Merkst du es auch schon? Der Herbst kündigt sich langsam an! Die Bäume verfärben sich und der Tag ist unbestritten schon kürzer gewurden. Ja, jetzt wird es wieder kuschelig in der Wohnung während es draußen stürmt und regnet. Das ist die Zeit, in der ich wieder mehr Lust aufs Dekorieren der Wohnung bekomme. Heute zeig ich dir eine allround-Anleitung. Du kannst daraus tolle Dekokugeln, Lichtobjekte, Schalen oder Vasen ohne großen Aufwand, aber mit großer Wirkung, zaubern.

Du benötigst lediglich

Wolle* (nicht zu feine)

Beton und Wasser (wir nutzten den Estrichbeton* von den Trittsteinen*. Diesen mussten wir sieben um den reinen Beton zu erhalten)

Luftballon

Handschuhe

evtl. Sprühfarbe*

Vorbereitung

Puste dir zu Beginn deinen Luftballon in die entsprechende Größe. Hier geht alles- von ganz klein bis ganz groß. Als Nächstes rührst du dir den Beton an. Dafür gibst du nach und nach etwas Wasser hinzu und vermengst beide Komponenten mit den Händen. Die Masse sollte eine joghurtartige Konsistenz haben. Bitte zieh dir unbedingt Handschuhe an. Der Beton ist ziemlich aggresiv und entzieht deiner Haut recht schnell die Feuchtigkeit. Solltest du diese Bastelei spontan probieren wollen und keine passenden Handschuhe zu Hause haben, kannst du auch z.B. Gefrierbeutel oder stabile Mülltüten nehmen und diese mit einem Gummi an der Hand fixieren. Not macht manchmal erfinderisch 😀

Es geht los

Nun nimmst du dir deine Wolle.  Roll ein gutes Stück ab und tunke sie in die Betonpampe bis der Strick ringsum benetzt ist von der Masse. Schneide allerdings den Strick nicht. Jetzt beginnt der kniffelige Teil, der die meisten Nerven kostet. Der Anfang! Nimm deinen Luftballon und halte ihn am Pusteschnippel fest. Nimm den Anfang vom Faden und halte ihn mit der selben Hand. Nun wickelst du den Wollfaden einmal um den Balon und knotest ihn fest. Es kann dir passieren dass es zu Beginn immer und immer wieder wegrutscht. Dann heißt es tief durchatmen und nochmal probieren. Nach der ersten Hürde geht es zwar immer noch rutschig, aber dennoch etwas einfacher, weiter. Nun musst du wickeln und wickeln und wickeln.

Bist du zufrieden mit der Dichte oder hat dich die Lust am Wickeln verlassen, hängst du deinen Ball zum Trocknen mit einer Wäscheklammer an einen Faden, sodass er frei hängt. Je nach Dicke des Strickes und der Dichte deiner Wickelei solltest du das Ganze nun etwa 1 – 2 Tage trocknen lassen. Bei dem grünen Ballon sieht man recht gut, dass die Mischung nicht mehr die beste war. Hier hätten wir das Ganze besser vermengen müssen. Geklappt hat es allerdings trotzdem ziemlich gut. Anschließend kannst du den Ballon zerstechen und im besten Fall bleibt dir deine Dekokugel auch ohne ihn erhalten.

Ein paar nützliche Tipps

Achte darauf, dass du immer wieder genug Wolle vom Knäul abrollst und in deine Masse gibst. Du sollst nach unserer Erfahrung möglichst den Faden in einem Stück verarbeiten. Mit mehreren kurzen Strickstücken hast du das Problem, dass sie weniger Halt bieten und die Endstücke wahrscheinlich nicht am Ballon halten werden.

Du kannst dein Geflecht recht luftig lassen oder den Ballon komplett verschwinden lassen. Solltest du vorhaben eine Schale herzustellen, legst du am Besten den Ballon auf eine Schüssel damit er dir nicht wegrollt und den eingeweichten Strick nur auf die obere Hälfte des Ballons.

Stell unbedingt einen Eimer oder Karton unter den trocknenden Ballon, da der Beton nun beim Festwerden den Wasseranteil abgibt und dieses sich den Weg nach unten sucht und vor sich hin tropft. Ich empfehle allgemein diese Arbeit auf den Balkon oder den Garten zu verlegen und ggf. Tisch und Boden abzudecken.

Farbe kommt ins Spiel

Die Kugel könnte nun genauso wie sie ist zum Einsatz kommen oder du schenkst ihr noch einen farbigen Anstrich. Ich habe mich dazu entschieden, sie mit Sprühlack in ein tolles Kupfer zu tauchen. Die Farbe hat einen silbrig-kupfrigen Effekt der mir unheimlich gut gefällt und perfekt zum Herbst passt.

Die Verwendungsmöglichkeiten

Dekoriert mit einer Lichterkette ist dies ein tolles Objekt für den Garten oder Balkon, aber auch für die Wohnung. Ganz eng gerollt sieht es aus wie ein Wollknäul und kann so dekorativ aufs Regal gestellt werden. Ist eine Öffnung groß genug, kann ein Teelicht hineingestellt werden. Du kannst Kunstblumen darin trappieren oder es mit einer schönen Schleife als Hängekugel nutzen. Und auch als Schale kann die Wolle sicher eine neue Aufgabe erfüllen. Du siehst, die Verwendungsmöglichkeiten sind grenzenlos. Wir haben übrigens den restlichen Estrichbeton von den Trittsteinen* genutzt. Allerdings musste dieser erst gesiebt werden, damit der reine Beton übrig blieb. Ich hoffe du hast ein wenig Lust zum Nachmachen bekommen. Falls gerade die Zeit fehlt, pinn es dir gern für später auf Pinterest.

Ich wünsche eine schöne Werkelzeit

deine Sandra

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ommetar 0.000000e+0

  1. Silvi 26. September 2018 at 21:31

    tolle Idee. Und es sieht super aus. Vor allem der Kupferton macht es richtig gemütlich. Aber Tapetenkleister müsste doch auch gehen oder sind hier die Wollfäden zu dick? Ich wollte das schon immer mal probieren…. Ich brauch nur Zeit 🙂 Aber ich denke als Deko für die Wohnung ist es so schick.

    antworten
    1. Sandra 27. September 2018 at 8:51

      Huhu Silvi! Bevor wir Beton verwendet haben, habe ich das Ganze mit Tapetenkleister ausprobiert! Tatsächlich ist es bei uns nicht wirklich hart gewurden. Und irgendwie hatte ich dann Lust auf Beton 😀 Also prnzipiell sollte es auch mit Kleister gehen, misch evtl noch ein bisschen Holzleim dazu, das könnte es stabilisieren denk ich! Liebe Grüße Sandra

  2. Y. 26. September 2018 at 14:38

    Danke Sabrina,

    dann versuche ich das mal in einer ruhigen Minute… 🙂 … Nachts… 🙂

    antworten
  3. Y. 26. September 2018 at 8:46

    Liebe Sandra,
    eine sehr schöne Idee, danke fürs teilen! Das sieht richtig nach kuscheliger Herbstzeit aus.
    Ich habe keinen Beton da, meinst Du es könnte auch mit Gips funktionieren?
    Herzliche Grüße

    antworten
    1. Sabrina 26. September 2018 at 13:34

      Hallo Y. Gips ist manchmal nicht so witterungsbeständig und neigt zum Aufweichen..kommt also darauf an, was es aushalten muss…

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