Mit der heutigen Anleitung zeige ich dir das Einfärben von Stoffen mit Naturfarben.

Ich habe Tee sowie Kräuter benutzt und mich auch an Säften versucht. Das Ergebnis wird dich umhauen.

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Wie schon geschrieben, habe ich viele, verschiedene Färbemittel getestet. Rote Beetesaft und Pfefferminztee brachten dann doch nicht das erhoffte Ergebnis. Gerade bei Pfefferminztee habe ich mir ein tolles grün erhofft. Nein, es ist nicht grün geworden. Auch der rote Beetesaft war nicht so intensiv, wie ich es mir vorgestellt habe. Dafür sind die Farben bei schwarzem Tee, Hagebuttentee und Kurkuma um so schöner geworden.

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Diese Materialien bringen dich zum Ziel

Viele Sachen hast du ganz sicher zu Hause und brauchst sie nicht extra kaufen. Wenn du deine Maus über das Bild führst, erscheinen Links, die dich zu der Kaufempfehlung führen. (Affliatelinks)

Du benötigst:

  • einen kleinen Eimer oder eine Schüssel
  • Wasserkocher
  • etwas Essig
  • einen alten Löffel
  • deine Färbemittel, wie z.B. Kurkuma, Tee…
  • deinen Stoff (bei mir sind es Mulltücher)
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Jetzt wird es bunt

Ich zeige dir die Färbemethoden mit Kurkuma und mit Hagebuttentee.

Zuerst die Methode mit Kurkuma:

Koche dir Leitungswasser in deinem Wasserkocher. In deinen Eimer oder in die Schüssel gibst du schon mal den gemahlenen Kurkuma. Sei hier ruhig großzügig. Ich habe ungefähr die Hälfte der Gewürzdose in den Eimer gegeben.

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Wenn das Wasser einmal aufgekocht ist, schütte das heiße Wasser in den Eimer. Rühre dann alles ineinander. Schon siehst du, wie sich das Wasser gelb färbt.

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Entfalte deinen Stoff und ab damit ins gelbe Wasser. Rühre das Wasser mit dem Stoff immer wieder um. Es ist auch sinnvoll, das Gewebe immer wieder lang zu ziehen und dann wieder einzutauchen. So gehst du dem Missgeschick aus dem Weg, dass die Farbe fleckig wird. Der Stoff sollte komplett mit Wasser bedeckt sein.

Zwei Stunden braucht die Farbe, um gut ins Gewebe einzudringen. Rühre den Stoff immer wieder durch, dass sich das gefärbte Wasser gut um den Stoff legen kann.

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Jetzt wäschst du den Stoff gut aus. Dafür kannst du ruhig kaltes Wasser nehmen.

 

Doch gerade bei Kurkuma musst du danach direkt das Waschbecken sauber machen. Das Wasser färbt ungemein.

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Jetzt legst oder hängst du deinen Stoff zum Trocknen.

Jetzt ein Tipp von mir

Suche dir unbedingt einen Trockenplatz, an welchem der Stoff so gerade wie möglich liegen kann. Legst du den nassen und gefärbten Stoff zum Trocknen zusammen oder hängst ihn irgendwo drüber, kann es passieren, dass der Stoff fleckig wird. An den Faltkanten kann zudem die Farbe intensiver werden als beim restlichen Tuch. Ich habe die Tücher auf den Wäscheständer gelegt. Das ging super.

Koche einen intensiven Tee

Benutzt du teuren Tee, reichen 6 – 8 Teebeutel und bei den billigeren Teesorten brauchst du die ganze Packung.

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Koche wieder Wasser und brühe den Tee in dem Eimer oder der Schüssel. Zu der gefärbten Flüssigkeit gibst du noch 2 EL Essig. Nach dem Umrühren entfaltest du deinen Stoff und legst ihn hinein. Dein Tuch sollte wieder komplett mit Wasser bedeckt sein. Vermische, wie schon bei der Färbemethode mit Kurkuma beschrieben, den „Tee“ und dein Tuch.

