In meinem Kopf ist gerade so viel los. Ich bin genervt. Genervt von so vielem Zeug, das rumliegt, genervt vom „Müll“, den wir produzieren und von der Art, wie unachtsam wir leben. In den letzten Monaten wuchs das Gefühl in mir, dass ich an unserem Konsum irgendwann ersticken könnte. Angefangen hat es damit, dass ich den Kühlschrank öffnete, dieser randvoll war und ich nicht wusste, was ich mit dem ganzen Inhalt kochen sollte. Egal, Hauptsache die Auswahl war da. Zugegeben bin war ich wohl ein Mensch, der gerne kauft, der es mag Platz zu haben und das Gefühl liebt, dass es an nichts fehlt und doch wuchs in mir in letztem Jahr immer mehr die Frage: Brauch ich das wirklich alles? Ist es wirklich wichtig viel zu besitzen? Bin ich jemand, der sich über seinen Besitz definieren will oder den andere darüber definieren?

Vor mehr als einem Jahr las ich das Buch „magic cleaning“* von Marie Kondo. Ich glaube, dass ich über eine Facebookgruppe darüber gestolpert bin und es war, als hätte man mir damals angefangen ein paar Stöpsel im Körper zu ziehen. Es war nicht mehr so, dass ich in der Wohnung saß und dachte: „cool, was wir so alles haben.“ Sondern eher: „Verdammt, wo kommt das alles her und brauchen wir das wirklich?“ Damals begann eine Zeit in der ich die Küche aussortierte und mich zum Beispiel von 20 nicht glücklich machenden Brotdosen trennte. Ich verkaufte viele Sachen, spendete einiges und vieles flog auch in den Müll, weil es keinen Wert mehr hatte – weder für uns, noch für andere. Diese ersten Ausmistphasen habe ich längt überwunden und bin inzwischen sozusagen bei Level 2 angekommen. Ich entkerne meine Wohnung derzeit regelrecht.

Ich will unseren Hausrat auf die Teile beschränken, die wir wirklich nutzen und nicht die Teile, die wir vielleicht in einem oder zwei Jahren einmal nutzen könnten.

Aller Anfang ist schwer….

Das Schwerste war für mich eigentlich den ersten Schritt zu tun und anzufangen. Klar ist man davon genervt, dass gefühlt überall etwas rumsteht, aber sich aufzuraffen und zu erkennen wo man anfängt, war nicht ganz so einfach. Ich habe festgestellt, dass es aber fast in jedem Haushalt Gegenstände und Bereiche gibt, die direkt einmal kritisch beäugt werden können:

