Stück für Stück kommt der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit nicht nur in den kleinen Haushalten an, sondern auch Industrie und Wirtschaft erkennen, dass es für alle gut ist, gut zu unserer Natur zu sein. Somit durften die schon lange verhassten Plastiktüten endlich den Rückzug antreten. Allerdings können wir alle nicht gänzlich auf Beutel verzichten, schließlich sind wir nicht wie Ganesha mit 4 Armen ausgestattet und können oftmals gerade so einen unserer beiden Arme entbehren um Einkäufe zu tragen. Also muss nach wie vor ein Beutel her- aus Stoff. Mindestens 4 dieser kleinen kompakten Taschen habe ich mir an den Kassen der Geschäfte schon gekauft. Meist aus synthetischen, sehr dünnem Stoff haben sich schon diverse Henkel verabschiedet, sodass ich die Chance genutzt und mir ein eigenes Modell aus  Baumwolle genäht habe. Heute zeige ich dir, wie du dir selbst so einen kompakten Einkaufsbeutel zauberst. Zugegeben, die klitzekleinen Nachteile an Baumwolle sind die größere Masse und die Knitteranfälligkeit. Aber ganz ehrlich- wenn der Mann mit zerknitterten T-Shirts rumlaufen kann, kann ich es auch mit zerknautschten Beuteln.

Material

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zusätzlich

  • Kordelstopper

Los gehts

Vorbereitung

Grundlegend schneidest du dir zu Beginn 2 Quadrate in der Größe 40cm x 40cm zu.

Des weiteren brauchst du für die kleine angenähte Eck-Tasche in Erdbeerform 2 Rechtecke, in der Größe 11cm x  24cm.

Diese versäuberst du am besten mit der Overlock, oder aber auch mit einem Zickzack-Stich der normalen Nähmaschine, an den kurzen Seiten.

Anschließend klappst du diese Kanten um etwa 1cm nach innen und fixierst diese Kante einfach, indem du mit dem Bügeleisen darüber fährst. Jetzt legst du diese beiden vorbereiteten Stücke erst einmal zur Seite.

Die Tasche für die Tasche

Die klassische Erdbeere wäre natürlich Rot mit schwarzen oder gelben Pünktchen. Bei mir wird die Beere gelb-orange, aber natürlich ist hier dein Geschmack gefragt und jede Farbkombination möglich. Schneide dir ein Quadrat von 14cm x 14cm zu. Hierbei ist ein Schneiderlinieal sehr hilfreich, welches einfach entsprechend angelegt wird und zu einem perfekten Ergebnis führt.

Das entstandene Quadrat teilst du nun, sodass 2 Dreiecke entstehen. Jetzt holst du dir deine vorbereiteten Stoffstreifen wieder zur Hand und legst sie zusammen, sodass die versäuberten Kanten verschwinden und die langen Seiten aufeinander liegen. Deine Dreiecke legst du nun mit der schönen Seite nach unten auf diese Streifen, wobei die lange Kante vom Dreieck an der offenen Kante des Streifens liegt und an einer Seite die Ecken bündig übereinander liegen. Der grüne Streifen steht also an der anderen Seite etwas über. Mit dem zweiten Dreieck und gefalteten Streifen verfährst du ebenso, nur dass hier das Dreieck an die andere Seite angelegt wird.

Nun nähst du die Dreiecke an die Streifen. Ich habe die Naht erst mit der Overlock, anschließend mit einem Geradstich nach genäht. Bekannterweise ist die Overlock nicht für Baumwollstoffe geeignet. Ich jedoch finde das Stichbild einfach sauberer als mit dem Zickzackstich und sichere die Naht daher anschließend nochmals mit dem Geradstich ab. Der grüne Stoff ist durch die Naht nun zu einem Tunnel geworden, den wir nun nochmal teilen. Dafür legst du wieder das Schneiderlineal mittig auf den Stoff und markierst die Linie mit Schneiderkreide oder einem Markierstift. Alternativ kannst du diese einfache Naht natürlich auch ohne Vorzeichnung einnähen.

Nach dem Aufbringen des Geradstichs sollten deine Taschenteile nun so aussehen.

Schnapp dir deine Kordel und deinen Kordelstopper, lege die beiden Dreiecke einmal aufeinander und fädel die Kordel jeweils in den unteren Tunnel. Hierfür kannst du dir zwei Sicherheitsnadeln nehmen, die du an die beiden Enden der Kordel fixierst und durch die Tunnel hindurch schiebst.

Bei synthetischen Kordeln kannst du die Enden mit dem Feuerzeug versiegeln. Dadurch verschmelzen die Fasern und ein Aufdruddeln wird verhindert. Ich habe übrigens die Kordel von einem aussortiertem kaputten Beutel genutzt. Hier zeigt Suse dir, wie du auch selbst Kordeln herstellen kannst.

