Wir alle haben eine Pflicht gegenüber der Natur und der Erde. Es ist nicht neu, dass wir auch im Alltag ganz bewusst dazu beitragen können, um Nachhaltigkeit in unser Leben zu bringen. Schon die ganz kleinen Dinge, wie das Wasser beim Zähne putzen ausstellen, oder nicht die in Folie eingeschweißte Gurke zu kaufen. In den Läden stehen schon genug Plastikverpackungen. Da soll man auch noch extra eine Tüte nehmen und dort das Obst und Gemüse rein legen. Damit ist ab sofort Schluss. Denn heute zeige ich dir, wie du mit wenigen Handgriffen eine wiederverwendbare und umweltschonendere Möglichkeit bekommst, dein Obst und Gemüse zu verpacken und sicher zur Kasse und nach Hause zu tragen.

Zum Material

Wir haben hin und her überlegt, welcher Stoff der Richtige für dieses Projekt ist. Leicht und transparent sollte er sein, aber auch gleichzeitig Bio zertifiziert. Leider haben wir diese Kombination nicht gefunden. So geben wir dir den Tipp, die Obstbeutel aus Tüll zu nähen. Wir wissen, dass dieser Stoff aus Nylon ist und somit eine Kunstfaser. Doch bin ich mir sicher, dass diese Beutel bei so vielen Einkäufen Plastiktüten ersetzen, dass es trotz des Materials schon in Ordnung geht. Hast du einen guten Tipp für ein Material?

Alle restlichen Materialien habe ich dir auf dem Bild verlinkt*. Klicke auf die Punkte und folge den Links* zu den Produkten, die ich dir empfehlen kann.

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Zum Binden

Damit dir die Äpfel, Birnen und Bananen nicht aus dem Obstbeutel fallen, brauchst du eine Möglichkeit, die Öffnung zu verschließen. Ich habe mich für eine selbst geknüpfte Kordel mit eine Kordelstopper* entschieden. Du kannst so eine Kordel mit einer Strickliesl herstellen. Aber ich bin ehrlich zu dir: das dauert ewig. Denn auch du wirst sicher nicht nur einen Obst- und Gemüsebeutel brauchen. Ich habe mir vor einiger Zeit die Strickmühle gekauft und sie hat mir schon sehr gute Dienste geleistet. In dem Beitrag zur Herstellung von den verschiedenen Kordeln habe ich dir auch die ersten Schritte mit der Strickmühle gezeigt. KLICK HIER

Ich habe gleich eine komplette Spule voll Kordel her gestellt. Kordeln in verschiedenen Farben kann man einfach niemals genug im Nähzimmer haben.

Finde die perfekte Größe

Kaufst du viel Obst und Gemüse? Dann solltest du den Obstbeutel direkt größer wählen. Kaufst lieber da zwei Äpfel, da drei Birnen und noch zwei Bananen kannst du auch mehrere kleine Beutel nähen. Passe die Größe deinem Alltag an. Bei uns gibt es hauptsächlich Äpfel und Banane und als Gemüse Gurken. Also habe ich ein A4 Blatt als Größenvorlage gewählt, einen breiteren Beutel und einen hohen schmalen Beutel habe ich auch genäht. Um eine Naht zu sparen, kannst du den Beutel an einer beliebigen Seite im Bruch zuschneiden.

Schneide für den Tunnelzug gleich einen Streifen mit zu, der ca 5 cm bis 6 cm hoch ist und wenigstens 6 cm (also 3 cm im Bruch) länger als die Beutelöffnung ist.

Jetzt wird genäht

Nähe den Tüll mit der Overlock (oder alternativ dazu mit einem engen Zick Zack Stich) an den Kanten zusammen. Vorher solltest du die zwei zu nähenden Seiten mit Stoffklemmen aneinander stecken.

Nähe zwei Seiten zu und lasse eine Kante unbenäht als Beutelöffnung.

Bei diesem feinen Stoff bietet es sich an, wenn du eine zusätzliche gerade Naht einnähst. Das unterstützt die Nähte zusätzlich. Obst und Gemüse kann auch mal schwerer sein.

Der Tunnelzug für die Kordel

Miss und markiere die Breite von deinem Beuteleingriff von Naht zu Naht und übertrage dieses Maß auf den Streifen für den Tunnelzug.

Schlage die jeweiligen Enden vom Streifen zweimal bis zu deiner Markierung ein und fixiere die Falten mit Stoffklemmen.

