Du kennst es: Das Schnittmuster liegt auf dem Stoff, die nächste Ecke oder Rundung steht an und der Schnitt verrutscht! Ich kann mir jetzt genau vorstellen, wie deine Nasenflügel auseinander gehen. Denn das ist einfach JEDEM schon einmal bei Zuschneiden passiert. Genau aus diesem Grund habe ich mir Gewichte zum Beschweren der Schnittmuster genäht und gehäkelt. Ja, heute bekommst du gleich zwei Anleitungen von mir. Die großen Gewichte sind perfekt für die Erwachsenen-Schnitte und die kleinen gehäkelten Gewichte eignen sich besonders gut für Kinderschnitte.

Für die genähten Gewichte brauchst du nicht dehnbaren Stoff. Ich habe Baumwollstoff benutzt. Schaue in deiner Restekiste nach, da finden sich bestimmt Stücke aus Baumwolle, Jeans, Canvas oder auch Leder. Die Gewichte nähst du aus vier Dreiecken zu einer Pyramide zusammen und füllst diese dann mit Sand. Mein Sand stammt aus dem Ostseeurlaub und darf jetzt in meinem Nähzimmer weiter genutzt werden. Denn jedes Mal nehmen wir Sand mit nach Hause, füllen es in ein Glas und es ins Bad. Doch das wird jetzt renoviert und der ganze Krempel muss minimiert werden. Aber das steht auf einem anderen Zettel. Du bekommst einen Beutel Sand im Baumarkt oder ganz feinen Vogelsand in der Tierhandlung.

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Schneide deine Dreiecke zu

Bevor du los legst, holst du dir ein Stück Papier und schneidest dir ein gleichschenkliches Dreieck aus. Wenn du Schwierigkeiten hast, es gleichmäßig aufzuzeichnen, empfehle ich dir im Word einfach ein Dreieck zu „zeichnen“. Dieses kannst du dann ausdrucken und als Vorlage für deine Zuschnitte verwenden. Du benötigst vier gleich große Dreiecke für die Pyramide. Meine Kanten sind jeweils 7 cm lang.

So nähst du die Dreiecke zu einer Pyramide

Ich weiß nicht, ob du dich noch an die Würfel erinnern kannst, die ich für meine Söhne genäht habe. In diesem Beitrag* hatte ich dir gezeigt, wie du aus mehreren Stoffteilen einen 3D Würfel nähen kannst. Bei der Pyramide verhält sich das nicht anders. Alle Nähte kannst du an deiner Nähmaschine nähe und es reicht ein ganz einfacher gerade Stich. Das einzige, was du beachten solltest: Versiegel die Stiche am Anfang und Ende der Nähte, dass sie nicht auseinander gehen und nähe die Ecken gut zusammen, dass später der Sand an keiner Naht raus rieseln kann.

Du steckst als erstes eine Stoffseite rechts auf rechts übereinander zusammen.

Diese nähst du zu und steckst dann ein weiteres Dreieck an die noch offenen Seiten.

Jetzt nähst du die zwei Kanten zusammen.

So funktioniert das mit dem Boden

Jetzt steckst du einfach noch das vierte Dreieck an die komplett offene Seite an. Achte dabei darauf, dass die Ecken genau aufeinander liegen.

An deiner Nähmaschine beginnst du eine Seite komplett zu nähen.

Bevor du in der Ecke dein Projekt drehst, lass deine Nadel IM Stoff drin.

Wenn du an der Ecke angekommen bist, hebst du dein Nähfüßchen und drehst die Pyramide NICHT einfach, sondern du schlägst sie um. Entweder du holst die Stoffstücke nach oben oder du schiebst sie einmal nach unten. Wenn ich dir das hier so schreibe, kommt bestimmt ein großes Fragezeichen bei dir auf. Doch sitzt du an deiner Nähmaschine und du bist genau an diesem Punkt angekommen, dann wirst du sehen, wie ich das meine. Denn die Dreiecke, die du schon zusammen genäht hast, liegen aufeinander. Wenn du dein Nähwerk jetzt einfach drehst, würdest du die Dreiecke am Boden und der Seitenkante zusammen nähen. Du musst also aufpassen, dass du immer nur eine Naht unter der Nadel hast.

In einer der letzten drei Nähte lässt du eine Wendeöffnung. Wende deine Pyramide und fülle durch die Öffnung deinen Sand hinein.

Fülle dein Gewicht aber nicht bis oben hin voll. Zum einen würde dir beim Schließen der Wendeöffnung dein Sand immer wieder raus rieseln und dann lassen sich die Gewichte auch besser hoch nehmen, wenn sie nicht zu prall gefüllt sind.

