Heute zeige ich dir drei verschiedene Möglichkeiten, wie du Haarbänder selber nähen kannst. Haarbänder sind perfekt für den Sommer und mit deiner eigenen Stoffwahl auch immer passend zu deinem Outfit.

DEINE MATERIALIEN

Die Haarbänder kannst du aus alle dehnbaren Stoffe wie Jersey, Sweat in verschiedenen Ausführungen oder auch Strick nähen. Da die Elastizität allerdings sehr voneinander abweichen kann, solltest du einfach nach Gefühl entscheiden, ob sich ein Stoff eignet oder doch zu straff sitzen könnte.

Damit du direkt alle Materialien bereit hast, gebe ich dir eine kleine Liste mit allen Produkten*, die du brauchst.

Wie ich oben schon geschrieben habe, zeige ich dir gleich drei verschiedene Varianten, die du schnell nähen kannst. Ein Haarband ist zum Binden, ein Band mit einer festen Schleife und ein Band, welches im Nacken mit einem Gummiband eingenäht.

Nachdem du dir dein Material zurecht gelegt hast, lies dir als erstes die Anleitung einmal komplett durch. Ich versuche immer an die kleinsten Details bei einer Nähanleitung zu denken. Sollte ich dennoch etwas vergessen haben oder du eine andere Frage hast, dann hinterlasse uns gerne ein Kommentar unter diesem Beitrag. Wir sind immer sehr bemüht, die Fragen und Anregungen schnell zu beantworten. Solltest du einmal ganz schnelle Hilfe benötigen, lege ich dir auch unsere tolle Facebook Nähgruppe ans Herz. Dort tummeln sich ganz viele kreative Nähmädels, die auch schnell und unkompliziert helfen.

VARIANTE 1 – ZUM SELBER BINDEN

Schneide dir einen langen Stoffstreifen für das Haarband zu. Die Breite des Streifens habe ich beim Kinderhaaarband auf 9 cm festgelegt und bei dem Haarband für die Mama ca 5 cm breiter. Für die Länge nimmst du den Kopfumfang + 20 cm, so hast du pro Seite 10 cm für die Schleife. Wenn du deine Schleife etwas größer haben möchtest, kannst du dir die Länge natürlich anpassen.

Die Enden vom Zuschnitt habe ich mittig zu einer Spitze geschnitten. Du kannst die Enden natürlich auch gerade lassen, wie es dir besser gefällt. Bei geraden Enden sieht der Knoten zum Schluss mehr aus, wie eine Schleife.

Lege den Zuschnitt rechts auf rechts in der Höhe mittig aufeinander und stecke die offene lange Kante mit Stoffklemmen oder Stecknadeln zusammen.

Jetzt nähst du von der Mitte aus den Streifen jeweils nach links und rechts zusammen. Lasse eine Wendeöffnung in der Mitte vom Haarband. Da es ein dehnbarer Stoff ist, solltest du auch mit einem elastischen Stich nähen. Optimal ist eine Overlocknaht. Einen elastischen Stich bekommst du auch mit der Nähmaschine sehr gut hin – benutze einen Zick Zack Stich oder einen Fake-Overlockstich.

Jetzt wird das Haarband komplett auf rechts gewendet.

WENDEÖFFNUNG SCHLIEßEN

Schließe die Wendeöffnung mit einem Matratzenstich oder einer knappkantigen geraden Naht. Die geschlossene Naht wird später im Nacken sitzen. So sieht man auch eine äußere knappkantige Naht nicht.

Fertig. Nun noch einmal um den Kopf legen und knoten. Wie wäre es mit einem Partnerlook? Denn auch wir großen Mädchen können nicht genug Haarbänder im Schrank haben, oder?

VARIANTE 2 – DIE GROßE SCHLEIFE

Für das Haarband mit der beweglichen Schleife brauchst du drei Zuschnitte:

  • ein kleines Rechteck 3 cm x 5 cm
  • für die Schleife ein Rechteck 20 cm x 10 cm
  • das Haarband schneidest du mit 10 cm x Kopfumfang zu

NÄHE DIE SCHLEIFE

Nimm das Rechteck für die Schleife als erstes zur Hand.

Lege das Rechteck so zusammen, dass du ein Quadrat erhältst. Der Stoff liegt rechts auf rechts. Das heißt, dass die schöne Stoffseite komplett innen liegend ist.

Schließe die drei offenen Kanten und lasse eine kleine Wendeöffnung.

Wende das Quadrat auf rechts und schließe die Wendeöffnung.

Lege das kleine Rechteck zusammen, so dass die beiden 3 cm Kanten aufeinander liegen. Schließe die 3 cm Naht mit einer geraden Naht so, das aus dem Stoffstreifen ein Ring wird.

Rolle jetzt dein Quadrat zusammen.

Dann ziehst du den kleinen Stoffring über die Stoffrolle.

Wende den kleinen Stoffring so, dass die rechte Stoffseite nach oben zeigt und platziere ihn in der Mitte von der Schleife. Die bekommst du, wenn du das Quadrat aufrollst und die Ecken auseinander ziehst. Damit ist die Schleife fertig.