Nähe die umgeschlagenen Enden mit einem Zick Zack Stich zusammen. Du kannst auch einen geraden Stich nehmen, doch solltest du dann zwei Nähte nebeneinander nähen.

Klappe den Tunnelzugstreifen in der Länge nach mittig zusammen und stecke ihn außen den den Beutel, dass die umgeschlagene Seite zum Beutel zeigt.

Stecke nun den Tunnelzug rundherum fest, bis sicher der Anfang und das Ende nebeneinander treffen.

Jetzt nähst du noch den Tunnelzug an den Beutel und schon hast du einen fertigen Obstbeutel.

Fädel deine Kordel ein

Du kannst eine Sicherheitsnadel durch die Kordel stecken und so das Band durch fädeln. Oder aber du nimmst auch so eine Durchziehnadel*. Bei ihr das Nadelöhr schön groß und die „Spitze“ ist abgerundet, da stichst du nicht durch dein Stoff.

Zum Verschließen der Kordel habe ich mich für einen Kordelstopper entschieden. Es reicht natürlich auch eine ganz normale Schleife. Entscheide selber, wie du es schöner findest.

Fertig für deinen Einkauf.


Du kannst diesen Beutel natürlich nicht nur für Obst und Gemüse benutzen. Wenn du Brötchen aus der Backstraße in den Discountern kaufst, kannst du statt der Plastiktüte auch diese Beutel nutzen. Damit du immer wieder auf diese Anleitung zurück greifen kannst, pinn ihn dir jetzt auf Pinterest.

Wie gefällt dir diese Idee? Hast du noch andere Alltagsideen, die schnell und einfach umzusetzen sind, dass der Einkauf nachhaltiger wird? Dann schreibe mir doch gerne einen Kommentar. Ich bin sehr gespannt auf deine Ideen.

Bis dahin wünsche ich dir viel Spaß beim Nähen
Suse*

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  1. Pingback: Nachhaltig leben - wiedervewendbare Stilleinlagen nähen ⋆ Mamahoch2

  2. Sabine 17. März 2019 at 14:26

    Hallo, ich bin begeistert, das doch schon so viele selbstgemachte Obst und Gemüsebeutel nähen und gebrauchen. Mein Tip für Resteverwertung/ Upcykling : ich nehme für den Tunnel Reste von bunten Baumwollstoffen oder auch von ausgedienten Baumwoll-Tshirts, -Blusen oder -Hosen. Eine Hälfte des Beutels besteht bei mir auch aus Reststoffen aus Baumwollstoffen, da braucht man nicht so viel von dem neuen durchsichtigen Baumwoll-Netzstoff, und an der Kasse sieht man trotzdem, was im Beutel ist. Ich schreibe dann auch noch das Gewicht des Beutels mit einem Wäschemarkierstift auf den Beutel, dann können sie an der Kasse das Gewicht abziehen. 😊 ich verschenke auch viele im Freundeskreis, damit immer mehr über die Umwelt nachdenken und positiv handeln. Viel Spass beim recyceln.🤗

    antworten
  3. Ly 5. März 2019 at 11:44

    Meine Mutter hat mir neulich welche genäht, aus alten, ausgedienten Gardinen … also gleichzeitig noch etwas upcycling 🙂

    antworten
  4. Pingback: DIY-Bienenwachstuch statt Alufolie und co. ⋆ Mamahoch2

  5. Lisa 3. Februar 2019 at 22:09

    Hallo,
    wir standen auch erst vor dem Problem mit dem Stoff. Aber haben einen Tüll aus Biobaumwolle gefunden. Bei Siebenblau…
    Ist auch super leicht und echt perfekt dafür.
    LG Lisa

    antworten
    1. Suse 3. Februar 2019 at 23:03

      Das klingt super. Ich möchte unbedingt die Beutel in der Familie und im Bekanntenkreis verteilen. Da schaue ich doch gleich mal nach deinem Tipp! Danke dir

    2. Omaschris 3. Februar 2019 at 23:10

      Das ist der Tüll von cpauli…erzähl doch mal, wie reißfest der ist

    3. Lisa 4. Februar 2019 at 20:56

      Gerne.
      Ich find denBaumwoll viel besser und auch echt reißfest. Der normale Tüll find ich ist empfindlicher. Also kann nichts negatives sagen… LG

  6. Sandra 3. Februar 2019 at 18:53

    Wie wär’s beim Material mit ausrangierten Gardinen? Die sind auch aus Kunstfaser, aber zumindest ein gutes Müll-Upcycling-Objekt.

    antworten
    1. Suse 3. Februar 2019 at 23:01

      Das klingt auf jeden Fall sehr gut. Der Ge Dank gefällt mir. Probierst du es aus?

