Unser aktueller Lieblingsschnitt ist unser Lovesize Rockers. Dieser lässige Schnitt lädt ein, alles aus ihm heraus zu holen. Heute zeige ich dir, wie du aus dem Schnitt eine doppellagige Sweatjacke nähen kannst. Keine Angst, das ist ganz einfach.

Gerade in der Übergangszeit zwischen warm und kalt, ist eine Sweatjacke nicht weg zudenke. Ich zeige dir in dieser Anleitung eine Wendejacke. So könnte sie von beiden Seiten getragen werden, muss natürlich nicht. Benutze also zwei absolut tolle Lieblingsstoffe.

Das perfekte Material für die Jacke ist Sweat. Du könntest auch zwei unterschiedliche dehnbare Stoffe kombinieren. Doch solltest du dabei unbedingt darauf achten dass beide Stoffe ungefähr die gleiche Elastizität aufweisen. Ist ein Stoff fester als der andere, siehst das am Ende nicht wirklich schön aus.

DER SCHNITT

Das Schnittmuster bekommst du im Einzigartig Shop als Sofort Download:

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Im Download bekommst du die die komplette Kleidlänge, mit Kapuze und langen Ärmeln in den Größen 80 bis 164. So bist du für alle Eventualitäten ausgerüstet. Die Shirtlänge hast du auf der Papiervorlage mit eingezeichnet. So musst du diese nicht selber ausmessen. Wir haben schon viele tolle Abwandlungen genäht. Die Übersicht über die verschiedenen Tutorials findest du HIER

ALLGEMEINE HINWEISE ZUM AUSDRUCKEN UND ZUSAMMENKLEBEN

Das Schnittmuster Lovesize Rockers hat einen Kleberand. Der im Download enthaltene Klebeplan hilft dir zur Orientierung. Stelle dir vor dem Ausdrucken unbedingt „tatsächliche Größe“ bzw. „100%“ bei der Seitenanpassung von deinem Drucker ein. Das Kontrollkästchen hilft dir, den Ausdruck (und damit die korrekte Größe) zu überprüfen. Brauchst du eine kleine Hilfestellung, dann schau dir gerne unseren Beitrag für die Grundlagen zum Schnittmuster Drucken und Kleben an.
Es handelt sich um ein herunterladbares Schnittmuster im PDF Format. Bitte achte unbedingt beim Zuschnitt auf den Fadenlauf. Im Schnittmuster ist bereits die Nahtzugabe enthalten.

Wenn du Fragen haben solltest, scheue dich nicht mir einfach einen Kommentar zu hinterlassen. Zudem steht dir in der Mamahoch2 Nähgruppe bei Facebook der Gruppenaustausch zur Verfügung.

Nimm dir die Zeit und lies die komplette Anleitung einmal komplett durch. Ich versuche an jedes noch so kleine Detail zu denken. Sollten doch Fragen bei dir aufkommen, dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag. Wir bemühen uns immer sehr, die Fragen so schnell es geht zu beantworten.

DEIN MATERIAL

Ich habe dir alle Produkte auf dem Bild verlinkt. Folge den Links* und entdecke die Materialien, die du für die Sweatjacke benötigst.

Anleitung: Knopflöcher nähen mit der Nähmaschine – so gehts

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SCHNEIDE DIE SWEATJACKE ZU

Nachdem du das Schnittmuster gedruckt, geklebt und die passende Größe ausgeschnitten hast, schneidest du deinen Stoff zu. Die Kapuze, die Ärmel und das Rückenteil kannst du ganz einfach nach der Schnittmustervorlage ausschneiden. Übertrage alle im Schnitt eingezeichneten Knipse. Durch die eingeschnittenen Markierungen findest du später die perfekten Positionen für das Zusammenstecken. Du findest diese Markierungen zum Einschneiden an den Ärmel, der Kapuze, dem Halsausschnitt und auch an den Pulloverseiten. Übertrage alle nacheinander.

Das Vorderteil soll sich ja später ein wenig überlappen. Deswegen schneidest du das Vorderteil diesmal nicht im Bruch zu, sondern einzeln spiegelverkehrt und an der eigentlichen Stoffbruchkante mit einer Zusätzlichen Zugabe von ca 2,5 cm. Das Vorderteil brauchst du pro Seite 2 Mal.

