Fehlgeburt- wenn es plötzlich mich erwischt

Der Wunsch nach einem zweiten Kind kam schon früh. Unsere große Tochter ist nun 5 und schon als sie etwa 2,5 Jahre alt war, kreisten Gedanken immer wieder darum, wann eigentlich der richtige Zeitpunkt wäre. Für mich stand ausser Frage dass ein zweites Kind folgen sollte. Dem Papa fiel dieser Gedanke nicht so leicht wie mir. Also gingen Monate ins Land. Heute fragen wir uns, warum wir so lange gewartet haben.

Fehlgeburt Blogfoto

Die Ängste

Immer wieder kam das Thema auf den Tisch. Manchmal kam es dabei sogar zu Streit und Tränen. Wir waren hin und her gerissen. Immer wenn der eine von uns absolut überzeugt war, hat der andere gezweifelt. Es war ein Bäumchenwechseldichspiel. Immer wieder tauchte auch bei mir der Gedanke auf, dass ich die Zeit NUR mit meiner Maus noch viel zu sehr genießen wollte und ihr einfach all meine Aufmerksamkeit schenken wollte. Und es vergingen wieder Monate. Plötzlich war die Maus 4, ich 29. Dann kam es zu einer schweren Erkrankung im engeren Familienkreis. Ich fing an zu grübeln. Worauf warten wir eigentlich. Wir lieben uns, sind seit 10 Jahren ein Paar, haben gute Anstellungen und den Job als Eltern schon einmal ziemlich gut gemeistert. Unsere zauberhafte Tochter ist der beste Beweis.

Und plötzlich waren wir uns einig

Einfach so. Wir waren bereit. Es war aufregend. Tatsächlich wusst ich nicht so richtig wann wir uns das Startsignal geben. Diese Gefühlschaos im Körper, im Kopf. Aber wir waren bereit. Und wir wollten am liebsten schon gestern ein zweites Kind. Im Sommerurlaub startetem wir also das Thema Familienplanung 2.0. Und was soll ich sagen- es klappte auf Anhieb. Wir konnten es nicht fassen. Als ich den Test, ich glaube etwa 2 Tage nach Ausbleiben der Periode, am 1.Juli machte und da nur eine Ahnung von einem Strich war, die der Papa natürlich überhaupt nicht sehen konnte, überkam mich diese Aufregung. Ich schickte damals Sabrina ein Bild vom Test mit seinem fast unsichtbaren Geheimnis und bekam als Antwort : Eule, du bist mega schwager. 😀 Also wollte ich einen Termin bei der Frauenärztin machen. Ich rief Montag an, um über den AB zu erfahren, dass genau ab diesem Tag 2 Wochen Praxisurlaub sind. Ok, tschakka, das halte ich aus. Nach 2 Wochen rief ich wieder an und bekam für Freitag einen Termin. Ich dachte mir, dass ich dann etwa in der 7 oder 8 SSW sein müsste und somit freute ich mich einfach, dass man sicher beim ersten Termin schon etwas sehen wird, sogar Herzschlag.

Der erste Arztbesuch- 21.Juli 2017

Der Liebste ging mit und gemeinsam saßen wir voller Vorfreude im Wartezimmer. Und dann kam die erste kleine Ernüchterung. Man sah zwar dass eine Schwangerschaft angelegt war, aber laut dem Stand, war ich zum Zeitpunkt des Schwangerschaftsstest noch nichtmal schwanger. Die Ärztin versuchte mich aufzubauen und meinte, dass viele im Test auch einen Streifen sehen, der vieleicht nicht da ist, weil der Wunsch so groß ist. Der Papa fühlte sich natürlich bestätigt und beruhigt. 2 Wochen musste ich nun rum bekommen bis zum nächsten Termin. Ich war planlos, hilflos, ängstlich. Optimistisch und pessimistisch zugleich. Die ersten Tage waren die Hölle. 2 Wochen kamen mir unmenschlich lang vor. Sabrina beruhigte mich. Vieleicht hat sich die Ärztin nur um wenige Millimeter vermessen. Vieleicht schlug der Test wirklich enorm früh schon an, er war ja wirklich sehr zart. Kurz nach dem positiven Test, habe ich auch eine Hiopsbotschaft auf Arbeit erhalten- vieleicht hat sich dadurch der Eisprung verschoben. Auf Stress lässt sich ja vieles schieben. Je mehr wir redeten und es drehten und wendeten, umso logischer war für mich, dass es schon passt und alles gut sein wird. Wir fanden für jede Eventualität eine Erklärung. Ich war beruhigt und der innere Optimist kam wieder zum Vorschein.

2 Wochen später- 4 August 2017

Wir saßen also wieder im Wartezimmer. Dort kam dann allerdings doch ein flaues Gefühl im Magen wieder auf. Ich wollte nur auf den Stuhl und sehen dass alles gut ist. Un dann- da war es! Ein klitzekleines Böhnchen und ein klitzekleines pochenendes Pünktchen. Mir liefen die Tränen. Ich war erleichtert und glücklich und unsagbar dankbar. Alles wird gut, jetzt geht es voran und und wir werden im Frühjahr zu 4 sein. Die Worte der Ärztin hörte ich mir an, war aber in meiner Glückseeligkeit so gefangen, dass ich ihnen weniger Bedeutung schenkte. Sie sagte, wir müssen schauen dass sich das kleine Würmchen weiter gut entwickelt. Zeitlich haut es leider immer noch nicht hin. Obwohl ich laut letzter Periode bei etwa SSW 10 sein musste, ergab die Messung nur 6+1.

Ich sah nur das kleine pochende Herz

Von Anfang an wollte ich nicht wieder so ängstlich und vorsichtig sein wie in der ersten Schwangerschaft. Der Druck damals, als es nur der engste Familienkreis die ersten Wochen wusste und sich verplappert wurde, der Streit dadurch, all das wollte ich vermeiden. Eine Schwangerschaft ist etwas tolles, wir freuten uns und ich wollte, dass sich alle mitfreuten. Natürlich wusste ich, dass etwas passieren konnte- aber uns doch jetzt nicht mehr…

Unsere Große wünschte sich sehr große Schwester zu werden. Wir hatten uns ausgemacht, dass wir es ihr erst sagen, wenn man einen Herzschlag sieht und das sie es vor allen anderen erfahren sollte- von meiner Mama und Sabrina abgesehen :D. Und diese Abmachung hielten wir ein. Der Papa kam mit ihr nach Hause und gemeisam saßen wir auf der Couch. Ich fragte sie, ob sie noch wisse was sie sich wenige Tage zuvor beim Abendessen gwünscht hatte. Sie wusste es noch ganz genau: Dass noch ein Geschwisterchen mit am Tisch sitzen soll. Wir weihten sie also in unser kleines Familiengeheimnis ein und die Freude übermannte sie.Am Wochenende durfte sie es der Familie erzählen und am nächsten Montag wusste es der gesamte Kindergarten. In alle Gruppen ist sie gerannt um es allen Erziehern zu erzählen. Ich bekam Glückwünsche über Glückwünsche und war wieder bestärkt in meinem Optimismus.

