In einigen Beiträgen habe ich es schon durchklingen lassen, dass wir uns hier immer mehr am Montessorikonzept orientieren und damit dem Grundgedanken „Hilf mir es selbst zu tun“. Das äußert sich nicht nur in den Kinderzimmern, sondern auch beispielsweise im Bad, Garderobe und Küche. Ich finde es einfach schön und sinnvoll, wenn die Kinder die Möglichkeit haben ihre Bedürfnisse, wie zum Beispiel etwas trinken selbst stillen können. Darüber hinaus ist es wundervoll zu sehen, wie selbstverständlich sie sich beispielsweise das passende Besteck holen, wenn sie einen Joghurt essen möchten oder wir gemeinsam kochen.

Und weil ich diese Schublade so sinnvoll und wirklich als Bereicherung erachte, möchte ich euch die Idee gerne zeigen.

montessori küche

Das Fach einzurichten ist eigentlich gar keine große Sache. In der derzeitigen Küche haben wir Auszugsfächer und eines davon auf passender Höhe für die Kinder.

montessori küche (1)

Wir haben einiges an Kindergeschirr, aber auch Schüsseln, Dosen oder richtige Gläser. Allgemein durften die Kids bei uns immer selbst entscheiden, ob sie aus einem Plastikbecher oder Glas lieber trinken möchten. Das habe ich übernommen und deshalb sowohl Gläser, Becher, wie auch Tassen und Melamingeschirr in das Fach gestellt.

Zudem findet sich hier eine ganze Sammlung verschiedener Teller: tiefe Teller, flache Teller, große, kleine, Plaste, Porzellan. Auch hier dürfen die Kids selbst „testen“ was ihnen wann am besten gefällt.

Da es oft Cornflakes, Haferflocken oder Müsli gibt durften auch verschiedene Schüsseln nicht fehlen. Genauso wie Besteck verschiedener Art und da die Frage eh kommt: Ja hier finden sich auch 2 Messer, es sind ganz gewöhnliche Messer, mit dem man Butter oder Wurst auf das Brot schmieren kann 😉

montessori küche (5)

Da wir gerne und viel gemeinsam kochen, habe ich auch ein paar größere Schüsseln, Plastebehälter und Kochlöffel bzw. Rührbesen ins Fach gelegt. In der Praxis sieht es dann oft so aus, wie auf dem Foto: Die Kids bedienen sich und suchen sich aus, was sie brauchen. Sie spielen auch manchmal einfach „Tisch decken“.

montessori küche (4)

Neben dem Fach an sich kann ich vom Möbelschweden diese Platzdeckchen empfehlen (kann man auch selbst machen): Der Kleine (2) legt damit sehr gerne Besteck und Teller auf den Tisch 😉

montessori küche (3)

Zu guter Letzt habe ich mich nach ein paar Tagen auch dazu entschieden eine Flasche Wasser mit ins Fach zu legen. So können sie sich auch selbst einschenken und Durst stillen. Natürlich muss man da bereit dazu sein die eine oder andere „Pfütze“ hinzunehmen.

montessori küche (2)

Zukünftig plane ich noch in der neuen Küche (im Haus) einen Bereich an der Wand. Dort sollen sich dann Putzlappen, Trockentücher, ein kleiner Besen und Schaufel finden.

Wie findet ihr die Idee in der Küche ein „Selbstbedienungsfach“ einzurichten?

Montessori @ Home Selbstbedienungsschublade in der Küche



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  1. Steffi 26. Februar 2018 at 13:41

    Also das finde ich wirklich toll und ich werde es jetzt sofort umsetzen 🙂

    Eine Frage: Kommst du selbst auf diese Ideen oder holst du dir auch Inspiration, Tipps und Ratschläge?

    Liebe Grüße
    Steffi

    antworten
    1. Sabrina 26. Februar 2018 at 17:33

      Hey Steffi sowohl als auch. Inspiration ist überall und es wäre gelogen, wenn ich mich hier als Erfinder hinstelle 😉 Aber vieles fällt mir wirklich ein

  2. Melanie 15. Januar 2018 at 21:05

    Das ist ja lustig… wir haben eine ähnliche Schublade – nur zu einem anderem Zweck.
    Unser Großer (2,5) ist – wie wahrscheinlich alle Kinder – an allem interessiert, was wir Eltern so machen. Das schließt natürlich die Vorgänge in der Küche mit ein. Damit er mir nicht ständig alle Schränke ausräumt und Müllbeutel in der gesamten Wohnung verteilt, habe ich eine Schublade und einen Schrank mit Sachen eingerichtet, die er bedenkenlos nehmen kann. Das hat er super angenommen, ohne das ich viel verbieten musste. Die anderen Schränke hat er prompt in Ruhe gelassen. Das führt natürlich dazu, das ich Plastegefäße etc. meist nicht im Schrank, sondern in seiner Kinderküche finde, aber er hat super viel Spaß.
    Mit deiner Idee könnte ich unsere Schublade einfach erweitern!