  • Kleidung aller Familienmitglieder: Gerade bei mehreren Kindern, wo die Kleidung teilweise aufgetragen wird, häufen sich Oberteile, Mützen, Jacken, Hosen, Schuhe usw. sehr schnell an. Das Ding ist: Man braucht z.b. genau genommen nur eine dickere Jacke für den Winter, eine leichte für den Frühling und eventuell noch eine wasserdichte Jacke für den Herbst. Ich habe so viele Jacken hier gefunden, dass ich eine ganze Kitagruppe hätte ausstatten können. Die Kinder entschieden sich also für ihren Liebling und der Rest wurde verkauft bzw gespendet.
  • Plastebehälter ohne Deckel: Ich habe oben schon die Brotdosen angeschnitten. Ich hatte unzählige davon. Am Tag benötigt man maximal eine. Diese kann man wiederum auswaschen. Hinzu kamen einige ohne Deckel, die genau genommen damit nutzlos waren.
  • Kosmetikartikel: Zig Cremes, Proben, Schminke, die nicht genutzt wird. Ich habe radikal aussortiert und nur das behalten, was ich auch wirklich gerne nutze.
  • Deko, die nur vollstellt: Deko mag ich auch sehr, aber ich habe festgestellt, dass ich viele Sachen einfach nur behalten, weil sie mir beispielsweise geschenkt worden und irgendwo hinstelle, damit da eben etwas steht. So wirklich Sinn macht das natürlich nicht: Weg damit!
  • Bücher. Mein Mann sagte einmal zu mir: „Bücher wirft man nicht weg!“. So hatten wir mehr und immer mehr Bücher. Nun stellt man sich realistisch die Frage, welches der Bücher man vielleicht auch ein 2. Mal lesen würde. Richtig! Es sind die Wenigsten. So habe ich hier mehr als 50 Bücher in die Tonne geschmissen und bisher keines vermisst. Nur meine wirklich geliebten Teile stehen noch im Regal und ich weiß bei jedem einzelnen Buch davon, warum ich es behalten wollte.
  • Übertöpfe: Zu jedem Geburtstag bekomme ich Blumen. Oftmals sind sie direkt eingepflanzt in einem schönen Übertopf. Hin und wieder kaufe ich auch Pflanzen – im Übertopf. Ich habe also Übertöpfe in überdimensionalen Ausmaß, bzw. hatte es. Nun sind sie in den Müll gewandert (wenn zersprungen) oder wurden verschenkt (wenn nicht in Benutzung).
  • alte Babysachen: Wenn der Satz anfängt mit „oben auf den Dachboden“, dann ist es meist ein Alarmsignal. Oben auf dem Dachboden beherbergten wir: Babyschale, Wagen, Babyspielzeug, Babydecken, Babyschaukel usw. Fakt ist: wir haben ausgebabyt. Nun war ich ja früher nicht doof und meinte: „Lass und das für unsere Enkel aufheben“. Inzwischen habe ich erkannt, dass der Plan hinkt. Ich glaube meine Kinder würden es weniger lustig finden, wenn ich einen LKW vorfahre und dort die „eingelagerten Babysachen“ später abkippe. Ich habe mich entschieden Dinge aufzuheben, die sie wirklich über dem Maße gerne genutzt haben oder die so hochwertig sind, dass ich sie einfach behalten möchte. Hier gilt: Klasse statt Masse.
  • CD´s: CD´s haben wir FRÜHER gerne gehört. Heute nutze ich einen USB Stick oder streame. CD´s sind somit überflüssig geworden und machen nichts als Platz rauben. Ich habe daher ganz schmerzlos mich von meinen CD´s getrennt.
  • Stifte: Schon mal durchgeschaut wo überall Stifte liegen? Ich habe alle zusammen getragen und war entsetzt.

auferlegte Kaufverbote

Oben schrieb ich, dass ich in „Ausmistphasen“ durch die Wohnung tigerte. Das hat auch einen Grund. Ich sortierte einen Bereich aus und schwupp bestellte ich mir dann einfach mal 3 neue Kleider. Es wurde also nicht weniger. Ich verlagerte einfach nur die Problemzonen. Es dauerte ein wenig, bis ich das so richtig erkannte. Der Groschen ist auf jeden Fall gefallen.

  • Halbe Kerzen: Ohne Mist, ich habe in sämtlichen Räumen halbe Kerzen. Irgendwann wurden sie mal angezündet und dann nie wieder angeschaut. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie jetzt alle verbrauche ist gering. Ich kaufe also vorerst keine Kerzen mehr (Möbelschwedengefahr!!!) bis alle Kerzen aufgebraucht sind.
  • Stoff! Seit mehreren Monaten bin ich konsequent im Stoffkaufverbot. Ich habe den Schrank bis unter die Decke voll mit Motivstoffen. Ich bekommen hin und wieder Stoffe zum Probenähen zugesandt und auch, wenn eine Stoff besonders schön ist, habe ich festgestellt, dass mir nichts passiert, wenn ich ihn nicht kaufe. Ich habe mir vorgenommen meinen Vorrat an Motivstoffen jetzt abzubauen, bevor ich neue Stoffe kaufe.
  • Taschen: Ich habe mir nun eine wirklich schöne gekauft, die neutral und zeitlos ist. Es braucht keine 20 weiteren Taschen.

Generell bin ich dabei mir Impulskäufe zu verkneifen. Das klappt natürlich nicht immer, aber ich merke oft, dass ich nicht mehr direkt den Warenkorb fülle.

