Ich liebe Eis. Zu jeder Jahreszeit, zu jeder Tageszeit, bei jedem Wetter. Eis geht einfach immer. Eis hilft bei Halsschmerzen, bei Traurigkeit, bei schlechter Laune und bei Langeweile, zaubert gute Laune, Zufriedenheit und ist mein Liebling am Filmeabend. Es gibt unheimlich viele Eissorten und doch greife ich beim Eisdealer des Vertrauens immer wieder zu altbewährten Sorten wie Joghurt, Cockie oder auch After Eight. Lange schon wollte ich ausprobieren, ob ich es auch zu Hause hinbekomme Eis selber zu machen. Gerade für die nahende Spätsommer- und Herbstzeit ist für mich cremiges Eis passender als Wassereis bzw gefrorener Saft. Mir haben Freunde und Bekannte viel von ihren Eiskreationen und ihren Eismaschinen vorgeschwärmt, aber noch ein Gerät mehr passt einfach nicht in die Schränke. Deshalb wollte ich es ohne versuchen und habe mir aus den vielen tollen Rezeptideen 2 tolle Grundrezepte ausgesucht und ausgetestet.

Kurze Info!

Dies sind keine Rezepte, bei denen man auf die schlanke Linie achten sollte. Hier heißt es einfach nur genießen!

Joghurteis

Zutaten

  • Kondensmilch 7,5%       340 ml
  • Naturjoghurt                   250 ml
  • Puderzucker                        80 g
  • Vanillezucker                       1 Pk

Zusätzlich:

  • Rührgerät
  • Schüsseln
  • Form zum Einfrieren

Herstellung

Die Kondensmilch sollte bei der Verwendung leicht angefroren, oder zumindest richtig stark durchgekühlt sein. Ich habe sie einfach in 2 Becher umgefüllt und für etwa 1 Stunde in das Gefrierfach gepackt. Zwischendurch ist es gut, wenn du die Becher schüttelst, damit es gleichmäßig durchkühlt. Anschließend wird die Kondensmilch verwendet wie Sahne. Das heißt du gibst die gesamte Menge in eine größere Schüssel. Das ist wichtig, da sich das Volumen beim Verarbeiten stark erhöht. Nun mit dem Rührgerät auf hoher Stufe aufschlagen.

Wenn sich die Konsistenz nicht mehr verändert, stellst du die Schüssel kurz zur Seite und widmest dich den anderen Zutaten.

Puderzucker, Joghurt und Vanillezucker werden in eine Schüssel gegeben und mit dem Quirl oder Rührgerät zu einer cremigen Masse vermengt. Ist alles gut verrührt, gießt du diesen Mix nun nach und nach in deine aufgeschlagene Kondensmilch und rührst diese währenddessen weiter mit dem Mixer.

Ist alles gut vermischt, nimmst du deine Form zur Hand und gießt die Eismasse hinein.

Wir haben das Eis am Abend hergestellt und über Nacht in das Gefrierfach gestellt. Zwar wird oft gesagt man müsse das Eis während des Einfrierprozesses mehrfach umrühren, allerdings haben wir uns verkniffen nachts 5 mal den Wecker zum Rühren zu stellen. Das Ergebnis sah dennoch vielversprechend aus.

Es stimmt, dass das Eis wesentlich fester ist als die gekaufte Variante. Und auch die Kristallisierung, die manch einer als Qualitätsmangel ansieht, ist vorhanden. Aber was soll ich sagen? Ich finde es unglaublich lecker. Das ist ein geschmacklich so genial erfrischendes Joghurteis, dass ich mich in die Schüssel am liebsten hinein gelegt hätte.

Variationen, die ich mir gut vorstellen kann

  • mit Tiefkühlobst jeder Art
  • mit Fruchtsoßen
  • mit Schokostreuseln

Vanilleeis

Zutaten

  • Milch                    250 ml
  • Sahne                   250 ml
  • Vanilleschote          1 Stk
  • Eigelb                       6 Stk
  • Puderzucker           125 g

Zusätzlich:

  • Kochtopf
  • Schüsseln
  • Schneebesen
  • Form zum Einfrieren

Herstellung

Zunächst nimmst du dir deine Vanillestange und schneidest sie vorsichtig der Länge nach auf.

Anschließend gibst du die Milch und Sahne zusammen mit der Schote in einen Topf und stellst diesen auf den Herd. Bei mittlerer Hitze und unter mehrfachen Rühren wartest du bis die Masse anfängt zu kochen. Fische nun vorsichtig die Vanilleschote heraus und schiebe mit einem Messer das restliche Mark heraus. Dieses gibst du nun ebenfalls mit in den Topf und stellst diesen erst einmal zum Herunterkühlen zur Seite.

Nun widmest du dich den anderen Zutaten. Schütte Eier und Puderzucker zusammen und verrühre das Ganze vorsichtig mit dem Quierl.