    antworten
    1. Sabrina 15. Januar 2018 at 21:26

      DANKE

  3. Janine 8. April 2017 at 14:23

    Hallo,

    das hatte ich mir selbst auch schon überlegt und euer Artikel hat mit jetzt nochmal darin bestärkt! j
    Kleines Problem habe ich aber dabei: wir haben noch eine ganz alte Küche, also nix mit hohen Schubladen. Ausschließlich Schränke! Aber neben dem Kühlschrank haben wir unten so ein schmales Türchen, das habe ich dafür auserkoren. Bisher sind dort Lappen und Geschirrtücher drin. Die werden in der Speisekammer ein neues Plätzchen finden.

    Jetzt bin ich auf der Ideensuche, wie man das z. B. mit dem Besteck machen könnte (Becher an die Tür schrauben?) bzw. ob es noch eine andere sinnvolle Lösung gibt, damit die ganze Tiefe des Schranks auch gut genutzt werden kann und nicht nur die ersten 30 cm…

    Habt ihr da vielleicht eine Idee?

    LG und danke für den Anstoss

    antworten
    1. Sabrina 9. April 2017 at 13:12

      Ich meine es gibt solche Einhängevorrichtigungen zum rausziehen. Bei Amazon oder Ikea glaube ich??

  4. Heike Wachowiak 5. April 2017 at 14:53

    Hallo, das ist eine tolle Sache und ich habe gerade gedanklich unsere Küche schon umgeräumt um auch so eine Schublade einzurichten…Das Konzept ist klasse und ich glaube ich werde es nicht nur in der Küche übernehmen, in unserem Badezimmer haben wir es schon größtenteils alles sehr Kinderhöhen tauglich eingerichtet, das hilft auch klasse wenn die Zwerge sich frühs selbst fertig machen.

    antworten
  5. Sandra 19. April 2016 at 20:43

    Das ist eine super Idee. Wir haben extra zur Geburt der Tochter eine Schublade mit allen Plastikschüsseln umgeräumt, damit sie gefahlos kramen kann. Mit dem Effekt, dass sie null Interesse daran hatte. 😀 Erst der kleine Bruder 2 Jahre später hat gecheckt, dass das Spaß machen kann.

    Abgesehen davon haben wir auch in zwei unserer Küchenschübe unser gesamtes Geschirr stehen. Die Kinder dürfen sich jederzeit dort bedienen und helfen gerne mit den Tisch zu decken. Die Große (fast 4) kommt bereits an die normale Besteckschublade dran und versorgt uns mit Besteck (weil man so prima zählen üben kann dabei). Auch der kleine Bruder (fast 2) bekommt ganz normal Messer und Gabel dazu.

    Jeder von Ihnen hat einen Teller kaputt geworfen – wie Mama und Papa mindestens auch – und wissen jetzt, dass man aufpassen muss.

    Plastikgeschirr haben wir zwar auch immer noch in Reichweite stehen, das benutzen die beiden aber nur, dafür aber ausgiebig, um regelmäßig Picknicks und Brotzeiten für sämtliche Kuscheltiere herzurichten.

    Die Trinkflasche ist eine gute Idee. Dafür suche ich auch noch eine Lösung.

    Kehrschaufel und Besen liegen bei uns in kleiner Ausführung immer griffbereit. Wenn die Große einen Lappen braucht, um den Tisch abzuwischen, steigt sie auf ein Treppchen und holt ihn sich aus dem Spülbereich. Jetzt brauche ich noch eine Lösung für’s Badezimmer. Denn nichts ist schöner, als nach den Händewaschen das Waschbecken von oben bis unten mit dem eigenen Waschlappen zu putzen 😀

    Ich freue mich auf noch mehr Tipps und Einblicke von Euch <3

    antworten
  6. 4xGlueck 19. April 2016 at 11:47

    Eure Schublade sieht sehr hübsch aus. Bei uns hat es sich über die Jahre von selbst ergeben, dass es ein Schrankfach auf Kinderhöhe mit Bechern, Schüsseln und Tellern gibt. Auch die Getränke, Lappen und die Besen erreichen die Kinder gut. Das Platzset ist toll, da hab ich ja mal wieder einen guten Vorwand bei schwedsichen Möbelhaus vorbeizuschauen :o).

