Wachstumsstörungen / Werbung

Die Größe unserer Kinder spielt schon im ersten Moment ihrer Geburt für uns eine Rolle. Direkt nach Klärung der Gesundheit erkundigte ich mich bei der Hebamme nach der Größe: „Und wie groß ist mein Baby?“.

Es scheint für uns nicht nur ein einfacher Wert zu sein, sondern ein Signal dafür, ob das Kind gesund ist und sich wie vorgesehen entwickelt. Durch die Vorsorgeuntersuchungen und damit verbundenen regelmäßigen Größenkontrollen bleiben wir mit dem Thema Wachstum in ständiger Berührung. Ich würde flunkern, wenn ich behaupten würde, dass es nicht beruhigend ist, wenn die Ärztin das Kreuzchen im Normbereich setzt.

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Durch meine Arbeit und den Alltag als Mutter weiß ich nur zu gut, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist und Normabweichungen keine Seltenheit sind. Nicht immer muss es sich dabei direkt um eine bedenkliche Wachstumsstörung handeln. Manchmal ist das kindliche Wachstum auch einfach verzögert oder beschleunigt. Trotzdem ist es wichtig als Eltern die Größe des Kindes zu beobachten und bei Unsicherheiten fachlichen Rat einzuholen.

Die Internetseite www.demlebengewachsen.de hat es sich zum Ziel gemacht über Wachstumsstörungen aufzuklären. Heute möchte ich in Zusammenarbeit mit ihnen einen Teil dazu beitragen und betroffenen Eltern eventuell auch direkt ein paar Unsicherheiten nehmen.

Wie groß unsere Kinder einmal werden

Ich glaube man muss nicht erwähnen, dass jedes Kind sich innerlich und äußerlich von anderen unterscheidet. In Hinblick auf die Größe spielen nicht nur die Gene eine große Rolle, sondern auch unsere körpereigenen Hormone, unsere Ernährung oder etwaige chronische Krankheiten. Vorhandene Größenunterschiede sind daher zunächst vollkommen unbedenklich.

[box type=“info“] Mit einer einfachen Formel lässt sich berechnen, wie groß ein Kind, den genetischen Voraussetzungen entsprechend, einmal werden könnte. So geht´s: Im ersten Schritt addiert man die Größe beider Eltern und teilt dieses durch 2. Bei Jungen addiert man daraufhin 6,5 hinzu / bei Mädchen subtrahiert man 6,5. [/box]

Die größten Wachstumsschübe haben Kinder in ihrem Babyalter und später in der Pubertät. Das erklärt auch, warum wir gerade in den ersten Monaten wirklich viele verschiedene Kleidungsstücke anschaffen und während der Kindergarten- und Schulzeit weniger häufig die Größen wechseln müssen.

Was macht man aber, wenn das Kind gefühlt gar nicht mehr wächst oder nur sehr langsam? Natürlich verunsichert es uns Eltern und wir beginnen innerlich Fragen zu stellen. Stimmt vielleicht etwas nicht? Trägt es die Kleidergröße nicht schon eine gefühlte Ewigkeit? Waren die Geschwister im gleichen Alter nicht größer? Man macht sich berechtigte Sorgen und vergleicht. Schließlich wollen wir unsere Kinder schützen und ernsthafte Gefahren oder Krankheiten von ihnen abwenden. Es ist in keinem Fall ein Vergehen den Kinderarzt offen auf seine Bedenken oder etwaige Unsicherheiten anzusprechen. Dieser kann mittels Untersuchungen und Kontrollen feststellen, ob es sich um eine ernst zunehmende Wachstumsverzögerung handelt und eine Behandlung anzuraten ist.

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Gute Vorbeugung durch engmaschige Kontrollen

Dank der regelmäßig anstehenden U-Untersuchungen können wir das Wachstum unserer Kinder gut mitverfolgen. Im gelben „U-Heft“ befindet sich auf den hinteren Seiten die sogenannten Perzentilkurve. Sicher hast du sie schon einmal gesehen. Sollte die Größe von der bisherigen Perzentilkurve abweichen, ist es möglich, dass das Wachstum gehemmt ist und die familienbezogene Zielgröße (siehe Rechnung oben) nicht erreicht werden kann.