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Diese Variante habe ich über Nacht einwirken lassen, da der Tee nicht ganz so intensiv färbt, wie z.B. Kurkuma.

Trockne das Tuch wieder auf einer geraden Unterlage.

Bügeln macht die Farbe haltbar

Im Internet habe ich mich auch ein wenig mit dem natürlichen Färben beschäftigt und gelesen, dass durch das Bügeln der gefärbten Stoffe, die Farben haltbar gemacht werden. Es stand auch mit dabei, dass die Tücher nach dem Bügeln bei 30 Grad waschbar sind. Diese Angaben sind aber wirklich nur aus dem Netz und ich kann dir diese These erst nach dem ersten Waschen genau sagen. Das kannst du mir sicher nachsehen.

So gebe ich dir hier den Hinweis mit, dass es sinnvoll ist den gefärbten Stoff zu bügeln. Zumal auch gebügelte Tücher viel schöner sind.

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Die Tücher verschönern

Ich habe mir aus neuen Stoffwindeln Halstücher gefärbt. Einfach nur bunte Tücher wären mir zu langweilig gewesen. Also mussten die Halstücher ein wenig verschönert werden.

Du kannst dir deine Schals natürlich so aufpimpen, wie du magst. Ich habe ein Motiv geplottet und habe mir Quasten gebastelt.

Diesen tollen Federplott von GroWidesin bekommst du im Shop: https://shop.mamahoch2.de/produkt/plotterdatei-boho-girl-von-growidesign/

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Dir gefällt diese Anleitung so gut, dass du sie nicht wieder vergessen möchtest? Dann pinne sie dir jetzt auf Pinterest:

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Hast du auch schon mal Stoffe mit Naturfarben gefärbt? Sag uns doch mal, mit was du die Sachen eingefärbt hast und zeige uns ein Bild bei uns in der Facebook-Community oder schreibe uns hier einen Kommentar.

Solltest du auch eine andere Färbemethode ausprobieren, kann ich dir den ersten Färbebeitrag mit Textilfarbe ans Herz legen.

Viele Grüße
Suse

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ommetar 0.000000e+0

  1. susi Müller 23. Mai 2019 at 11:42

    hallooooo
    ok

    antworten
  2. Fanny 21. Februar 2019 at 14:06

    Halli,
    du hast wirklich sehr schöne Farbergebnisse erzählt!
    Kannst du mir sagen wieviel Wasser du für deine Teevariante und für deine Kurkumavariante benutzt hast?
    Und hast du bei der Menge Tee und Kurkuma jeweils nur ein Tuch gefärbt oder mehrere (also kurz:Welche Stoffmenge konntest du mit der „Farbmenge“ färben?)
    Liebste Grüße Fanny

    antworten
    1. Suse 29. März 2019 at 15:28

      Hallo Fanny!

      Oh da kommst du mit einer Frage um die Ecke, die ich dir leider nicht genau beantworten kann. Ich habe das damals mehr nach Bauchgefühl gemacht. Gerade das Kurkuma färbt unheimlich. Da kannst du das Wasser selber anmischen, je intensiver du färben magst. Ich habe immer nur ein Tuch eingefärbt. Aber das Wasser ist ja gleich bleibend. Da kannst du sicher auch zwei Tücher färben und eben immer wieder durchmischen, dass die Farbe auch überall hinkommt.

      Tut mir leid, dass ich dir jetzt nicht wirklich weiter helfen konnte.

      Viele Grüße
      Suse
      vom Mamahoch2 Team

  3. Lisa 15. Mai 2018 at 13:37

    Huhu ist das Gelb von dem BoHo Halstuch Kurkuma?
    Grüße

    antworten
    1. Sandra 17. Mai 2018 at 8:32

      Hallo Lisa- ich war jetzt ein wenig irritiert von deiner Frage und musste jetzt nochmal in den Beitrag schauen! Ich finde man erkennt super, dass für den gelben Farbton das Kurkuma-Pullver und für das rosa der Hagebuttentee verwendet wurde!? Beides ist auch bebildert und im Text beschrieben!? Liebe Grüße Sandra

  4. Jenny 14. Mai 2018 at 11:50

    Hallo Suse,

    mich interessiert auch sehr, ob die Tücher nach dem Waschen noch schön gefärbt sind.
    Magst du nicht mal deine kleinen Farbtücher bei 40 Grad in die Maschine werfen und uns berichten?

