Kaum haben wir die Nikolausstrümpfe im Keller verstaut, naht schon wieder das Osterfest. Ich liebe den Frühling mit seinen zarten Farben, Knospen, ersten Blümchen, milden Temperaturen und eben auch mit seinem Osterfest. Vieleicht kennst du aus deiner Kindheit noch das Körbe flechten aus Papier? Ich habe diese Technik verwendet und ein niedliches Körbchen aus Wachstuch hergestellt, welches ich auch bedenkenlos auf der Wiese im Garten verstecken kann, ohne dass die Feuchtigkeit dem Geschenk sofort etwas anhaben kann. Du möchtest auch schon ein wenig Osterhase sein? Dann flechte doch mit mir zusammen!

Material

Auf dem folgenden Bild habe ich dir hinter den Punkten links* versteckt, die dich zu unseren Produktempfehlungen führen.

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Wenn du auch eine große Portion Geduld aufbringen kannst, dann können wir jetzt starten 😀

Vorbereitung

Schneide dir zuerst dein Wachstuch in Streifen. Mein Körbchenboden hatte zum Schluß die Maße von etwa 15cm x 15cm, wofür du 10 x 10 Streifen brauchst. Ich habe mir also insgesamt 20 Streifen in einer Breite von 3 cm zugeschnitten. Die Länge habe ich nicht abgemessen, sondern extra lang zugeschnitten und zum Schluss lieber eingekürzt. So kannst du beim Flechten auch noch entscheiden welche Höhe dein Körbchen haben soll. Als Richtmaß kann ich aber sagen dass es für die Größe meines Körbchens wenigsten 40cm haben sollte.

Boden flechten

Hast du alle 20 Streifen vor dir liegen, kann es los gehen mit der Grundform. Die Streifen werden zum Verarbeiten zusammengeschlagen, sodass aus 3cm Breite nur noch 1,5cm werden. Somit ist das Körbchen später von innen und aussen gemustert. Nimm dir zu Beginn 2 Streifen, falte sie zusammen und knicke sie nochmals einmal mittig. Diesen Mittelpunkt markierst du dir, z.B. mit einem kleinen Kugelschreiberpunkt. Lege nun zuerst einen Streifen quer und den zweiten hochkant darüber, sodass ein Kreuz entsteht, bei dem die beiden Markierungen übereinander liegen. Diese Kreuz ist dein Mittelmaß und um dieses herum werden nun gleichmäßig die nächsten Streifen angeordnet.

Wenn es dir schwer fällt die Streifen zusammen gefaltet zu behalten, dann nimm dir deine Wonderclips zur Hilfe. Gerade zu Beginn der Flechterrei sind diese hier Gold wert. Die Abdrücke, die sie hinterlassen, verschwinden von ganz Allein wieder. Nimm dir nun weiter einen Streifen, falte ihn und lege ihn nun z.B. links neben den ersten Hochkantstreifen über den Querstreifen. Somit liegen jetzt hochkant 2 Streifen, wobei einer über und der andere unter dem Querstreifen liegt. Den nächsten Streifen faltest du wieder und legst ihn diesmal rechts neben den ersten Hochkantstreifen.


Nun kommen 2 Querstreifen hinzu welche je 1 mal über und einmal unter den ersten gelegt und dabei um die Hochkantstreifen abwechseln drüber- und drunter geflochten werden. Das Ganze wiederholst du nun so oft, bis dir deine Grundfläche für das Körbchen ausreicht.

Achte darauf, dass dein Grundkreuz immer der Mittelpunkt bleibt, damit später an allen SEiten die selbe Länge zum Hochklappen für dei Seiten überbleibt. Du passt also alle Streifen an die ersten an und schiebst zwischendurch das Geflecht immer wieder schön zusammen, damit es stabil wird.

Seiten flechten

Jetzt geht es an die Seiten und somit wird es nun etwas komplizierter in der Handhabung! Lege dir also unbedingt Wonderclips zurecht.

Du benötigst nun Streifen, die um alle 4 Seiten deines Körbchens herum passen. Du kannst das Körbchen also einma ausmessen und einen großzügigen Überstand dazurechnen oder schneidest wie ich einfach schöne lange Streifen zu, die du später lieber einkürzt. Die Breite von 3 cm behalten wir hier bei.

Nun wickelst du wie eben auch diesen ersten Seitenstreifen zusammen geklappt um die Enden einer Seite. Wenn du nun übergehst in die zweite Seite und dort weiter fädelst, klappt automatisch der Streifen und ein Teil der Seitenenden mit nach oben. Die noch nach unten liegenden Enden werden mit der nächsten Reihe nach oben gedrückt. Das Bildmaterial für diese Schritte ist etwas schwierig herzustellen, da die vielen Wachstuchstreifen einem etwas die Sicht und vorallem die Übersicht nehmen… Ich hoffe du kannst mir dennoch folgen. Damit der Streifen bleibt wo er hingehört, solltest du ihn mindestens an den Ecken festclipsen. Bist du einmal um alle 4 Seiten herum, überschneiden sich Anfang und Ende. Fixiere sie mit einem Clip und kürze sehr lange Überstände ruhig etwas ein. Flechte den Überstand mit dem Anfang ein und beginne mit der zweiten Reihe, versetzt zur ersten.

Jede darüberliegende Reihe fixiert automatisch die darunter liegende. Ziehe deine Bänder immer wieder nach oben, so rutschen die Querstreifen zusammen, das Geflecht wird stabiler und optisch gleichmäßiger.Wenn du mit der Höhe zufrieden bist, kürzt du ggf. deine Streifen noch ein und klappst die Enden um. Hier habe ich nun wirklich alle Wonderclips gebraucht und immer zwei Streifen zusammen fixiert. Enden, die an der Seite noch heraus hängen kannst du nun wunderbar noch einfädeln. Das ist der Vorteil vom Wachstuch- durch seine glatte Oberfläche kann man auch innerhalb des fertigen Geflechts die Bänder noch korrigieren und bewegen.

Anschließend ging es unter die Nähmaschine. Wenn du die Naht als Abschluss nutzen möchtest, solltest du nun ganz vorsichtig und ordentlich arbeiten. Du kannst auch, wie ich, anschließend noch einen Wachstuchstreifen als Blende darüber kleben. Dann muss man nicht ganz so perfekt arbeiten.Kürze nun alle Streifen bis knapp unter die Naht ein. Den Streifen für die Blende habe ich einfach mit der Heißklebepisteole rundherum angeklebt.

Und schon ist das Körbchen fertig.

Meine Tochter hat zusammen mit Papa diese Flechtmethode nochmal aufgegriffen und Körbe aus Papier geflochten. Davon werden bis Ostern noch weitere folgen und gefüllt an die Erzieher verschenkt. Für Kinder ist diese Technik mit papier super geeignet. Es trainiert ihre Fingerfertigkeit und Geduld. Ausserdem können Enden einfach mit KLeber oder Tacker fixiert werden und das Körbchen anschließend noch dekoriert werden.

Ich hoffe du bist mit deinem Ergebnis auch so zufrieden. Oder du merkst dir diese Anleitung für später auf Pinterest.

Bis dahin wünsche ich eine schöne Osterzeit und viel Freude am Basteln

deine Sandra

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1 Kommentar

  1. Dresden Mutti 18. März 2019 at 14:08

    Was für ein toller Beitrag! Das wird auf jeden Fall ausprobiert 🙂

    antworten

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