Jedes Kind wächst auf seiner individuellen Kurve, manche auf P50, andere auf P30, P20 etc. Nach Abschluss des Wachstums erreicht das Kind dann die  voraussichtliche Endgröße, die am Ende der Kurve für P50, 30 oder 20 entsprechend angegeben wird. Sollte sich das Wachstum dauerhaft und / oder deutlich außerhalb des Normbereichs bewegen, wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein Kinderendokrinologe hinzugezogen. Dieser wird sich vor allem mit den Ursachen der Abweichungen auseinander setzen und gegebenenfalls entsprechende Behandlungsmethoden vorschlagen.

Das heißt gleichzeitig aber auch, dass nicht jede Abweichung sofort bedeuten muss, dass sich eine ernst zunehmende Wachstumsstörung dahinter verbirgt und medizinische Eingriffe notwendig sind. Manche Kinder wachsen in Schüben und holen die fehlende Größe in kurzer Zeit nach. Daher ist besonders unsere Einschätzung als Eltern wichtig. Wir kennen unsere Sprößlinge am besten.

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Was wir Eltern tun können

Den meisten Eltern fällt die Wachstumsverzögerung ihres Kindes von ganz alleine auf, weil es sich optisch natürlich von Gleichaltrigen durch die Größe unterscheidet. Weitere Merkmale können auch verspätete Zahndurchbrüche oder die Tatsache, dass das Kind auffallend weniger Muskelmasse und Energie als Gleichaltrige hat.

Wir Eltern tragen auch vorbeugend eine Menge dazu bei, indem wir:

  • die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrnehmen und das gelbe U-Heft mitbringen.
  • das Wachstum des Kindes beobachten und ggf. selbst das Wachstum anhand der Perzentilkurve überprüfen.
  • bei Unsicherheiten frühzeitig einen Arzt konsultieren und unsere Bedenken offen schildern.

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Darüber hinaus liegt es in unserer Hand Betroffenen das Leben durch plumpe Aussagen nicht noch schwerer zu machen. Menschen, die unter Wachstumsstörungen leiden (ob groß oder klein) sind einem ständigen Druck ausgesetzt. Besonders bei Kindern passiert es schnell, dass wir anhand der Größe Schubladen bilden und ein Alter zuordnen. Mit dieser Schublade kommen in unseren Köpfen eine ganze Reihe Verknüpfungen hinzu. Einem Kind, dass sehr groß ist, wird auf diese Weise häufig zu viel Verantwortung zugemutet, während dem zu kleinen Kind Können und Verantwortung aberkannt werden. Hier zeigt sich sehr gut, wie wichtig es ist nicht nach Äußerlichkeiten zu urteilen.

Allgemein betrachtet und vielleicht nicht nur in Hinblick auf Wachstumsstörungen sollten wir uns unsere eigenen Kinder als Beispiel nehmen, die wesentlich vorurteilsfreier anderen Menschen gegenüber treten. Es liegt in unserer Hand ihnen ein faires und respektvolles Miteinander vorzuleben, denn genau genommen sagt allein die Größe nichts darüber aus, wie ein Mensch ist und was er kann.

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Unter www.demlebengewachsen.de findest du viele weitere Informationen zum Thema Wachstumsstörungen. Betroffene erhalten zudem beim Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e.V. (BKMF) Unterstützung und Beratungsangebote.

Wie so oft möchte ich das Wort nun an meine Leser übergeben:

Hast du Erfahrungen mit Wachstumsstörungen gemacht? Ist dein Kind selbst betroffen? Wann und wie hast du es gemerkt? Was hast du unternommen?

Ich bitte beim Erfahrungsaustausch um ein respektvolles Miteinander. Danke.

