Aber ich KANN daß eben machen…Leider nicht alle Mamis…Das finde ich schade. .. man sollte entscheiden können und nicht gezwungen werden. Ich finde immer jeder ob arbeiten oder zu hause bleiben-sollte das eben frei entscheiden können..Und nicht der Staat oder die Gesellschaft 😁danke nochmal für den tollen Beitrag!!LG Katrin

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  19. Jenny 16. November 2017 at 9:57

    Guten morgen! Ich würde Home Office auch sehr begrüßen. Mein Mann kann jeden Monat 24h von zu Hause aus arbeiten, welche er sich frei einteilen kann. Dadurch kann er alle Termine in Schule und Kita wahrnehmen, wobei ich meist aufgrund der unflexiblen Arbeitseit absagen muss. Er arbeitet bei uns Vollzeit – ich Teilzeit. Trotzdem ist er derjenige, der mehr in seiner Zeit schafft.
    Diese Flexibilität würde ich mit auch wünschen.
    Schöne Grüße aus Berlin

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  20. Ulrike 16. November 2017 at 9:50

    Hallo, es stimmt warum erkennen Arbeitgeber es nicht die Mütter mehr zu unterstützen. Ich persönlich habe zwar das Glück eine Arbeitsstelle mit festen Stunden auf Gleitzeit zu haben. Aber trozdem bin ich in der zeit nicht zu Hause und muss immer jemand für meine Jungs zuhause haben. Zum Glück habe ich meine Mama in der Nähe wohnen die dann immer einspringt wenn´s eng wird. Aber es hat ja nicht jeder das Glück die Eltern oder Schwiegereltern in der Nähe zu haben.
    Ich würde es total begrüßen wenn es mehr unterstützt werden würde im Homeoffice zu arbeiten. Oder das man genug Unterstützung bekommen würde das Mütter sich selbst um ihre Kinder kümmern können und diese nicht schon so früh in eine Betreuung geben muss.
    Liebe Grüße

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  21. Bianca 16. November 2017 at 9:35

    Hallo, mein Arbeitsweg beträgt seit fünf Monaten wegen Umzuges jetzt 100 km eine Tour. Ich würde gerne von zu Hause arbeiten, meine Chefin ist damit nicht einverstanden. Das ich zwei Stunden täglich weniger zu Hause bin, muss mein Mann auffangen. Es ist für uns alle, insbesondere für unsere zwei Töchter eine große Umstellung, beide schlafen jetzt mit mir im Ehebett, um wenigstens etwas Zeit mit mir zu verbringen. Wichtige Gespräche versuchen wir telefonisch zu erledigen. Am Wochenende habe ich ständig zwei Schatten hinter mir.
    Ich kann die Position meiner Chefin nicht nachvollziehen, ich bin auf Arbeit von der Fahrt geschafft, bin wesentlich müder als vorher (auch weil ich immer irgendwelche Arme oder Beine im Gesicht beim Schlafen habe), bin auf Arbeit auch mit den Gedanken immer wieder zu Hause, muss Stunden raus arbeiten um die Besuche in der Schule, Kita und Ärzten nebenbei abzudecken. Anderseits würde ich nicht immer auf dem aktuellen Stand auf Arbeit sein – aber auch die Informationspolitik könnte man verbessern.
    Ja, ich würde sofort, wenn auch nicht Vollzeit, auf Homeoffice umschwenken. Ein, zwei Tage die Woche würden mir schon reichen.
    Ich freue mich für Euch, dass ihr das so regeln konntet. Die technischen Möglichkeiten sind schon super.