Und dann…

Am Samstag den 12. August waren wir bei Sabrinas Großem zur Schuleinführung eingeladen. Es war ein tolles Fest. Mir ging es sehr gut. Schwangerschaftsprobleme wie Übelkeit hatte ich nicht. Ich genoß es und hatte einfach einen recht schönen Tag. Am Sonntag allerdings bekam ich leichte Schmierblutungen. Für mich, trotz meiner Ausgangslage, nicht weiter beunruhigend. Ich weiß bis heute nicht woher ich diese Ruhe genommen habe, aber ich habe lange überlegt ob ich ins Krankenhaus fahren sollte oder nicht. Ich entschied dann allerdings am Montag lieber zu meiner Frauenärztin zu gehen. Schmerzen hatte ich keine und auch so fühlte es sich nicht bedrohlich für mich an. Natürlich war auch ich in diesem Moment beunruhigt und fragte mich woher die Blutung wohl kommen konnte. All diese Sorgen und Probleme gab es in meiner ersten Schwangerschaft nicht.
Mit etwas mulmigen Gefühl ging es also am nächsten Tag erneut zur Ärztin. Die Blutung wurde nicht stärker, war aber dauerhaft da.

Fehlgeburt 3

Und dann saß ich auf dem Stuhl, die Ärztin schallte. „Ich kann leider nichts mehr sehen“. Ohnmacht. Tränen. Ich war wie benommen. Schluchtzte, weinte, sah immer wieder meinen Mann an. Sein Blick war ebenso hilflos. Die Ärztin erklärte einiges. Sie wollte mir Blut nehmen und nach 2 Tagen noch einmal den HCG-Wert prüfen. Um auf Nummer sicher zu gehen und damit ich Zeit habe die Sache zu begreifen. Sie sagte der Körper hat mit der Blutung schon angefangen die Schwangerschaft auszuscheiden. Sie sagte etwas von Ausschabung, aber wirklich aufnahmefähig war ich in diesem Moment nicht. Wir fuhren also heim, ich lag auf der Couch. Weinte immer wieder und konnte es nicht fassen. Mein Optimismus hatte mich so getäuscht. Ich fiel von Wolke 7 auf den knallharten Boden der Tatsachen.

Der für mich schwerste Gang

Mein Mann holte also die Tochter aus dem Kindergarten ab. Nun mussten wir es ihr sagen. Wir erklärten ihr, dass das Baby im Bauch krank war und nicht beí uns bleiben konnte. Dass das leider passieren kann und man dagegen nichts tun kann. Erst war sie erstaunlich gefasst, sprang sogar kurz danach auf der Couch rum und gackerte. Doch eine Weile danach brach sie in Tränen aus und ich mit ihr. Sie drückte sich an mich, küsste und streichelte den Bauch und sagte immer wieder dass sie traurig ist.

Dann ging alles ziemlich schnell

Nach dem ersten Schock hoffte ich nun, dass Mutter Natur das ganze von allein beendete. Ich wollte sehr gern meinem Körper eine Ausschabung ersparen und hoffte darauf, dass die Blutung in den nächsten Tagen oder der nächsten Woche stärker wird. Am Mittwoch war ich zur zweiten Blutabnahme. Donnerstag hatte ich dann ein Telfonat mit einer Vertretungsärztin. Sie bestätigte, was ich schon ahnte. Der HCG-Wert war rapide gesunken. Der Schwangerschaftsabbruch somit bewiesen. Allerdings wurde ich dann mit Informationen überrumpelt. Hatte ich mir doch vorgenommen bis mindestens Montag oder Dienstag dem Körper noch Zeit zu geben es selbst zu regeln, so riet mir die Ärztin, mir noch am selben Tag eine Überweisung für das Krankenhaus zu holen. Alle Aufklärungsgespräche sollte noch an diesem Donnerstag führen und direkt am nächsten Tag, am Freitag, die Ausschabung durchführen lassen. Sie meinte, dass das Infektionsrisiko zu hoch sei und sie mir von Warten definitv abraten würde. Ich war überrollt. Mir ging das alles zu schnell. Ich wollte diese Schwangerschaft noch nicht los lassen. Gleichzeitig wollte ich keine Risiken eingehen. Also lies ich alles über mich ergehen.

Am nächsten Morgen kam ich also auf Station, lag wie ein Häufchen Elend in meinem OP-Hemd im Bett und wartete. Ich war die erste an diesem Tag. Ich wurde in den OP gefahren und hielt mir die ganze Zeit den Bauch. Nein, ich wollte es nicht hergeben. Es war so endgültig. Und dann schlief ich ein…

Zwischen Trauer und Dankbarkeit

Fehlgeburt 1

Die Ausschabung habe ich sehr gut überstanden. Ich hatte Angst vor dem Eingriff. Ich habe mich danach zwar irgendwie seelisch leer gefühlt, aber körperlich ging es mir prima. Die Narkose war so leicht, dass ich schon beim Heraussfahren aus dem OP wieder aufwachte und 10 Minuten später Hunger hatte. Etwa 6 Stunden musste ich noch im Krankenhaus bleiben, dann durfte ich heim. Die Blutung war wirklich schwach- eine normale Regelblutung ist bei mir stärker. Am Samstag habe ich noch den ganzen Tag gelegen, am Sonntag war ich dann schon auf dem Geburtstag meines Opas.

Es gab immer wieder Tage an denen mich die Traurigkeit einholte. Immer wieder stand ich mit Tränen da und hab mich in Gedanken verloren. Aber es wurde besser. Ich war diesem kleinen Sternchen sehr dankbar. Es hat uns gezeigt wie sehr wir noch ein Kind wollen. Wir wollten den Wunsch nach einer größeren Familie nicht begraben. Egal ob es einen Monat oder 1 Jahr gedauert hätte. Wir versuchten es erneut.

Und nun?

Nun bin ich wieder schwanger. Schneller als erträumt hat es wieder geklappt. Ich bin so dankbar dafür und habe damit nie gerechnet. Die Hälfte ist geschafft und unser kleiner Sohn entwickelt sich prima. Auch diese Schwangerschaft beinhaltete anfangs Komplikationen in Form von Blutungen, Krankenhausaufenthalt und starker Übelkeit. All dies kannte ich aus meiner ersten wunderbaren Schwangerschaft mit unserer Tochter garnicht. Leider waren wir nach der Fehlgeburt gezeichnet und der Optimismus ziemlich lange sehr eingedämmt. Jede Blutung brachte Panik und Angst vor dem Schlimmsten mit sich. Jeder normale Toilettengang wurde von Herzklopfen bekleidet. Mitlerweile, und vorallem durch die täglichen spürbaren Bewegungen von unserem Baby, hat der Optimismus wieder Oberhand, Die Freude auf die Zeit zu 4. ist grenzenlos. Und ich bin dankbar für unsere große Tochter. Sie ist der Sonnenschein in unserem Leben und schiebt viele graue Wolken mit ihrer Leichtigkeit und kindlichen Naivität beiseite. Sie freut sich maßlos auf ihren Bruder, unseren Buberl. Gestern, am 4.3., an dem Geburtstag meines Mannes, wäre der errechnete Entbindungstermin von unserem Sternchen gewesen. Auch dieses kleine Wunder vergessen wir nicht, unseren kleinen Wegweiser.