Sabrina

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ommetar 0.000000e+0

  1. Claudia 26. Februar 2018 at 13:41

    Hallo Sabrina,
    Ich verfolge immer öfter deine Beiträge und finde es toll die Erfahrungen zu sammeln oderandere Beiträge.
    zum Thema wachsen kann ich gut was beitragen, unsere Tochter 4 Jahre ist 91cm groß sie ist sga kleinwuchs. Das heißt sie ist zu klein und zu leicht auf die Welt gekommen trotz normaler Schwangerschaft mit Kaiserschnitt. Klar jetzt werden viele wieder sagen oh Gott Kaiserschnitt wie kann man nur. Aber mein Sohn kam ca. 14tage zu früh mit 20 Stunden wehen, pda und zum Schluss Not Kaiserschnitt weil der Muttermund immer 2cm war.
    kurzum deshalb.
    So zurück. Sa meine Tochter 2220g und 44cm gross auf die Welt kam. Sagte jeder die wird schon gross du wirst sehen. Aber ihr wisst vielleicht manche Mamas kennen dieses Gefühl man sieht sein Kind an nach der Geburt und spürt irgendwas stimmt nicht. Sowas es such bei mir, ich dachte mir immer ich weiß nicht so recht. Obwohl immer alle sagten Freunde Verwandten die wird schon noch groß. Gut sie könnte am Anfang auch nicht ihre wäre selber halten.
    nach der zweiten Untersuchung beim Kinderarzt meinte ich das es mir so vor kommt als wenn sie nicht richtig wächst. Der Kinderazrtfand es schon komisch da sie immer noch so klein war gerade mal 48 cm groß. Größe 50 passte immer noch nicht. Als dann die nächste u Untersuchung anstand und sie immer noch so klein war. Nahm er ihr Blut ab kleines Blutbild nichts alles normal. So Impfungen alles gut. Bei der nächsten Untersuchung war sie immer noch 8cm unter den 3%perzentiele. Also wieder Blut grosses Blut Bild nichts. Dann kam der Anruf das weil bei dem großen Blutbild auch nichts rauskam wir doch bitte in die kinderklinik sollen auf Verdacht kleinwuchs. Und ehrlich gesagt ich habe das schon geahnt als ich sie gesehen habe das da was ist und ne freundin sagte zu mir solche Gefühle stimmen in meisten Fällen, für mein man war es ein SCHOCK. Kurzum Wir waren im genetikum bei uns in Ulm, die haben ebenfalls Blut genommen, ihre Chromosome wurden auch auf Mutationen untersucht. Weil sie so gar nicht in die kleinwuchs Schublade passt da sie nichts davon hat was andere haben mit dem sga kleinwuchs. Wir müssen jedes Jahr ins Krankenhaus zur Kontrolle, jetzt da sie ja letztes Jahr vier wurde kam dann sie Sprache auf auf Hormon Therapie ja /nein.
    Wir haben uns für Nein entschieden war nicht leicht für meinen Mann aber für mich schon. Fact ist die würde 1.20m groß werden. Aber ich muss dazu sagen, sie ist körperlich und geistig ganz normal wie andere Kinder in dem Alter. Aber man muss diese Therapie bis nach der pupertat machen, das heißt jeden Abend spritzen, es wird aber nicht garantiert on man die 10bis 15cm erreicht oder ob es klappt. Nebenwirkungen finde ich in solch einem Fall SEHR wichtig. Diabetes kann nach Abbruch wieder weggehen,Schilddrüsen Probleme bleiben nach Abbruch. Das was ich am meisten Angst gemacht hat ist gehirnwasser Schäden ich gehe lieber nicht näheres ein. Ich sag nur so viel man könnte mit dem letzten im schlimmsten Fall aus einem total gesunden Körperlich Fitten Kind ein krankes machen. Das wollte ich persönlich nicht. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten hohe Schuhe werweis vielleicht wird die doch noch etwas größer. Klar werden die Kinder immer in eine Schublade wegen der Größe gesteckt. Aber ich finde wenn man sie so behandelt wie „normale“ Kinder wäre das auch besser für das selbstbewusst sein. Meine Tochter hat auch im Klo zwei Stufen stehen das sie alleine auf Klo kommt sie hat ordentlich gut Kraft und wir versuchen sie normal wie möglich zu erziehen. Der Bruder musste da such schon einiges einstecken von der Schwester kämpferisch mit seine 1.30m.