Wie ich Impulskäufe unterdrücke:

  • Online sende ich die Bestellung erst einen Tag später ab und schlafe eine Nacht mit gefüllten Warenkorb drüber.
  • Ich frage mich ganz ehrlich, ob ich es wirklich haben muss und ob es mein Leben negativ beeinflussen würde, wenn ich es nicht habe.
  • Ich gehe in verlockende Läden (Möbelschweden!!!) nur noch mit Einkaufszettel und genauem Vorhaben.
  • Ich packe mir erst gar nicht viel Geld ein oder setze mir ein fixes Budget für „Krimskrams“.
  • Ich schmeiße für jedes neu gekaufte Teil eines weg (z.B. Kleidung, Schuhe)
  • Ich setze mir mit Apps einen Kontoticker, der mich informiert, wann mein monatliches Maximalbudget aufgebraucht ist.
  • Ich habe für mich erkannt, dass ich lieber etwas qualitativ hochwertiges kaufe als 3x etwas Billiges und dann unglücklich bin.
  • Ich lasse mich von sogenannten Trends nicht mehr so mitreißen.
  • Aufschreiben, was ich schon geschafft habe und was ich mir zum Beispiel nicht gekauft habe und dahinter die Summen notieren – Motivation hoch 10.

Insgesamt betrachtet, bin ich im Gegensatz zu vor ein, zwei Jahren schon ein paar große Schritte weiter. Ich habe erkannt, dass wir in einer Konsumgesellschaft leben und natürlich gewünscht ist, dass wir möglichst viel anschaffen. Wir leben nach dem Prinzip schneller, höher, weiter und definieren uns immer weniger über unsere Persönlichkeit, dafür aber viel mehr darüber, was wir alles haben. Schiebt man das aber alles einmal beiseite, dann kommt man zur Kernerkenntnis:

Egal, wie viel man kauft und was: Es wird nur kurze Zeit glücklich machen. Danach möchte man wieder etwas Neues.

So geht es uns mit Kleidung, Autos, Handys und vielen anderen Kosumgütern, wo sich der Trend schnell ändert. Uns wird vermittelt, dass wir immer das Neuste, Beste, Schönste brauchen, um mit der Masse mithalten zu können. In Wirklichkeit werden wir damit manipuliert. Wir sollen kaufen, kaufen und kaufen. Meine Wohnung beinhaltet inzwischen 50% von dem, was wir einst hatten. Wir sind nicht weniger glücklich, im Gegenteil: Wir sind zufriedener. Die Spielzeugmenge der Kinder habe ich in den letzten Wochen halbiert (mit ihrer Zustimmung) und sie vermissen nichts. Mein Ziel ist es irgendwann ein Haus zu haben, dass nur das beherbergt, dass wir wirklich brauchen und lieben und nicht das, dass uns aus einer Laune heraus zugeführt wurde oder wir selbst angeschafft haben.

Zum Schluss möchte ich noch einen kleinen Tipp geben: Wenn du auch ausmisten möchtest – sortiere es wirklich aus. Fang gar nicht erst damit an, es auf den Dachboden zu stellen, irgendwo zu sammeln oder darauf zu warten, dass es jemand kauft. Spende es, verschenke es, verkaufe es innerhalb einer Woche oder wirf es weg, aber befreie dich recht zeitnah davon. Die Gefahr ist zu groß, dass es sonst an anderer Stelle deine 4 Wände zumüllt.

Bist du auch am Ausmisten? Wie siehst du das mit dem Konsum?

P.S. Lies auch unseren Beitrag zur Stoffsucht.

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  1. Steffi 3. September 2018 at 13:23

