Der Plotter steht zwar schon lange Zeit als festes Bestandteil in meinem Arbeitszimmer, doch gerade habe ich viel mehr Lust darauf Oberteile, Geschirrtücher oder auch Hosen freihand zu verschönern. Es vereint für mich gleich zwei Hobbies: Zeichnen und Nähen und ich kann beim Stoff bemalen richtig gut abschalten. Auf meinem Instagramaccount (wie du folgst mir noch nicht? dann schnell mal rüber) habe ich neulich ein paar Einblicke in mein letztes Textilfarbewerk gegeben und habe unheimlich viel Feedback bekommen, sodass ich es für eine gute Idee halte hier noch einmal einen gesammelten Beitrag mit Anleitung und einigen Tipps bereitstellen wollte.

Als Grundlage dienen mir folgende Materialien:

  • in meinem Beispiel ein Kurzpulli aus unserem Lovesize Rockers
  • die Textilfarbe Schwarz aus meinem Siebdruckset*
  • Pinsel*
  • eine Unterlage
  • Wasser
  • Bleistift
  • eine beliebige Vorlage (in meinem Fall ein Kanninchen)

Unikate mittels Textilfarbe und Stoff bemalen

Die größte Herausforderung oder auch Angst besteht wohl darin ein Motiv auf Textilien so zu übertragen, dass es hinterher auch ansehnlich ausschaut. Ich bin mittlerweile recht geübt mit Augenmaß etwas zu übertragen und habe mir bei meinem Projekt einfach mit dem Bleistift mein Motiv grob vorskizziert. Das ist aber nicht jedermanns Sache, deshalb möchte ich hier noch einen Alternativvorschlag unterbreiten. Druck dir aus dem Netz einfach ein Motiv deiner Wahl aus und lege es auf deinen Stoff, den du bemalen möchtest. Jetzt nimmst du einen Kugelschreiber und spurst Linie für Linie nach und überträgst somit das Motiv. Zudem gibt es im Netz auch Papier*, das ähnlich wie Kohlepapier funktioniert und der Übertragung auf Stoff dient.

Nach dem Vorzeichnen wird es ernst: Es kommt die Textilfarbe ins Spiel. Es gibt nun 2 mögliche Techniken: Trocken oder Nass. Ich habe beide getestet und muss sagen: auf einem nassen Shirt malt es sich leichter. Hier ist es aber unerlässlich, dass du ein Buch oder Brett zwischen legst, um das Rückteil zu schützen, sofern du fertige Kleidungsstücke bemalen möchtest. Solltest du dich vermalen, kannst du die Farbe jetzt noch jederzeit wegspülen.

 

Ich selbst arbeite gerne mit schnellen, kleinen Strichen und liebe es auch mit Schwämmen die Farbe zu „verwischen“. Das ist aber absolute Geschmackssache. Durch das anschließende Verwischen entsteht eine Art Vintagelook. Das liebe ich wirklich sehr. Ich empfehle dir mit eher weniger als mehr unterschiedlichen Farben zu hantieren.

Du bist mit deinem Bild zufrieden? Toll, dann muss es nur noch durchtrocknen und anschließend von Links gebügelt werden. Somit ist die Farbe dann fixiert und auch waschmaschinenfest.  Sicher ist damit auf jeden Fall auch: Kein anderer wird diesen Pullover tragen.

 

Dir gefällt die Idee? Dann pin sie dir gerne <3

Sabrina

 

4 Kommentare

  1. Heike Wachowiak 14. September 2020 at 7:18

    Nach dem ersten Waschgang kam leider die Ernüchterung. Obwohl ich nach Anleitung alles gemacht habe ist die Farbe auf dem Oberteil total verschmiert und brösselt ab… An was kann es liegen?

    antworten
    1. Sabrina 15. September 2020 at 9:15

      Hallo, hast du sie ausreichend mit dem Bügeleisen fixiert? Nutzt du die gleiche Siebdruckfarbe? Meine wäscht sich nur minimal aus

  2. Heike Wachowiak 6. September 2020 at 11:28

    Hallo liebe Sabrina, ich habe sofort als ich deinen Beitrag gelesen habe das Set bestellt und mich heute nun am malen versucht. Gar nicht so einfach auf Stoff zu malen muss ich sagen, dein Bild sieht so hübsch aus, da muss ich noch üben! Aber die Idee ist genial und macht definitiv Spaß, ich habe mich somit komplett gegen einen Plotter entschieden(den hatte ich oft im Kopf zu kaufen) aber diese Variante gefällt mir so gut und ist so wunderbar individuell! Mir gefällt vorallem das dass gemalte Bild durch das verwischen der Farbe nicht so perfekt gedruckt aussieht, das macht es für mich umso schöner! Nun werde ich mich am zeichnen mal üben um noch tollere Bilder hinzubekommen, vielen Dank für den Beitrag.

    Liebe Grüße, Heike

    antworten
    1. Sabrina 6. September 2020 at 21:37

      Oh wie cool. Ja ich muss sagen, es macht echt süchtig und ist von der Vorbereitung her auch nicht so aufwendig wie ein Plotter. Wegen dem Zeichnen: Übe am besten zuerst mit Vorlagen.

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