    antworten
  2. Sarah 22. Februar 2018 at 19:33

    Hallo zusammen,

    ich wollte mal kurz aus der Sicht einer „Betroffenen“ was dazu sagen 🙂
    Ich 1,43m groß und mitlerweile 35 Jahre alt und Mama von zwei Kindern.
    Ich war immer kleiner als die Anderen und eher schlank bis dünn. Mit 8 haben sich meine Eltern natürlich sorgen gemacht, sind mit mir in eine Kinderklinik und haben über eine Hormonterapie nachgedacht. Sie haben sich dagegen entschieden. Hauptgrund waren die Nebenwirkungen und das meine Oma auch sehr klein war. Der auslöser ihrer Sorgen war aber eine Mutter aus der Schule, dessen Sohn Hormone bekam, da sein körper fast null Wachstumshormone produzierte. Also auch wieder das gerede Anderer.
    Ich bin froh, dass ich bin wie ich bin! Allerdings bin ich halt einfach kleiner als Andere. Ich war immer bei vielen beliebt, bin nie gehänselt worden und war schon immer eher selbstbewusst.
    Ich denke dass sind die Hauptgünde warum ich als „laufender Meter“ rundum glücklich bin.
    Hört auf Eure Herzen, schaut Euch eure Kinder an und Entscheidet individuell für Euch selbst. Andere haben sich einfach raus zu halten!
    Meine Kinder sind bis jetzt im unteren drittel der Wachstumskuve(1,5 und 6 Jahre), mein Mann ist 1,70 unser Kinderarzt hat uns mal bei einer U-Untersuchung der großen angeschaut und grinsend gesagt: “ Wir wollen mal keine Wunder erwarten.“
    Aber gau dass sind all unsere Kinder!! Wunder jeden Tag aufs neue!!

    antworten
  3. Mona 22. Februar 2018 at 18:22

    Hallo zusammen,
    Wir haben zuhause 4 Kinder, ein finde ich unauffälliges, der mittlere ist Autist und hat Minderwuchs und 2 Extrem Früchchen.
    Mit heutigem Stand kann ich sagen, dann ist es halt so…wir kommen gut zurecht wie andere auch.
    Für mich sind hier alle Kids gleich,der eine oder andere ist mal anstrengend aber dafür braucht es keine besonderen Umstände finde ich.
    Den Minderwuchs hat erst der 3te Kinderarzt entdeckt mit 2,5 Jahren.
    Bei einer Untersuchung sind im Blut die zuwenigen Hormone entdeckt worden.
    Nach langem bitten und Internet Recherchen bekamen wir eine Überweisung in die Endokrinologie.
    Dort wurden wir ein halbes jahr vertröstet mit den worten vielleicht passiert ja noch was von allein…
    leider nicht.
    Dann Tests,Röntgen,MRT das volle Programm.
    Lange Stille dann die Nachricht das unser Sohn eine verkleinerte Gehirnanhangsdrüse hat.
    Was das heisst wahr uns nicht klar. Wieder an den Pc und forschen.
    Bei dem nächsten Gespräch wollte ich wissen wie wir vorgehen,da sagte man uns: Es passiert nichts vor dem 5 LJ.
    Ich wahr geschockt, er wahr jetzt schon fast 15cm kleiner wie gleichaltrige und konnte so grade gehen.
    Nach langen diskutieren, Telefonaten und Schriftverkehr haben wir gemeinsam unterschrieben das wir es in unsere Verantwortung nehmen das wir mit dem Hormonprogramm anfangen.
    Heute wird er 10 Jahre alt und ist noch etwas kleiner wie andere, ja es fördert den Autismus und hat manche unangenehme Nebeneffekte.
    ABER hätten wir diesen Schritt nicht getan wäre er heute 120cm groß und käme nie in die Pupertät.
    Wir würden es auch heute immer wieder genauso tun,denn er soll die selben Möglichkeit haben wie andere Kids auch.
    Es ist oft ein Kampf mit Krankenkassen, Ärzten und dem Kind selbst, wir sind überzeugt das unser Sohn es irgendwann versteht und froh ist das wir hartnäckig waren.
    Ich kann nur sagen bei aller Schwierigkeit die euch im wege liegt,glaubt an euch und kämpft für die Kinder es lohnt sich immer.
    Wir haben viel Gegenwind und Unverständnis, es ist oft schwer und hat viele trübe Tage, wir wollen Stark bleiben für die Kinder und weil wir hoffen das es irgendwann leichter wird.

