Bist du schon dem Trend des Ausmistens verfallen? Wenn du auf den Social Media Kanälen unterwegs bist, wirst du es nicht übersehen können. Überall wird weggeschmissen, verkauft, geräumt, minimalisiert (gibt es dieses Wort?) und entschlackt. Unabhängig von einigen Leitlinien werfe ich immer mal wieder einen kritischen Blick in meinen Kleiderschrank. Da sind so viele Blusen, die ich definitiv nicht mehr anziehe, aber viel zu schade zum Wegwerfen sind. Deshalb folgt heute für dich eine Nähanleitung für einen Klammerbeutel aus meiner ausrangierten Bluse. Mein Ziel ist es Altem oder „nutzlos gewordenen Gegenständen“ eine neue Bestimmung zu verleihen. Ausmisten meets Upcycling steht auf dem Plan und Punkt 1 auf meiner Liste war es, den alten lädierten Klammerbeutel gegen einen Neuen auszutauschen. Es ist so simpel, dass du es auch unbedingt versuchen musst.

Du brauchst nicht viel. Ein bisschen Fantasie, Kreativität und die auf dem Bild aufgeführten Materialien und schon kannst du loslegen. Wenn du über die Punkte auf dem Bild fährst, wirst du entdecken, dass ich dir ein paar Links* versteckt habe, die dich zu Produkten führen, die ich dir gerne empfehlen möchte.

Wir nähen einen Klammerbeutel

Ganz zu Beginn musst du dir überlegen, welche Form dein Sack bekommen soll. Mein alter Klammerbeutel war einfach rechteckig, etwas größer als A4. Da ich recht viele Klammern habe, sollte er diesmal um einiges größer werden und in der Ausführung zusätzlich etwas hübscher. Ich wollte die Grundform der Bluse wieder aufgreifen und habe mir dementsprechend eine Schablone gefertigt. Hierfür nimmst du dir 2 A4 Blätter und klebst sie zusammen.



Anschließend legst du dir dein gewähltes Kleidungsstück vor dich, und zwar so glatt wie möglich. Jetzt solltest du dir auch deinen Bügel zur Hand nehmen um zu überprüfen wie breit der Klammerbeutel an der Schulter mindestens werden muss. Ich empfehle dir hierfür einen Holzbügel zu verwenden, da dieser durch seine etwas rauere Beschaffenheit ein Abrutschen des Sackes verhindert. Solltest du eine Bluse nutzen, die bis obenhin geknöpft wird, so kannst du später einfach so viele Knöpfe wie du magst offen lassen als Eingriff

Die Blätter werden nun auf dein Kleidungsstück aufgelegt, sodass sie genau eine Hälfte deiner Bluse abdecken.

Anschließend zeichnest du dir auf, welche Form dein Beutel bekommen soll. Natürlich muss hierfür die Bluse nicht zwangsläufig unter liegen, allerdings kannst du so die Grundform der Bluse besser einbeziehen und schon vorhandene Nähte berücksichtigen. Ich habe so zum Beispiel direkt die Ärmel mit zugeschnitten und musste sie anschließend nicht separat annähen.

Du kannst natürlich die Form auch ganz schlicht halten, musst jedoch bedenken – und am Besten probieren!- ob dein Bügel anschließend noch hinein passt.

Wenn du deine Schablone gezeichnet hast, schneidest du sie anschließend aus und legst sie nochmal auf dein Kleidungsstück um zu prüfen, ob es so passt, wie du es dir vorstellst. Und wenn du sie genau an die Mitte positioniert hast, kannst du loslegen und die erste Seite zuschneiden.

Theoretisch könnte man das Kleidungsstück auch in den Bruch legen und direkt komplett zuschneiden. Ich allerdings hätte Angst, dass die Bluse verrutscht oder sich Falten, und somit Fehlschnitte, einschleichen.

Daher gehe ich auf Nummer sicher und lege einfach meine Schablone nochmal auf die andere Seite und schneide auch hier zu.

Jetzt kannst du nochmals prüfen, ob dir die Form so gefällt oder du etwas korrigieren willst.

Bist du zufrieden, drehst du deinen Zuschnitt auf Links und fixierst die übereinanderliegenden Außenkanten mit Wonderclips .

Danach nähst du, wie bei den meisten anderen Nähprojekten, vom Ärmel über die Seite abwärts. Diesmal geht es jedoch zur anderen Seite weiter, wieder hoch und bis zum anderen Ärmel.

Du kannst nun entscheiden, ob du die Ärmel säumen möchtest, sodass der Charakter einer richtigen Bluse noch mehr erhalten bleibt, oder ob du, wie ich, den einfachen Weg gehst und auch diese Öffnung mit der Overlock zunähst.

Nun wendest du dein genähtes Werk und schon ist dein Klammerbeutel bereit um befüllt zu werden.

Fertig

Übrigens konnte ich die Rüsche des Blusenkleides noch super umwandeln in ein Röckchen für die Tochter. Sie war begeistert, ich war begeistert und die ausrangierte Bluse hat eine weitere sinnvolle Verwendung bekommen.

Wenn du auch ein paar Schrankleichen ausmisten und ihnen neue Aufgaben zuteilen willst, dann pinn dir diese einfache Anleitung gern zum Nachmachen auf Pinterest.

Suchst du noch mehr Inspiration zum Thema Upcycling von Kleidung? Schau doch einmal hier* was man für die Kids aus Papas alter Jeans zaubern kann.

Ich wünsche uns nun ein paar Umweltschützer-Karmapunkte
und dir viel Freude am Nähen

deine Sandra

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