Wie du sicher schon bemerkt hast, hat uns Mädels hier vom Blog das Thema Nachhaltigkeit gepackt. In vielen Punkten sind wir schon unserem Wunsch nach mehr Umweltfreundlichkeit nach gekommen. Auch in der Küche hat sich schon einiges getan. Und nun kann ich auch den Verbrauch von Alufolie und Frischhaltefolie drastisch senken. Ich gebe natürlich zu, dass ich beides nicht gänzlich aus der Schublade verbanne, aber es kommt definitiv wesentlich seltener zum Einsatz. Oma hat es schon viel eher gewusst- die Lösung heißt Bienenwachstuch und ist neben der schnellen Herstellung noch ein absoluter Blickfang. Von der Nachhaltigkeit mal ganz zu schweigen.

Vorteile der Bienenwachstücher

Die Tücher sind nahezu unkaputtbar und lassen sich durch deine Handwärme wunderbar formen und somit an Schüsseln usw. anpassen. Durch den reinen 100% Bienenwachs sind sie anwendbar für fast alle Lebensmittel. Solche Tücher gibt es mittlerweile fertig zu kaufen, allerdings finde ich persönlich die Tatsache toll, dass du bei der eigenen Herstellung die Größen beispielsweise deiner Salatschüsseln berücksichtigen kannst. Du kannst wunderbar Stoffreste verwenden und dabei Lieblingsstoffen eine lange Verwendung zuteil werden lassen. Abwaschbar sind die Tücher mit warmen Wasser und sogar etwas Spüle auch und auch wenn du das Gefühl hast sie werden etwas brüchig, gehst du einfach mit dem Bügeleisen nochmals darüber und schon sind sie wie neu. Last but not least haben die Tücher durch den Bienenwachs einen natürlichen antibiotischen Effekt, was Lebensmittel länger haltbar machen soll.

Na, bist du jetzt auch neugierig geworden? Ich verspreche dir, die Herstellung ist wirklich super simpel.

Material

Du brauchst lediglich

Das Bienenwachs habe ich mir über das Internet bestellt. Ich möchte ehrlich zu dir sein- die Wachspastillen riechen äußerst eigenartig, obwohl 100% Bienenwachs darauf steht und der Hersteller auch mit Naturprodukten wirbt. Die nächste Ladung Wachs werde ich daher beim örtlichen Imker kaufen. Zwar besteht natürlich auch hier die Gefahr, dass der Geruch anders als in meiner Vorstellung ist, allerdings kann ich diesem Imker einfach mehr Vertrauen schenken als dem Internetkauf und da die Tücher mit meinen Lebensmitteln in Berührung kommen, gehe ich hier lieber auf Nummer sicher.

Ran ans Werk

Schnapp dir deine Stoffe und deine Stoffschere. Du kannst eine einfache Schere oder Rollschneider nehmen, oder aber für die Optik auch die Zickzackschere nutzen. Durch das Wachs werdend die Kanten nachher allerdings versiegelt sodass auch bei einer glatten Kante die Baumwolle nicht ausfransen sollte. Schneide dir die Tücher in deinen gewünschten Größen zu.

Ideal für alle Schüsseln und Schalen sind natürlich runde Tücher. Diese kannst du dir einfach mit Hilfe eines runden Gegenstandes wie Teller, Deckel oder einem Topf aufmalen und anschließend ausschneiden.

Du kannst Tücher z.B. nutzen zum

  • Abdecken von Salatschüsseln (und anderen Behältern)
  • und Getränkebechern
  • Einpacken von Brotleiben
  • und Frühstücksbroten
  • Frischhalten von angeschnittenem Obst und Gemüse (z.B. Gurken, Bananen ect)
  • usw.

Während dieser Arbeit kannst du deine Wachsplatten oder -pastillen schon im Wasserbad schmelzen lassen.

Leg dir auf dein Brett oder deine Arbeitsfläche Backpapier aus und darauf dein erstes zugeschnittenes Tuch.

Wenn der Wachs komplett geschmolzen ist kannst du entweder dein Tuch flink mit dem Pinsel einschmieren oder du gießt etwas Wachs und dein Tuch und verstreichst es anschließend nochmals etwas mit dem Pinsel. Sei ruhig etwas verschwenderisch mit dem Wachs, damit sich der Stoff gut vollsaugen kann.

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Nun legst du eine zweite Schicht Backpapier darüber und bügelst mit dem Bügeleisen auf höchster Stufe schön gleichmäßig hin und her, bis du das Gefühl hast der flüssige Wachs ist über all am Tuch schön verteilt.

Jetzt musst du die beiden Backpapierblätter rasch auseinander ziehen und das Tuch ebenfalls ablösen.