Fehlgeburt Pinterestbild

eure Sandra

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Author: Sandra

mitteilungsbedürftige Traumtänzerin, Geduld und Ungeduld in einer Person, Dekosüchtig, aus Überzeugung Kochmuffel, Angsthase, Heulsuse, Frischluftfreundin und Bastelfee, Zeitschriftenwälzering, vor allem aber im Herzen kindgebliebene Mädchenmama

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43 Kommentare

  1. Hallo,
    Mein Mitgefühl für euren Verlust. Ich kann verstehen, dass die jetzige Schwangerschaft nicht mehr so entspannt ist.
    Bei mir war es meine erste Schwangerschaft. Zwillinge… Ich natürlich aus dem Häuschen! Die Vorfreude war groß… Tja, leider ist eines meiner Mädels ab der 10 Woche nicht so gut gewachsen und im 5 Monat gestorben. Überlebensschanze natürlich noch nicht so gut für die Zweite. Ich hatte Glück, mein Körper hat die Schwangerschaft aufrecht erhalten und ich hatte eine natürliche Geburt von einem gesunden Mädchen und meinem Sternchen. Gefühlschaos pur, jedoch extremer Ausnahmefall. Ich bin jeden Tag dankbar, meine Maus zu haben.
    Ich will zwar noch Kinder, mir graut jedoch vor einer neuen Schwangerschaft. Wir versuchen sie zwar, aber vermutlich wird’s erst was, wenn ich entspannt sein kann….
    Man trägt jedes Kind im Herzen und lernt nur noch dankbarer für jeden Moment mit seinen Kindern zu sein.
    Daher wünsche ich euch eine entspannte Geburt!

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  2. Ein bewegender Artikel…. auch weil wir aus Eigner Erfahrung wissen wie sich diese Leere und Ohmacht anfällt.
    Und plötzlich trifft es dich…mit all der Wucht. So groß die Freude und all die Wünsche, so zerreißend der Moment wenn man im Hemd mitten im Gang steht und auf fremde Leute zugehen muss die einem all die Hoffnung und Liebe für etwas so kleines und doch das Größte im Leben (ent)nehmen müssen.
    Unser Sternchen ging vor fast 5 Jahren auf der gleichen Weg. Inzwischen haben wir drei wunderbare Kinder an unserer Hand und unseren Stern tragen wir tief verwurzelt im Herzen.
    Die weiteren zwei Ss konnten die Leichtigkeit der ersten Schwangerschaft nicht erreichen aber die Dankbarkeit und das Bewusstsein dafür ist grenzenlos.

    Ich wünsche dir und deiner Familie eine wundervolle Rest-Murmelzeit. Genießt die Vorfreude auf den Zauberhaften Moment wenn aus der Tochter eine Schwester wird und aus euch ZweifachEltern.

    Ein Himmelsgruß an all die Sternchen die niemals in Vergessenheit geraten werden sondern voller Liebe ihren Platz in den Herzen ihrer Familien gefunden haben.
    Gegen das Vergessen sondern für die liebevolle Errinnerung.

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    • Hallo Alena! Vielen lieben Dank für deine schönen Worte! Und euch auch alles Gute! Wir freuen uns sehr auf unseren kleinen Zwerg, aber du hast Recht- diese Leichtigkeit der ersten Ss fehlt nach wie vor, und das fehlt mir! Liebe Grüße Sandra

  3. Liebe Sandra,

    es tut mir von Herzen leid, dass ihr euer Sternchen gehen lassen musstet. Ich selbst habe ein Baby in der 10. SSW verloren, Sabrina gab mir die Chance meine Geschichte hier ebenfalls zur veröffentlichen. Wir hatten uns für eine kleine Geburt entschieden. Ich bin dir dankbar, dass du über deinen Verlust schreibst. Es ist wichtig, dass das Thema Fehlgeburt nicht totgeschwiegen wird. Das darüber Sprechen ist so wichtig zum Verarbeiten.

    Fast genau 12 Monate nach der Fehlgeburt durften wir unser Folgewunder in den Arm schließen und sind unheimlich dankbar und glücklich. Wir wissen unser Glück viel mehr zu schätzen. Ich wünsche dir eine schöne restliche Schwangerschaft und alles Gute für eure Zeit zu 4.

    Alexandra

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    • Liebe Alexandra! Danke für deine lieben Worte! Auch euch wünsche ich für die Zukunft alles Liebe und GUte! Sandra