    antworten
  4. Carolin 22. Februar 2018 at 14:59

    Uns geht es auch ähnlich wie Cornelia geschrieben hat – allerdings mit einem Jungen: im Dezember 6 Jahre geworden, hat er bei der Schuleingangsuntersuchung vor kurzem erst irgendwas knapp über 1m (!) auf die Messlatte gebracht… Dünn und zart außerdem… Aber was soll ich machen?! Ein Handröntgen vor über einem Jahr hat ergeben, dass sein Knochenwachstum noch nicht seinem tatsächlichen Alter entspricht, er also durchaus irgendwann weiter wachsen wird…
    Bis dahin werden mich meine Geschwister wohl weiter fragen, was mit ihm ist – zumal er auch wenig Fleisch isst, würde meine „Ernährungsberaterin“-Schwester jetzt monieren… Ich selbst bin auch nur „ausgewachsen“ knapp 1,60m, mein Mann 1,84m, unsere Große ist auch kleiner als gleichaltrige Mitschülerinnen (die tlw. schon so groß sind wie ich!) – so what…
    Er kommt jetzt im Sommer in die Schule und der Direktor, der ihn letztes Jahr schon bei einem Besuch in der Schule kennengelernt hat, sagte: er mag lieber eine gut gewachsene Eiche als so eine schnell hochgeschossene Birke…

    antworten
  5. Petra 22. Februar 2018 at 14:41

    Mein 3. Sohn ist für sein Alter klein. Er startet ganz normal mit 51cm und wuchs im ersten Jahr normal. Im 2. Lebensjahr ist sein Wachstum fast stagniert. Er war immer agil und auch nicht unpropertional, nur eben fast 10cm kleiner als die anderen 2 jährigen. Der Kinderarzt war wenig sensibel und sprach gleich von hormonbehandlung ohne uns Eltern zu erklären warum. Wir sind umgezogen und haben den Arzt gewechselt. Ja, Sohnemann ist kein Riese, aber er entwickelt sich sehr gut, wächst gleichmäßig und wird in der Schule nicht gehänselt. Die Ärztin hat es im Auge, kennt die ganze Familie und sagt, wenn der Junge sich unwohl fühle, würde sie ihn röntgen lassen und dann könne man weiter sehen. Aber sie würde nie etwas über unser aller Köpfe hinweg entscheiden. Ach ja, kind fast 10 Jahre, ca 128cm groß und um die 23kg schwer. Bis auf das Alter passt alles 😉

    antworten
  6. Jenny 22. Februar 2018 at 12:15

    Haben eher das Gegenteil zu Hause. Kind ist jetzt 4 Jahre alt und ist seit dem er 6 Monate alt war immer zwischen 95% und 100% bei der Größe auf der Perzentillenkurve. Würde mich mal interessieren, ob man da auch irgendwas kontrollieren sollte.

