Spürst du ihn auch? Der Frühling ist da und kitzelt uns im Gesicht. Es tut so gut wenn die Sonne wieder vermehrt scheint und wir endlich wieder stundenlang im Freien Zeit verbringen können. Im Garten treiben überall die ersten grünen Spitzen aus und auch die ersten Hummeln und Bienen haben wir schon gesichtet, ebenso wie einige Zitronenfalter und Pfauenaugen. Wenn du dich ein wenig mit der Natur beschäftigst, wirst du allerdings auch gehört haben, dass die Bienen es immer schwerer haben Nahrung zu finden. Ich möchte nun an dieser Stelle nicht allzu sehr ausschweifen und in die Lehrerhaltung gehen, aber dennoch appelliere ich an jeden Garten- und Balkonbesitzer, den kleinen Insekten unter die Flügel zu greifen und bei der Wahl der Blumen auch auf deren Bedürfnisse etwas Rücksicht zu nehmen. Es reicht schon eine kleine Ecke im Garten oder ein Blumentopf, auf dem man entsprechende Samen verteilt und somit für eine kleine Bienenoase sorgt. Hierfür stehen mittlerweile einige Samensorten z.B. in Form von „Binenweide“ zur Verfügung. Oder du nimmst dir wenige Utensilien zur Hand und stellst mit mir zusammen heute tolle Saatbomben her.

Vieleicht hast du ja auch schon etwas von ihnen gehört? Ich finde die Idee der kleinen unscheinbaren Kugeln mit der großen Wirkung richtig toll und gleichzeitig ist dies eine wunderbare Sache, bei der auch die Kinder prima mit helfen können.

Es braucht nicht viel…

Zusammensetzung

stell dir zusätzlich Wasser, eine Schüssel und eine Tasse bereit.

Das Mischverhältnis lautet bei meinen Kugeln:

  • 1 Teil Samen- 5 Teile Erde- 4 Teile Tonpulver
  • Wasser nach Gefühl

Herstellung

Das Mischverhältnis lässt sich prima mit Hilfe einer Tasse umsetzen. Schütte  5 Tassen Erde, 4 Tassen Tonpulver und 1 Tasse Samen zusammen in eine große Schüssel.

Ich habe mich entschieden die Samen zusammen zu setzen aus einer Bienenmischung und einer Schmetterlingsmischung.Jeder Samen hat so seine eigenen Bedürfnisse an seinen Standort. Durch verschiedene Anforderungen sollte auch die Chance auf ein blühendes Ergebnis erhöht werden. Ist alles in der Schüssel gelandet, gibst du etwas Wasser hinzu und fängst an die Bestandtteile durch Kneten zu vermengen.

 

Das Ganze ähnelt sehr einen Teig zu kneten. Du kannst nun nach und nach immer mehr Wasser hinzugeben, bis die Konsistenz feucht, aber gut formbar ist.

Und wenn du zufrieden bist mit deinem Erdeteig, dann formst du nun portionsweiße die Kugeln in deiner gewünschten Größe.

Für die Optik habe ich am Ende jede Kugel noch einmal etwas mit Samen dekoriert. Und dann müssen die Bomben nur noch trocknen.

Fertig

Hübsch verpackt in kleinen Tüten oder besser noch plastikfrei z.b. in Eierschachteln, lassen sie sich auch wunderbar als Geschenk nutzen. Wieso nicht mal eine Saatbombe statt einem Blumenstrauß übergeben. Oder als kleine Aufmerksamkeit zu Ostern für die Familie? Oder zum Nachmachen für Erzieher in der Kita? Es ist so leicht und die Wirkung ist großartig.

Der Gedanke der Sattbomben besteht darin, dass man diese Kugeln nun einfach überall wo es sich anbietet, fallen lässt und mit Hilfe von Mutter Natur an oft kahlen und öden Stellen eine blühende Fläche wächst, die nicht nur hübsch aussieht, sondern auch für unsere Bienen eine wunderbare Nahrungsquelle bietet. Das kann im Garten ebenso sein wie im öffentlichen Bereich, vorzugsweise Stellen, die nicht regelmäßig gemäht oder andersweitig bearbeitet werden.

Man könnte nun natürlich vorher akkurat recherchieren welche Pflanzen wohl an welchem Standort gedeihen und diese genau dort platzieren, allerdings empfinde ich das schon wieder als recht anstrengend und mir würde ziemlich schnell der Spaß an der Sache verloren gehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in den fertigen Saatmischungen so viele unterschiedliche Pflanzen sind, dass sich doch am Ende immer etwas passendes für jeden Standort findet und durchsetzt. Gerade die nektarreichen Pflanzen sind oft die robusten Wiesenblumen, die in wilder Natur ohne Hilfe von Gärtner und Harke gedeihen. Also trau dich ruhig und lass die Kugeln an vielen verschiedenen Stellen ihre Wirkung entfalten.

Ein kleiner Hinweis am Ende noch, da es vielleicht dem einem oder anderem aufstößt, wenn man den Begriff SaatBOMBEN verwendet. Natürlich ist dieses Wort im ersten Moment mit etwas negativem behaftet. Ich jedoch empfinde genau das an dieser Stelle als wunderbare Möglichkeit diesem den Schrecken zu nehmen. Denn hier „explodieren“ diese kleinen Kugeln und lassen Wunderbares entstehen.

Wenn du nun auch Lust hast diese kleinen Blühwunder herzustellen, dann pinn dir diesen Beitrag gern auf Pinterest.

Bis dahin wünsche ich dir eine wundervolle Frühlingszeit und viel Spaß beim Werkeln

deine Sandra

 

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ommetar 0.000000e+0

  1. Sivia 17. April 2019 at 17:42

    Absolut geniale Idee, danke dafür! In diesem Jahr möchten wir uns auch endlich mal unseren Garten vornehmen 🙂

    antworten
  2. Pingback: Und weg ist der Frühling - Wochenlieblinge 15/2019 - Heldenhaushalt

  3. Eve 12. April 2019 at 13:03

    Was mich interessieren würde, wären Fotos von den gediehenen Pflanzen, die aus solchen „wild“ geworfenen Saatbomben gesprossen sind. Also nicht Bilder von der gepflegten Aussaat im Topf oder im eigenen Garten. Da braucht man ja keine Saatbomben. Ich finde dazu nur extemst wenig im Netz.

    antworten
    1. Sandra 14. April 2019 at 21:23

      Ich werde mal bewusst ein paar an verschiedenen Stellen verteilen und diese immer mal wieder besuchen und erzählen und fotografieren wie es geworden ist! Ich denke das interessiert bestimmt viele! Lieben Dank für den Denkanstoß! Sandra

  4. Elli 9. April 2019 at 12:24

    Danke, für den tollen Input! Werde die Tage gleich los ziehen und die Zutaten besorgen!

    antworten
  5. Janina 9. April 2019 at 9:42

    Eine tolle Idee! Das werde ich nachmachen 🙂
    LG Janina

    antworten
  6. Doro 9. April 2019 at 7:38

    Tolle Idee und auch immrr ein schönes Mitbringsel.
    Als Tipp, statt dem relativ teuren Tonpulver kann man auch Katzenstreu aus Bentonit nehmen. Gibt es in jedem Supermarkt. Einfach mörsern, dass ein feines Pulver entsteht (sonst bindet es nicht). Man sollte nur darauf achten, dass es nicht paffümiert ist.

    antworten

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