Auf den Wiesen leuchten gelbe und weiße Punkte. Löwenzahn und Gänseblümchen haben im Moment Hochsaison und sie sehen nicht nur schön aus. Beide Blumen werden zwar gern als Unkraut betitelt, aber hinter ihnen steckt viel mehr. Hast du schon mal Löwenzahnhonig oder Gänseblümchengelee gekocht? Probier es nach diesem Rezept aus. Du wirst begeistert sein.

Viele wissen gar nicht, was der Löwenzahn und auch das Gänseblümchen für tolle Kräfte in sich verbergen.

Gegen schmerzende Muskeln, Akne und auch als gekochte Suppe sind Gänseblümchenblüten gut. Nimm zwei Teelöffel Blüten, übergieße sie mit kochenden Wasser und genieße nach ca 10 Minten Ziehzeit einen Tee, der deinen Magen beruhigt. Zu einer Salbe hergestellt, ist das Gänseblümchen auch super gegen trockne Haut und es wird sogar gesagt, dass es gegen Altersflecken helfen soll.

Der Löwenzahn hat auch magische Kräfte. Wusstest du, dass man die Blätter sogar im Salat essen kann? Die Blätter stärken das Immunsystem und machen den Körper fit. Komisch aber wahr, man könnte sogar eine Suppe aus der ganzen Löwenzahnpflanze kochen. Und ein ganz witziges Detail möchte ich dir auch verraten: Bei uns in der Gegend sagt man zum Löwenzahn „Bimbaum“.

BLÜTEN KOCHEN

Nachdem ich mich ein wenig mit den beiden Pflanzen auseinander gesetzt habe, wurde ich immer neugieriger auf diese Blumen. Die Blüten sind eine gute Grundlage für süßen Aufstrich. Als Honig oder als Gelee gekocht sind sie super auf Brötchen und Brot. Ich habe es ausprobiert und bin unglaublich begeistert. Deswegen möchte ich heute die beiden Rezepte mit dir teilen.

BLÜTEN SAMMELN

Gerade jetzt ist die perfekte Zeit, die Blüten zu sammeln. Gehe mit deinen Kinder auf die Wiese und sammelt gemeinsam. Nachdem wir jetzt schon zweimal Honig und Gelee gekocht haben, kann ich dir auch ein paar Tipps zum sammeln geben.

Wenn du Löwenzahnblüten abpflückst, werden deine Finger schnell kleben. Also geht nicht los, wenn ihr im Anschluss noch irgendwo anders hin wollt. Sammelt die Blüten unbedingt an einem super sonnigen Tag, am besten um die Mittagszeit herum. Denn die Blüten öffnen sich nur richtig bei Sonnenschein und genau so wollen und brauchen wir sie. Dieses Jahr gibt es unglaublich große Blüten, was das Einsammeln einfach macht. Auch wenn du jetzt vielleicht lachst, aber ich habe nie an Bäumen, Schildern oder in Ecken die Blüten aufgesammelt. Da war mir das Risiko einfach zu groß, dass da ein Hund hingepullert haben könnte. Pflücke nur die Blütenköpfe ab. Die Steile brauchen wir für dieses Rezept nicht.

Sammel aber niemals eine ganze Wiese leer. Denn die Blüten sind auch wichtig für Biene, Hummel und andere Insekten. Deswegen haben wir das Pflücken mit einem Spaziergang verbunden und sammelte von hier und da die Blumen.

WAS DU NOCH BENÖTIGST

Neben den Blüten, Zeit und deinen Herd brauchst du noch ein paar Sachen:

Als Zutaten stehen diese Sachen auf dem Zettel:

  • Zitronen
  • Zucker* oder
  • Gelierzucker* (je nachdem ob du Honig oder Gelee kochen möchtest)

Zum Drucken der Etiketten:

BLÜTEN VORBEREITEN

Die Blüten vom Löwenzahn und vom Gänsenblümchen sind unterschiedlich groß und auch verschieden füllig. Deswegen solltest jede Blüte für sich einzeln vorbereiten.

GÄNSEBLÜMCHENBLÜTEN

Nach dem Sammeln der Blüten, wiegst du sie trocken und notierst dir, was auf deiner Waage steht. Dann wäscht du sie sofort mit kalten Wasser, schnell und kräftig ab. Fülle sie dann in in Gefäß, in das du auch kochendes Wasser eingießen kannst.