    Liebe Grüße,
    Jenny

    antworten
  7. Cornelia 22. Februar 2018 at 12:11

    Unser Kind hat eine „Gedeihstörung“. Mir hat es im Herz geschmerzt als der Arzt dies zum ersten mal sagte, denn sie ist ausser ihrer Statur völlig normal entwickelt. Und das Wort hat sich gleich so schlimm angehört, und das alles weil sie dünn ist fragte ich mich?!?
    Bei der Geburt war nichts auffällig, normale 3120g hat sie auf die Waage gebracht, damals keine besonders gute Schoppentrinkerin, aber seit sie am Tisch isst eine sehr gute Esserin.
    Mittlerweile ist sie fasst 6 Jahre und gehört zu den sehr zierlichen.
    Sie wiegt nun gerade 16kg, trotz wie gesagt sehr gutem Appetit.
    Für uns ist auch nichts auffällig weil wir sie ja schon immer so kennen und vorallem ihre andere Art sich stark zu machen kennen 🙂 Mundwerk 😉
    Anderen fällt es natürlich schon auf, sie wird meist 1-2 Jahre jünger eingeschätzt.
    Manchmal wirkt sie auch wackelig auf ihren Beinen, vorallem wenn sie müde ist.
    Die Größe ist eigentlich „fasst“ im Normbereich, Gewicht unter der untersten Perzentile.
    Wir haben schon alle Tests durchgeführt, auch ein Schweißtest zwecks Mukoviszidose.
    Alles negativ! Sie ist einfach so wie sie ist!
    Ansonsten ist sie ein völlig normales und gut entwickeltes Kind, sie hat mit 1 Jahr schon Sätze gesprochen und ist sehr wissbergierig.
    Aber der Spagat zwischen kognitiv sehr weit und körperlich manchmal nicht mithalten können ist oft nicht einfach für uns alle.
    Bald kommt sie in die Schule, ich hoffe sie wird ihren Weg gut meistern und ihre „Gedeihstörung“ steht nicht im Wege im Bezug auf hänseln oder anderem.
    Viele Grüße

    antworten
  8. Mira 22. Februar 2018 at 10:16

    Wir haben ein Frühchen das mit nur 36cm und 950 Gramm auf die Welt gekommen ist. Nachdem sie für die SSW viel zu leicht und zu klein war, haben auch wir täglich mit dem Thema „Wachstum“ zutun. Ständig kommt von irgendeiner Seite „sie ist aber viel zu dünn“ oder „Ist ist sie noch klein“, „sie schaut aber sehr aufmerksam für ihr Alter“. Ja verdammt!!!! Auch wenn es viele nicht böse meinen, es gibt Momente in denen kann und möchte man es einfach nicht mehr hören. Unsere Tochter wird morgen 1 Jahr alt und wiegt gerade mal 6,3kg auf ca 70cm, natürlich ist das viel zu wenig aber wir können es nicht ändern. Sie isst gerne aber eben nur sehr wenig. Die Hauptsache ist doch das sie gesund ist.

    Es war ein harter Kampf das auch der Kia ihr Gewicht akzeptiert aber mittlerweile sagt er „sie ist einfach eine zarte Person und solche muss es auch geben“ 🙂

    Bzgl der Größe machen wir uns natürlich hin und wieder unsere Gedanken. Ich selber bin 1,73m und mein Mann 1,80m. Theoretisch würde sie ungefähr bei 1,70m raus kommen aber ob das so kommt, weiß keiner. Bei Frühchen kommt noch dazu, dass die oft in diese „Frühchenschublade“ gesteckt werden und das somit automatisch die Erklärung für alles ist. Wir bleiben vorerst entspannt und schauen mal wie es weiter geht 🙂 Für sie hoffe ich, dass sie gut wächst und gedeiht denn weder viel zu groß noch viel zu klein ist im Alltag einfach.