    Hallo Sabrina,

    wir sind letzte Woche aus unserem Schweden-Urlaub zurück gekommen. Fast 4 Wochen, 3 (fast 6, 4 und 4 Monate) Kinder, zwei Erwachsene, ein Bus, ein Vozelt und nur das Nötigste (was dann doch immernoch zu viel war). Wir kamen zuhause und und wir waren erst mal erschlagen, von dem, was wir doch wirklich alles dabei hatten. Und dann standen wir vor der großen Frage: Wohin mit dem ganzen Zeug? (Ich muss dazu sagen, dass wir den Bus erst mit der Geburt unseres dritten Kindes gekauft haben, ebenso wie das Equipment wie Kühlbox etc und die selbstgebauten Ausbaumöbel waren auch vorher noch nicht da.) Wir haben zwar eine Garage – aber die ist voll. Wir haben auch einen Dachboden – aber der ist auch vollgestellt. Wir haben eine Wohnung – die platzt aus allen Nähten. Mir geht es also wie dir. Mit dem Einräumen der Klamotten hat es mich dann gepackt, dass ich alle Kleider von mir in die Hände genommen habe und auch radikal aussortiert habe. Wahrscheinlich könnte ich noch radikaler sein. Eine große Möbelschweden(wie du immer so schön sagst)-Tasche ist übervoll geworden und der Schrank wirkt nur minimal aussortierter.
    Mit den Stoffen geht es mir wie dir. Seit langer Zeit kaufe ich nichts mehr. Auch beim Kauf von Klamotten überlege ich mir dreimal, ob ich es brauche und lege mehr wert auf Qualität als auf Quantität. So habe ich mir am letzten Urlaubstag einen wunderschönen Regenmantel geleistet und dafür gleich die alte hässliche Discounter-Regenjacke aussortiert.
    Es fühlt sich gut an, aber trotzdem ersticken wir auch im Konsum und haben von allem zuviel! Jetzt hat der große bald Geburtstag und kommt in die Schule. Da kommt wieder was dazu. Und unsere Kinder können sich noch nicht so gut von etwas trennen. Immerhin haben sie jetzt mal ihre Bücher aussortiert – die dürfen erst mal auf den Dachboden… und vielleicht irgendwann dann auch mal weg.
    Nächstes Jahr müssen wir aus unserer Wohnung raus und ich hoffe, im Zuge dessen, wird es auch ein riesen großes Ausmisten geben!

    LG, Steffi

    antworten
    1. Sabrina 5. September 2018 at 12:15

      Hallo Steffi ich stecke immer noch drin und dran -ich kann das so verstehen <3

  2. Sindy 23. August 2018 at 14:09

    Auch ich miste in kleinen Schritten aus. Was mir aber ein großes Problem bereitet, ist Dinge tatsächlich weg zu werfen. Viele sprechen vom Konsumproblem, aber dieses entsteht auch vielfach durchs sorglose „Wegwerfen“. Ich finde den Hinweis, das alles was weg kann nicht an anderer Stelle neu zu lagern zwar total wichtig (das ist nämlich mein Problem! :)) – darum alles weg zu werfen, aber auch mehr als bedenklich. Bücher aussortieren ist prima, wegzuwerfen empfinde ich als Sünde. Ich habe letztens sogar neuwertige Teller aus dem Müll gefischt, abgespült und nun stehen Sie in der Teeküche auf Arbeit. Meine Mutter stellt aussortierte Dinge regelmäßig nett drapiert vor’s Haus mit einem großen „Zu Verschenken“-Schild. Das funktioniert auch in einem 3200-Seelen-Ort erstaunlich gut! eBay Kleinanzeigen „Zu Verschenken“ funktioniert in größeren Städten auch sehr gut. Oder auch einfach eine extra Kiste neben den Müll stellen. Wir haben in unserer Nähe sogar ein „Tauschhaus“ – ein kleines offenes Häuschen, zu welchem jeder bringt was er nicht mehr gebrauchen kann und sich nimmt was wiederum nützlich ist.
    Bezüglich Geschenke: Ich habe mir angewöhnt, Geschenke die ich oder die Kinder bekommen, aber wir nicht gebrauchen können mit dem Namen des Schenkenden (wichtig! damit es nicht peinlich wird) zu versehen und dann wiederum weiter zu verschenken oder ggf. zu verkaufen.
    Last but not least: Haben wir die 0-Geschenke-Regelung unter den Erwachsenen zu Weihnachten eingeführt, die zwar noch nicht 100% klappt, aber der Weg ist das Ziel. Ich verschenke auch immer häufiger Erlebnisse oder Delikatessen (o.ä.), denn auch Oma und Opa brauchen nicht jedes Jahr ein gerahmtes Bild vom Enkel.

    antworten
    1. Sabrina 23. August 2018 at 20:48

      Hey Sindy, ich verstehe deine Intension – ich gebe so viel wie möglich kostenfrei weiter, aber es gibt wirklich Sachen, die kauft keiner und die würde ich niemanden schenken, wie z.B. meine alten Handtücher 😀 oder angefangene Drogerieprodukte, Zahnbürsten usw…Ich wohne leider (oder vielmehr zum Glück) in Alleinlage und so überlege ich mir immer doppelt und dreifach, welche Sachen ich weitergebe, wegwerfe, behalte usw…Ich lade mir dann einfach das Auto voll und fahre alles in einem Rutsch weg. Viele Grüße Sabrina

    2. Sindy 23. August 2018 at 20:58

      Alte Handtücher lassen sich doch prima vernähen, z.B. als Einlage oder für Wischlappen (da gibts ein tolles Schnittmuster für eine Küchenrolle aus Stoff) 🙂 jaja, die Sachen mit dem Aufheben „und irgendwann verarbeiten“. Da hab ich noch viel Ausmist-Potential.