  4. Liebe Sandra,
    Ich habe deinen Beitrag mehrmals lesen müssen, denn es gibt so unglaublich viele Parallelen. Mein Sohn ist mirlerweile fünf Jahre und wünscht sich sehnlichst ein Geschwisterchen. Mein Partner und ich haben ebenfalls mehrere Jahre daran gearbeitet endlich den Entschluss und den Mut für ein zweites Kind zu treffen. Wir haben auch im Sommerurlaub 2017 angefangen zu üben, leider wurden wir nicht direkt mit einem positiven Test beglückt. Aber Ende Januar 2018 habe ich endlich einen positiven Test in den Händen gehalten. Ich habe ehrlich gesagt schon nicht mehr daran geglaubt. Ich war in der 6 SSW das erste Mal beim Arzt. Man sah bereits eine Fruchthöhle und einen kleinen Dottersack. Ich war glücklich, aber warum auch immer hielt sich meine Freude in Grenzen. Dieses Mal waren Ängste da, die ich von meiner ersten SS nicht kannte. Ich schob es auf mein, in den Jahren, errungenes Wissen über Komplikationen und auch Fehlgeburten. Mit jedem Tag, der verging und ich musste vier Wochen auf den nächsten Termin beim Arzt warten, freundete ich mich mehr mit dem kleinen Lebewesen in meinem Bauch an. Doch dann kamen plötzlich Freitagabend die Schmierblutungen. Nicht übermäßig viel, aber sie waren da. Samstag, Sonntag .. ihr habe mich am Wochenende dagegen entschieden ins Krankenhaus zu fahren, da ich nicht wegen einer „Lappalie“ in die Klinik wollte. Ich habe mich belesen und mir immer wieder gesagt, solange es altes Blut ist und nicht mehr wird oder Schmerzen dazu kommen ist alles gut! Letzten Montag bin ich dann zu meiner Frauenärztin und sie hat mich untersucht und geschallt. Ich war sooo erleichtert und fühlte mich bestätigt richtig gehandelt zu haben, denn man sah den kleinen Gummibär sehr gut und auch sein eifriges Herz schlug kräftig. Allerdings wollte meine Ärztin mich nach der Vermessung des Würmchens mich auch fünf Tage zurück datieren. Ich fand es merkwürdig aber die Freude über das Herz überwog alles und ich sagte mir, dass eine Korrektur des Termines doch immer mal wieder vorkommt. Kein Grund zur Besorgnis. Ich wurde entlassen mit den Worten, dass ich mich in den nächsten Tagen einfach etwas schonen soll, denn ich wirkte sehr beunruhigt.
    Gesagt getan…ich habe NICHTS gemacht. Nur gelegen, gelegen, gelegen. Dann am Donnerstag der Schreck…aus Schmierblutungen wurden helle Blutungen. Ich bin wie mechanisch direkt zu meiner Ärztin. Irgendwas in mir sagte mir….da ist etwas ganz und gar nicht gut. Ich fühlte mich seit morgens nicht mehr schwanger. Die Fahrt habe ich in einem Automatismus gemacht, ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Und dann die Gewissheit. Es tut mir leid, aber ich sehe keinen Herzschlag mehr…
    Mir rollten die Tränen nur so die Wangen runter. Nein nicht ich, das kann doch nicht sein!
    Aber es war leider doch mein Leben. Meine Ärztin war mir so eine große Hilfe. Sie fragte mich was ich nun machen wolle, aber ich hatte doch keine Ahnung. Ich habe mich doch nie intensiv mit dem Thema befasst. Ich wusste wo ich entbinden will, aber doch nicht wo ich für eine Ausschabung hin wolle.
    Sie erklärte mir, dass es zwei Möglichkeiten gibt. Sie würde mir dazu raten in einer anderen Praxis, in der sie auch Ausschabungen ambulant machen können, einen Beratungstermin wahrzunehmen. Gehen sie lieber dort hin. In einem Krankenhaus geht man teilweise sehr ruppig und wenig einfühlsam mit den Müttern um. In dieser Praxis wäre ich ihrer Meinung nach besser aufgehoben. Dort würde man mich zu nichts drängen. Sie machte mir einen Termin für Freitag. Es war die Hölle. Der Anruf bei meinem Partner, das Warten auf den Termin. Die Hilflosigkeit und der Schock.
    Unser Kleiner wusste zum Glück noch nichts, aber er merkte natürlich die Trauer.
    Am Freitag bin ich mit meinem Partner in die Praxis der anderen Ärztin gefahren und trotz des so schlimmen Themas war ich erleichtert und begeistert von der Ärztin und ihrer Art und Sicht der Dinge.
    Sie untersuchte mich erneut und sagte mir ganz ehrlich, dass sie mir nicht versprechen könne, dass ich einen natürlichen Abgang schaffen würde, da mein Baby schon mehr als 2cm groß war. Aber sie klärte mich auch über die Rückbildung des Fötus auf und gab mir an die Hand, dass wir einen Termin für Montag, also heute machen sollten zur Ausschabung, und wir warten so oder so das Wochenende ab. Wenn ich mich Montag vorstellen würden wir vorab nochmal gucken und wenn ich trotzdem nicht bereit für eine Ausschabung wäre, dann würden wir den Termin einfach fallen lassen. Es sei immer meine Entscheidung, außer es kommt Fieber etc dazu.
    Ich bin Freitag mit einem positiven Gefühl dort raus. Und war fest entschlossen es alleine zu schaffen. Für meinen Körper und für meine Seele. Die Tage vergingen und es war eine schreckliche Zeit. Für uns alle. Diese Wartereise war kaum auszuhalten. Mal waren Krämpfe da, Mal nicht. Dann ging wieder etwas ab. Aber reichte das? Wie viel da aus einem raus kommt kann einem ja keiner vorher sagen und dann jedes Mal der Blick in die Toilette und kurz danach der Gedanke, würde ich den Anblick ertragen. Es verging Tag für Tag. Ich war ein Schatten meiner Selbst. Immer zwischen einem Häufchen Elend und nur am Weinen und der Starken Mama, die ihrem Sohn nicht erklären kann oder will, was los ist. Ich erklärte dem kleinen Mann, dass die Mama weinen muss um wieder gesund zu werden. Und er war herzzerreisend lieb zu mir.
    Am Sonntagabend war ich mir sicher, ich werde morgen die Ausschabung machen. Ich hatte keine Anzeichen einer SS mehr, hatte mich versucht zu verabschieden und wollte einfach wieder ich sein und heilen. Wieder eine Mama für meinen Großen sein. Aber ich habe höllische Panik vor Operationen. Also schlief ich die ganze Nacht bloß sehr wenig. Kuschelte mich immer wieder fest an meinen Partner und wollte nur nicht alleine sein.
    Wir brachten den Großen heute Morgen in die KITA und fuhren mit der Kliniktasche zur Ausschabung. Ich war kreideweiß, eiskalt und wollte einfach nicht ihr sein. Wir wurden in das Behandlungszimmer geführt und die Ärztin kam herein. Sie vermittelte mir gleich wieder ein Gefühl von Geborgenheit. Sprach mit beruhigender Stimme zu mir und bat mich mich auf den Stuhl zu setzten. Sie sagte wir schauen erstmal wie es aussieht und ob meine Strapazen vom Wochenende sich gelohnt haben. Und was soll ich sagen….JA, sie haben sich gelohnt. Die Fruchthöhle und der Fötus sind abgegangen. Es ist nur noch Gebärmutterschleimhaut zurück geblieben. Diese kann nun weiter abgehen. Sie freute sich förmlich mit mir mit und sagte, so gerne ich auch operiere, aber für sie ist es der beste Weg so ohne Ausschabung. Sie entließ mich mit einem neuen Termin bei meiner alten Frauenärztin, welche die Blutwerte überprüfen muss.
    Ihr könnt euch nicht vorstellen wie erleichtert und stolz ich bin.
    Klar ist es noch nicht ausgestanden, aber ich warte auch nicht mehr. Jetzt nehme ich mir alle Zeit der Welt um zu heilen körperlich und seelisch.
    Und wenn wir das überstanden haben, dann starten wir von neu.

    Ab jetzt immer mit einem Großen an der Hand und einem Stern im Herzen.

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    • Hallo Anna! Erstmal tut es mir leid, dass auch du das ganze durchstehen musst! Es ist schön, dass bei dir Mutter Natur handeln konnte! Ich hätte es auch gern natürlich abgehen lassen, aber im Nachhinein war es dennoch genau richtig so wie s war- wer weiß- vieleicht wäre ja sonst garnicht so schnell wieder schwanger geworden! aber wie auch immer. Ich finde es gut, wenn es die Möglichkeit gibt, dass man nach dem Bauchgefühl entscheiden kann! Ganz liebe Grüße und alles Gute für die Zukunft! Sandra

  5. Hallo Sandra,

    euer Schicksal hat mich sehr berührt und mich an unsere Situation erinnert. Auch wir mussten unser Krümel im September 2017 gehen lassen. Im Mai diesen Jahres wäre dann der Entbindungstermin. Bis jetzt haben wir uns noch nicht wieder an die Familienplanung getraut. Der Wunsch ist aber immer noch da. Wenn nicht sogar noch größer. Jedoch schwingt die Angst mit. Bereits die erste Schwangerschaft verlief auch nicht gerade positiv. Auch dort hatte ich schon eine zwischenblutung und ständig vorzeitige Wehen, aber da ging alles noch gut aus und haben einen süßen Jungen bekommen. Als ich jetzt bei der zweiten Schwangerschaft wieder eine Blutung bekam war ich zuerst relativ gelassen. Wusste ja, dass es auch positiv ausgehen kann. Aber diesmal leider nicht. Es folgte auch eine Ausschabung. Ich finde es gut, dass du das Thema nicht als Tabuthema abstempelst. Wir gehen damit auch ganz offen mit um. Es wird immer unser Krümel bleiben und die Erinnerung bleibt. Unabhängig davon in welchem Stadium man das Baby verliert.

    Ich hoffe, dass wir dann auch bald wieder dieses Wunder spüren dürfen und die Angst vor einem erneuten Verlust überwinden.

    Ganz liebe Grüße!