Ich habe die Wendeöffnung mit der Nähmaschine geschlossen. Möchtest du die Nähgewichte allerdings verschenken (bald ist Weihnachten und sicher würde sich deine Nähfreundin über ein paar selbstgemachte Nähgewichte unheimlich freuen), würde ich dir zu einem Matratzenstich raten. Fixiere dir die Wendeöffnung mit Stecknadeln und schließe sie.

Fertig ist das erste Gewicht.

Eins reicht natürlich nicht. Los, nähe gleich noch ein paar mehr!

Das gehäkelte Nähgewicht

So richtig stimmt es eigentlich nicht, wenn ich dir hier erzähle, dass es ein gehäkeltes Gewicht ist. Denn wenn man es genau nimmt, ist es ein UMhäkeltes Gewicht. Ich habe mir im Baumarkt große Unterlegscheiben gekauft und diese mit bunter Wolle umhäkelt. Ja, du könntest die Unterlegscheiben natürlich auch so als Gewicht nehmen. Doch die sind natürlich nicht so bunt und einzigartig. Denn es beginnt schon mit den unterschiedlichen Qualitäten der Wolle. Da du gar nicht so viel Wolle für ein Nähgewicht brauchst, kannst du auch hier ein paar Wollreste verwenden.

Alle weiteren Materialien für dein kleines Häkelprojekt habe ich dir auf dem Bild verlinkt. Folge den Punkten zu den Produkten* und lass dich von mir inspirieren.

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Das ist der Anfang

Du könntest natürlich auch eine einzelne Unterlegscheibe benutzen. Doch nimmt ruhig zwei übereinander. Das gibt direkt mehr Gewicht. Lege also zwei Unterlegscheiben zusammen und wickle den Anfang des Fadens zweimal komplett um die beiden Scheiben.

Ich habe einige von diesen Nähgewichten gehäkelt. Somit hatte ich die Griffe bald raus. Damit dir die beiden Unterlegscheiben beim Häkeln nicht verrutschen, nimm dir Klebeband* zur Hilfe und binde es an zwei – drei Stellen rum.

Steche mit deiner Häkelnadel in das Loch der Unterlegscheibe und hole deinen Faden durch das Loch wieder in deine Richtung.

Schon hast du die erste Schlaufe auf deiner Nadel. Ziehe die Schlaufe so lang, dass sie bis zum äußeren Rand von der Unterlegscheibe zeigt.

Hole dir von deinem Faden eine weitere Schlaufe …

… und ziehe diese durch die erste Häkelmasche, die schon auf der Nadel ist.

Damit du die nächste Masche durch das Loch der Unterlegscheibe holen kannst, musst du die eben gehäkelte Masche erstmal ganz lang ziehen.

Denn nur so kannst du den Faden für die nächste feste Masche holen. Wenn du die nächste Schlaufe auf der Häkelnadel hast, ziehst du die vorherige Masche wieder fest.

Jetzt häkelst du auf diese Weise einmal rundherum.

Häkel weiter, bis von der Unterlegscheibe nix mehr zu sehen ist.

Schneide den Faden mit einem längeren Stück zum Vernähen ab und ziehe den Wollrest komplett durch die letzte Masche. Ziehe das Ende auf eine Stopfnadel und verstich den Faden.

Fertig!

Damit nicht jedes Nähgewicht gleich aussieht, wechsel nicht nur die Farben. Häkel doch mal einen Henkel mit dran oder eine Borde an die erste Reihe. Wenn du es richtig ausgefallen möchtest, kannst du Perlen mit einhäkeln oder noch einen kleinen Knopf mit annähen. Lass dich kreativ voll aus.

Solltest du eine kleine Hilfe beim Häkeln brauchen, kann ich dir unsere Häkelbeiträge mit allen Grundlegenden Tipps und Tricks wärmstens empfehlen: https://www.mamahoch2.de/2016/01/die-ersten-schritte-im-haekeln.html

Damit du diese Nähanleitung nicht mehr vergisst, pinn sie dir jetzt auf Pinterest.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachnähen!
Suse*

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  1. Kerstin 17. Oktober 2018 at 22:13

    Die beiden finde ich toll. Danke für den Tipp. Ich würde statt Sand, kleine Steine nehmen. Lg

    antworten
  2. Franzi 17. Oktober 2018 at 19:09

    Hi,
    Habe hier noch ein Säckchen roggenkörner. Damit werde ich meine nähgewichte füllen. Bei Bedarf kann man sie dann eben in der Mikrowelle warm machen und als handschmeichler verwenden.
    Viele Grüße
    Franzi

    antworten
  3. Ines 17. Oktober 2018 at 13:25

    Danke für die tolle Idee. Werde mir nachher beim Einkaufen gleich Vogelsand mit bringen.

    antworten
  4. Inge Bongartz 17. Oktober 2018 at 7:41

    Vielen Dank für die tollen Ideen, werde die Gewichte später kaufen und behäkeln, auch als Geschenk für Nähbegeisterte super

    antworten

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