Für eine zweilagige Sweatjacke brauchst du folgende Zuschnitte:

  • Ärmel je 2 x 2 spiegelverkehrt
  • Kapuze 2 x 2 gegengleich
  • Rückenteil 2 x im Bruch
  • Vorderteil 2 x 2 Teile gegengleich mit je einer Zugabe von zusätzlich ca 2,5 cm an der eigentlichen Bruchkante

DESIGN

Eine unifarbene Sweatjacke ruft nach einem Design. Ich habe mich für eine Stickdatei von Growiedesign entschieden. Der Dachs als Bruchpilot auf dem Papierflieger passt perfekt zum kleinen Wirbelwind, für den ich die Jacke genäht habe. Die Stickdatei in verschiedenen Formaten bekommst du hier:

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Wenn du keine Stickmaschine hast, bekommst du das Design auch als Applikationsvorlage:

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Oder auch für alle Plottliebhaber als Plottvorlage:

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Wenn du deine Jacke auch verschönern möchtest, dann erledige das, bevor du mit dem Nähen beginnst.

NÄHE DIE KAPUZE

Lege jeweils zwei spiegelverkehrt zugeschnittene Kapuzenteile rechts auf rechts zusammen und stecke die Rundung zusammen. Das kannst du mit Stecknadeln aber auch Stoffklemmen machen.

Schließe die Rundung mit einem elastischen Stich. Optimalerweise nimmst du deine Overlock. Aber auch deine Nähmaschine ist mit einem Fakeoverlockstich oder einem Zickzack Stich dafür sehr gut geeignet.

NÄHE DAS JACKENTEIL

Lege das Rückenteil so vor dich hin, dass dich die schöne Stoffseite anschaut. An die oberen Schulternähte positionierst du die beiden Vorderteile. Stecke die Schulternähte mit Stecknadeln oder Wonderclips zusammen.

Schließe die Schulternähte mit einer elastischen Naht.

NÄHE DAS JACKENTEIL ZUSAMMEN

Stecke die Ärmel in die Armkugel.

An welche Stelle und wie rum du die Ärmel einstecken musst, erkennst du an den Knipsen, die du vom Papierschnitt übertragen hast. Wichtig dabei ist auch, dass du den Stoff rechts auf rechts zusammen steckst.

Nähe die Ärmel mit einem elastischen Stich in die Armkugel. Gewendet sieht die Jacke nun so aus.

Falte die Ärmel nun rechts auf rechts zusammen. Dabei schlägst du die beiden Teile vom Vorderteil wieder auf das Rückenteil. Stecke beide Seitennähte auf der rechten und auf der linken Seite zusammen. Achte darauf, dass die Achselnähte aufeinander treffen.

STECKE DIE KAPUZE AN

Ermittel dir die Mitte vom Halsausschnitt des Rückenteils. Das kannst du ganz einfach machen, indem du die Schulternähte aufeinander legst. Die Falte die dabei entsteht ist die Mitte. Markiere sie dir mit einer Stecknadel.

Daran steckst du jetzt die Unterseite der Kapuze. Beginne an den linken und rechten Außenpunkten der Vorderseite und in der Mitte. Damit beim Feststecken und auch beim Nähen gleich nix verrutscht, solltest du für diese Naht Stecknadeln nutzen.

Arbeite dich dann innerhalb der Nadeln nach und nach der Kante entlang und stecke die zwei Stofflagen zusammen.

Nähe nun die beiden Seitenkanten und auch die Kapuze mit einem elastischen Stich zusammen.

Wiederhole alle Schritte noch einmal für die Innenjacke und wende eine der genähten Jacken anschließend auf rechts.

DIE BÜNDCHEN

Schneide dir Drei Bündchen zu. Zwei für die Ärmel und einen für den Saum. Den Saum habe ich an der Hüfte vom Kind ausgemessen und ca 5 cm dazu genommen. Denn das Bündchen am Bauch muss nicht so eng sitzen. Die Höhe vom Bündchen habe ich 10 cm zugeschnitten.

Für die Ärmelbündchen habe ich den Umfang vom Handgelenk genutzt und auch 10 cm Höhe abgemessen.