    antworten
    1. Claudia 20. April 2016 at 8:41

      🙂

  7. Katrin 19. April 2016 at 9:25

    Das ist Montessori? Witzig, dann war meine Logik montessorisch, als ich das vor drei Jahren für meine Tochter eingerichtet hab. Alles Plastikgeschirr von ihr ist in einer erreichbaren Schublade, dann muss die Mutti nicht immer laufen 😉 Bei uns sind ja im übrigen keine Schubladen oder Schränke manipuliert und gesichert, braucht es nicht, wenn dem Kind klar gesagt wird, dass es darin nix verloren hat. Ich kann mit eurer Idee also mitgehen. Wobei Putzutensilien müssen Kinder nicht erreichen meines Erachtens, es würde schon reichen, wenn alleine das Spielzeug aufgeräumt wird.

    LG Katrin

    antworten
    1. Sabrina 19. April 2016 at 9:40

      die Putzmittel stehen bei uns auch in „nicht erreichbarer Höhe“.

    2. Christina Schmidt 19. April 2016 at 12:12

      So handhaben wir das auch mit dem nicht sichern der Schränke. Der Jüngste ist derzeit 1,5 Jahre jung und es funktioniert für sein alter ganz gut.

  8. Rebecca 19. April 2016 at 8:58

    Ich finde das toll. Der Kindergarten in den meine Tochter geht, macht es ähnlich. Die Küche ist komplett in Kinderfreundlicher Höhe, alles ist in erreichbarer Höhe (für die Kleineren auch malm mit Hocker), die Kinder decken morgens selbständig den Tisch, schmieren sich ihre Brote selber, nehmen sich selber Cornflakes, Milch, Wasser, Kakao etc. und räumen das gebrauchte Geschirr danach auch selbstädnig weg, spülen selber und schaffen Ordnung. Unser Kindergarten ist übrigens kein Montessori-Kindergarten.

    Unserer Tochter hat das in Sachen Selbständigkeit einiges gebracht und wir haben dann Zuhause viel übernommen.
    Wir wurden immer verständlislos angeguckt, wenn wir erzählt haben, dass unsere Tochter mit 3 Jahren mit dem Küchenmesser Tomaten und Gurken geschnitten hat. Klar hat sie sich auch mal geschnitten, aber das gehört zum Lernprozess dazu.
    Mittlerweile ist sie 6 Jahre alt und kann sich nicht nur selber ein Brot schmieren, sondern im Notfall würde sei sogar alleine einen Salat hinbekommen, wenn sie müsste.
    Ihr macht es Spaß, sie hilft gerne mit und lernt so auch frühzeitig die Grundlagen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung kennen.

    antworten
  9. Anni 19. April 2016 at 8:55

    Meine Tochter geht in einen Montessori Kindergarten und ich finde die Pädagogik super 🙂

    Daher findet man bei uns zu Hause auch einiges in der Richtung Montessori 🙂

    Ich wünsche Euch einen schönen Tag 🙂

    Liebe Grüße

    Anni von Quatsch Matsch

    antworten
  10. Ulli 19. April 2016 at 8:53

    Ich hab schon meine tuppersachen in die unteren Schubladen gepackt, wenn der Zwerg soweit ist, könnte ich noch mal ne umräumaktion starten und die backsachen mit kindergeschirr tauschen! Super Idee auf jeden fall

    antworten
  11. Regine 19. April 2016 at 8:19

    Ähnlich haben wir das auch organisiert. Unser Sohnemann hat für sein Geschirr ein Fach im Küchenschrank und sein Besteck findet er in einer Schublade. Auch immer griffbereit.
    Wir handhaben das schon eine ganze Weile so, nur wusste ich bis dato nicht, dass wir uns dabei an Montessori orientieren 🙂
    Das selbständige Handeln finde ich sehr wichtig für die persönliche Entwicklung unserer Kinder.
    Vielen Dank für diese Beiträge, ich finde sie wirklich sehr interessant.

    antworten
    1. Claudia 20. April 2016 at 8:42

      das freut uns

  12. Jenny 19. April 2016 at 8:12

    Ich finde eure Anregungen ganz toll. Hab mich eigentlich nie für Montessori oder ähnliches interessiert und lieber alles aus dem Bauch heraus gemacht. Und siehe da, es ist dem Montessori sehr ähnlich. So eine Schublade hab ich auch in der Küche und die Kinder finden es toll, dass sie ein eigens Fach haben. Vielen Dank für eure tolle Arbeit

    antworten

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