    3. Sabrina 24. August 2018 at 7:13

      So viel Zeit habe ich leider nicht alle Handtücher zu recyclen. Wenn du meine haben möchtest, sende ich sie dir gerne.

  3. Pingback: Meine aktuellen Buchtipps - Aus der Mamahoch2 Bücherkiste ⋆ Mamahoch2

  4. Pingback: Mach Schluss mit dem Mama-Burn-Out! 5 erfolgreiche Familienblogger verraten ihre besten Tipps! - Bunter Familienblog | Zicklein & Böckchen

  5. Tina 18. August 2018 at 20:25

    Ich habe dieses Jahr „Nur was ich mag“ gelesen, was auf dem Konmari-Prinzip beruht. Ich hatte das Buch von meiner Schwester geschenkt bekommen und war anfangs ein wenig beleidigt. Dann hab ich es gelesen und war absolut begeistert. Es motiviert unglaublich und ist einfach der richtige Ansatz: glücklich werden. Ich bin gerade so froh, dass ich nicht die einzige bin, die den Wohnraum als Stress empfindet. Wir haben die Küche und das Bad durch. Es folgen Schlafzimmer und Arbeitszimmer. Meinen Mann konnte ich durch Vorleben motivieren. Er war anfangs extrem skeptisch, hat mir zugeschaut, ins Buch reingelesen und seither ziehen wir an einem Strang.

    Danke für den motivierenden Beitrag hier!

    antworten
    1. Sabrina 20. August 2018 at 16:01

      Super Tina, lass uns gegenseitig motivieren – ich glaube das ist auch ganz oft das Geheimnis und dank sozialer Netzwerke so super wenig

  6. Mandy Eber 16. August 2018 at 22:27

    Danke für diesen Post. Ich habe mir das Buch nun gekauft und bin gespannt. Nur hab ich ein Problem ich liebe Taschen. Ich Frage mich wie du mit einer Tasche klar kommst. Ich bin nach gefühlten 15 Jahren immer noch auf der Suche nach dieser einen Tasche. Vielleicht hast du ein paar Tips.

    antworten
    1. Sabrina 16. August 2018 at 23:12

      Ich wollte immer eine zeitlose Ledertasche, die groß genug ist den Laptop einzupacken, aber nicht so globig, dass ich mich erschlagen fühle und plötzlich war sie vor mir. Ich habe sie mir dann nach 3 Monaten warten geholt, als sie reduziert war 😀

  7. Anja 16. August 2018 at 13:40

    Ich nutze auch gerade die Ferien, um gründlich auszumisten. Mein Problem ist, dass hier sämliche Diakonie- und Rote-Kreuz-Läden überfüllt sind und nichts mehr annehmen.
    Und ich bringe es nicht übers Herz schönes Spielzeug, hochwertige Brotboxen, moderne Kleidung usw. einfach wegzuschmei´ßen.
    Wenn also jemand ein Tipp hat, wie ich die Sachen „loswerde“ bzw. wo noch Sachspenden angenommen werden, gerne her damit.

    antworten
    1. Swaantje 24. August 2018 at 16:13

      Kleidung kannst du kostenlos an die deutsche kleiderstiftung schicken. Die verteilen das dann nach Bedarf z.B. an Second-hand-läden.