Lege die Ärmelbündchen rechts auf rechts und schließe die Seiten mit einer geraden  Naht an der (nicht dehnbaren) Seitenkante.

DIE JACKEN WERDEN VEREINT

Lege jetzt die gewendete Swaetjacke auf das noch auf links liegende Jackenteil. Stecke die Ärmel ineinander und die Kapuzen legst du auch übereinander. Die Kapuze kannst du mit Stecknadeln oder Stoffklemmen schon mal miteinander verbinden. Achte darauf, dass die Nähte parallel aufeinander liegen. Jetzt liegt der Stoff rechts auf rechts.

An die untere Seite steckst du jetzt dein Bauchbündchen.

Beginne dafür an den Seiten deiner Jackenteile. Die steckst deinen Bündchenstreifen so fest, dass du die linke Stoffseite vom Bündchen siehst und die rechte Bündchenseite zur schönen Stoffseite zeigt.

Nachdem du links und rechts an jede Jackenecke eine Nadel gesteckt hast, suchst du dir die Mitte.

Dann arbeitest du dich nach und nach an den Stoffkanten entlang

Wenn du genügend Stecknadeln benutzt hast, nähst du das an beiden langen Saumkanten mit einer elastischen Naht fest.

VERSTÄRKE DAS BÜNDCHEN FÜR DIE DRUCKKNÖPFE

An der Saumkante ist deine Jacke durch das Bündchen nun schon verbunden. Fixiere die Seitenkanten bis zur Kapuze der beiden Jackenteile auch miteinander. Richtig schön sieht es aus, wenn du die Nähte parallel übereinander legst.

Das Bündchenstückchen solltest du an den Stellen ein bisschen fixieren, an denen du nach dem Wenden die Knöpfe befestigst. Ob du Kam Snaps benutzt oder Jerseydruckknöpfe ist dir überlassen und ist eine Geschmackssache. Ich werde die Sweatjacke mit Jerseydruckknöpfe schließen.

Zum Verstärken kannst du Wonderdots* benutzen oder aufbügelbare Vlieseline*, die du dir in die Form schneiden kannst, die du benötigst.

Schließe jetzt die Naht von dem einen Bündchen, entlang der Seitenkante über die Kapuze bis zur anderen Seiten vom Bündchen. Ideal dafür ist die Naht deiner Overlock. An der Kapuze lässt du eine Wendeöffnung. Diese benötigst du für die Armbündchen.

Wende deine Jacke auf rechts.

DIE ARMBÜNDCHEN

Die Ärmel liegen nach dem Wenden der Sweatjacke links auf links aufeinander.

Es gibt natürlich viele verschiedene Wege, das Bündchen in den Ärmelsaum zu nähen. Ich mag es gerne, wenn das Bündchen so angenäht ist, dass der Ärmel nach dem Annähen nicht mehr in sich verrutschen kann.

Dafür faltest du beiden Ärmelkanten eines Ärmels an der Naht um ca 0,5 cm nach innen. Nutze die Stelle an der Naht, damit du weißt, dass der Ärmel an dieser Stelle parallel aufeinander liegen und sie nicht in sich verdreht ist..

Fixiere diese umgefaltete Stelle mit einer Stecknadel.

Hole den Ärmel samt Stecknadel auf der Wendeöffnung zu dir. Pass aber dabei auf, dass du dich an der Nadel nicht stichst.

STECKE DIE BÜNDCHEN FEST

Nimm die beiden schon zu einem Ring geschlossenen Bündchenstreifen.

Lege die Nahtzugabe auseinander.

Falte das Bündchen links auf links zusammen, so dass die auseinander gefaltete Nahtzugabe aufeinander liegt.

Jetzt wird es kompliziert, es zu erklären. Doch im Grunde ist das ganz einfach. Um es einfach zu machen: Das Bündchen legst du jetzt zwischen die beiden Ärmel. Und zwar so, dass dein Bündchen am Ende zwischen den beiden rechten Stoffseiten liegt.

Ich lege dafür das Bündchen mit der offenen Kante als erstes an ein Jackenteil. Lasse dabei die Hilfsnadel, die ich vorher an die umgefaltete Kante gesteckt habe, weiterhin im Stoff.