    LG Jenny

    antworten
    1. Suse 18. Mai 2018 at 8:24

      Hallo Jenny!

      Der Beitrag ging im Mai 2017 online. Ich muss leider gestehen, dass ich die Tücher mittlerweile verschenkt habe (im Eifer eines Kleiderschrank-Aussortier-Marathons). Dadurch kann ich die gefärbten Tücher nicht in die Waschmaschine werfen. Tut mir leid.

      viele Grüße
      Suse
      vom Mamahoch2 Team

  5. Nathalie 14. April 2018 at 12:22

    Hej Suse, Danke für deine Beschreibung. Hast du denn mittlerweile die Tücher schon gewaschen? Mich würde interessieren, ob die Kurkuma Farbe gehalten hat. Überlege nämlich Bettwäsche damit zu färben. LG Nathalie

    antworten
    1. Suse 19. April 2018 at 5:52

      Hi Nathalie!

      Tatsächlich habe ich die Tücher bisher nur gespült. Da hat die Farbe gut gehalten. Gerade Bettwäsche wäschst du sicher auch mal bei 60° … da kann ich dir leider nicht sagen, ob das die Farbe aushält. Jedoch würde ich es auch auf einen Versuch ankommen lassen. Was hast du zu verlieren? Sollte sich die Farbe rauswaschen könntest du die Bettwäsche immer wieder neu einfärben oder am Ende auf eine Farbe aus dem Handel zurückgreifen. Sag uns auf jeden Fall Bescheid, wenn du es ausprobiert hast und wie es lief.

      Viele Grüße
      Suse

  6. Romina 17. März 2018 at 20:00

    Liebe Suse,

    ich habe heute zum Eierfärben ausgekochtes Rotkraut durch ein Moltontuch passiert: ein toller Blauton! Das solltest du auch mal ausprobieren.
    LG

    antworten
    1. Suse 18. März 2018 at 17:58

      Hallo Romina!

      Das ist wirklich ein toller Tipp. Wir sind auch schon am Überlegen, wie wir dieses Jahr die Ostereier färben. Vielleicht probieren wir dieses Jahr auch mal Naturfarben aus. Ist es, bei den Eiern, ein richtig kräftiger Ton geworden?
      Molton ist auch sehr dankbar und nimmt Farbe recht gut an, das sah am Ende garantiert toll aus!

      Viele Grüße
      Suse

  7. Franziska 28. Februar 2018 at 9:33

    Vielen Dank für die tolle Anleitung! Ich habe das Färben direkt mit Kurkuma versucht, das Farbergebnis ist wunderschön!!! Nachdem ich mit Brennesseln keinen Erfolg hatte, habe ich meine Mulltücher mit Avocadoschale gefärbt und bin total vom Farbton begeistert- wer selber sehen möchte: http://fuchsgestreift.blogspot.de/2017/06/farben-mit-avocado-schale.html

    Vielen Dank auch für Eure vielen tollen Tutorials, Schnittmuster und Anleitungen! Macht weiter so!
    Liebe Grüße
    F1 von fuchsgestreift

    antworten
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  10. Beate 5. Mai 2017 at 23:23

    Hallo Suse!

