Fingerfood für Babys

Heute zu Gast bei uns schreibt Jenny von Breirezept über das Einführen von Fingerfood für Babys und gibt tolle Tipps für einfache Rezepte.

Nicht alle Babys mögen Brei, sondern lieber gleich von Anfang an wie Mama, Papa und Geschwister so richtig mit am Tisch essen. Breifrei heißt dann die Devise, wobei sich Fingerfood und Babybrei nicht ausschließen müssen, sondern sehr gut ergänzen können. Ein Gemüsebrei eignet sich beispielsweise wunderbar als Brotaufstrich oder Dip. Ebenso kannst du jeden Babybrei als Basis für leckere Puffer nehmen, die dann wiederum mit der Hand gegessen werden können. Auch als Soße zu Nudeln oder Fleisch ist ein etwas dünner gekochter Babybrei eine leckere Sache.

fingerfood für babys rezepte ideen

Was eignet sich als erstes Fingerfood für das Baby?

Als Fingerfood für das Baby eignen sich im Prinzip alle ungewürzten Lebensmittel und Speisen. Wichtig ist nur, dass du deinem Baby keine kleinen runden Sachen anbietest: Nüsse, Erbsen und Maiskörner könnten versehentlich aspiriert werden und Atemnot beim Baby auslösen. Auch Salatblätter sind nicht zu empfehlen, da sie leicht am Gaumen kleben bleiben könnten.

Gemüsesticks

Ideal sind Gemüsesticks aus Möhre, Pastinake, Kürbis, Kohlrabi, Süßkartoffel und anderem Gemüse der Saison. Damit dein Baby die Sticks gut in der Hand halten kann, sollten sie so lang sein, dass sie bei geballter Babyfaust noch oben und unten rausgucken (ca. 3-4 cm). Die Gemüsesticks garst du am besten im Wasserdampf. Das geht auch ohne Dampfgarer ganz einfach: Schäle und schneide dein Gemüse, gib es in einen Seiher/Sieb und lasse es eingehängt in einen geschlossenen Wassertopf für etwa 10 Minuten garen.
Bevor du deinem Baby die Sticks anbietest, solltest du sie mit etwas Öl betröpfeln. Einige wichtige Vitamine sind fettlöslich und würden vom Körper sonst gar nicht aufgenommen werden können.

Ähnlich wie die Gemüseticks kannst du auch Kartoffelwedges im Backofen zubereiten, die durch ihren Kohlenhydratgehalt zur Sättigung des Babys beitragen.

menueteller_fingerfood

Knabberfleisch

Fleisch spielt auf dem Speiseplan des Babys eine wichtige Rolle, da es wertvolles Eisen enthält. Babys, die gern das Essen selbst in der Hand halten, kannst du ungewürzte Streifen aus zartem Hähnchenfleisch zum Knabbern anbieten. Sehr gut eignen sich auch kleine Hackfleischröllchen, die du ganz einfach aus purem Hackfleisch formst und über Wasserdampf garst. Meine Tochter ist übrigens seit ihrem 11. Lebensmonat ein großer Fan von kleinen Hühnerbeinen, die ich im Backofen zubereite und ihr zum Abknabbern in die Hand gebe.

 

Brot und Getreideprodukte

Fein gemahlenes Brot kannst du wunderbar in Streifen schneiden, dünn mit Butter beschmieren und deinem Baby anbieten. Als Brotaufstrich eignen sich auch Obstmus, Gemüsebrei oder zerquetsche Avocado. Außerdem findest du auf breirezept.de Rezepte für Dinkelstangen, Waffeln ohne Zucker, Bananenpancakes und anderes Fingerfood aus Getreide. Am Anfang gab es für meine Kinder immer den trockenen Kanten vom Brot, den sie sich dann weich gelutscht haben bis sich die Stärke gelöst hat und das Brot süß wurde.

 

Nudeln

Nudeln sind ein tolles Fingerfood, das kombiniert mit Gemüse zu einer richtigen Mahlzeit für das Baby werden kann. Ich finde Spirelli am besten, da sie gut vom Baby gegriffen werden können. Aber auch Spaghetti machen eine Menge Spaß 😉

waffeln_ohne_zucker

Obst

In der Kategorie Obst gibt es viele köstliche Sorten, die sich als Fingerfood für das Baby eignen. So kannst du (Honig-) Melone, Khaki und Mango sehr gut in Streifen schneiden, die das Baby mühelos in die Hand nehmen kann. Genauso gut eignet sich eine halbe Banane. Apfel und Birne solltest du kurz in etwas Wasser dünsten, damit sie für das Baby weicher werden.

apfel_birne_geduenstet

Was muss ich beachten wenn ich meinem Baby Fingerfood anbiete?