Die ersten drei Lagen stecke ich mit einer weiteren Nadeln zusammen.

Damit der zweite Ärmel auf passend angesteckt werden kann, stülpst du diesen in den Bündchenring rein und steckst dann rundherum die Stofflagen zusammen. Am Ende liegt dein Bündchen zwischen den beiden Ärmeln. Von beiden Ärmeln musst du nun jeweils die linke Stoffseite sehen.

So gehst du natürlich an beiden Ärmeln vor und nähst du insgesamt vier Stofflagen mit einer elastischen Naht zusammen. Anschließend legst du die Jacke wieder komplett auf links.

SÄUME DIE SWEATJACKE

Damit die Naht an der Vorderkante schön gerade wird, nehme ich mir vorher die Zeit und lege die zusammen genähte Kante sauber aufeinander und fixiere sie mit Wonderclips. Die Wendeöffnung kannst du so auch ordentlich übereinander legen und fixieren.

Steppe dann die komplette Vorderkante mit einem geraden Stich knappkantig ab.

BRINGE DIE KNÖPFE AN

Ich hatte ja schon verraten, dass ich mich bei der Jacke für Jerseydruckknöpfe entschieden habe. Diese lege ich vor dem Anbringen auf und messe den genauen Abstand ab.

Wie du Jerseydruckknöpfe einfach und schnell an deinen Stoff befestigst, kannst du dir gerne noch mal genauer in dem Beitrag dazu anschauen. Es gibt sogar ein Video zum anschauen.

Mit dem Anbringen der Druckknöpfe ist die Sweatjacke fertig. Am Ende war es doch jeden Handgriff wert, oder?

#LOVESIZEROCKERS – ZEIGE DEINE UMSETZUNG DER WELT

Viele Leser haben sich gewünscht, ihre Werke uns zeigen zu können und Inspirationen zu sammeln. Hast du auch eine Sweatjacke nach dieser Anleitung genäht? Wir haben uns deshalb einen eigenen Hashtag ausgedacht. Poste ein Foto deines fertigen Shirts oder Kleids einfach mit dem Hashtag #LovesizeRockers und teile es bei Facebook und Instagram. Wenn du garantieren möchtest, dass wir dein Werk auch sehen und teilen können, verlinke einfach @mamahoch2_blog

Pinn dir die Anleitung noch schnell auf Pinterest und dann viel Spaß beim Nachnähen

deine Suse

2 Kommentare

  1. Jennifer 31. August 2020 at 12:42

    Hallo,

    Ich würde mich als Nähanfängerin nun an das Projekt Jacke für Mini wagen wollen.
    An sich dachte ich an eine Jacke aus dem Autumn Rockers. Aber da Mini die Shirts aus dem LoveSize Rockers mit Kapuze liebt, bin ich über diese Anleitung „gestolpert“.

    Ich hab hier ein Panel aus Jersey liegen, dass ich als Außenstoff verwenden will. Als Innenfutter wollte ichn einen French Terry(Sommer Sweat unangerauht) verwenden.

    In der Beschreibung der Übergangsjacke aus dem Lovesize Rocker SM steht, dass nur ähnlich dehnbare Stoffe miteinander kombiniert werden sollen.
    Das sind French Terry und Jersey aber nicht. Zumal es ein dünner Jersey ist.

    Andersrum also außen Sweat und Innen Jersey geht aber laut Nähanleitungen zu einigen Jacken aus dem Autumn Rockers SM.

    Kann mir hier jemand von den erfahrenen Näher*innen sagen, ob mein Plan aufgeht?

    Oder lass ich das Panel bis zum Frühjahr liegen und kombiniere dann 2x Jersey?

    Ich danke im Voraus fürs Mitdenken.

    antworten
    1. Suse 2. September 2020 at 6:51

      Halli Hallo!

      Ich würde es nicht so kombinieren, dass der Jersey außen liegt. Die Chance ist zu groß, dass der Jersey am Ende „labbrig“ wirkt und es an der Jacke nicht so schön aussieht. Es wäre so traurig, wenn du am Ende nicht das Ergebnis bekommst, das du dir erhoffst. Ich würde auch zwei Jersey miteinander kombinieren .

      Viele Grüße
      Suse

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