    antworten
    1. Mona 22. Februar 2018 at 18:04

      Hallo Mira,
      Ich habe 2 Extrem Frühchen aus der 27.Woche mit 37cm und 940g und 980g .
      Sie haben keinerlei Rückschäden,trotz der frühen Woche.
      Wir mussten jeden Kram durchlaufen auch wenn klar wahr das nichts ist.
      Einen Frühförderplatz besetzen obwohl sie sich gut und „zeitgerecht“ entwickelten, habe nach 1 Jahr endlich sagen dürfen das dieser nicht mehr benötigt wird und sie in den Kiga gehen.
      Kontrollen halte ich für sehr wichtig und notwenig, dennoch stört mich manchmal diese Schublade.
      Heute noch obwohl sie 4 Jahre alt werden und sich nicht von gleichaltrigen unterscheiden, rechnen manche Ärzte das Alter zurück. Sie mögen einen schweren Start gehabt zu haben, aber irgendwann finde ich muss man auch gut sein lassen.
      Wir sind froh das alles so toll gelaufen ist und wir soviel Glück hatten,ich sehe es nie als selbstverständlich an. Dennoch muss weiter am System gefeilt werden denke ich, es gibt noch zuviele starre Schubladen.

  9. Sandra Schwarz 22. Februar 2018 at 9:23

    Hallo,
    mit dem Thema Wachstumsstörung mussten wir uns lange Zeit auseinandersetzen. Wenn auch nicht mit Kleinwuchs, sondern mit Großwuchs. Dieser ist bei meinem Kind durch einen Gendefekt hervorgerufen worden, so dass uns relativ früh klar wurde, daß das Thema Wachstumsbehandlung für uns relevant ist. Im täglichen Leben wurde mein Kind oft überschätzt, und viel älter eingeschätzt. Es ist schon ein sehr komisches Gefühl, wenn eine fast 3-jährige gefragt wird, ob den schon die Schule vorbei wäre, wenn sie mit Mama den kleinen Bruder aus dem Kindergarten abholt! Wie stärke ich das Selbstbewustsein eines Kindes, welches immer mindestens einen Kopf größer ist wie Gleichaltrige? Regellmäßig wurde per Röntgenuntersuchung der Hand kontrolliert, welche Endgröße zu erwarten ist. Immer wiederkehrende Untersuchungen im SPZ und in der Endokrinologie. Mit 12 Jahren war es denn soweit, das wir endlich über eine Wachstumsstopbehandlung nachdenken durften. Wollen wir ihr wirlich die Bahandlung mit allen Nebenwirkungen antun? Es ist eine Therapie, die aus Sexualhormonen in Überdosis besteht. Wie sehr greifen wir damit in die normale Entwicklung ein, wie sieht es mit der Fruchtbarkeit im Erwachsenenalter aus, wie kommt unsere Tochter mit den körperlichen und sellischen Nebenwirkungen klar, muss es überhaupt sein? Fragen, die uns niemand beantworten konnte. Wir haben unsere Tochter schon früh möglichst altersgerecht über diese möglichkeit aufgeklärt, so dass wir sie zu diesem Zeitpunkt in die Entscheidungsfindung mit einbeziehen konnten. Das Thema war, bremsen in der Hoffnung eine Endgröße von „nur“ 185 – 193 cm zu erreichen, oder ohne Behandlung mit einer Größe von mind. 2,05 m plus X dank des Gendefektes zu „riskieren“ . Leicht haben wir es uns nicht gemacht. Dieser Eingriff in ihren Hofmonhaushalt ist schon echt heftig. Zumal mein Mann damit am eigenen Leib die Erfahrung gemacht hat und Prognosen der Endgröße dadurch bei der Tochter schon verfälscht waren.
    Schlussendlich haben wri uns für die Wachstumsstopbehandlung entschieden, und sind 2 1/2 Jahre mit unserer Tochter durch die Hölle Pupertät hoch 10 gegangen. Wer Teenager hat, stellt es sich ca doppelt so heftig vor. Nach Ende der Behanldung wurde es schlagartig besser, so dass wir dann nur noch eine normale Pupertät hatten.
    Die Behandlung hat bei ihr ein gutes Ergebnis erreicht, sie ist nur 190 cm groß und froh dass wir die Behandlung ihr ermöglicht haben. Unsere Entscheidung war richtig für uns, viele anfeindungen mussten wir über uns ergehen lassen. Was für uns richtig war, ist für den nächsten nicht auch richtig. Diese Eingriffe sind persönliche Entscheidungen, die jeder für sich treffen muss.
    Der Leidensdruck der Kinder kann niemand nachvollziehen. Wobei ich der Meinung bin, egal ob Groß- oder Kleinwuchs, sobald die Größe nicht der Norm entspricht ist der Leidensdruck da, nur die Ursache ist ne andere.
    Ups länger geworden wie geplant, aber das sind unsere Erfahrungen mit der Größe in kurz zusammengefasst.
    Liebe Grüße
    Sandra