DAS HAARBAND NÄHEN

Nimm den Zuschnitt für das Haarband zur Hand.

Lege den Stoffstreifen vom Haarband rechts auf rechts mittig in der Höhe zusammen. Fixiere die lange Naht mit Stecknadeln oder Stoffklemmen.

Schließe die lange Naht mit einem elastischen Stich. Die Seiten bleiben noch offen.

Wende das Haarband auf rechts.

SCHLIEßE DAS HAARBAND OHNE SICHTBARE NAHT

Fädel die Schleife auf das Haarband. Lege die beiden Nähte aufeinander. Achte aber darauf, dass sich der Stoffstreifen in sich nicht verdreht. Fixiere die beiden Nähte mit einer Stecknadel.

Ziehe die beiden Öffnungen gleichzeitig auseinander und setze noch zwei weitere Nadeln.

Lege jetzt einen Teil vom Haarband in das andere Ende vom Haarband und setze noch eine weitere Nadel.

Jetzt nähst du den Teil mit einem geraden Stich zusammen, den du eben zusammen gesteckt hast. Das Stück, aus dem das Haarband heraus schaut, lässt du aber offen.

Wenn du jetzt das Haarband vorsichtig auseinander ziehst, siehst du, dass das Haarband ohne eine große sichtbare Naht zusammen genäht wurde.

 

Schließe noch die kleine offene Stelle und fertig ist das niedliche Haarband mit einer Schleife. Da die Schleife nicht fest genäht ist, kannst du die Schleife immer genau da tragen, wo sie dir am besten gefällt.

VARIANTE 3 – BREITES HAARBAND MIT GUMMIBAND

Für einen Stoff mit einem großes Muster eignet sich dieses Haarband ganz besonders gut. Am Oberkopf ist das Band breiter und im Nacken hast du ein Gummiband, welches das ganze Haarband hält.

Schneide dir zwei Stoffstreifen zu.

Ich habe die beiden Stoffsteile durch 3 geteilt. Das große und breite Stoffstück, das auf dem Oberkopf zu sehen ist, schneidest du mit 2/3 vom Kopfumfang zu und das untere schmale Stück, das später im Nacken ist, schneidest du mit der Länge von 1/3 des Kopfumfanges zu. Das Gummmiband ist etwas kürzer, als der schmale Stoffstreifen. Für das Gummiband ist es etwas schwer, eine genaue Längenangabe zu machen. Gehe da ein wenig nach deinem Gefühl. Es gibt Gummibänder, die sehr stark dehnbar sind und etwas festere. Sehr dehnbare Gummibänder kannst du etwas kürzer zuschneiden.

Lege die Stoffstreifen jeweils in der Höhe mittig rechts auf rechts zusammen. Schließe beide Stoffstreifen an den langen Seiten mit einem elastischen Stich und lasse jeweils die Enden offen. Bei dem kleinen und schmalen Stoffstreifen lässt du mittig zusätzlich noch eine kleine Wendeöffnung. Nach dem Nähen wendest du den langen Stoffstreifen auf rechts.

VERBIND DIE BEIDEN TEILE

Ziehe jetzt den kurzen Stoffstreifen, der noch auf links liegt auf das gewendete breiten Teil vom Haarband.

Befestige an einer Seite die Kanten und das Gummiband übereinander. Innen ist das breite Teil zusammen gerafft, rundherum liegt der kleine Stoffstreifen und darauf steckst du das Gummiband fest.

Nähe alle drei Lagen zusammen. Du kannst natürlich einen elastischen Stich nehmen, aber auch ein zwei Nähte mit einem geraden Stich nebeneinander wären hier ausreichend.

Damit du die andere Seite gut feststecken kannst, ziehst du das breite Haarbandteil ein Stück durch die Wendeöffnung heraus. Achte darauf, dass zum einen das breite Haarbandteil nicht verdreht ist und außerdem darfst du das obere Stück nur so weit aus der Wendeöffnung ziehen, dass du die noch offene Seite auf die gleiche Weise zusammenstecken kannst.

Schließe auch die zweite Seite mit einer Naht.

Hole nun das komplette Haarband durch die Wendeöffnung nach außen, schließe die Wendeöffnung und fertig ist das breite Haarband mit dem Gummiband für einen guten Halt.

Welches Haarband gefällt dir am besten? Wir können uns gar nicht entscheiden, denn wir finden alle richtig gut. Toll an jedem einzelnen Haarband ist auch, dass sie sich nicht nur für kleinen Mädchen eignen, sondern auch wir Großen sie tragen können. Damit du immer wieder auf die Anleitung zurück greifen kannst, pinn sie dir jetzt schnell noch auf Pinterest bevor du los legst.

Wir haben dir schon mal einen Beitrag über ein paar Stirnbänder gezeigt. Schau dir den Beitrag mit weiteren Beispielen an.

Viel Spaß beim Nachnähen
deine Suse

2 Kommentare

  1. Pingback: Kostenfreie Nähanleitung für kurze Sommerhosen ⋆ Mamahoch2

  2. Pingback: Unsere Glücksmomente 25/2020 - Endlich mal so richtig produktiv!

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