    Auch ich habe mir mal durchgelesen wie Du die Tücher gefärbt hast. Danke für die tolle Beschreibung!
    Ich werd mich in den nächsten Tagen auch mal dran wagen einige Sachen zu färben. Ich habe hier weiße Bettlaken liegen, die ich u.a. zu Buchen (mittelalterliche Hose) umändern möchte und da kommt mir das tolle Kurkuma-gelb genau passend. In einer Zeitschrift hatte ich vor Ostern gelesen, dass Petersilie die Eier toll grün färbt, vielleicht ist das auch für Dich ein Tipp den Du ausprobieren möchtest. Ich überlege zudem mal mit grünem Tee zu färben, Persilie hab ich grad nicht so viel hier… Bei rot, dachte ich noch an Rotwein. Alle haben doch immer Angst vor Flecken in hellen Sachen 😉 Hast Du das evtl. schon mal ausprobiert?
    Freu mich jedenfalls über Feetback und auf Deine ersten Waschmaschinen-Erfahrungen.
    Ach und noch eine Frage bitte: warum hast Du beim Kurkuma kein Essig dazu getan?
    LG Beate

    antworten
  11. Jessica 4. Mai 2017 at 20:17

    Hallo Alessandra ,

    Ungefärbte Mullwindeln sind ausgekocht super in der Küche als Passiertücher zu verwenden. Ein paar Tücher sind bei uns immer im Auto falls es einem kind mal wieder schlecht wird. Ein paar andere habe ich zerschnitten und vesäubert und die sind immer dabei beim Spielplatz etc. als Feuchttücher. Beliebt sind sie auch zum Verkleiden und spielen…ich liebe diese Windeln- 🙂 LG Jessi

    antworten
    1. Suse 5. Mai 2017 at 22:11

      Das klingt auch richtig gut. Gerade die Idee mit dem Passiertuch klingt sehr gut. Das werde ich mir mal merken. Vielen Dank für dein Feedback

      Viele Grüße
      Suse

  12. Heike 4. Mai 2017 at 19:51

    Tolle Anleitung! Mich würde es noch sehr interessieren, wie dich die Farbe beim Waschen verhält. Kannst du dazu noch ein feedback geben?
    LG

    antworten
    1. Suse 5. Mai 2017 at 22:13

      Hallo Heike!

      Noch habe ich die Tücher nicht gewaschen. Ich werde es aber auf jeden Fall berichten, sobald sie einmal mit in der Waschmaschine waren.

      Viele Grüße
      Suse

  13. Christl 4. Mai 2017 at 14:02

    Bei mir ist Kurkuma in der Sonne schnell verblasst. Habe aber mit frischem gefärbt und nicht gebügelt.

    antworten
    1. Suse 5. Mai 2017 at 22:14

      Hallo Christl

      Gerade beim Kurkuma hätte ich es jetzt nicht erwartet. Jetzt bin ich direkt noch mehr gespannt, wie die Tücher nach dem ersten Waschen aussehen. Ich gebe auf jeden Fall ein Feedback durch.

      Viele Grüße
      Suse

  14. Alessandra 4. Mai 2017 at 8:15

    Danke für die tolle Anleitung. Ich habe vor der Geburt des Zweiten unsere weißen Mulltücher noch mit klassischer Farbe eingefärbt. Schade, dass ich nicht eher auf die Idee gekommen bin. Allerdings halten die Farben jetzt auch schon gefühlt 100 Wäschen! 🙂
    Da jetzt langsam die Spuckzeit zu Ende ist, frage ich mich, was man mit den Tüchern noch so anstellen kann – zum wegwerfen sind sie eindeutig zu schade.
    Hat da jemand tolle Ideen?
    Viele Grüße,
    Alessandra

    antworten
    1. Suse 5. Mai 2017 at 22:25

      Hallo Alessandra!

      Im Augenblick ist der Moltonstoff ja sehr beliebt. Es werden Kleidchen daraus genäht… Sommerhosen und kleine Tücher für die Kids. Du kannst also so gut wie alles darauf machen. Trau dich einfach dran und schmeiße sie auf keinen Fall weg.

      Und wenn du jetzt mix daraus nähen magst, ich habe letztes Jahr für Halloween Geister aus Mulltücher gebastelt. Die Anleitung findest du auch hier auf dem Blog.

      Viele Grüße
      Suse

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