    antworten
    1. Sabrina 22. Februar 2018 at 9:36

      Hey Sandra, ich finde es unglaublich stark von euch, dass ihr das durchgestanden habt <3 Als Mädchen ist es schwierig sehr groß zu sein und bei den Jungen ist wiederum das „klein“ sein dann der Leidensweg. Ich kann mir nur vorstellen, wie sehr man als Kind Hänseleien ausgesetzt ist, für die man einfach gar nichts kann. Wie gesagt, ich finde euch unglaublich stark – alles zusammen <3

    2. Sandra Schwarz 22. Februar 2018 at 11:26

      Danke Sarah,
      ja als Mädchen ist die Größe noch auffälliger, sie hat schon ein Alter wo es um mögliche Partner geht, ihre bisherigen Freunde waren auch immer deutlich kleiner wie sie. Sah oft zum schießen auf, auch für uns, wir haben oft geschmunzelt, wo die Liebe halt hinfällt 😀
      Der ältere Bruder hat sie mit 15 Jahren überholt und ist jetzt deutlich größer wie sie, also im Auge der Gesellschaft ist die Normalität innerhalb der Familie wieder hergestellt.
      Ob unser Weg mit besonderer Stärke zu tun hat, ich weiß es nicht, es war unser Weg und wir sind ihn gegangen, auch wenn es so manche Stolperfalle gab, aber wo gibt es diese nicht?Wir waren alle „anders“ weil auch mein Mann und ich Großwüchsig sind, daher war es für uns normal.

      LG
      Sandra

  10. Sarah Kroschel 22. Februar 2018 at 8:50

    Mich haben eine Zeit lang einige Eltern mal verrückt gemacht, weil sie der Meinung waren, dss unser zweiter Sohn irgendwie gar nicht größer werden würde und ihre einige Monate jüngeren Kinder davor schon. Er war von Anfang an kleiner als sein Bruder, daher hatte ich gar nicht groß drüber nachgedacht. Verunsichert haben sie mich dann aber doch irgendwann. Völlig umsonst. Er entwickelt sich total normal. Das ist immer dieses furchtbare Vergleichen. Wie du sagst, sollte etwas sein, wird es bestmmt gefunden, so lange man die regelmäßigen Untersuchungen auch wahrnimmt. Für so etwas sind sie ja da.

    antworten
    1. Sabrina 22. Februar 2018 at 9:33

      Hey Sarah, genau und ich denke, dass wir in unserem Land (vorausgesetzt wir gehen auch hin) da wirklich eine gute Standardkontrolle haben.

    2. Sandra Schwarz 22. Februar 2018 at 11:19

      Hallo Sarah,
      Es sind oft diese vergleichenden Eltern, die ihr Kind als „besser“ darstellen wollen, für alle Eltern ist ihr Kind das beste, aber wichtig ist immer, das das Kind gesund ist. Gesundheit hat nichts mit der Größe zu tun! Der Weg, sich von diesen Vergleichen zu verabschieden, ist sehr gesund!
      LG
      Sandra

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