Jetzt kommen wir zu den genauen Angaben. Da ich ja nicht weißt, wie viele Blüten du sammelst, kannst du dir die Menge des Wassers alleine ausrechnen. Die Faustregel, die sich bei mir für geeignet heraus gestellt hat, ist bei Gänseblümchen:

500 ml kochendes Wasser auf 100 g Gänseblümchenblüten
100g Gänseblümchen eine kleine Zitrone (oder eine halbe Große)

Die Zitrone schneidest du in grobe Stücke und entfernst die Kerne.

Mein erster Gänseblümchenhonig war etwas sauer, da hatte ich zu viel Zitrone hinzu gegeben. Da hat der Honig ein bisschen wie der Hustensaft von Oma früher gerochen. Sei deswegen mit der Portionierung der Zitrone etwas vorsichtig. Nach dem Übergießen mit dem kochenden Wasser lässt du die Blüten in dem Wasser 24  bis 36 Stunden abgedeckt stehen. Dabei setzen die Blüten die Aromen ins Wasser frei.

LÖWENZAHNBLÜTEN

Durch die dicken Blüten reicht einfaches Übergießen nicht. Deswegen wiegst du die Blüten trocken, notierst das Gewicht und wäschst die Blüten kräftig ab. In den Löwenzahnblüten tummeln sich gerne kleine schwarze Käfer. Wenn du sie nicht direkt auf der Wiese entdeckt hast, schaue jetzt eim Waschen noch mal genauer hin. Gib die gewaschenen Blüten in einen Topf und gib Zitronen und Wasser hinzu. Hier gilt:

1 Liter Wasser auf 250 g Löwenzahnblüten
1 Zitrone auf 250 g Löwenzahnblüten

Gib die Blüten und die dazu passende Wassermenge in einen Topf. Koche den Sud auf und lasse ihn dann auf kleiner „Flamme“ 15 Minuten köcheln. Dann lässt du alles abkühlen und stellst das Wasser mit den Blüten 24 Stunden bei Seite, bis du sie weiter verarbeiten kannst.

NACH DER WARTEZEIT

Nach den 24 Stunden Ziehzeit werden die Blüten abgesiebt. Wähle einen so großen Topf, wo deine Flüssigkeit beim weiter verarbeiten nicht überkochen kann. Lege das Küchensieb auf den Topf und in das Sieb kommt das Küchentuch. Schütte dein Sud in das Sieb und fange dadurch die eingelegten Blüten auf. Du kannst die Blüten ein wenig mit dem Esslöffel drücken, damit noch mehr Flüssigkeit heraus kommt. Ich habe im Internet gelesen, dass man das Geschirrtuch nicht zu doll ausdrücken soll. So gebe ich dir den Tipp auch einfach weiter.

Wenn du das Tuch allerdings über deiner Küchenspüle kräftig ausdrückst, sind die Blüten trocken und du kannst sie in den Müll (oder auf den Kompost) werfen.

HONIG KOCHEN

Du kannst aus jedem Sud einen Honig kochen. Es sei dir aber gleich gesagt, dass es ungefähr 2 Stunden dauert, bis die Flüssigkeit die Konsistenz hat, wie du Bienenhonig kennst. Für den Blütenhonig brauchst du den einfachen Zucker.

Die Formel für die Mengen ist:

1 Kilo Zucker auf 1 Liter Sud

Setze deinen Sud im Topf auf deinen Herd, gib die Menge Zucker passend dazu und lasse es einmal kräftig aufkochen. Dabei rührst du die ganze Zeit mit deinem Schneebesen, damit sich der Zucker auflöst. Nachdem sich der Zucker aufgelöst hat, stellst du den Herd niedriger und lässt deinen angehenden Honig vor sich hinköcheln. Ich habe zwischendrin immer wieder mit dem Schneebesen gerührt. Als es dann so langsam an die zwei Stunden ran kam, habe ich in kleinen Abständen mit dem Löffel ein klein wenig vom Sud auf einen kleinen Teller gegeben, abkühlen lassen, um zu schauen, wie die Konsistenz ist. So kannst du erkennen, wann der Blütenhonig fertig ist. Deine Mischung wird mit der Zeit immer dunkler, was ganz normal ist. Nicht das du dich wunderst.