      Viele Grüße Suse

  7. Anonymous 3. Februar 2019 at 17:11

    Hallo liebes Mamahoch2-Team,
    ich finde dies eine ganz wunderbare Idee und habe diese auch schon einmal bei einer anderen Bloggerin entdeckt. Sie verwendete als Material Fliegengitter, welches in ihrem Falle aus Baumwolle bestand. Das wäre dann tatsächlich eine noch umweltfreundlichere Variante.

    antworten
    1. Suse 3. Februar 2019 at 23:00

      Fliegengitter gibt es auch aus Baumwolle? Das habe ich gar nicht gewusst. Ich dachte auch immer, es sei Nylon oder Acryl. Siehst du, man lernt nie aus!

      Viele Grüße Suse

  8. Anja 3. Februar 2019 at 11:18

    Danke für die Anleitung 😊
    Ich habe vor kurzem Schiebegardienen bei dem großen Möbelschweden gekauft, unter anderem auch fast transparente Bahnen. Da mir die Abschnitte zum Wegwerfen zu schade waren, habe ich auch solche Beutel daraus genäht. Die sind zwar etwas störrisch, aber mir gefällt der Recyclinggedanke 😊

    antworten
    1. Suse 3. Februar 2019 at 22:58

      Ich denke auch, dass es genau darum geht: etwas zu verwenden, was nicht nach einem mal weg geworfen wird, sondern nachhaltig ist!!!

      Viele Grüße Suse

  9. OmaChristel 3. Februar 2019 at 10:00

    Das ist eine tolle Idee – leicht zu nähen, waschbar und ideal fürs Einkaufen. Mich würden auch Tipps für anderes Material interessieren. Es gibt ja auch Baumwolltüll, z.b. bei C-Pauli. Da müßte frau nur die Reißfestigkeit testen. Auf meiner Homepage gibt es übrigens eine Anleitung um ein Einkaufnetz zu häkeln.. das ist vielleicht eine Alternative für Leute, die gern häkeln und viele Baumwollgarnrest haben. Darf ich den link hier posten?

    antworten
    1. Suse 3. Februar 2019 at 22:57

      Sehr witzig. Ich habe auch schon daran gedacht, ein Netz zu häkeln. Da schaue ich mir deine Anleitung doch gleich mal an.

      Danke für den Tipp mit dem Stoff!

      Viele Grüße Suse

  10. Jessica 3. Februar 2019 at 9:33

    Hallo Suse,

    Kunstfaser gibt Mikroplastik beim Waschen ab, sollten sie doch mal schmutzig werden. Sollen die Beutel tatsächlich durchsichtig sein gibt es sehr dünne Baumwollstoffe , die den Inhalt durchscheinen lassen, zb. Voile oder Baumwolltüll. Einfach in den entsprechenden Biostoffläden schauen. Ist überhaupt nicht schwer zu finden.

    Ich persönlich verwende nicht extra gekauften durchsichtigen Stoff. Ich habe aus Stoffresten oder alten Bettlaken japanische Beutel zum verknoten genäht. An der Kasse kann so der Inhalt von oben eingesehen werden und anschließend von mir verknotet werden. Habe ich noch nie Probleme mit gehabt. Und such das Gewicht der Beutel hält sich in Grenzen. Nähanleitungen findet man zb. auf pinterest.
    LG
    Jessica

    antworten
    1. Suse 3. Februar 2019 at 22:55

      Hallo!

      Diese chinesischen Faltbeutel habe ich auch schon auf Pinterest gesehen. Die sahen wirklich interessant aus.

      Ich suchte schon nach einem transparenten Stoff. Ob es hier in der Nähe einen Bioladen gibt, der auch Stoffe mit anbiete, muss ich doch direkt mal erkunden. Danke für den Tipp!

      Viele Grüße Suse

  11. Margrit 3. Februar 2019 at 9:00

    das ist eine super Idee. Ich habe schon mehrere Beutel davon. Ich schneide den Beutel nur länger zu und klappe den Kordeldurchzug einfach oben um .

    antworten
    1. Suse 3. Februar 2019 at 22:52

      Das klingt auch interessant. Aber franst der Stoff vom Tunnelzug da nicht aus?

      Viele Grüße Suse

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