Hallo und herzlich willkommen,

ich bin ja keine Mädchen-Mami, dennoch komme ich ab und an in den Genuss kleine Mädchenträume wahr werden zu lassen.

Vielleicht hast du diesen Rock schon in meinem vergangen Tutorial zum Tuch mit Fransen und Perlen entdeckt. Heute möchte ich dir zeigen, wie du diesen selbst zaubern kannst und die Augen (d)eines kleinen Mädchen zum Strahlen bringen kannst.

Titel

Mit dem Tuch und der Mütze ist das Outfit perfekt und passt ganz wunderbar zu vielen Anlässen. Je nach deiner Stoffwahl kann der Rock cool oder chic werden. Der Tüll und die seitliche Raffung sind dann der kleine Hingucker!

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Schwierigkeitsgrad:

Der Rock an sich ist leicht zu nähen. Das Einzige, was etwas tricky ist, ist das Tüll in falten zu legen und zeitgleich anzunähen. Aber, wenn du langsam arbeitest ist es kein großes Problem. Daher 3 Herzknöpfchen für diesen Rock.

Schwierigkeitsgrad 3

Lies dir allerdings die Anleitung vor dem Nähen sorgfältig durch.

Material:

Schnittmuster Girlie Rockers

entsprechender Stoff
Tüll
Bündchenware
Faden, Knopf

Außerdem:

Nadel, Schere
Lineal, Wonder Clips

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Zuschnitt

2x Oberrock
2x Unterrock aus Tüll
1x Bündchen (Breite: Bauchumfang x 0,7 Höhe: nach eigenem Wunsch)

Den Grundschnitt kannst du hier nachlesen.

Zu Beginn druckst du das Schnittmuster in deiner Wunschgröße und schneidest es entsprechend aus. Lege anschließend den Stoff in den Bruch und das Schnittmuster darauf. Im Schnitt ist keine Nahtzugabe inbegriffen. Rechne diese also noch hinzu. An der Seite gern etwas mehr!

Da der Rock aus einem Oberrock – hier aus Jersey – und einem Unterrock aus Tüll besteht wird der Oberrock etwas gekürzt. Dies kannst du ganz nach deinen eigenen Vorstellungen machen und solltest du je nach Kleidergröße etwas anpassen. Ich habe den Rock in Größe 98 genäht und den Oberrock, da etwas gekürzt, in Größe 92 zugeschnitten.

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Anschließend schneidest du den Tüll zu:

Da der Rock etwas Volumen bekommen soll, habe ich zwei Lagen Tüll verwendet. Möchtest du weniger Volumen brauchst du nur eine Lage Tüll verwenden. Für noch mehr Volumen, nimmst du eine Lage mehr. Achte dann allerdings darauf, dass du dem Oberrock etwas mehr Nahtzugabe in der Breite gibst.

Da der Tüll Volumen geben soll, muss dieser wesentlich breiter zugeschnitten werden als der Oberrock. Ich nehme dafür die volle Breit – lege diesen zum Nähen in den Bruch und habe nach dem Zusammen nähen somit nur eine Naht. Achtung: je nach Festigkeit des Tüll, musst du die Breite anpassen. Dies kannst du gut abschätzen, wenn du diesen vorab mit der Hand auf die breite des Oberrockes raffst. Ist dir das zu viel Tüll, schneide ihn schmaler zu.

Die Länge entspricht etwas mehr als die tatsächliche Kleidergröße.

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Nähen:

Den Oberrock nähst du mit einem dehnbaren Stich deiner Nähmaschine, optional mit der Overlock, zusammen. Lege dazu beide Zuschnitte rechts auf rechts und schließe die Seitennähte.

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Im Anschluss kannst du den Rock direkt säumen. Da Jersey nicht ausfranst kannst du diesen einmal nähfüßchenbreit umschlagen, gut fest stecken und anschließend mit einem dehnbaren Stich annähen.

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Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten den Unterrock zu nähen.

Variante Eins könnt ihr hier nachlesen (Der Bereich mit dem Kräuseln des Volants)

Variante Zwei, ich nenne sie mal Variante für „Faule“ erkläre ich nachfolgend.

Beide Tüllzuschnitte legst du nun in den Bruch und schließt einzeln die Seitennähte. Nun hast du für den Unterrock 2 Tülllagen mit je einer Seitennaht.

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Nun legst du beide Nähte des Tüll aufeinander und steckst den Tüll zusammen.

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Dann ziehst du den Oberrock über den Tüll und steckst alle 3 Lagen fest.

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Jetzt wird das Bündchen in den Bruch gelegt und an der kurzen Seite geschlossen, „halbiert“ und anschließend auf die Rechte Stoffseite des Oberrocks gesteckt. Hast du noch nie ein Bündchen angenäht, kannst du hier genaueres nach lesen.

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Vor dem Annähen empfehle ich dir den Tüll schon weitestgehend in Falten zu legen und gut festzustecken. Das erspart etwas Fummelei. Außerdem solltest du den Rock mit den Wonder Clips in gleichmäßige Bereiche teilen, das erleichtert dir ein gleichmäßiges Dehnen des Bündchen und das gleichmäßige verteilen des Tüll.

Nun kommt der fummelige Teil. Das Annähen aller Lagen! Während des Annähens dehnst du das Bündchen und achtest darauf, dass das Tüll in kleinen Falten mit angenäht wird. Ebenso musst du darauf achten, dass alle Lagen unter der Nadel sind. Am Anfang etwas tricky, wenn du aber den Dreh raus hast, geht es ganz einfach. Ja, und dann ist der Rock an sich auch schon fertig.

Wenn du mit der Overlock genäht hast, versäubere nun noch die offenen Nähte (unten)

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Ein kleines Highlight zum Abschluss. Such dir eine Seite aus und raffe diese etwas zusammen. An das Ende nähst du einen farblich passenden Knopf oder eine kleine Schleife. Und fertig ist der Mädchentraum.

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Wie du siehst, der Rock kommt gut an. Und mit der passenden Mütze und dem passenden Tuch ist das Outfit auch schon komplett. Ich finde diesen Stoff wahnsinnig passend und total schön. Durch das zarte grau in Verbindung mit dem blau, passt es hervorragend in den Winter. Wenn man nur die verspielten Details in Betracht zieht, ist es der perfekte Frühlings- und Sommerstoff.

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tüll rockers

Das sind im Übrigen meine „Leih“ Mädels. Wir profitieren von einander. Ich darf Mädchenkram nähen, sie bekommen hin und wieder neue Klamöttchen. Hihi. Eine Win-Win Geschichte. <3

tüll rockers

Viel Freude beim Nachnähen,

Liebst, Claudi

Gerne kannst du dir die Anleitung merken und später ausprobieren.

Anleitung Tüll Rock

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  1. Susanne 15. März 2016 at 16:34

    Hallo! Ich würde das sehr gerne nachnähen. Wieviel Stoff bzw Tüll brauch ich denn für Grösse 116? Und muss ich, wie beim ursprünglichen Post für den Rock beschrieben in der Breite eine Grösse kleiner wählen? Wegen der Kellerfalte im ursprünglichen Schnitt? Danke für die Anleitung, ich bin ganz verliebt in den Rock! Viele Grüsse Susanne

    antworten
    1. Claudia 15. März 2016 at 17:47

      Hallo Susanne,
      wie in der Anleitung beschrieben, gehst du in die Breite. Beim Tüll auf die volle Stoffbreite, beim Rock kannst du gern 1 bis 2 Größen in die Breite gehen (also, am Bund bleibst du in deiner Ausgangsgröße und wirst nach unten breiter).
      LG, Claudi

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