    2. Sabrina 25. August 2018 at 8:02

      Hallo, ja das machen wir bereits seit Jahren – hier ging es mir mehr um alte Zahnbürsten,Handtücher, Dekokram den keiner gebrauche kann…Bücher die keinen Wert mehr haben und niemand möchte…

  8. Mona 15. August 2018 at 23:59

    Liebe Sabrina,

    Was für ein toller Beitrag. Keine Kleidung zu kaufen fällt mir relativ leicht. Bei den Schuhen fliegt für jeden Kauf ein Paar raus, das aber meist auch ausgedient hat. Gerade bei Schuhen ist mir Qualität sehr wichtig und ich habe nur 3 Paar Schuhe, die nicht Echtleder sind (Gartenschuhe, Sportsandale und Laufschuhe).
    Bei den CDs tue ich mir echt schwer, da hängen zum Teil sehr viele Erinnerungen dran 😇

    Stoff kauf ich nicht mehr auf Vorrat sondern nur projektbezogen. Man nimmt sich einfach zu viel vor. Den gefüllten Warenkorb zu überschlafen mache ich auch 😁.

    Ich habe dank Trello schon viele Investitionen vermieden. Dort habe ich verschiedene Listen, mit Dingen die ich basteln, nähen, Stricken, lesen oder Sonst wie haben möchte. So kaufe ich mir ein neues Buch zum Beispiel erst, wenn ich wirklich Zeit habe, es zu lesen, anstatt es einfach mal zu kaufen und dann immer nur zu denken „ach ja, das wollte ich ja lesen. Aber erst, nachdem ich x und y gelesen habe.“ ich leihe viel in der Bücherei und nutze die Onleihe und kaufe nur die Bücher, die ich dort nicht bekomme.

    Liebe Grüße und frohes Entrümpeln,
    Mona

    antworten
    1. Sabrina 16. August 2018 at 9:47

      Hey das klingt ja toll – ich nutze dafür mein Bullet Journal

  9. Yvonne van Brakel 15. August 2018 at 21:42

    Irgendwie verfolgt mich das Thema gerade ;-)…
    Moin erstmal.
    Bei uns steht alles Mögliche in der Garage, das Meiste wird nicht mehr gebraucht oder ist durch Witterung oder Mäuseaufenthalt im Winter kaputtgegangen. Da wäre es gut mal zu schauen, was nutzen wir. Was können andere Nutzen und was gehört einfach in den Müll/ zur Deponie, weil es Schrott ist…
    Den Platz könnten wir definitiv besser nutzen für anderes, zum Beispiel für unser Auto, dass aktuell nicht reinpasst… 😉
    Klamotten bei mir und meinem Mann sind schon angepasst. Bei den Kindern bin ich auch gerade dabei, zu verschenken oder wegzuschmeißen, denn verkaufen geht hier auf dem Lande nur schwer…
    Spielsachen ist auch so ein Thema, hat aber nicht den Stellenwert Nr. 1 auf meiner persönlichen Liste.
    Danke für Deinen ehrlichen Bericht und die netten Tipps.

    antworten
    1. Sabrina 16. August 2018 at 9:48

      Danke für deinen Kommentar. Cool, dass viele das Problem haben.

  10. Nicole 15. August 2018 at 8:38

    Oooh, genau mein Thema 🙂 ! Auch ich habe das Marie-Condo-Buch vor etwas über einem Jahr gelesen, bin aber etwas anders vorgegangen: 365 Tage lang habe ich je mindestens eine Sache weggeworfen/verschenkt/verkauft. Und nach diesem Jahr und über 1000 weggegebenen Dingen?! War immer noch alles voll. Also hab ich ganz radikal jedes Zimmer auf den kopf gestellt und vieles nochmal gespendet- ein ganz Paar Sachen hab ich noch zum verkaufen da.
    Jetzt kommt nächste Woche meine „Schatzecke“ dran: meine Stoffberge *seufz* … das wird die größte Bewährungsprobe.
    Was den Konsum angeht kaufe ich für die Kinder seit vielen Monaten nur noch Socken, Schuhe und Unterwäsche. Nur der Große mit deinen fast 14 Jahren brauchte Neues, weil er gewachsen ist. Ich hab aber rigoros nicht alles zu klein gewordene in den Schrank von Sohn 2 gepackt, sondern ihn aussuchen lassen, was er haben wollte-der Rest kam weg. Einfach nur befreiend 💞

    antworten
    1. Sabrina 15. August 2018 at 10:44

      Stimmt Nicole, ich habe das verfolgt immer mal <3

  11. Marlies Gerkens 14. August 2018 at 18:49

    Hallo Sabrina. Danke für den Tipp. Frage? Was hast du mit den CDs gemacht. Einfach in die Tonne? Liebe Grüße Marlies

    antworten
    1. Sabrina 14. August 2018 at 19:57

      Ja einfach weg – das kauft keiner mehr…Wert gleich 0

  12. Fachwerkrebell 14. August 2018 at 14:19

    Hallo Sabrina!

