Immer wieder poste ich Low Carb Rezept Ideen oder berichte euch über Noom-Erfolge oder darüber, dass ich Zumba getestet habe. Einige von euch fragen dann immer ziemlich schnell: „Warum willst du denn abnehmen?“. Gerne möchte ich deshalb heute allgemein über dieses Thema schreiben und euch ein paar Tipps geben.

Gewicht normal aber trotzdem fühlt man sich eben nicht wohl

Ich bin 163 cm groß, wiege 58 Kilo – Das ist im Grunde ein gutes Gewicht und „nur“ 4 Kilo mehr, wie vor den beiden Schwangerschaften. Natürlich ist mein Gewicht nun nicht kritisch, dennoch verteilen sich bei mir manch Pfunde eben nur suboptimal. Ich bin kurvig oder wie man so schön sagt „fraulich“ gebaut – alles nicht weiter schlimm. Mich stören aber diese Babyrestschwabbel am Bauch, Oberschenkeln, Hüften usw. Zudem merke ich in letzter Zeit, dass es mehr wird und das möchte ich nur sehr ungern – daher die Entscheidung auf meine Ernährung bewusster zu achten und endlich den inneren Schweinehund in den Po zu treten.

Jetzt werden wieder einige denken, dass ich auf den Fotos doch immer total schlank aussehe – Tja, es gibt solche und eben solche Fotos und was macht Frau? Man nimmt eben die „tollen Fotos“.

fettpölsterchen

Kurzum: Mir geht es nicht darum, 20 Kilo abzunehmen, in  einen Magerwahn zu verfallen oder „kurvige“ Frauen zu diskriminieren (alles schon so ausgelegt worden). Ich fühle mich in meiner Haut einfach gerade nicht mehr wohl und möchte schlicht und einfach ein paar Babypfunde verlieren und meine Ernährung besser kontrollieren, nicht zuletzt um gesünder zu leben.

 

Meine bisherigen Erfahrungen und Empfehlungen

Schon seit einiger Zeit koche ich gerne Low Carb. Ich sage es aber gleich, dass ich kein Kohlenhydratverweigerer bin (das ist auch gar nicht gesund), sondern einfach bewusster darauf achte, was ich jetzt esse und vor allem wie viel ich von etwas esse. Inzwischen fühle ich mich in diesem Bereich sehr wohl und suche immer wieder neue Möglichkeiten, um die Ganze Sache einfacher zu gestalten. Ich werde nun nicht noch einmal im Detail darauf eingehen, was Low Carb ist. Wer sich dafür interessiert, kann meinen ausfürhlichen Beitrag hier nachlesen *klick* .  Einfach gesagt (eigentlich ist es auch einfach) geht es darum Kohlenhydrate zu reduzieren. Kohlenhydrate ist ein zusammengefasster Begriff für Stärke, Zucker und Ballaststoffe.

Ich möchte an dieser Stelle noch eine kleine Tugend vermitteln, die manche einfach vergessen: Wenn man auf Kohlenhydrate verzichtet, aber sich dann dreifach fettigen Käse auf sein Putenschnitzel legt, dann bringt auch Low Carb nichts.

Jetzt kommt Noom ins Spiel

Mit der App „Noom“ bin ich total zufrieden. Die Basisversion bietet bereits alles was man braucht. Was mich bei Low Carb nämlich richtig genervt hat, war das Zählen der Kohlenhydrate. Bei Noom hat man die Möglichkeit seine Mahlzeiten zu loggen. Dort wird dann ausgespuckt, wie viele kcal pro Lebenmitttel und schlussendlich in der Gesamtmahlzeit enthalten sind. Darüber hinaus teilt es die Lebensmittel in grün, gelb und rot auf.