Zusammennähen

Nun kommt ein Tipp von mir! Ich habe leider einen Schritt völlig übersehen und musste daher später einiges wieder auftrennen. Um dir das zu ersparen, gehst du nun wie folgt weiter vor: Lege dir eines deiner Grundquadrate vor dich und nimm dir das“Erdbeerteil“ zur Hand, bei dem links das Kordelende und somit rechts der Kordelstopper ist. Dieses legst du nun in die rechte Ecke. Du siehst es unten auf dem zweiten Bild. Und wie auf dem Bild geschrieben, steppst du jetzt das Erdbeerteil auf das Taschenteil knappkantig entlang der langen Dreieckseite. Anschließend legst du das zweite Taschenteil vor dich und legst hier nun in die entgegengesetzte Ecke das zweite Erdbeerteil und steppst es ebenfalls wie beschrieben fest. Legst du nun beide Grundquadrate rechts auf rechts aufeinander, müssten die Taschenecken auch exakt aufeinander liegen.


Damit er beim Nähen nicht stört, entfernst du nun den Kordelstopper und steckst die Kordel zwischen die Stoffe, damit sie nicht versehentlich mit fest genäht wird.

Um alles zu fixieren und das Nähen zu erleichtern, benutze ich am liebsten Wonderclips. Achte darauf, dass du die Enden der Kordel mit Hilfe der Sicherheitsnadeln so weit heraus ziehst, dass sie gleich mit eingenäht werden.

Und nun ratterst du wieder mit der Nähmaschine um die 3 Seiten deiner Tasche. Die obere Kante bleibt natürlich offen. Wie du siehst, habe ich auch diesmal das Ganze erst mit der Overlock, anschließend mit der Nähmaschine nach genäht. Solltest du nur die Nähmaschine nutzen, so musst du die überstehenden Kanten (bei mir der grüne Stoff mit Punkten) noch abschneiden und danach versäuberst du die 3 Seiten mit einem Zickzackstich.

 

Wendest du nun deine Tasche, so sollte es so aussehen.

Henkel

Als nächsten Schritt habe ich die obere Kante auch einmal ringsherum mit der Overlock versäubert und etwa 1,5 cm nach innen geschlagen und gebügelt.

Mit Hilfe eines einfachen Zickzackstichs habe ich diese Kante anschließend versäumt.

Für die Henkel schneidest du 2 Stoffstreifen mit jeweils den Maßen 36cm x 7cm zu, klappst sie anschließend zusammen, sodass die langen Seiten übereinander liegen und die schöne Seite verschwindet und verschließt abermals diese Kante mit der Overlock und/oder Nähmaschine.

Danach wendest du mit Hilfe einer Sicherheitsnadel diese beiden Schläuche und bügelst sie so glatt, dass die Naht mittig liegt.

Jetzt misst du dir aus, wo du die Träger anbringen willst. Wie du siehst, habe ich sie 10cm vom Rand gemessen positioniert.

Nun clipst du sie dir mit Wonderclisps fest und schneidest dir kleiner Rechtecke aus dem SnapPap zurecht. Alternativ kannst du auch einen schönen festen Baumwollstoff, zb. Jeans, nutzen.

Diese Vierecke müssen etwas breiter als die Henkel sein und werden anschließend auf die Henkel gelegt und mit einem Geradstich erst an der Außenkante und danach über Kreuz angenäht. Somit stabilisieren sie die Henkel und die Last des Beutels zieht später nicht nur an einer einfachen Naht.

Und fertig ist deine Einkaufstasche

Tadaaa

Solltest du dir deinen Beutel größer nähen wollen, so denk daran, dass dadurch auch mehr Stoff vorhanden ist, der in die Ecktasche hinein muss. Das heißt also, dass du auch diese Tasche vergrößern musst. Mein Beutel kam nun schon bei mehreren Einkäufen in Bäckereien, Drogerien u.ä. zum Einsatz und hält tadellos.

Wenn du dir dieses Nähprojekt für später merken möchtest, so pinn es dir ganz unkompliziert auf Pinterst.

Viel Freunde beim nachhaltigen Nähen

deine Sandra

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  1. Pingback: Frühling, wo bist du nur? – Wochenlieblinge 13/2019 - Heldenhaushalt

  2. Silke 28. März 2019 at 9:20

    Liebe Sandra, was für eine supercoole Anleitung! Das werd ich ausprobieren (und ausrangierte Kordelstopper hab ich auch grad da… *freu*
    Falls das mit der Farbe des Beutelchens ein „Problem“ wird, red doch von Möhre (meine erste Assoziation zum verpackten Beutel) – auch wenn Krtek mit Erdbeeren spielt.
    Denn ob Erdbeere oder Möhre, passen tut es ja für alles.
    Danke!!
    Liebe Grüße, Silke

    antworten

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