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    • Liebe Sina, das kann ich sehr gut verstehen! Wenn ich mir überhaupt einen Raten anmaßen darf, dann einfach den, nicht zu lange zu warten wenn der Wunsch so groß ist! Ich denke, je mehr Zeit man mit grübeln verbingt, um so mehr Zeit gibt man der Angst sich breit zu machen im Kopf! Und ich habe immer gesagt, dass Mein Körper und Mutter Natur den Moment finden und eine erneute Schwangerschaft erst zulassen wenn ich, mein Körper, soweit bin! Dass es auch jetzt direkt wieder beim ersten Versuch geklappt hat, war für mich ein Wunder, mit dem ich definitiv nicht gerechnet habe! Aber ich bin froh, dass ich neben dem traurigen Gedanken an unseren Krümel nun auch gleichzeitig die letzten Wochen und MOnate mit Freude auf unseren Sohn verbinden kann! Ich wünsche euch alles alles GUte und dass ihr ganz bald bereit seit für euer nächstes Wunder! Liebe Grüße Sandra

  6. Hallo Sandra

    Als aller erstes einen dicken Glückwunsch zu eurer Bauchmaus ( Söhnchen )

    Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der Bauch auf mal leer ist.
    Wie schwer das leelische Loslassen ist!
    Und ich weiß auch, wie es sich anfühlt, den Rest der Schwangerschaft herausgenommen zu bekommen. ( 4x habe ich das durchgemacht. Einmal war es sogar eine Eileiter Schwangerschaft)
    Was mir bei allem geholfen hat, ist die Gewissheit, das es eine Macht ( Manche mögen es Gott nennen ) gegeben hat, die dafür gesorgt hat, das sowohl dem Kind als auch uns Eltern noch mehr Leid erspart geblieben ist!
    Es hat einfach nicht sollen sein…
    Heute bin ich 39.
    Habe 3 Kinder.Meine jüngste Tochter hatte auch am 4.3. Geburtstag 💐.
    Ich halte mir mittlerweile eines immer vor Augen : auch wenn ich heute nicht weiß, wofür s gut war…irgendwann wird sich der Sinn zeigen…
    Die m diesem Sinne:
    Dir und deiner Familie alles gute, einen beschwerdefreien restlichen Weg mit der Bauchmaus und eine Komplikationensfreie Entbindung
    Deine Karen

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    • Liebe Karen- alles Liebe nachträglich an deine kleine Maus! Ach es ist immer schön zu hören, dass man auch possitive Worte bei solchen Schicksalsschlägen finden kann! Alles hat seinen Sinn, da ahst du Recht! Und wenn es uns nur zeigen sollte wie kostbar Kinder sind und wie groß unser Wunsch nach einem zweiten ist! Ganz lieben Dank für deine Wünsche! Liebe Grüße Sandra

  7. Hallo Sandra, Dein Schicksal hat mich gerade auch sehr traurig gemacht. Es muss doch sehr schlimm sein, das was man sich sehnlich wünschst einfach so hergeben zu müssen! Das ist ein harter Schlag! Umso schöner für Euch, dass es so schnell Trost gegeben hat. Du hast den Artikel wunderbar verfasst! Ich musste mit dir mitfühlen! Nun wünsche ich Dir und Deiner Familie alles erdenklich Gute, eine unkomplizierte Entbindung und einen gesunden Wonneproppen.

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    • Hallo Gerlinde! Vielen lieben Dank für deine schönen Worte! Tatsächlich ist es ein harter Schlag, weil man einfach nach einer wundervollen ersten Schwagerschaft garnicht über etwas wie Fehlgeburt nachdenkt und man einfach immer denkt, mich erwischt es nicht! Aber das Leben lehrt eben auch, dass nichts wirklich planbar ist, und dass auch Schicksalsschläge uns stark machen und uns etwas zeigen wollen! Liebe Grüße Sandra

  8. Liebe Sandra!
    Dein Text hat mir die Tränen in die Augen getrieben. In so vielen Details habe ich uns wiedergefunden. Und wie ihr auch hat es uns zum Einen gezeigt, dass wir wirklich noch ein 2. Kind haben möchten und zum Anderen hatten wir dann auch das Glück, dass es nach allerdings 2 Ausschabungen dann schnell wieder geklappt hat. Unser großer Sohn war auch unheimlich traurig und hat ganz lange immer wieder davon angefangen. Aber jetzt ist alles gut und wir sind seit letztem Mai zu viert.
    Euch alles Gute und viel Glück,
    Anne

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    • Hallo Anne! Ach das ist immer schön zu lesen, wenn andere auch Trauer erfahren mussten und zum Schluß trotzdem das Glück überwiegt! Ich vergesse auch in all der Freude über unseren Bauchzwerg unser Sternchen nicht und auch bei meiner Tochter ist es nach wie vor sehr präsent und immr wieder Gesprächsthema! Vilen Dank für deine lieben Wünsche! Sandra

  9. Der Text macht einen sehr nachdenklich wie nahe Glück und Trauer beisammen liegen. Ich kann es persönlich zum Glück nicht nachvollziehen. Ich hatte 2 perfekte schwangerschaften. Ich kenn es allerdings aus dem Freundeskreis und war da auch sehr niedergeschlagen. Ich hab mir zwar immer gesagt „wenn es in den ersten Wochen passiert dann ist das so… „aber ich glaube wenn man in der situation steckt sieht es doch anders aus. Man freut sich ja halt.

    Ich wünsche euch für die letzten Schwangerschaftswochen alles erdenklich Gute, dass euer kleines Wunder ordentlich wächst und gedeiht und ihr in ein paar Monaten eine glückliche vollständige Familie seid mit einer stolzen großen Schwester.

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    • Hallo Silvia! Ganz lieben Dank für deine Wünsche an uns! Ja, ich kann sehr gut verstehen, ass man das schwer nachvollziehen kann, wenn man es selbst nicht erlebt hat und das ist auch genau richtig so! Mutter Natur hat sich das schon gut ausgedacht, dass wir nicht alle Gefühle schon kennen und es ist sehr gut dass man sich, wenn nicht nötig, nicht mit solchen Gefühlen beschäftigen muss! Ich hatte auch eine wundervolle erste Schwangerschaft mit meiner Tochter, deshalb habe ich auch anfangs garnicht mit Gedanken wie Fehlgeburt beschäftigt. Aber wenn es dann kommt, fühlt es sich an wie im falschen Film! Ganz liebe Grüße Sandra

  10. Liebe Sandra,
    danke, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Bei mir war es die erste Schwangerschaft. Und auch bei uns war der Verlust quasi der Wegweiser zu „JA! Wir wollen Kinder! JETZT!“ Davor waren wir irgendwie unschlüssig ob ein Kind wirklich zu unserer Lebensplanung gehört.
    Mein Arzt hat mir damals 2 Sachen gesagt, die mir persönlich sehr geholfen haben:
    1. Bei einer Schwangerschaft kann gerade in den ersten Wochen soviel schief gehen, dass es ein Wunder ist, dass es so oft klappt.
    2. Wenn der Körper das Kind gehen lässt, ist etwas schief gegangen.
    Ich wünsche Dir viel Kraft, und alles gute für die restliche Schwangerschaft.
    Starky

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    • Hallo Starky! Das stimmt, wenn man es einfach auch mal ein wenig nüchtern zwischendurch betrachtet, kann auch das sehr gut helfen zu verstehen! Oftmals sind früher solche Scwangerschaften garnicht aufgefallen, weil quasi Mutter Natur das ganze von allein geregelt hat ohne dass man nur einmal beim Arzt war. Heute durch Tests und Arztbesuche erfährt man eben auch sehr schnell von den Schwangerschaften, was ja im Grunde auch eine gute Sache ist- aber die kristisch Zeit wird eben viel intensiver wahrgenommen als noch früher! Und manchmal haben diese Schwangerschaften wie bei dir und mri auch den Sinn den Wunsch zu bestörken! ganz liebe Grüße Sandra

  11. Hallo Sandra,
    der Text hat mich fast fassungslos gemacht. Und ich finde diese Erfahrung schrecklich die du durch machen musstest. Ich kann dir gar nicht sagen wie schrecklich leid mir dieses Schicksal leid und weh tut. Ich finde ihn solchen Momenten der Trauer müssen die die Kids nur lächeln und es geht einen einiger Massen besser in dem Augenblick. Aber ich finde es toll das du den Mut und die Kraft wieder gefunden hast.fur dein zweites Kind wünsche ich dir und deiner Familie alles Gute.

