Als Kind hatte ich riesige Angst vor Ohrenkneifern, auch Ohrwürmer  oder Ohrenkriecher genannt. Irgendwie hat sich bei mir der Gedanke eingebrannt, dass sie aufgrund des Namens in die Ohren krabbeln müssten, um es sich dort anschließend gemütlich zu machen. Heute weiß ich, dass es sich dabei um ein Ammenmärchen handelt und die Ohrenkneifer alles andere als gefährlich sind. Im Gegenteil – im Garten helfen sie mir dabei Blattläuse und andere Schädlinge in Schach zu halten.

Ich habe deshalb in den letzten Tagen einige Ohrenkriecher-Häuser im Garten aufgestellt, um ihnen einen Unterschlupf zu bieten und quasi zu vermitteln „Du darfst kostenfrei hier wohnen und das Essen stelle ich dir auch noch vor die Füße – äh Krabbelebeine“. Als Unterschlupf habe ich übrigens ganz gewöhnliche Tontöpfe verwendet, die ich mittel Rostfarben auf Alt getrimmt habe. Das Anmalen hat tierisch Spaß gemacht und die Töpfe fügen sich super in den Garten ein.

So sieht die Rostfarbe besonders natürlich aus

Genutzt habe ich ein Set aus dunkler und heller Rostfarbe bestehend *klick* (Amazon Partnerlink). Die Rostfarben werden mit einem einfachen Schwämmchen aufgetragen. Zuerst habe ich mit der dunklen Farbe begonnen und dann noch feucht einige helle Stellen eingezogen und leicht verwischt, sodass die Übergänge fließend sind.

Wenn du den besonderen Effekt magst, dann kann ich dir noch das

Die Paste wirkt übrigens umso schöner, wenn sie nicht hauchdünn aufgetragen wird. Es ergibt sich dann ein besonders realistisches Ergebnis.

Damit aus dem Tontopf ein Ohrenkriecher-Zuhause wird.

Ein schön bemalter Topf wird einem Ohrenkriecher reichlich wenig interessieren. Die Füllung ist wesentlich interessanter. Am besten füllt man Stroh in den Topf hinein und stülpt in anschließend mit der Öffnung nach unten über einen Gartenzaun. Alternativ kann man auch eine Schnur durch die Öffnung des Tontopfs ziehen und ihn an einem Obstbaum befestigen.

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Wichtiges zum Schluss:

  • Die Tontöpfe sollten natürlich nicht mit chemischen Reinigern gesäubert werden.
  • Je näher man den Topf an den Blattläusen platziert, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie gefressen werden.
  • Ohrwürmer sind nicht tagaktiv. Man sieht sie in der Regel also eher selten am Tag draußen. Theoretisch sollten sie sich in dieser Zeit im Tontopf befinden.
  • Ohrwürmer mögen es nicht, wenn man den Topf ständig in der Hand hält und die flinken Tiere begutachten möchte. Das Beste ist also den Topf in Ruhe zu lassen.