Immer und immer wieder wird mir die gleiche Frage gestellt: “ Aber, wenn dein Kind so richtig sauer und bockig ist. Da muss man doch Grenzen setzen und eine Konsequenz erteilen.“ Mit Konsequenz meinen diese Menschen in der Regel: Eine Strafe aussprechen, ein Stoppsignal oder irgendetwas tun, damit mein Kind versteht, dass das so nicht geht.

Irgendwann dämmerte es mir, dass hier ein grundsätzliches Problem unserer Generation besteht. Wir tun uns schwer damit negative Gefühle überhaupt zuzulassen. In unseren Köpfen ist verankert, dass Wut etwas Schlechtes ist, dass nicht sein darf. Wir empfinden es als Eltern als schlechtes Verhalten, wenn uns ein Kind sagt, dass wir in seinen Augen blöd sind oder auch mal tobt und seine Wut gerne entladen möchte. Dieses Verhalten – so sagt uns unser Kopf – muss unterbunden und gestoppt werden und dass nicht nur innerhalb der Familie, sondern auch im Schulalltag, Kita oder in anderen Öffentlichkeitsbereichen. Dafür verantwortlich ist meiner Meinung nach ein stückweit unsere eigene, falsche Prägung in Kindheitstagen. Wir selbst gestehen uns jedoch Wut oder auch Stress meist wesentlich mehr zu als den eigenen Kindern und genau darüber und auch, wie es ohne Verbote und Strafen funktionieren kann, will ich mit dir sprechen.

 

In dieser Podcastfolge erzähle ich dir:

  • Warum und kindliche Wut so aus der Fassung bringt.
  • Was wir tun können, wenn Kinder so richtig wütend werden.
  • Was uns dazu bringt, nicht umsichtig zu reagieren.
  • Warum wir gerade bei kleineren Kindern Verständnis brauchen.
  • Wieso Gefühle unterbinden nicht die Lösung sein kann.
  • Wieso nicht jeder Mensch Wut gleichermaßen äußert.
  • Was deine eigene Kindheit damit zu tun hat.

Wie du siehst, gibt es zu dem Thema eine Menge zu sagen.

Ich würde mich freuen, wenn du einmal reinhörst unter:

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ommetar 0.000000e+0

  1. FloraB. 5. Mai 2019 at 14:14

    Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Ich selbst bin auch so aufgewachsen, dass ich gefälligst zu funktionieren hatte, wenn nicht dann… Mit meinem Sohn wollte ich es anders machen. Hab ich auch. Bei „Verboten“ – wenn man das so nennen kann – hab ich mir vorher gründlich überlegt, ob ich das durchziehen und selbst auch aushalten kann, auch welchen Grund ich habe, welchen Sinn das macht usw. Dann hatte sich das oft von selbst erledigt. Meist habe ich gute Alternativen gefunden, so dass unser Umgang miteinander wesentlich entspannter war als ich es als Kind erlebt hatte. Heute ist mein Sohn 14 und ich finde, unsere Beziehung, die wir miteinander pflegen, bestätigt mir, dass meine Vorstellung so falsch nicht war. Jedenfalls ist mein Sohn gut in der Lage, seine eigenen Gefühle zu erkennen und darüber zu sprechen. Schließlich habe ich sie ihm nicht verboten. Anders als bei mir damals… Ich hoffe, dass dieser Beitrag viele Eltern erreicht. Denn mit dieser „Erziehung durch Strafe“ richten Eltern größeren Schäden an, als sie erkennen können. LG Flora

    antworten
  2. Birga 2. Mai 2019 at 20:40

    Finde ich 100 Prozent richtig. Kindern sollen ihre Gefühle schliesslich spüren, damit sie lernen können, damit umzugehen. Top!

    antworten

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