Wichtig ist hierbei, dass der Puderzucker schön aufgelöst und die Masse gleichmäßig ist.

Wenn dein Topfinhalt nicht mehr heiß, aber gern noch etwas warm ist, gibst du deine Ei-Zuckermasse hinzu. Nun stellst du den Topf wieder bei niedriger Hitze auf den Herd und lässt die Masse unter mehrfachen Rühren langsam etwas eindicken. Bist du mit der Konsistenz zufrieden (sie sollte dich an geschmolzenes Eis erinnern), gibst du die Masse in deine gefriergeeignete Schale und stellst diese nach einer Zeit in das Gefrierfach.

Auch hier wird empfohlen die Masse während des Einfrierprozesses mehrfach zu Rühren um Eiskristalle zu vermeiden. Wir haben dies nicht getan und sind dennoch absolut zufrieden mit dem ersten Blick am Morgen in das Gefrierfach.

Beim zweiten Blick stellen wir auch hier fest, dass eine elegante Kugel definitiv nicht zu rollen geht. Dafür ist die Konsistenz auch diesmal zu fest. Aber auch hier punktete das Eis geschmacklich auf ganzer Linie. So ein intensives Vanillearoma hab ich bisher bei kaum einem Eis geschmeckt.

Variationen

  • Schokosplitter
  • Nüsse
  • Keksstückchen
  • Obst
  • Karamells0ße
  • Eierlikör
  • Streusel

Mein Fazit zu beiden Eissorten

Das musst du probieren! Ich bin absolut überzeugt von diesem Versuch und da werden mit Sicherheit noch einige Varianten folgen. Bei diesem Eis weißt du ganz genau was drin ist, kannst mit der Zuckermenge variieren und Konservierungsstoffe bleiben dir fern. Du kannst das noch flüssige Eis auch direkt für jedes Familienmitglied in einzelne Becher füllen und diese nach jedem Geschmack noch mit Beeren oder Soßen oder Keksstückchen toppen und einfrieren. So bekommt jeder seine individuelle Eissorte. Ich weiß tatsächlich nicht wie lange man dieses Eis nun aufheben kann, allerdings hält sich diese Nascherei bei uns sowieso nicht über Wochen. Für mich persönlich ist die Konsistenz ein absoluter Pluspnkt. Schätzen die einen die fehlende Cremigkeit als Qulitätsmangel ein, sehe ich darin den großen Vorteil, dass das Eis nicht binnen weniger Minuten zu Brei oder Soße zerlaufen ist sondern man ganz gemütlich vor sich hin löffeln kann.

So sieht übrigens die kleine Variante eines Eisbechers bei uns aus. Die große Variante besticht dann zusätzlich noch mit aufgeschnittenem Obst und gern auch mit Karamellsoße.

Hast du schon einmal selbst Eis hergestellt? Hast du ein Rezept, dass du selbst schon getestet und für gut befunden hast? Möchtest du es mit uns teilen? Dann schreib es doch gern als Kommentar!

Wenn dir gerade nicht nach Eis ist, dann pinn dir dieses Rezept doch einfach für den nächsten heißen Sommertag auf Pinterest.

Und kennst du eigentlich schon die anderen tollen Rezepte hier auf dem Blog? Selbermachen kann sehr schmackhaft sein! Versuch dich doch mal an selbstgemachten Nudeln!

Bis dahin wünsche ich guten Appetit

deine Sandra

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  1. Anonymous 26. August 2019 at 0:22

    Hallo,

    mein Lieblingseis geht noch schneller und ist sehr fruchtig:
    Tiefgekühltes Obst mit Sahne und Vanillezucker mit dem Stabmixer pürieren – fertig!!!
    Geht mit fast allen Obstsorten, mein persönlicher Favorit sind Himbeeren. Man braucht ca. 1 Becher Sahne auf 500g Frucht (je nach gewünschter Konsistenz). Nachteil ist natürlich, dass man es sofort essen MUSS 😋 sonst wird’s schnell flüssig. Aber selbst dann kann man es noch zum Milchshake umfunktionieren…

    Oftmals haben wir überreife Bananen, die keiner mehr will. Die schneide ich dann in Stückchen und friere sie ein – dann hab ich immer nen Vorrat an gefrorenem Obst. Bei Bananen kann man übrigens auf den Puderzucker völlig verzichten!

    Viele Grüße,
    Gabi

    antworten
  2. Marion 23. August 2019 at 20:12

    Hallo Sandra !

    Ich mache mir gerne folgendes „Eis“
    1 Mango pürieren, 1 TL Flohsamenschalen, 1 Becher griechischer Joghurt (gerne auch mit 0%Fett) miteinander vermischen, Raspelschokolade nach Belieben dazu und für 2-3 Stunden in den Gefrierschrank stellen…. lecker und gesund !!!

    antworten

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