Jetzt kommt der Kehrschluss: Kilokalorien (kcal) setzen sich aus Kohlenhydraten, Fett und Proteinen zusammen. Somit lässt sich für mich meine Ernährung mit Noom wunderbar kombinieren und sogar mit Low Carb vereinheitlichen. Es ist aber so, dass ich bspw. zum Frühstück niemals auf Kohlenhydrate verzichten könnte, aber dank der App dann weiß, wie sehr das „reingehauen“ hat und enstprechend abends mich dann zurück halte.#

Einfache Tricks

Mit ein paar Umstellungen habe ich gemerkt, dass man schon viel Kalorien oder Kohlenhydrate einsparen kann. Ich trinke nun nur noch in Ausnahmefällen Softdrinks (auswärts zb). Sonst gibt es Wasser und zwar vieeeeeel Wasser. Meinen täglichen Kaffee habe ich immer mit viel Milch und Zucker getrunken, nun lasse ich den Zucker weg und benutze weniger Milch. Das Weizenbort wurde gegen Pumpernickel, Roggenknäckebrot oder dunkles Vollkornbrot eingetauscht. Toast wurde von der Liste gestrichen. In Ausnahmefällen (bisher kam es dazu nicht), gibt es Vollkorntoast. Die fettige Wurst wird durch Geflügelwurst ersetzt. Der Käse wird durch fettreduzierten Lightkäse ersetzt. Es gibt keine Cornflakes mehr, außer Müsli und Vollkornflakes. Obst wird nur noch frisch und ungezuckert gegessen. Butter wird, wenn möglich weggelassen oder durch fettarmen Frischkäse ersetzt. Paniertes Fleisch wird gemieden, dafür gibt es unpaniertes Fleisch, vorzugsweise Geflügel. Süßigkeiten gehen an die Kinder über oder werden verstaut. Bei Appetit darauf schaue ich im Noom, ob es mein Tagesbedarf zulässt und esse ganz wenig (ein oder zwei Stücke Schokolade).

Wenn man sich darüber bewusst ist, dass eine Tafel Schokolade fast 50% des Tagesbedarfs ausmacht, lässt man sich freiwillig liegen. Genauso war ich vom bekannten Fast-Food-Drive-In schokiert. Ein Menü macht dann mal über 900 kcal. Das geht auch nur in Ausnahmefällen.

Zu Noom möchte ich unbedingt noch etwas loswerden. Die Software basiert so: Man hat einen täglichen Kalorienbedarf und dieser wird bewusst unterboten – so wird abnehmen erzielt. Leider ist es bei Noom stellenweise so, dass dort viel zu krass gestrichen wird.  Bitte rechnet vorab im Internet mit Hilfe eines Kalorienbedarf-Rechners aus, wie hoch euer Mindestbedarf ist und setzt dann Noom sogar etwas über den Mindestbedarf. Dies geht unter Einstellungen und das Abnehmziel entweder auf 0,1 k pro Woche reduzieren oder gleich zu Beginn durch Abnehmtempo „leicht“.

 

Rezepte

Noch einen Tipp habe ich für euch: EatSmarter

Die App mag noch nicht unendlich groß sein und im Moment überschaubar, aber es gibt hier einige Rezeptideen. Diese lassen sich nach allen möglichen Werten sortieren, wie z.B. kcal, Low Carb, für Kinder usw. Es lohnt sich diese runterzuladen und zudem ist es kostenfrei.

 

Sport

Ich bin ein Sportmuffel – Mir würde im Leben nie einfallen durch die Pampa zu joggen oder alleine Gymnastikübungen zu machen. Das Problem ist: Wer straff werden will nach der Schwangerschaft wird Sport brauchen, es sei denn er ist mit göttlichen Genen versehen. Ich habe nun mit einer Freundin Zumba geschnuppert und bin so begeistert. Es macht Spaß, man lacht, man ist hinterher so richtig ausgepowert und vor allem bewegt man alle erdenklichen Körperteile dabei. Ich kann euch nur einen Tipp geben: Probiert es aus. Am Anfang ist es sicher etwas „überfordernd“, aber ich bin mir sicher, dass man da ganz schnell reinfindet. Zudem werden wir wohl auch das Fitnesscenter an sich „ausprobieren“.

SO! Das wars erstmal von meiner Seite aus. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

 

Sabrina