    Genau das was du geschrieben hast, konnte von mir stammen. Meinem Eignung und das Denken ändern sich massiv. Ich habe das Gefühl zu ersticken!

    Ich fange mal am Wochenende mit meinem Kleiderschrank an, mal schauen was da rauskommt.

    Danke für den Tritt in den Popo!

    antworten
    1. Sabrina 14. August 2018 at 16:38

      Gerne!

  13. Diana 14. August 2018 at 11:08

    Hallo,
    für die Stifte hätte ich eine super Idee – http://stifte-stiften.de/ – ist eine gemeinnützige Organisation die die gesammelten (funktionierenden) Stifte an Kinder in Afrika und anderen Ländern schickt. Die Sammeln auch Ranzen, Federmäppchen, Radiergummis, Lineale, Schreibblöcke…
    Ansonsten muss ich mich jetzt auch weiter ans ausmisten machen. Ich finde so eine vollgestopfte Wohnung erhöht meinen Stresspegel enorm, egal wo ich hinschaue nur Sachen, Sachen, Sachen die aufgeräumt gehören… Und selbst wenn man sie aufräumt poppen sie ruck zuck wieder auf…. Wo ich es manchmal besonders schwierig finde ist die Bastelsachen bzw. fertigen Basteleien der Kinder weg zu bekommen… Zur Zeit sind hier noch Ferien und die Bügelperlenkunstwerke häufen sich wieder in Massen…

    Liebe Grüße!

    antworten
    1. Sabrina 14. August 2018 at 16:38

      Danke für den Tipp! Sehr schöne Sache

  14. Sandra Helene 14. August 2018 at 10:46

    Liebe Sabrina,
    du triffst mit deinen Worten bei mir gerade genau ins Schwarze! Ich hab zur Zeit eine regelrechte Aufräum- und Aussortierwut! Einerseite bin ich in zur Zeit in einem kreativen Flow, hab ständig tolle neue Ideen, die sich größtenteils auch zeitlich realisieren lassen und andererseits hab ich das Gefühl den Überblick, bspw. bei all den Stoffen und halb fertigen Projekten, zu verlieren. Vor zwei Jahren hatte ich ein kauffreies Jahr bei dem ich auf den Kauf von Kleidung verzichtet hatte. Alles in allem denke ich, so ein Jahr würde mir wieder gut tun. Diesmal werde ich aber auch Stoffe und Wolle einbeziehen und mal aus meinen Vorräten schöpfen.
    Mal sehen in wie weit ich mich in dem kommenden Jahr dann in anderen Bereichen auch noch reduzieren werde.
    Liebe Grüße, Sandra Helene

    antworten
    1. Sabrina 14. August 2018 at 16:39

      Ich lese gerade und denke wowwwwwwwwwwwwwww sie hat ein Jahr keine Kleidung gekauft. Aber es geht….es ist alles nur eine Kopfsache…

  15. Conny 14. August 2018 at 10:25

    Hallo! Mir geht es seit einigen Monaten ähnlich – ich bin mit nur 4 Kartons bei meinem Freund eingezogen (den Kram der Kinder mal nicht mitgerechnet, mein Rest steht auf dem Dachboden meiner Eltern) und es gibt nur ganz selten Situationen, in denen ich denke „ach Mist, das bräuchtest du jetzt“. Wir ziehen Ende des Jahres in unser gemeinsames Haus ein und ich versuche nun, uns von seinem Hausrat zu trennen – Plastikdosen, Motivbecher aus dem Kino, alles „was noch zu gut ist, um es wegzuwerfen“. Doch er ist ein kleiner Messie und tut sich da schwer. Hast du einen Tipp, wie ich ihn da besser ranbekomme? Vor allem bei den Sachen der Kinder tut er sich schwer, es wird JEDES selbstgemalte Bild aufgehoben und wir haben aus 8 und 4 Schuljahren noch jedes Buch, jeden Hefter und jedes Blatt seiner Kinder…

    LG
    Conny

    antworten
    1. Sabrina 14. August 2018 at 16:41

      Huhu, es ist schwierig den Partner da zu animieren, wenn er nicht von selbst anfängt. Meiner ist automatisch mit eingestiegen, als er sah, wie schön ich es mir mache 😉 und wie befreien Räume sein können, die übersichtlich eingeräumt sind.