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    • Liebe Claudia, vielen Dank für deine Worte! Es stimmt, unsere Große hat uns sehr geholfen, das ganze nicht nur mit traurigem Auge zu sehen sondern auch mit lachenendem. Durch sie haben wir uns nicht in der Trauer verloren, sondern konnten über das Strenchen irgendwann reden ohne das TRänen kullerten. Liebe Grüße Sandra

  12. Liebe Sandra, es ist schön zu lesen, dass es nach eurem Sternchen nochmal geklappt hat und wünsche Euch ganz viel Glück 🍀 für die Zukunft.
    Ich selber kann sehr gut nachvollziehen wie Du dich gefühlt hast, da ich vor unserer inzwischen 4 jährigem Tochter sowie danach eine Fehlgeburt hatte. Dadurch war natürlich auch die Schwangerschaft nicht ohne Angst, was in Zeiten von Internet noch schlimmer ist als früher. Man liest so viele Sachen und hat eigentlich jederzeit Angst das doch noch was passieren könnte. Bei mir ist zwar der Wunsch geblieben aber mit 46 ist es inzwischen mehr als unrealistisch noch zu hoffen 😥 Wir sind glücklich, dass unsere Tochter da ist und belassen es also bei einem Kind.
    Für Euch aber „ Alles Gute 🍀 „
    Liebe Grüße, Anja

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    • Hallo Anja! Vieleicht soll es genauso sein, dass ihr all eure Liebe eurer Tochter schenken könnt! Ich denke es hat immer alles irgend einen Sinn! Tatsächlich habe ich mich dann garnicht weiter belesen was Komplikationen in der SS betrifft! Und tatsächlich bin ich auh immer etwas hin und her gerissen, ob es gut ist, darüber zu schreiben eine Fehlgeburt durchlebt zu haben! Wenn ich an meine erste SS denke, bin ich total ohne Vorkenntnisse hineingeschlittert- habe nie einen Moment an etwas wie Fehlgeburt gedacht und die Zeit enorm genossen. Hätte ich vorher gelesen, wie viele Frauen eine Fehlgeburt erleiden mussten, wer weiß ob man da nicht auch mit zweifeln anfängt und mit der Vorstellung, dass es auch einen selbst erwischen kann… Es hat eben alles 2 Seiten der Medaillie! Lieben Dank für deine Wort! Sandra

    • Ich finde es sehr wichtig, über die Fehlgeburt zu reden. Genauso finde ich es wichtig, auch von anstrengenden Schwangerschaften zu reden. Oder davon, dass man sein Kind nach der Geburt nicht gleich voller Liebe annehmen konnte. Das alles ist normal. Warum bauen wir also so einen Druck auf, dass alles romantisch ablaufen muss, um normal zu sein? Manchmal denke ich mir, dass wir durch unsere hohen Erwartungen mehr kaputt machen, als wenn wir einfach zu unseren paradoxen Gefühlen stehen würden und sie weiter erzählten.

      Mir geht es so, dass ich jetzt nach Fehlgeburt, sehr frühen Abgängen (4. Woche) und Schwangerschaften, die ich einfach nervig fand, keine Lust mehr habe. Auf die Geburt freue ich mich unheimlich, weil ich das kann. Aber eine weitere Schwangerschaft will ich nicht mehr. Dann lieber Kinder auf anderen Wegen bekommen. Das konnte ich mir vor fünf Jahren noch nicht vorstellen, dass ich mal so denken würde.

    • Hallo Ilrod! Es tut mir für dich wirklich leid, dass du den ganzen Prozess der Schwangerschaft nur mit negativen Eindrücken verbinden kannst! Ich glaube dir, dass man dann irgendwie die „Lust“ verlieren kann- was natürlich nichts am Kinderwunsch selbst ändert! Meine erste Schwangerschaft empfand ich als etwas sehr tolles! Wenn ich mich mit anderen unterhalte und davon rede wie toll diese Zeit für mich war, fragen sie mich immer, ob ich vergessen habe, dass ich (wie auch in der jetzigen ss) ständig über der Toilette hin, wie mir die Hitze im Sommer zu schaffen gemacht hat! Nein, vergessen habe ich das nicht! Aber ich empfand die Zeit- vorallem dann, als ich meine Tochter spüren konnte und Bewegungen sehen konnte- unwahrscheinlich zauberhaft! Ich hatte zu meiner Tochter schon während der SS eine ganz tolle Bindung, habe ihr tatsächlich (total kitschig 😀 ) vorgelesen und vorgesungen! Das possitive hat das negative definitiv überwogen. Bzw habe ich selbst die Übelkeit einfach gesehen, als etwas, das die Schwangerschaft bestätigt! Tatsächlich habe ich mir in der ersten Ss nie nie mals Gedanken über Fehlgeburten oder Ähnliches gemacht! Man war so schön unbeleckt und naiv und konnte daher viel leichter genießen! Heute- über 5 Jahre später hat man einfach mehr Erfahrung, mehr durchgemacht und miterlebt bei anderen! Die jetztige Schwangerschaft ist von Anfang an geprägt von der wahnsinnigen Verlustangst. Ich hatte so starke Blutungen dass ich auf der Toilette dachte alles ist vorbei! Und dennoch- ejtzt- wo der kleine Mann in meinem Bauch sich bewegt, kommen auch wieder diese magischen MOmente zu mir zurück. Ich baue gerade auch zu meinem Sohn wieder dieses Band auf. Die Angst ist immer da, die Übelkeit auch immer wieder- aber ich freue mich so sehr auf diesen kleinen Kerl in meinem Bauch und bin so stolz, dass er in mir wächst und ich diese 9 Monate mehr mit ihm habe als alle anderen! Ich verstehe aber, was du meinst! Es wird in vielen Momenten zu rosarot von allem gesprochen! ABER ich denke, wenn ich gerade in der ersten Ss mit allem konfrontiert worden wäre, was passieren kann, hätte ich die Ss niemals so genießen können und immer auch Angst gehabt! Ich denke das kommt auch immer auf die Persönlichkeit eines Menschen an! Ich finde es übrigens super, wenn jeder seine Meinung zu diesem Thema ausspricht! Vielen Dank für deine ehrlichen Worte! Liebe Grüße Sandra

  13. Dein Text hat mich auch sehr berührt -gerade weil sich unser schlimmster Tag nächste Woche zum ersten Mal jährt. Leider hat es uns danach noch ein weiteres Mal mit diesem schwerer Verlust getroffen, bevor wir nun voller Hoffnung auf den Mai schauen dürfen – da soll unser drittes Wunder – hoffentlich gesund – zu welt kommen. Es ging mir wie dir, die folgenden Schwangerschaften waren geprägt von Angst vor einem weiten Verlust und noch immer sitzt die Angst tief in mir drin …

    ich wünsche dir alles Liebe zu eurem Folgewunder und eine gute Rest Schwangerschaft

    Liebe Grüße

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    • Liebe Myriam! Ich wünsche euch alles Glück der Welt für dei Restschwangerschaft! Ganz ist die Angst auch bei mir nicht weg- im gegenteil- es ist eine ganz andere Angst jetzt- da der Bub jeden Tag und jede Stunde durch seine Bewegungen präsent ist und einfach nun dazu gehört! Er hat einen Namen und ist immer dabei! Jetzt ist die Angst ihn hergeben zu müssen irgendwie eine ganz andere- sie ist nicht dauerhaft da- aber wenn dieser Gedanke durch den Kopf strömt, dann ist es wie ein Hieb und eine rießen Angst macht sich breit! Dann strampelt es gott sei dank recht schnell wieder! Ganz liebe Grüße Sandra

