Da gibt es unseren New Basic Rockers schon fast ein ganzes Jahr und noch keinem ist aufgefallen, dass zur beigefügten Kapuze im Schnittmuster die Anleitung noch nicht vorliegt. Das holen wir heute ganz fix nach. Du darfst dich über eine Hoodie Nähanleitung freuen. Ich zeige dir, wie du ganz einfach eine Kapuze annähst. Diese liegt – soviel sei vorab erwähnt – dem kostenfreien Schnittmuster mit bei.

Diese Anleitung stellt eine Erweiterung unserer Basis-Anleitung für unser New Basic Rockers dar. Ich habe dennoch alle Schritte hier nochmals bildlich und schriftlich festgehalten. Wenn du noch mehr Ideen suchst, was du mit unserem Schnittmuster anstellen kannst, dann lohnt es sich einen Blick auf die Seite unseres New Basic Rockers zu werfen.

Welchen Stoff kann man verwenden?

Für das Schnittmuster eignen sich alle dehnbaren Stoffe, wie z.B. Jersey und Sweat.

Materialien, die du benötigst:

Fahre mit der Maus oder deinen Finger über die weißen Punkte, um mehr Informationen zu erhalten.

Ausdrucken, Zusammenkleben und Ausschneiden

Bitte drucke dir den Schnitt in tatsächlicher Größe / ohne Seitenanpassung aus. Auf dem Schnittmuster findest du ein sogenanntes Kontrollkästchen. Miss dieses mit dem Lineal nach. Beträgt die Länge wie angegeben, ist das Schnittmuster korrekt gedruckt worden.

Schnittmuster zu finden unter: https://www.einzigartig.shop/search?q=new+basic

Die Nahtzugabe ist bereits enthalten.

Nun kannst du das Schnittmuster zusammenkleben. Die Blätter werden von links nach rechts geklebt. Zudem in mehreren Spalten. Zur Orientierung findest du auf den Blättern Hinweise, wie z.b. Blatt 2 von 3, Reihe 1 von 3. Die Blätter müssen so zusammengeklebt werden, dass die Reihenfolge der Nummerierung sinngemäß ist. Schneide vom Blattrand NICHTS ab. Klebe Stoß an Stoß.

Zuschnitt

Schneide folgende Teile zu:

  • Kapuze 2x gegengleich aus Innenstoff, 2x gegengleich aus Außenstoff (du könntest sie theoretisch auch einlagig nähen, sieht aber so schöner aus.
  • 1x Vorderteil
  • 1x Rückteil
  • 2x Ärmel gegengleich
  • ggf. Bündchen

Bitte beachte dabei unbedingt den Fadenlauf. Wird dieser missachtet, beeinflusst dies die Dehnbarkeit deines späteren Nähwerkes.

Das Vorder- und das Rückteil werden im Bruch zugeschnitten. Das bedeutet, dass du dein Stoffstück links auf links zusammenfaltest und dein Schnittmuster an der Umbruchkante anlegst. Auf diese Weise garantierst du, dass deine Teile aufgeklappt komplett identisch zugeschnitten sind. Übertrage alle Knipse und Markierungen vom Schnittmuster mithilfe von Trickmarker, Schere (Knipse) oder Stecknadeln.

Die Ärmel und Kapuze werden gegengleich zugeschnitten. Hier benötigst du keinen Bruch, aber gehst fast genauso vor. Falte deinen Stoff zusammen, sodass er doppelt liegt. Du schneidest in einem Arbeitsschritt direkt 2 Ärmel aus, genauso bei der Kapuze.

Nähen

Lege dein Vorderteil auf das Rückteil und die Schulterpartien bündig aufeinander. Stecke den Bereich fest.

Nähe beide Schulterkanten mit der Nähmaschine ab.

 

Klappe dein Oberteil nun so auf, dass sich Vorder- und Rückteil gegenüber liegen und die eben genähte Verbindung sich in der Mitte befindet. Die rechte (schöne) Stoffseite zeigt dabei nach oben. Beachte die vordere und hintere Ärmelkante (siehe Beschriftung am Schnittmuster) und lege deinen Ärmel entsprechend mit der rechten Stoffseite nach unten auf den Stoff. Die hintere Ärmelkante zeigt zum Rückteil.

Stecke dir von der Mitte an beginnend den Ärmel an Vorder- und Rückteil fest. Nähe anschließend entlang der Armkugel (abgesteckter Bereich auf dem Foto).