Schon während du es in der Hand hältst, wirst du merken dass es fest wird und auskühlt. Halte es entweder 2 Minuten in der Luft oder lege es auf eine glatte Unterlage (ich habe einfach Backpapier auf den Boden gelegt).Nach kurzen Augenblicken merkst du wie starr dein Stoff geworden ist.

Und das war es auch schon. Nun brauchst du die Tücher nur um deine Schüsseln, Schalen und anderen zuverpackenden Sachen zu legen und mit der Hand anzudrücken.

Und schon kannst du alles hübsch und umweltfreundlich aufbewahren.

Tipps zur Lagerung und Pflege

Das Wachs schmilzt bei Hitze, daher sollte klar sein, dass die Tücher weder in die Mikrowelle noch in den Geschirrspüler dürfen, auch auf der Heizung und in der prallen Sonne sind sie nicht gut aufgehoben. Gelagert werden die Tücher möglichst kühl und trocken- der einfache Küchenschrank tut es natürlich auch. Obwohl deine Tücher im besten Fall nun etwas nach Honig duften, brauchst du keine Sorge um deine Lebensmittel zu haben. Diese nehmen den Geruch nicht an. Solltest du dennoch irgendwann das Gefühl haben, dein Tuch ist nicht mehr 100%ig in Ordnung, dann entsorge es lieber. Auch wenn sie definitiv eine sehr lange Lebensdauer haben, ist nichts für Ewig und sobald du Verfärbungen entdeckst oder die Tücher nach verdorbenen Lebensmitteln riechen ist es Zeit für einen neuen Schwung Bienenwachstücher.

Noch mehr Nachhaltigkeit auf dem Blog

Wenn du dir die Anleitung für einen späteren Zeitpunkt merken möchtest, empfehle ich dir, sie dir auf Pinterest zu pinnen.

Und nun wünsche ich dir viel Spaß beim Nachmachen

liebe Grüße

Sandra

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  1. Sarah 28. Februar 2019 at 21:34

    Super Anleitung, ich hab das schon länger vor 🙂 Ich habe allerdings noch drei Fragen:
    Für wie viele Tücher reichen die 70 g Bienenwachs?
    Werden die Tücher nur von einer Seite bepinselt oder von beiden?
    Wenn ich den Tipp mit dem Jojobaöl aufgreife, gib ich das zusätzlich zum Kokosöl dazu oder stattdessen?

    antworten
    1. Sabrina 1. März 2019 at 7:38

      Das Jojobaöl stattdessen, und das mit der „70g reicht für wie viel“ ist etwas schwierig festzusetzen, weil es auch auf die Größe der Zuschnitte ankommt. Im schlimmsten Fall lässt du das Wachs einfach wieder aushärten und verflüssigst nochmals welches.

  2. Christina 27. Februar 2019 at 12:36

    Toll! Darüber habe ich schon länger nachgedacht, nun werde ich es mal angehen.
    Meine Freundin ist Imkerin, da werde ich dann mal nach Wachs fragen.
    Dankeschön!
    Vor allem auch für den Leserinnen Tipp mit dem Jojobaöl!
    Grüße!

    antworten
  3. Kristin M. 27. Februar 2019 at 8:54

    Hallo, wie großartig. Das will ich auf jeden Fall testen.
    Wie viel Wachs braucht man denn da?
    Lg, Kristin

    antworten
    1. Sandra 4. März 2019 at 10:46

      Hallo Kristin! Das ist schwer zu sagen, da es auf die Menge und Größe deiner Tücher ankommt! Der Beutel den ich gekauft habe, beinhaltet 500g… damit könnte ich wahrscheinlich ein ganzes Dorf versorgen 😀 Wenn du die Tücher nur für dich und deinen normalen Hausgebrauch herstellen möchtest, reicht auf jeden Fall auch eine kleinere Tüte von 200g- so hast du ggf. auch noch Wachs vorrätig.!
      Liebe Grüße Sandra

  4. Dresden Mutti 27. Februar 2019 at 8:11

    Oh toll! Danke für den grandiosen Tipp. Das muss ich mal ausprobieren <3

    antworten
  5. Miriam 27. Februar 2019 at 8:05

    Hallo! Ich experimentiere selber schon seit einger Zeit an abfallvermeidenden Lösungen. Due Tücher nur mit Bienenwachs fangen sehr schnell annzu bröckeln und zu bröseln. Und es ist auf Dauer nicht so praktisch. Gibt man vor dem Schmelzen alle paar cm ein Tropfen Jojobaöl auf das Wachs und schmilzt dieses dann – wird die BienenwachsJojoba Mischung nicht so bröselig und die Tücher halten länger!

    MFG Miriam

    antworten
    1. Sabrina 27. Februar 2019 at 8:39

      Vielen Dank für diesen tollen Tipp!

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