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  22. Lila 16. November 2017 at 9:33

    Eine halbes Jahr lang hatte ich mal die Erlaubnis im Homeoffice zu arbeiten und es hat ganz wunderbar funktioniert. Für meine Chef war das aber anders. Ich denke ihm fehlte die Kontrolle über das was ich mache.
    Aktuell bin ich in Elternzeit und kann mir so gar nicht vorstellen wieder in meinen Job an den Schreibtisch zurück zu kehren. Das hat viele Gründe, aber einer liegt ganz klar darin, dass ich gerne zu Hause bei meinen Kindern sein möchte. Ich arbeite gern und brauche das auch, aber mehr Vereinbarkeit wünsche ich mir schon. Im Moment bin ich am überlegen wie ich meinen Wunsch realisieren kann. Aber ganz so einfach wird das wohl nicht werden.

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  23. Helen 16. November 2017 at 8:29

    Hallo ein schöner Beitrag und wer wünscht sich nicht häufiger im Home office zu sein.mein Arbeitgeber wird mir wahrscheinlich einen Tag home office ermöglichen , weil es sich sonst mit dem pendeln finanziell nicht lohnen würde. Bin ganz froh darüber.
    Das einzige was mir im Beitrag nicht ganz klar wAr, wie sieht es mit der Betreuung der Kinder aus? Ich postulier mal das Arbeit im home office und gleichzeitige Kinderbetreuung nicht funktioniert, so viel Multitasking kann kein Mensch. Vor allem wenn man sich sehr konzentrieren und im tagrsgeschäft erreichbar sein muss. Kein Arbeitgeber wird für eine geringere Leistung genau so viel bezahlen. Trotzdem finde ich home office ganz wichtig für Mütter um den Alltag zu entschleunigen, um nicht die Zeitnot beim abholen zu haben, den Alltag flexibler zu planen usw.

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    1. Sabrina 16. November 2017 at 13:30

      Hallo Helen, sie sind in der Kita, aber man spart sich eben bspw. die Fahrzeit zur Arbeit und kann durch die Homeoffice-Sache auf Halbtagsbetreuung umswitchen. Wir arbeiten zb. 08:00 – 12:00 und dann abends nochmal. Sicher muss man dafür auch „gemacht sein“

  24. Chris 3o12 16. November 2017 at 7:25

    Wo sollen denn die Kinder während der Arbeit im Homeoffice sein? Zuhause? Oder in der Kita und man spart sich nur die Fahrzeiten ins Büro?

    Ich arbeite selbst zu 50% im Homeoffice (öffentlicher Dienst) und kann mir Sicherheit sagen, dass das nur geht, wenn meine einjährige Tochter in der Kita ist oder die Oma bei uns ist und sie betreut.

    Arbeiten und währenddessen mein Schätzchen betreuen wäre undenkbar. Ich könnte niemals produktiv arbeiten (lese und schreibe hauptsächlich wissenschaftliche Texte etc.).

    Trotzdem ist das Homeoffice natürlich eine riesen Erleichterung, weil ich mir dadurch täglich ca 1,5 h und den ganzen Stress spare. Das war auch der Grund, warum ich schon nach 6 Monaten wieder mit 40% angefangen habe und total zufrieden damit bin 😇

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    1. Sabrina 16. November 2017 at 13:29

      Hallo Chris, sie sind entweder in der Kita (man spart die Fahrzeit) oder im Bett (man arbeitet, wenn sie schlafen). So lebe ich es jedenfalls und gönne mir den Luxus, dass die Kids nicht in die Ganztagsbetreuung rutschen.

    2. chris 16. November 2017 at 23:54

      Achso okay, dann hatte ich das wohl falsch verstanden 😉
      Wobei es bei acht Stunden bzw. achteinhalb plus Weg zur Kita ja eigentlich schon auf Ganztagsbetreuung hinaus läuft, oder? Zumindest wenn man eben wieder Vollzeit arbeiten will…

      Naja, die perfekte Lösung gibt es halt leider einfach nie. Zwei parallele Leben müsste man haben 😔

    3. Sabrina 17. November 2017 at 8:49

      Hallo Christina, für mich käme Vollzeit erst einmal gar nicht mehr infrage – egal wie 🙁

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