Wiederhole das auch beim 2. Ärmel. Lege anschließend das Oberteil so vor dich hin, dass Vorder- wieder auf Rückteil liegt und der Ärmel so, wie er später vernäht werden soll. Stecke dir vom Ärmel an beginnend die erste Seite des Hoodies ab.

Nähe vom Arm an beginnend in einem Rutsch bis nach unten. Achte darauf, dass die Nähte im Achselbereich gut aufeinander treffen.

Wiederhole das auch mit der anderen Seite des Oberteils und wende es anschließend.

Jetzt wird die Kapuze genäht. Lege dir die beiden Teile des Innenstoffs und die des Außenstoffs jeweils rechts auf rechts aufeinander. Stecke die Rundung fest. Der Teil mit den „Kurven“ ist der Bereich, der später am Hals befestigt wird. Der relativ gerade Teil bildet das Kopfloch.

Nähe entlang der Rundung bei beiden Teilen.

Wende nun die Kapuzenteile so, dass die rechten Seiten innen liegen und stecke sie bündig aufeinander fest. Die „Kurve“ für den Halsbereich liegt unten. Die gerade erzeugte Naht ist bei beiden Teilen mittig gelegen. Verbinde nun Innen- und Außenstoff indem du einmal entlang des Gesichtsloch nähst (siehe auf dem Foto abgesteckter Bereich).

Wende nun die Kapuze durch das große Halsloch.

Ich empfehle dir jetzt einmal überzubügeln, die Kurven schön auszuformen und entlang des Gesichtsbereichs einmal sauber mit dem Geradstich abzusteppen.

Jetzt sind wir schon fast am Ende: Stecke die Kapuze an deinem Halsausschnitt fest. Achte darauf, dass der Außenstoff auf der richtigen Seite liegt. Beginne an der Mitte des Rückteils die Kapuze festzustecken. Die Naht mittig der Kapuze gibt die optimale Orientierung.

Ich arbeite mich dabei immer zuerst an einer Seite vor und dann an der anderen. Vorne in der Mitte überlappt die Kapuze etwas – das soll so sein. Wichtig ist, dass du sie nicht auf Zug feststeckst, da es sonst später beim Überziehen Probleme geben könnte. 

Wenn du alles soweit hast, kannst du dich ans Festnähen wagen. Hierzu wird wie bei Bündchen einfach die Runder ringsherum angenäht.

Hochgeklappt und fertig ist die Kapuze.

Getragen sieht das Schmuckstück dann ungefähr so aus:

Genäht habe ich eine 134 bei akuteller 128. Der Hoodie wird meinen Sohn also auch durch den Herbst begleiten. Ich liebe ihn (den Hoodie und natürlich auch das Kind) sehr.

Bei Fragen freue ich mich über einen Kommentar, aber natürlich auch, wenn du einfach etwas loswerden willst.

Sabrina

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  1. Pingback: Einhornkapuze nähen- so einfach geht das Abwandeln ⋆ Mamahoch2

  2. Sylke 1. Oktober 2018 at 22:40

    Super toller Schnitt und leicht verständliche Anleitung. Danke dafür!

    antworten
  3. Katharina 22. September 2018 at 8:53

    Moin, liebe Sabrina,
    vielen Dank, für Deine gute Beschreibung! Aber sag mal ehrlich, der Schnitt von diesen
    Hoodies ist doch nicht wirklich ok. Die Kapuzen hängen doch immer wie so ein Kartoffelsack
    am Rücken runter! Für mich habe ich ihn so abgeändert, dass es noch frech aussieht, aber
    eben nicht mehr „abhängt“.

    antworten
    1. Suse 23. September 2018 at 13:19

      Hallo liebe Katharina!

      Wie „sackig“ die Kapuze hängt, liegt nicht an dem Schnittmuster, sondern an deiner Stoffwahl. Ein Hoodie sollte aus einem Sweatstoff genäht werden. Wenn man zwei Schichten Sweat (da ist es auch egal, ob Sommer- oder Wintersweat) als Kapuze zusammen näht, hängt da nix. Zumindest haben wir es bei noch keinem der unzähligen New Basic Rockers, die wir im Team schon genäht haben, gesehen.
      Da es NIEMALS einen Schnitt geben wird, der jedem gefällt, ist es völlig in Ordnung, wenn du in Zukunft einfach einen anderen Hoodieschnitt nähst.

      Viele Grüße
      Suse
      vom Mamahoch2 Team

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