  14. Mir erging es leider ähnlich, bevor unser erstes Wunder kam. Ich musste diese Erfahrung direkt in der ersten Schwangerschaft machen. Ich sage manchmal gerne, dass ich nicht zwei, sondern eigentlich drei Kinder habe, denn im Herzen ist es noch ganz fest verankart. Aber es hat mich damals auch gelehrt alles lockerer zu nehmen, nicht so zu verkrampfen. Die darauf folgenden Schwangerschaften hatte ich die ersten drei Monate wirklich Panik und dann wurde es besser und besser. Nun habe ich zwei wundervolle, gesunde Jungs. Man darf sich wirklich nicht entmutigen lassen.
    Dennoch ist es eine furchtbare Erfahrung, die man wirklich niemanden wünscht.
    Schön, dass ihr euch davon nicht habt entmutigen lassen und nun doch ein neues Wunder auf euch wartet.
    Liebe Grüße,
    Sari

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    • Hallo Sarah! Das ganze beim ersten Kind durchzustehen stelle ich mir tatsächlich noch wesentlich schlimmer vor- einfach weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass unsere Große uns oft aus dem Traurigsein heraus geholt hat! Schön zu lesen dass ihr nun 2 tolle gesunde Jungs habt! Alles hat irgendwie einen Sinn! Manchmal machen uns Rückschläge einfach nur stärker und aufmerksamer für kleine Glücksmomente! Liebe Grüße Sandra

  15. Es kann sein, dass auch ich zwei Kinder in der ganz frühen Schwangerschaft „verloren“ habe. Ich bin ein gläubiger Mensch und glaube daran, dass ich meine Kinder, die ich nie im Arm halten könnte im Himmel sehen werde. Deshalb habe ich für jedes Namen ausgesucht, je einen jungennamen und einen Mädchennamen. Mir half das, zu verarbeiten und wenn sie da waren, werde ich sie Wiedersehen und sie haben einen Namen! Die Namen habe ich ohne meinen Mann ausgesucht, einfach für mich!

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    • Hallo Eliane! Das ist aber eine schöne Idee! Ich denke da hast du wirklich eine sehr schöne Methode gefunden dem ganzen in deinem Leben einen Platz zu geben! Liebe Grüße Sandra

  16. Liebe Sandra!
    Deine Geschichte hört sich in etwa an wie meine. Meine Große war damals 2, als wir unser zweites Baby – Cordula – verloren haben. In der 12. SSW. Ich hatte keine Blutungen, aber so eine Ahnung… Und wirklich, der Arzt sagte, dass das Baby nicht mehr lebte, es war vor einiger Zeit gestorben, was die Größe vermuten ließ. Ich kam am nächsten Tag ins KH, am übernächsten Tag – dem Todestag meiner Oma – wurde eine Curettage gemacht. Ich war überrascht, mich danach nicht „leer“ zu fühlen. Es ging mir ganz gut, besuchte sogar noch eine Freundin, die 2 Tage vorher ihr Baby entbunden hatte. Nicht, dass du jetzt glaubst, ich hätte nicht getrauert! Ich war verzweifelt! Ich heulte die ganze Zeit! ABER: ich hab mit jedem drüber gesprochen. Hab meine Freundinnen, meine Familie angerufen, im KH sprachen mich Leute an. Ich hab stundenlang über mein verlorenes Glück gesprochen. Und das hat sooo gut getan!
    Ich hab auch ein Ritual einer Freundin nachgeahmt, die auch ein Baby verloren hatte: ich stellte mir mein Baby vor, wie ich es knuddle und dann in die Arme eines Engels gebe, es noch küsse und dann „frei gebe“ an eine Familie, die noch kein Kind hat und sich eines von Herzen wünscht. Diese Vorstellung hat mir sehr geholfen, Abschied zu nehmen.
    6 Wochen danach war ich beim Gyn. Die Sprechstundenhilfe fragte mich, ob ich den Mutterkind-Pass schon hätte…. Ich starrte sie mal an, dann erklärte ich ihr ruhig, dass ich 6 Wochen zuvor von ihrem Chef erfahren hatte, dass mein Baby gestorben war, eine Curettage hinter mir hatte und wenn ich das Ganze nicht so gut verkraftet hätte, jetzt weinend zusammenbrechen würde. Dass sie sich das unbedingt irgendwie auffällig markieren sollte, damit ihr so ein Sch… nicht mehr passiert.

    Mittlerweile wäre Corli 11 Jahre alt. Es war mir dann lange nicht vergönnt, ein Geschwisterchen für unsere Große zu empfangen, aber mittlerweile hat sie eine 3jährige Schwester und einen 1jährigen Bruder. Spät, aber doch – und noch dazu vom gleichen Mann! Er wurde echt gefragt, ob er eine neue Frau hätte!

    Ich vermisse meine kleine Maus immer noch. Stelle sie mir oft vor, wie sie mit ihren blonden Locken durchs Haus saust um sich dann in die Arme meiner großen Schwester zu werfen, die damals 1972 im 7,5 Schwangerschaftsmonat zwar lebend zur Welt kam aber dann verstarb, weil ihre Lungen nicht ausgereift waren. Die beiden sind unsere Schutzengerl. Unsere Maus Corli und meine große Schwester Isa. <3 <3 <3

    Dir wünsche ich alles, alles Liebe und Gute für deine Schwangerschaft mit eurem Buben! Schön, dass du deine Geschichte mit uns teilst, leider ist der Tod eines Babys noch immer ein Tabuthema!!!
    Für die Geburt hab ich hier einen Tipp: der hat mir bei den Kleinen sooo gut geholfen und die Schmerzen wirklich drastisch reduziert: http://www.sanftegeburt.ch/images/Akupressur-Geburt.pdf

    Alles Liebe, Eva-Maria

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    • Hallo Eva-Maria, oh mann, bei deinem Ritual laufen mir die Tränen…so schön und traurig zugleich. Nach der Ausschabung, habe ich meiner Tochter erzählt, dass wir jetzt ein Sternchen haban, dass auf uns aufpasst. Einige Tage später rante sie zum Fenster und meinte „schau mal Mama, da oben ist ein ganz heller Stern- das ist unser Baby und guck mal wieder blinkert- das Baby zwinkert uns zu!“ Mir liefen die Tränen ohne unterlass! Ihre Sicht der Dinge hat mir so vieles erleichtert. Ich habe mich einfach in ihre Welt fallen lassen und finde das sehr tröstlich. Ich muss auch gestehen, dass die Ausschabung wirklich rein körperlich überhaupt nichts schlimmes war! Ich hatte wirklich schlimme Vorstellung wie sie alles anfühlt danach- aber nichts! Ich fühlte rein garnichts von irgend einem Eingriff! Schmerzen hatte ich auch überhaupt nicht! Und ich hatte auch nie Probleme damit mcih trotzdem über jede andere Schwngerschaft im Bekanntenkreis zu freuen- im Gegenteil! ZU sehen dass es weiter geht und es auch für uns irgendwann wieder ein Wunder geben wird und die Lebensfreude anderer zu sehen ist etwas sehr schönes in solch einer Zeit! Liebe Grüße Sandra