Das allerwichtigste ist, dass du dein Baby NIE alleine mit dem Essen lässt und das Essen auch nur in sitzender Position anbietest!

Der Würgereflex sitzt bei Babys recht weit vorn am Gaumen, so dass sie zu große Stücke schnell wieder auswürgen – das klingt sehr gewöhnungsbedürftig, dient aber dem Selbstschutz und ist für sie in der Regel nicht unangenehm.
Babys, die nur Fingerfood angeboten bekommen, essen im Vergleich zu gefütterten Babys sehr viel weniger, so dass sie weiterhin Muttermilch oder eine andere adäquate Milchnahrung brauchen. Ich empfehle dir eine Kombination aus Fingerfood und selbstgemachtem Babybrei, damit dein Baby alle Nährstoffe in ausreichender Menge bekommt, die es zum Großwerden braucht.

Ich hoffe, dass ich dir mit meinem kurzen Einblick in die Welt des Fingerfoods für das Baby ein paar Tipps geben konnte. Wenn du weitere Infos rund um die Beikost oder Fingerfood-Rezepte suchst oder auch mal Babybrei selber machen möchtest, dann freue ich mich über einen Besuch auf meiner Webseite www.breirezept.de

Baby FInger food tricks und tipps Babyleadweaning

 

 

Wir danken Jenny für den tollen ersten Einblick in die Einführung von Fingerfood bei Babys und hoffen du  kannst dir einige Tipps mitnehmen. Hast du schon mit Brei oder Fingerfood angefangen bzw. an die Mehrfachmamis oder Mamis mit älteren Kindern: Wann habt ihr begonnen mit Beikost? Wie sind eure Erfahrungen?

Übrigens gibt es in unserem Shop ab sofort ein tolles Ebook mit 15 einfachen Rezeptideen Rund um den Kindergeburtstag. Darunter sind auch einige Babytaugliche Ideen zu finden. Reinschauen lohnt sich!

Liebe Grüße Bianca und Sabrina

 

 

Author: Bianca

Rosaverliebte Mädchenmami, mit dem Hang zum Perfektionismus, liebt die Ordnung, hat eine unbändige Leidenschaft zum Kreativ sein, zu der sich eine Nähsucht gesellt, kann stundenlang in spannenden Romanen versinken und dekoriert super gern das ganze Haus um.

Share This Post On

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4 Kommentare

  1. Hallo,
    bei unserer Großen (2,5) habe ich ganz klassisch mit Brei angefangen und ich fand es zum Teil ganz schön aufwendig. Unser Kleiner ist jetzt fast ein halbes Jahr und seit ca. 2 Wochen bekommt er immer mal was angeboten, in Form vom BLW. Er hat von sich aus großes Interesse am essen gezeigt und ist jedes mal begeistert, wenn er was bekommt. Er stellt sich dabei auch sehr geschickt an und verschluckt sich kaum.
    Wenn es passt mach ich auch mal einen Brei, aber ich möchte schon, dass er vorwiegend selbst isst. Ich stille dabei voll weiter und er holt sich einfach, was er noch braucht. So ist es grad für alle ganz entspannt und ich kann das nur weiter empfehlen!

    Kommentar absenden
  2. Meine Tochter ist fünf Monate alt. Bis jetzt fand sie Brei immer nicht so toll, wenn ich es ihr angeboten habe. Sie möchte außerdem immer gerne selber den löffel haben. Habe ihr nun hin und wieder Obst und rohe Gemüse sticks gegeben. Da hat sie gerne dran gelutscht. Sie konnte da aber nie etwas abbeißen. Kann ich ihr auch gedünstet Obst und Gemüse geben, dass sie es abbeißen und kauen kann? Sie hat noch keine Zähne? Danke für euren Rat

    Kommentar absenden
    • Genau deshalb dünstet man die Sachen. Sie werden dann so weich, dass das Baby sie auch ohne Zähne kauen bzw. zwischen Zunge und Gaumen zerdrücken kann.

  3. Bei unserem Großen habe ich mit selbst gekochtem Brei angefangen, da er den nicht mochte, habe ich leider schnell wieder aufgegeben. Er hat dann gekauften Brei bekommen.
    Bei unseren Zwillingen gabs eine Mischung aus selbst gekochtem und gekauftem Brei und Fingerfood.
    Von BLW habe ich erst im Rückbildungskurs bei den Zwillingen gehört.

    Kommentar absenden