  16. Annika 14. August 2018 at 10:04

    Ich kann dir nur zustimmen. Durch dich bin ich auf Marie Kondo aufmerksam geworden und hab innerhalb eines halben Jahres die komplette Wohnung entrümpelt. Mittlerweile habe ich manche Schubladen schon das zweite mal durch und finde immer noch genug was zu viel ist.
    Einkäufe durch denke ich auch mehr und Geschenke und Karten werden auch schnell wieder aussortiert, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben 🙂
    Es inspiriert mich so oft was du schreibst, sei es das Ausmisten oder die „Erziehung“, weiter so Sabrina.
    Mein absoluter Lieblingsblog und Instaseite.

    antworten
    1. Sabrina 14. August 2018 at 16:42

      Das ist so so motivierend was du da schreibst. Tatsächlich könnte es sein, dass mich einfach „der ganz normale Wahnsinn“ bewegt.

  17. Lena 14. August 2018 at 10:01

    Trifft meine Gedanken gerade im Kern!

    Was nutzt ihr denn für eine App als Kontoticker? Das klingt spannend. Gerade beim Nähen summieren sich die kleinen Beträge so schnell (Eine Rolle Stickgarn hier, ein ebook dort und dann noch den einen Meter Stoff im Angebot….)

    Danke schon mal

    antworten
    1. Sabrina 14. August 2018 at 16:43

      die heißt Bonify

  18. Mona 14. August 2018 at 9:59

    Ich liebe ausmisten… ich würde es fast zu meinen Hobbys zählen 😀 Wir wohnen seit ein paar Monaten bei den Schwiegereltern und hier sehe ich natürlich viel Potenzial. Mein Problem ist also, dass andere den Minimalismusgedanken nicht teilen. Und die Überzeugung ist schwere Arbeit…

    antworten
    1. Sabrina 14. August 2018 at 16:43

      Huhu, ja das kenne ich 😀 😀 aber ich sag mir immer: Jeder seines Glückes Schmied

  19. Sarah Kroschel 14. August 2018 at 8:14

    Ich habe da mal auf Pinterest eine Declutter – Liste für 30 Tage gefunden, die war toll. Da habe ich jeden Tag eine Liste abgehakt und konnte dadurch in kleinen Schritten schon ein bisschen etwas erreichen. Als nächstes versuche ich eine 3 Wochen Challenge. Habe aber Anfang des Jahres schon wirklich viel weggebracht. Viel Erfolg weiterhin1

    antworten
  20. Hedi 14. August 2018 at 8:06

    Hallo Sabrina,
    du sprichst mir aus dem Herzen, wahrscheinlich ist das sammeln aber auch ein Grundproblem von kreativen Menschen. Ich sehe oft schon in den Schätzen die Kreationen, die daraus entstehen können und freue mich dann in meinen künstlerischen Hypes aus dem vollen zu schöpfen.
    Mein Haus war so voll und die Angst als Messi zu enden wuchs. Vor allem merkte ich auch das ich in Stress gerate, da meine innere To do Liste immer größer wurde. Ich bin zu dem Schluss gekommen mich von den Schätzen zu trennen und es tat mir gut andere Menschen damit glücklich zu machen. Ich kann dir nur zustimmen, das auch das reduzieren befreiend ist und eine große Zufriedenheit schafft. Da man sich mehr auf sein inneres konzentrieren kann. Aber ich stehe noch am Anfang.
    Ich Danke dir für deinen tollen Beitrag.
    Es gibt noch viel zu tun, packen wir es ab

    antworten
    1. Sabrina 14. August 2018 at 8:17

      Halo Hedi, genau das habe ich auch schon überlegt. Man sieht in Allem ein „da könnte man etwas draus machen.“ Das ist so furchtbar. Ich hatte hier Sachen rumliegen, die ich irgendwann mal basteln möchte….irgendwann ist aber nie, zumindest meistens.

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