GELEE KOCHEN

Die schnellere Variante ist das Kochen von Gelee. Dafür brauchst du den Gelierzucker 2:1. Schau dir die Zubereitungsangaben auf der Packung an. Bei mir stand zum Beispiel:

750 ml Wasser auf die ganze Packung Gelierzucker (500g)

Man sollte den Saft bzw den Sud kalt lassen, den Zucker dazu geben und kräftig verrühren. Dann geht eigentlich alles ganz schnell. Die Mischung wird aufgekocht und in 4 Minuten unter ständigen Rühren ist der Gelee abfüllbereit.

HONIG UND GELEE ABFÜLLEN

Deine Gläser wäschst du am besten vor dem Kochen einmal komplett durch, wenn du sie neu gekauft hast. Bereite deine Gläser vor. Beim Gelee musst du das vor dem Kochen machen und bei dem Honig kannst du die Gläser vorbereiten, während er schon kocht. Spüle die Gläser richtig heiß aus und stelle sie bereit. Am besten stellst du die Gläser auf ein Handtuch oder Küchenrolle, falls beim Abfüllen doch etwas daneben geht. Auch die Deckel solltest du griffbereit hinlegen. Denn wenn alles einmal im Glas ist, muss es ganz schnell gehen.

Sobald das Gelee oder dein Honig fertig ist, füllst du die heiße Mischung in die Gläser ein. Mach die Gläser ruhig richtig voll. Die Deckel müssen jetzt schnell drauf. ABER VORSICHT!! Die Gläser sind knalle heiß. Nimm unbedingt ein oder zwei Küchentücher als Hitzeschutz. Drehe dir Deckel gut zu. Aber wie hat der Opa früher schon immer gesagt: Nach zu kommt Offen! Das heißt: Überdrehe die Deckel nicht. Ist das einmal passiert, kannst du das Glas nicht aufheben. Zumindest nicht lange. Im Internet habe ich gelesen, dass eingekochter Löwenzahnhonig bis zu einem Jahr haltbar ist. Ich denke, das ist ein guter Anhaltspunkt. Aber ich würde jetzt mal behaupten, dass der Inhalt der Gläser kein Jahr halten wird, weil es so lecker ist.

KLEINE GESCHENKE

Wenn du, wie ich, nach dem ersten Mal Löwenzahnhonig und Gänseblümchengelee kochen, auch so begeistert bist, kochst du bestimmt ein paar mehr Gläser. Oder du nimmst kleine Probiergläser, die man ganz wundervoll verschenken kann. Wir haben unsere Freunde und die Familie mit Probiergläsern eingedeckt. Damit du das auch machen kannst, habe ich dir verschiedene Etiketten zum Drucken vorbereitet. Klick dich in den Einzigartig Shop und drucke dir die für dich passenden Etiketten aus.

Hier findest du den Link: https://www.einzigartig.shop/products/etiketten-lowenzahnhonig-und-ganseblumchengelee

Die Etiketten sind mit Vorlagen von www.creativefabrica.com entstanden. Dir gefallen sie? Dann schau sie dir gerne im Shop an :

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Du bekommst die Vorlage gratis oder zu einem Preis deiner Wahl. Entscheide selber, was dir die Etiketten wert sind. Für deinen Betrag bedanken wir uns! Denn damit stellst du auch mit sicher, dass wir dir weiterhin tolle Anleitungen und kostenlose Downloads zur Verfügung stellen können.

Damit du immer wieder auf das Rezept zurück greifen kannst, pinn es dir jetzt auf Pinterest. Denn verschenke den Honig zum Muttertag, zum Geburtstag, zu Ostern und einfach so zwischendurch.

Eine weitere tolle Geschenkidee ist das tolle Badesalz, das sogar das Wasser einfärbt KLICK

Ich wünsche dir viel Spaß beim Kochen und beim Naschen
deine Suse

2 Kommentare

  1. Doreen 7. Mai 2020 at 8:12

    Vielen Dank für die Inspiration!
    Die Gelees sind super geworden und wird sicherlich wiederholt.
    Der Honig ist nach 2 Std. kochen dann zu einer zäh festen Bonbonmasse mutiert. 😖
    Das werde ich aber auch noch einmal probieren… die eigentliche Honigkonsistenz gefiel mir sehr gut!

    antworten
  2. Pingback: Unsere Wochenlieblinge 18/2020 - Und dann regenete es plötzlich

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