  17. Hallo Sandra, hast du auch einen Blog? Falls ja, bitte nenn ihn mir. Du sprichst mir total aus der Seele. Mir ging es vor 3 Monaten genau wie dir!! Ich bin traurig und mir liefen die Tränen, als ich deine Geschichte gelesen habe. Mein HCG ist seit kurzem erst komplett unten und wir wollen nächsten Zyklus wieder starten. Aber ich habe totale Angst und traue mich nicht richtig mich zu freuen, wenn es dann wieder geklappt hat. Auch, dass wir es jetzt wieder versuchen ist irgendwie komisch. Fühlt sich fast wie ein schlechtes Gewissen gegenüber unserem Sternchen an. Wir werden es nie vergessen 🙁 SSW Ende 9 ist es leider verstorben. Nach der Ausschabung konnte ich dann beginnen damit abzuschließen, aber man vergisst es nicht. LG Meld dich bitte

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    • Liebe Kerstin! Einen eigenen Blog habe ich nicht, aber ich schreibe hier bei Sabrina hin und und wieder über die verschiedensten Themen! Ich weiß wie es dir geht… Ich hatte schon bei der Ärztin ein schlechtes Gewissen, als ich fragte, wie lange wir bis zum ächsten Versuch warten müssen- es klang beim Aussprechen, als wäre es aus dem Körper aus dem Sinn- haken dran und weiter machen…. aber so ist es wirklich nicht! Einen Zyklus nach der Ausschabung haben wir natürlich ausgesetzt, dann wieder probiert! Da ich ein absoluter Kopfmensch bin, hätte ich nicht erwartet, dass mein Körper und Geist so schnell wieder bereit sind! Ich war fast schon erschrocken als es wieder einen possitiven Test gab! Und ich war sooo unmenschlich ängstlich. Ich hatte solche Angst wieder von Wolke7 zufallen, dass nicht nur ich- auch der Papa sehr sehr lange brauchten um der erneuten Schwangerschaft richtig Platz im Alltag und in unseren Gedanken einzuräumen. Ich hatte in dieser Schwangerschaft 3 mal Blutungen- einmal so stark, dass ich eine Woche im KH liegen musste. Diese Zeit hat mich sehr zerfressen. ABER!!!!! Es kommt einfach die Zeit, da wird man sicherer. Bei der dritten Blutung ist man tatsächlich etwas ruhiger- klingt bescheuert aber ist so… zumindest bei mir! Und jetzt strampelt der kleine Mann tagtäglich, achwas stündlich in meinem Bauch und das ist die absolute Beruhigungstablette für mich! Momentan überwiegt die Vorfreude ungemein! Und ich verspreche dir, es braucht Zeit- aber man wächst einfach während der Schwangerschaft auch an den vorangegangenen Abschieden. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Liebe für die Zukunft und die Familienplanung und kann dir nur raten- lass einfach alle Gefühle zu! Auch Angst ist etwas ganz normales nach einer Fehlgeburt und darf sein!!!! Liebe Grüße Sandra

  18. Das macht mich traurig und fröhlich zugleich.
    Fröhlich, weil du so positiv wirkst, obwohl es ein sehr trauriges Thema ist.
    Traurig, weil es einfach traurig ist, jemanden gehen zu lassen. Aber auch, weil du/ihr nicht das Glück hattest, das wir hatten. Um die SSW wie bei dir hatten die Ärzte hatten die Vermutung, unser Muckelchen könnte schwerst behindert sein und jeder Zeit sterben. Eine Woche mussten wir auf Testergebnisse warten, voller Hoffen und Bangen. Wir erfuhren nicht nur, dass es gesund ist, sondern auch das es eine sie ist, bevor wir es wissen durften. Den Ärzten war klar, dass dieses Kind willkommen ist. Ich bin so dankbar, dass sie bei uns und gesund ist. Umso trauriger macht es mich, wenn eine Mami nicht dieses Glück hat.
    Nun drücke ich die Daumen fest für euch und Nummer 4!

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    • Liebe Floria! Das klingt auch nach einer Achterbahn der Gefühle, die ihr durchlebt habt! Ich fande das unendlcih zermürbend. Ich bin eigentlich von Grund auf ein positiver Mensch, aber zu dieser Zeit passierte so viel Schlechtes um mich herum, dass mein Optimismus strak ins wanken geriet. Und dennoch war ich anfangs überzeugt, dass alles gut wird- vieleicht egrade weil so viel negatives schon geschehen war und das einfach nicht mehr werden sollte. Aber meine Stimmung war wirklich himmelhochjauchzend zu todebetrübt… Ich denke einfach es sollte so sein! Diese kurze Gefühlsintensive Schwangerschaft hat mich vieles gelehrt. Ich habe wieder etwas durchgestanden und bin daran gewachsen. Es sind sicher keine schönen Erlebnisse, aber es sind Erlebnisse die jetzt zu unserem Leben gehören und ihren Platz verdient haben! Ganz liebe Grüße und vielen Dank für deine Worte! Sandra

  19. Danke für diesen Text. Genau so ging es mir vor 2 Jahren… Diagnose Missed Abortion, 8.SW. Ich habe mich dann gegen Anraten meiner Ärztin aber mit Unterstützung der Hebamme dazu entschieden, abzuwarten bis dass die Natur das selbst regelt… habe fasst einen Monat gewartet. Und dann kam alles. Aber für mich war das „gut“, es hat gestimmt, ich brauchte diese Zeit um Abschied zu nehmen. Und nun liegt neben mir schlafend mein 3. Bub und ich bin so dankbar… Und doch denke ich oft noch an unser *, was wäre gewesen wenn. Ich wünsche dir alles Gute für deine Restschwangerschaft!

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    • Liebe Lena, danke auch für deine Worte. Erst gestern, als wir von meinem Mann den Geburtstag feierten, gab es wieder einen Moment, der mich traurig machte. Meine große sagte aus dem Nichts heraus etwas vom Sternchen. Als ich darauf einging und mich auch ganz unbeschwert mit meiner Mama darüber unterhalten konnte, dass heute der ET gewesen wäre (in dem Gespräch schwang keine Traurigkeit mit- es war einfach ein Erinnern!) da unterbrach uns der Opa und meinte- wieso kaut ihr da immer wieder darauf herum? Es ist erledigt und gut, vergesst das doch jetzt! Aber für mich gehört es dazu und ich breche auch nicht in Tränen aus wenn ich darüber spreche. Genauso wie man sich in Gesprächen an verstrorbene Omas und Opas erinnert, darf ich doch die wenigen kleinen Erinnerungen ansprechen, ohne mir Schuldgefühle einreden lassen zu müssen. Ich fande diese Bemerkung anmaßend und unpassend und danke dir an dieser Stelle, dass du mich bestätigst, dass man immer wieder solche Gedanken haben darf. Fühl dich gedrückt! Sandra

  20. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute für die Schwangerschaft und die Geburt. Dein Text hat mich sehr berührt.

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    • Guten Morgen Mellie! Vielen Dank <3

  21. Liebe Sandra,
    schon die Einleitung hätte von mir sein können, danke für die offenen Worte. Ich kann dir 1:1 nachfühlen und wünsche dir alles Gute. Ich hoffe, ich bin auch bald wieder im Glück, schwanger zu sein und dieses Mal mit einem schönen Ende.

    Liebe Grüsse Moana

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    • Guten MOrgen liebe Moana. Vielen Dank für deine lieben Worte. Mir fiel es von anfang an recht leicht darüber zu reden. Ich weiß allerdings nicht, ob es mir auch so gelingen würde, wenn das Baby schon als Baby erkennbar gewesen wäre. Ich denke das ist nochmal eine Schwelle, die wesentlich schwerer zu überwinden ist. Ich drücke dir ganz doll die Daumen dass auch du in einigen Monate ein Wunder im Arm halten kannst. Liebe Grüße Sandra